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Friday, November 02, 2007

RechtsRock der Walküren - Frauen in extrem rechten Musik-Szenen

Die Zunahme von Aktivistinnen innerhalb der Neonazi-Szene macht sich auch im RechtsRock bemerkbar, in dem sich mittlerweile die unterschiedlichsten Typen von Musikerinnen präsentieren und von der stilistischen Vielfalt und Professionalisierung des Genres profitieren.

Bis in die neunziger Jahre hinein war der vorherrschende Typ der Frauen in der RechtsRock-Szene das „Renee“. Mit dem Aufkommen des RechtsRock und des Skinhead-Kultes in den 1980er Jahren wurde der „Renee“-Look als weibliches Pendant zum männlichen Skinhead kreiert. Die Frauen kopierten das martialische Image ihrer männlichen Kameraden. Auch sie kleideten sich mit schweren Arbeitsschuhen, ausgeblichenen Domestos-Hosen und Polo-Shirts. Und sie übernahmen den kurz geschorenen Haarschnitt der männlichen Skinheads. Einziger Unterschied waren die an den Seiten und im Nacken länger getragenen Haarsträhnen.

Innerhalb der Skinhead-Szene stieß die weibliche Variante auf Zustimmung: „Die Leute sagen Du siehst schrecklich aus mit Deinen kurzen Haar’n. Aber ich mag das... Renees wir lieben Euch... Egal was ein anderer von Euch hält“, bekundete Ende der 1980er Jahre die Bremer Band Endstufe. Im Bild der Männer waren sie aber vor allem Sexobjekt: „Du weißt ich stehe auf Triebe und Du gehst darauf ein. Denn hoffnungsvolle Liebe die paßt nicht zu uns zwei’n. Renee. Du bist mein Weib. Renee. Bis in alle Ewigkeit“, sang die Düsseldorfer Band Störkraft.

Der damalige Düsseldorfer RechtsRock-Produzent Torsten Lemmer versuchte 1995 sogar, das Model Monique, deren Image er zunächst über einen „Reneefotokalender“ mit kreiert hatte, zum singenden Sexsymbol aufzubauen. Für eine Veröffentlichung der angekündigten Single „Monique / Lack & Leder“ schien das Talent als Sängerin aber dann doch nicht ausgereicht zu haben, jedenfalls ließ sich ihr Traum vom rechten „Pop-Sternchen“ nicht realisieren. ...lesen