antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Monday, July 23, 2007

Talmud-Nazis?

Die Purzelbäume und Bocksprünge der "Autonomen Nationalisten" werden immer absurder. In ihrem Bemühen, möglichst radikal, militant und autonom zu wirken, wird die Wahl der geklauten Parolen immer beliebiger. Dass Rio Reiser sich zu seinem Schwulsein offen bekannte, steht einer Verwendung von Ton-Steine-Scherben-Songs nicht im Weg. Sogar der "Freundeskreis Halbe", der sicher nicht im Verdacht steht, "autonome" Strömungen in der Kameradschaftsszene zu befürworten, bringt auf seiner Webseite ein Lied des Antifaschisten und Teilnehmers am spanischen Bürgerkrieg, Ernst Busch, zur Melodie von Hanns Eisler, der jüdischer Herkunft war. Den Hitler-, Horst-Wessel- und Heß-Verehrern ist es inzwischen offenbar völlig egal, ob sie ihren beliebigen Zitatenschatzauch mit Werken prominenter Jüdinnen und Juden garnieren, wie etwa Rosa Luxemburgs "Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden".

Aber sich auf den Talmud zu berufen - geht das nicht etwas sehr weit? Für die Kameraden aus der Lausitz, die neuerdings das Label "Jugendoffensive.Info" verwenden, offenbar nicht. Ihren Aufkleber "Werde aktiv!" garnieren sie mit dem Motto: "Wer wenn nicht wir? Wann wenn nicht jetzt?" Nun gut, dieser Spruch ist mittlerweile weit verbreitet. In der hier zitierten Form ist er wahrscheinlich - unter dem Einfluss jüdischer Frauen in der nordamerikanischen Lesbenbewegung - aus dem feministischen Sprachschatz übernommen worden. Der Auschwitz-Überlebende Primo Levi wählte den zweiten Satz als Überschrift für einen Partisanen-Roman. Der Spruch geht auf einen Satz von Rabbi Hillel dem Älteren zurück, der vor 2000 Jahren einer der wichtigsten Interpreten des jüdischen Gesetzes war. ...lesen

Thursday, September 06, 2007

Gera: Ermittlungen gegen KDS-Kader

Die Staatsanwaltschaft im thüringischen Gera ermittelt gegen den Organisationsleiter vom Kampfbund Deutscher Sozialisten (KDS), Thomas Gerlach. Es geht um den Straftatbestand der Volksverhetzung.
Dem vorbestraften Gerlach wird vorgehalten, im Juni 2007 in seinem Heimatort Meuselwitz an einem NPD-Informationsstand CDs mit rechtsgerichteter Propaganda und Musik verteilt zu haben, auf denen sich auch ein Lied befunden hat, in dem der Holocaust geleugnet wird. Die Polizei beschlagnahmte an dem Parteistand über 100 dieser Tonträger. Bereits vor zwei Jahren gab es eine Verteilaktion der so genannten Schulhof-CD in Thüringen, bei dem Gerlach nachgesagt wurde, die Fäden der Aktion gezogen zu haben. Er ist häufig Anmelder von Mahnwachen und Musikveranstaltungen der rechten Szene und nennt sich in Internetforen „Ace“. Gerlach zählt ferner zum Freundeskreis Halbe, der seit einigen Jahren immer wieder Märsche zum brandenburgischen Soldatenfriedhof inszeniert. (hf)

Quelle
Bnr [06.09.07]