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Tuesday, December 02, 2008

Machtkampf bei der NPD: Voigt allein im Auto

Heldenverehrung und Totenehre werden großgeschrieben bei den braunen Kameraden aus dem Umfeld der NPD - doch was sie am 02. Dezember 2008 einem ihrer “verdientesten” Mitstreiter zum letzten Geleit angedeihen ließen, dürfte dazu führen, dass sich der Verblichene vor Zorn schon bald im Grabe umdrehen dürfte.

Mittags um 12.00 Uhr in der kleinen Gemeinde Hamwarde bei Geesthacht in Hamburgs Osten: Die kleine Kirche auf der höchsten Erhebung der Geestgemeinde ist Schauplatz der Trauerfeier des kürzlich verstorben Ex-NPD-Vorsitzenden Ulrich Harder (79). 15 Jahre lang war er Vorsitzender der NPD in Hamburg, bevor er aus 2005 dem Amt gemobbt wurde.

Voigt allein im Auto

Doch der Dank der “Kameraden” hält sich in Grenzen: Gerade mal ein trauriges Dutzend Parteigänger und Gesinnungsgenossen ist erschienen, um Harder das letzte Geleit zu geben, unter ihnen der Neonazi Christian Worch und der amtierende NPD Landesvorsitzende Jürgen Rieger. Doch selbst im Angesicht des Harderschen Sarges ist es den Trauernden offenbar wichtiger, ihre Grabenkämpfe weiterzüführen. Denn in aller Stille ist noch einer aus Berlin angereist, den offenbar niemand auf der Rechnung hatte: Parteichef Udo Voigt.

Sein Verhalten allerdings spricht Bände und macht deutlich, wie sehr die braunen “Parteifreunde” sich spinnefeind sind: Als Voigt bei der Ankunft die vor der Kirche versammelte Trauergemeinde um Jürgen Rieger erblickt, bleibt er eine quälende Viertelstunde allein in seinem Auto sitzen. Er verlässt es erst, als die “Parteifreunde” den Kirchenvorplatz verlassen und im Kirchengestühl Platz genommen haben. ...lesen