antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Thursday, February 19, 2009

Rechtsextremisten widersprechen sich vor Gericht: Afrodeutscher Jugendlicher freigesprochen

Am Amtsgericht Rathenow hat am 20. Januar 2009 ein Gerichtsprozess gegen den afrodeutschen Jugendlichen M. aus Rathenow stattgefunden. Die stadtbekannte Rechtsextremisten Silvio W. und Fabian H. hatten den Jugendlichen laut einem Bericht der Opferperspektive bewusst falsch beschuldigt. Angeblich hatte M. einen der Rechtsextremisten getreten, geschlagen und mit Pfefferspray angegriffen. Dabei war M. den Angaben zufolge in den Morgenstunden des 8. September 2007 selbst zweifach Opfer eines rechtsextremen Angriffs geworden: M. war mit seiner Freundin vom Rathenower Stadtfest auf dem Weg nach Hause, als er innerhalb weniger Minuten unmittelbar vor seiner Wohnung zweimal angegriffen wurde. Zur selben Zeit kam es auf dem Stadtfest zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen rechtsextremen und antifaschistischen Jugendlichen, an denen M. jedoch nicht beteiligt war.

Wie sich nun herausstellte, konnten die verletzten Rechtsextremisten keinen ihrer Angreifer erkennen. Dies hätten sie auch am Tatabend bei der Polizei so angegeben, berichtet die Opferperspektive. In der drei Wochen später stattfindenden Nachvernehmung konnten sich die Rechten demnach jedoch plötzlich sehr genau erinnern und benannten M. namentlich als den vermeintlichen Schläger. Im Gerichtssaal seien diese Anschuldigungen jedoch wie Kartenhäuser in sich zusammengefallen. Die Aussagen waren offensichtlich schlecht abgesprochen und so widersprüchlich, dass das Urteil für M. Freispruch war. Nun wird es möglicherweise rechtliche Konsequenzen für die beiden Rechtsextremisten geben.

Siehe auch: Dönerimbiss verwüstet und mit Nazi-Parolen beschmiert – jetzt ist Hilfe gefragt!, Brandenburg: NPD-Chef von Rathenow verurteilt, Angriff in Templin: Neonazi vor Gericht, Templin-Mord: Prozess gegen Rechtsextreme vertagt, Mehr als 1000 rechtsextreme Straftaten im September 2008, Erstes Halbjahr 2008: Mehr als 100 rechtsextreme Gewalttaten pro Monat, Neonazis und die Drohung als Mittel der Politik, August 2008: Vorläufig 42 rechtsextreme Gewalttaten gemeldet, Debatte: Brutalisierung und Modernisierung bei Neonazis?, Offizielle Zahlen: Mehr als 17.500 rechtsextreme Straftaten im Jahr 2007

Quelle
NPD-Blog [23.01.09]


Siehe auch:

Potsdam: Neonazis stellen Opfer als Täter hin (vor dem Landgericht Potsdam findet eine groteske Berufungsverhandlung gegen einen afrodeutschen Rathenower statt) [15.05.09]
Rassisten müssen Falschaussage zugeben, Afrodeutscher freigesprochen (Die rassistische Motivation des körperlichen Angriffs auf den jungen Afrodeutschen und der Falschbeschuldigung fand in der Urteilsbegründung keinerlei Erwähnung) [28.05.09]


Saturday, May 16, 2009

Rathenower NPD-Chef soll Fußballfan geschlagen haben

Monday, October 20, 2008

Neonazis treten Linke zusammen

Überfall am Jugendklub / Stadtverordneter unter den Opfern / Vorbestrafter Haupttäter in Haft

Bis kurz nach Mitternacht war am Freitagabend alles in Ordnung. Björn Mooshagen (27) und ein gutes Dutzend junge Leute hatten im Premnitzer Jugendklub zusammen gesessen und den „ Tag der offenen Tür“ ausklingen lassen (siehe Bericht auf Seite 17). Sie wollten noch nach Rathenow in die Disko und ein wenig weiterfeiern, der Shuttlebus in die Kreisstadt war telefonisch schon geordert.
Doch weit kamen der frisch gebackene Premnitzer Stadtverordnete der Linken und mehrere Begleiter nicht. An der Bushaltestelle nahe des Jugendzentrums trafen sie auf zwei bekannte westhavelländische Neonazis. „Ohne Vorwarnung“, so berichtete Mooshagen gestern dem Westhavelländer, habe ein Rechtsextremer eine Pfefferspraydose gezogen und ihm das Reizgas direkt in die Augen gesprüht. ...lesen

Siehe auch:

Ende der Zurückhaltung (Henning Heine zu dem Überfall von Rechtsextremen auf junge Linke in Premnitz)
Pressemitteilung der Linksjugend zu Überfall in Premnitz
Rechte überfallen Jugendklub
Brandenburg: Neonazis überfallen Abgeordneten der Linkspartei [21.10.08]

Wegen siebenfacher Körperverletzung angeklagt (Reer D. / Peer Durdel , Amtsgericht Rathenow) [25.03.09]
Nazi-Attacke auf Linkspartei-Politiker vor Gericht [26.03.09]
Viereinhalb Jahre ohne Bewährung für Schläger aus der rechtsextremen Szene (Dachsbergfest) [27.03.09]

Monday, June 26, 2006

Gegen rechte Schläger eingegriffen - und nun auf der Anklagebank

Am Amtsgericht Rathenow findet am Dienstag, den 27. Juni, um 10:30 Uhr eine Verhandlung wegen einer Auseinandersetzung zwischen Linken und Rechten statt. Angeklagt ist der Rechte Christian Sch. und der Linke Florian E., am 10. Dezember 2005 Pfefferspray eingesetzt zu haben. ...lesen

Thursday, May 22, 2008

Prozess gegen Marco Siedbürger

Prozess gegen Marco Siedbürger von der Nationalen Offensive Schaumburg (NOS)wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Verden wird am 26. Mai fortgesetzt.
(...)
Vor Ort waren heute unter anderem aus Marcus Winter aus Lindhorst und Matthias Schulz aus Verden.

Zur Vorgeschichte:

Marco Siedbürger aus Minden könnte schon bald wieder im Gefängnis sitzen. Der 26-Jährige wurde im Oktober 2007 vom Amtsgericht Nienburg, wo er zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft Verden schwieg, wegen gefährlicher Körperverletzung zu eineinhalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt.

Hier gegen legte der Neonazi, vertreten durch den Stadthagener Rechtsanwalt Christoph Hessel, der laut der Homepage seiner Kanzlei die Tätigkeitsschwerpunkte "Verkehrsrecht, Haftpflichtrecht und Mietrecht" hat, (vergl. ) Berufung ein. ...lesen

Zum Thema:

Prozess gegen Marco Siedbürger [26.05.08]
Bauernopfer im Siedbürger-Prozess? (Jens Rathenow) [12.06.08]
Rechtsradikaler Gewalttäter bekommt Entlastungszeugen [13.06.08]
Kein Blutvergießen, keine News [27.06.08]
Militanter Neonazi wird freigesprochen