antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Wednesday, October 11, 2006

Gedenkkonzert für „Blood&Honour“-Gründer

Dortmund – Als „Europe’s Main Event 2006“ preist das in Deutschland verbotene Neonazi-Netzwerk „Blood&Honour“ ein Konzert an, das am 14. Oktober vermutlich in den Niederlanden oder Belgien stattfinden soll.
Führend an der Organisation beteiligt sind nach Informationen des bnr zwei deutsche Neonazis, darunter mindestens einer aus dem engeren Umfeld der Dortmunder Band „Oidoxie“. Angekündigt waren für das Konzert, mit dem an den 1993 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen „Blood&Honour“-Gründer Ian Stuart Donaldson erinnert werden soll, die Bands „Blue Eyed Devils“ (BED) aus den USA, „Razors Edge“ und „Chingford Attack“ aus Großbritannien sowie „Oidoxie“, „Kraftschlag“, „Agitator“ und „Nordfront“ aus Deutschland. „Agitator“ fehlt inzwischen in der Liste der Bands; „Kraftschlag“ ließ in Internetforen verbreiten, in diesem Monat nicht zusammen mit BED auf der Bühne zu stehen. Die beiden (Mit)Organisatoren, die sich „Seemann88“ bzw. „braunerbaer88“ nennen, geben deutsche Handynummern als Kontakt an. Aus dem Ruhrgebiet soll ein Bus zum Konzertort fahren. (ts)

Quelle
Bnr [10.10.06]

Thursday, June 04, 2009

Aus dem Harz nach Walhalla: illustre Trauerliste nach Tod von Michael Müller

Am Morgen des 30. Mai 2009 ist mit Michael Müller eine der bekanntesten Personen der rechtsextremen Musikszene an einem Hirntumor gestorben. Der Liedermacher mit Wohnsitz in Bad Lauterbeg im Harz habe den „langen tapferen Kampf gegen seine heimtückische Krankheit“ verloren und sei „zur großen Armee abberufen worden“, heißt es in einem Nachruf des von dem Neonazi Thorsten Heise betrieben WB-Versandes.

Die Familie des mehrfach vorbestraften NPD-Bundespolitikers befindet sich auf der Trauerliste gleich hinter dem Namen der Witwe des Verstorbenen, der rechtsextremen Liedermacherin Anett Müller. Gemeinsam mit ihrem 1975 in Bayern geborenen Mann trat Annett als „Faktor Deutschland“ auf , nebenbei verfolgten beide ihre Soloprojekte. In den vergangenen Jahren waren sie gern gesehene Gäste auf Veranstaltungen der NPD und Neonazi-Kundgebungen.
(...)
Die vom WB-Versand veröffentlichte Liste der Trauergäste unterstreicht Müllers populäre Rolle in der rechtsextremen Musikszene: dort finden sich nicht nur die einschlägigen Kameradschaften, NPD-Politiker und Verbände aus der Region. Auch Neonazigrößen wie der ehemalige Sänger der Band Landser, Michael Regener alias „Lunikoff“ sowie die Rechtsrockbands Agitator, Gegenschlag und Oidoxie kondolieren.
Deutlich über dem Altersdurchschnitt der restlichen rechtsextremen Trauergemeinde liegt der 1934 in Wien geborene Nazi Karl Polacek. ...lesen

Monday, February 09, 2009

Prozess nach Rechtsrockkonzert in Pößneck: Angeklagter Neonazi ist Mitarbeiter an Göttinger Gymnasium

Auch nach knapp vier Jahren beschäftigen die Geschehnisse rund um den Landesparteitag der NPD Thüringen im Pößnecker Schützenhaus weiterhin die Justiz. Bereits im Oktober 2008 hatte vor dem Amtsgericht Pößneck der Prozess gegen einen 30-jährigen Neonazi aus Göttngen und einen 32 Jahre alten Mann aus Oberkaufungen begonnen. Die Angeklagten müssen sich wegen schwerer Körperverletzung vor Gericht verantworten, weil sie mit drei anderen Tätern einen weiteren Mann angegriffen, geschlagen und getreten haben sollen.

Die Ereignisse spielten sich im Anschluss an den Landesparteitag bei einem Rechtsrockkonzert im örtlichen Schützenhaus ab, das sich im Besitz des Neonazi-Anwalts Jürgen Rieger befindet. Auf der Bühne standen zwei englische Bands, Gegenschlag, das niedersächsische Trio Agitator und als Hauptakt Michael Regener, der als ehemaliger Sänger der Band Landser wenige Tage später seine Haftstrafe antreten musste.

Zu dem Konzert angereist waren etwa 1000 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland, darunter offenbar auch das heute 30-jährige Mitglied der Göttinger NPD, Marco B. Das geht aus einer anonymen Pressemitteilung hervor. Während der in einem Göttinger Vorort lebende Neonazi in seiner Freizeit Aufmärsche und Rechtsrock-Konzerte besucht, verdient er seinen Lebenunterhalt an einem städtischen Gymnasium in der Göttinger Innenstadt: Die Schulhomepage weist ihn als “Schulassistenten” aus.

Mit seinen persönlichen Kontakten zu Neonazi-Größen wie Thorsten Heise im thüringischen Fretterode und dem rechtsextremen Liedermacher Michael Müller aus dem Harz, für den Marco B. ein Solidaritätskonto eingerichtet hatte, scheint der Schulassistent das ideale Bindeglied zwischen der neonazistischen Kameradschaftsszene und der NPD in Südniedersachsen zu sein. Recherchefotos aus Göttinger Antifakreisen zeigen den 30-Jährigen u.a. bei Neonazi-Aufmärschen am 1. Mai 2008 in Hamburg und im November desselben Jahres in Fulda an der Seite von Thorsten Heise. Auf dessen Anwesen in Fretterode nimmt Marco B. auch regelmäßig an den Treffen der Kameradschaft Northeim teil. In diesem Rahmen sind dort immer wieder hochrangige Neonazis zu Gast wie im vergangenen Jahr u.a. Jürgen Rieger, Eckhard Bräuniger vom Bundesvorstand der NPD und der Chef der NPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern Udo Patörs. Hoher Besuch bei den Treffen der etwa 40-köpfigen Kameradschaft, von der nach Polizeiangaben mehr als ein Drittel aus dem Bereich Einbeck bei Göttingen stammt.

Kein Wunder also, dass Marco B. auch Kontakte zu Neonazis aus diesen Kreisen hat, aus denen mindestens zwei Personen stammen, die Ende November 2008 an einer Auseinandersetzung mit einer Pumgun in Göttingen beteiligt waren. Zum Bekanntenkreis des 30-Jährigen gehört ebenso ein 2007 wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilter Neonazi, mit dem B. 2005 einen Aufmarsch in Magdeburg besucht hatte. Der heute 25 Jahre alte Marc Phillip S. verbüßt zurzeit eine Haftstrafe in Sehnde, weil er einem Aussteiger mehrmals mit einem Teleskopschlagstock von hinten auf den Kopf geschlagen hatte.

Siehe auch: Niedersachsen: Neonazis unter Waffen, Südniedersächsische Neonazi-Szene nach Waffenfunden im Visier, Polizei stellt bei Hausdurchsuchungen Waffenarsenal sicher, Rechtsextreme beim Table-Dance mit Pumpgun und Brandsätzen, Göttingen: Spekulationen um Brand in Afro-Shop, Debatte: Brutalisierung und Modernisierung bei Neonazis?, Niedersachsen: Kein Neonazi-Schwerpunkt im Südharz?

Quelle
NPD-Blog [12.01.09]

Siehe auch:

Schul-Assistent lief bei Kameradschaft mit [13.01.09]
Niederlage für NPD-Mitglied vor Arbeitsgericht Göttingen [23.01.09]

Thursday, March 19, 2009

Neonazi Timo Schubert sichert sich "Hardcore"

Der Göttinger Neonazi Timo Schubert hat sich das Wort "Hardcore" in 3 Klassen als Wortmarke beim Patentamt sichern lassen. Jedoch ist nicht klar, was genau dies bedeutet, denn man kann sich meines Wissens nicht ein Wort an sich sichern lassen, sondern nur ein Logo, bzw, eine bestimmte Form des Wortes. Falls sich jemand etwas besser auskennt, könnte er/sie dies ja näher erläutern. Timo Schubert war eines der drei Gründungsmitglieder der Neonazi-Band "Hauptkampflinie" (HKL), ist Inhaber des Nazi-Shops "DER VERSAND" und spielt derzeit in der Neonazi-Band "Agitator".

Dieser Timo Schubert hat sich nun die Wortmarke "Hardcore" in 3 Klassen gesichert: ...lesen

Siehe auch:

"Hardcore" als Markenname geschützt!
“Hardcore” als Neonazi-Marke rechtlich geschützt
Hardcore-Begriff ist jetzt rechte Marke (Neonazis plündern linke Subkultur) [24.02.09]
Neonazi kapert Hardcore-Begriff
Hardcore ist jetzt rechts [26.02.09]
Vom String-Tanga bis zum Teleskopschlagstock
Kampf der Hardcore-Kulturen [28.02.09]
Härter, lauter, rechter [08.05.09]

Wednesday, September 27, 2006

Kein Rechtsrock im Wald

Hofgeismar – In Hofgeismar sollte in einer Waldhütte ein Rechtsrock-Abend steigen, was von der Polizei aber unterbunden wurde.
Mit einer privaten Anmietung der Hütte unter dem Vorwand einer Geburtstagsfeier wurden unter anderem die Bands „Celtic Dawn“ (Großbritannien), „SKD“ (Thüringen) und „Agitator“ (Niedersachsen) nach Hessen gelotst. Die Ordnungshüter bekamen jedoch Kenntnis von dem Vorhaben und verhinderten den Auftritt. Dabei beschlagnahmten sie bei rund 80 angereisten Neonazis aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen mehrere Tonträger. (hf)

Quelle
Bnr [27.09.06]