antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Friday, July 13, 2007

Bericht zum Prozess gegen den Neonazi Marcus Winter wegen Volksverhetzung

Am 10. Juli 2007 begann vor dem Landgerichts Bückeburg das Berufungsverfahren gegen Marcus Winter aus Minden (- Ns 305 Js 825/07 (52/07)).

Am 19. März 2007 wurde der mehrfach vorbestrafte Kopf der "Nationalen Offensive Schaumburg" (NOS), vom Schöffengericht Stadhagen wegen Volksverhetzung zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten Haft verurteilt. Der Richter sah Winter als Verantwortlichen der ehemaligen NOS-Internetseite. Auf der wurde ab dem 28. Januar 2007 in dem Text "Holocaust-Überlebende fordern NPD-Verbot – Wann endlich verbietet man Holocaust-Überlebende" letztere in NS-Diktion als "Volksschädlinge" verunglimpft und deren Nachkommen als "Mischpoke" diffamiert. Der Schmähtext gipfelte in der Forderung: "Schmeißt die Bande endlich raus."

Am 8. Februar 2007 hatten Staatsanwaltschaft Bückeburg und das Fachkommissariat Staatsschutz der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg die ehemalige Wohnung von Marcus Winter, Schöttlingerstraße 14 in Lindhorst durchsucht. Dabei wurden zwei Computer beschlagnahmt.

Die vorläufige technische Auswertung im so genannten "Beschleunigten Verfahren" führte zu einer "lückenlosen Beweiskette", wie es im erstinstanzlichen Urteil heißt. Demnach hatte Winter als Domain-Inhaber der Seite die antisemitischen Hasstiraden ins Internet gestellt.

Gegen das Urteil legte die Staatsanwaltschaft noch am 19.03. Berufung ein, da sie es als "zu milde" ansah. Erreicht werden solle die im "Beschleunigten Verfahren" mögliche Höchststrafe von einem Jahr Freiheitsentzug. Einen Tag später legte Winters Verteidiger, Stefan Böhmer aus Uttenreuth bei Erlangen (Bayern), ebenfalls Berufung ein. Böhmer hatte schon den Holocaustleugner und glühenden Antisemiten Gerhard Ittner verteidigt, der sich seiner Haftstrafe durch die Flucht entzog, und war wegen seines ebenfalls den Holocaust leugnenden Plädoyers im Ittner-Prozess am 19.10.2005 vom Amtsgericht Nürnberg selbst wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 2.250 Euro verurteilt worden. Im Stadthagener Verfahren setzte Böhmer seine aus Nürnberg bekannten Tiraden fort und bezeichnete in seinem Plädoyer Holocaustüberlebende, die keine seien, als "Sozialschmarotzer", die den deutschen Staat erpressten.

Um seine bis Februar 2009 laufende Bewährung nicht zu gefährden, benannte Winter sowohl in Stadthagen als auch in Bückeburg den NOS-Aktivisten Jan Neuman aus Obernkirchen als "verantwortlichen Betreiber" der gelöschten Seite. Neumann, Anmelder des Nazi-Aufmarsches am 17. März in Minden, war am 13. Mai 2007 vom Bückeburger Amtsgericht wegen fahrlässiger Körperverletzung nach dem Jugendstrafrecht zu 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Über Monate hatte er zusammen mit anderen Neonazis zwei albanische Familien terrorisiert, die im selben Haus in Obernkirchen lebten. Zuvor war er bereits zweimal wegen Diebstahls aufgefallen. Aber auch für Neumann kann es in naher Zukunft eng werden: Wegen einer Schützenfest-Schlägerei in Porta Westfalica am 2. Juli 2005 hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld Anklage gegen ihn Marcus Winter und Marco Siedbürger wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Demnach sollen alle drei einen Festteilnehmer mit Fausthieben und Bierkrügen zusammengeschlagen und am Kopf verletzt haben. Auch zwei herbeieilende Helfer sollen mit Bierkrügen am Kopf getroffen, ein am Boden liegendes Opfer mit Reizgas besprüht, geschlagen und getreten worden sein. Auslöser der Gewalt war offenbar ein T-Shirt des Festteilnehmers – mit dem Aufdruck "Gegen Nazis". Nach rechtskräftiger Verurteilung von Marcus Winter im laufenden Volksverhetzungs-Prozess wird Neumann wohl außerdem noch mit einem Verfahren wegen Falschaussage zu rechnen haben.

Wie schon im März will Winter auch im aktuellem Berufungsprozess nicht in Haftung genommen werden. Er habe den Artikel "weder geschrieben noch veröffentlicht". Er habe sogar dafür gesorgt, dass der inkriminierte Artikel "schnell und unkompliziert gelöscht" worden sei. Letztendlich habe er lediglich die formalen Voraussetzungen für den Internetauftritt geschaffen und als Strohmann fungiert. Er sei ohnehin bekannt und habe auf der einen Seite "kein Problem, dass mein Name in der Öffentlichkeit steht". Er wolle damit andere vor "Linksfaschisten" schützen, die versuchten, an "Namen und Adressen von missliebigen Personen heranzukommen". Auf der anderen Seite beschwerte sich Winter – unterstützt durch Anwalt Böhmer - über Eingriffe in sein Privatleben. "Gewalttätige Linke" hätten zum Beispiel durch Veröffentlichungen dafür gesorgt, dass er "vor vier Wochen" seine "geringfügige Arbeit" verloren habe und gekündigt worden sei.

Neumann habe ab "Oktober/November" die Betreuung der NOS-Seite von Arwid Strelow übernommen, zeitweilig auch in der ehemaligen Wohnung in Lindhorst, da der Oberkirchener zwei Monate lange über keinen Internetanschluss verfügt habe. Wie mit Strelow habe auch mit Neumann die Abrede bestanden, keine strafrechtlich bedenklichen Texte zu veröffentlichen, gerade "im Hinblick auf meine Bewährung".

In Bückeburg hatte Winter auf intensive Befragung versichert, für die Internetseite der "Nationalen Offensive Nienburg" nicht verantwortlich zu sein und nur "einige" Neonazis aus Nienburg zu kennen. Nur kurze Zeit später wurde diese Aussage durch einen Sachbearbeiter des Staatsschutzes Nienburg/Schaumburg widerlegt. Die nach dem erstinstanzlichen Verfahren getätigte vollständige Auswertung der beschlagnahmten Computer ergab gespeicherte Übertragungen von Winter.

So forderte er zum Beispiel "Siggi" (Marco Siedbürger) per ICQ auf, das von ihm ausgelegte Geld für die Anmeldung der Nienburg-Seite zurück zu geben, nachdem er zuvor mitgeteilt hatte, dass er für die Nienburger "eine tolle Seite gebastelt" habe. Einen "Kameraden" aus Nienburg übersendete Winter die Passwörter für die Nienburg-Seite. An anderer Stelle schrieb Winter bezogen auf die NOS: "Schau auf unsere Seite, was ich alles Tolles geschrieben habe ... "

Auch wurde technisch nachgewiesen, dass Winter Pornofilme und indizierte Rechts-Rock-Stücke ins Internet gestellt hatte. Wegen letzteren ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover in einem eigenständigen Verfahren.

Weil Rechtsanwalt Böhmer diesen Teil der Akten noch nicht erhalten hatte, wurde der Prozess unterbrochen. Er wird am 16. Juli 2007 um 11.00 Uhr unter anderem mit der Vernehmung von Neumann fortgesetzt. Sollte Böhmer sich nicht wieder in den falschen Zug nach Bückeburg setzen und das Verfahren erneut verzögern, ist an diesem Tag mit einem Urteil zu rechnen. Winter steht bei einem Schuldspruch dann nur noch die Revision beim OLG Celle offen. Das Oberlandesgericht ist aber nur noch für eventuelle Verfahrensfehler und keinerlei inhaltliche Prüfung zuständig.

Winter riskiert bei einer Verurteilung in dem Strafverfahren erneut eine Haftstrafe samt Widerruf der laufenden Bewährung. Bei dem Vorstrafenregister mit fünf Verurteilungen und Delikten quer durch das Strafgesetzbuch darf das jedenfalls vermutet werden.

Bei der Gemeinde Lindhorst hatte Winter vor kurzem einen Gewerbeschein beantragt. Über das Internet will er unter anderem "Begleitschutz" anbieten.

Quelle
www.hiergeblieben.de

Siehe auch:

Urteil im Prozess gegen den Neonazi Marcus Winter wegen Volksverhetzung [17.07.07]
Neonazi-Kader Marcus Winter (NOS) verurteilt
Neonazi unterliegt im Berufungsverfahren
Marcus Winter muss nicht in den Knast [24.11.07]

Tuesday, June 19, 2007

Herford: Neonazis auf der Flucht

Nach gescheitertem Angriff auf antifaschistischen Informationsstand
8 Neonazis aus Ostwestfalen-Lippe und dem Landkreis Schaumburg haben am
Samstag, 15. Juni 2007, in der Herforder Innenstadt versucht, einen
antifaschistischen Informationsstand zu überfallen.

Zwei Neonazis sind dabei von der Polizei festgenommen worden: Martin Böhne
aus Paderborn und Peter Hallmann aus Oerlinghausen. Beide wurden zuvor am
28. April auf der Kundgebung der "Nationalen Offensive Schaumburg" (NOS) in
Paderborn und am 17. März auf der NOS-Demonstration in Minden gesehen.

Koordiniert worden ist die letztendlich gescheiterte Aktion von Christoph
Huxhold aus Obernkirchen und Arwid Strelow, beide von der NOS. Huxhold ist
nach Angaben eines Augenzeugen äußerst gewalttätig aufgetreten. Er, Strelow
und weitere 4 Neonazis konnten vor der Polizei fliehen. Weiteres ist zur
Zeit nicht bekannt.

Zuvor hatten sie gemeinsam Flugblätter der NOS für die am 30. Juni in
Herford geplante Demonstration für die Freilassung von inhaftierten
Holocaustleugnern in der Fußgängerzone verteilt.

Quelle
www.hiergeblieben.de



Bereits erschienen:

Erneuter Naziüberfall der NOS (Schaumburg) [16.06.07]

Siehe auch:

Video ARD-Magazin Monitor [21.06.07]

Wednesday, January 03, 2007

Obernkirchen: Erneute Schändung des Jüdischen Friedhofs in der Sylvesternacht

Die von Marcus Winter am Heiligabend für Sylvester angekündigte Demonstration der "Nationale(n) Offensive Schaumburg" (NOS) in Minden fand nicht statt. Diese war weder polizeilich angemeldet noch sonst wie öffentlich beworben worden. Die zuständige Mindener Kreispolizeibehörde wollte eine eventuelle "Spontan"-Demonstration oder "Eilversammlung" aber bis zum Schluss nicht ausschließen. Zu zutrauen ist dem Umfeld der NOS allerdings mit Sicherheit die erneute Schändung des Jüdischen Friedhofs in Obernkirchen in der Sylvesternacht:Fünf Grabstellen des Friedhofs wurden beschädigt. Die antisemitischen Täter warfen die Grabsteine um, wobei eine Steinplatte zerbrach und bei zwei anderen der Sockelanker herausgebrochen wurde. Vier der umgestürzten Grabsteine stammen als älterer Zeit und waren als stehende Sandsteinplatten mit Inschriften ausgeführt, die fünfte Grabstelle ist neueren Datums, denn der Friedhof ist immer noch aktiv, auf ihm werden jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger noch immer beigesetzt.In Westfalen-Lippe erinnern mehr als 250 Friedhöfe als letzte Zeugen an ein ehemals blühendes jüdisches Leben. Der überwiegende Teil dieser Friedhöfe ist geschlossen und wird nicht mehr belegt, da allein von den ehemals rund 1.000 Jüdinnen und Juden im Kreis Minden die Shoa nur etwa 20 überlebten.Verweis: Jüdische Geschichte in Obernkirchen: www.obernkirchen-info.de/bergstadt/juedische-geschichte.htmUnter der Eingabe des Stichwortes "Obernkirchen" finden sich auf www.hiergeblieben.de zahlreiche Artikel zu diesen Schändungen, der Renovierung des Friedhofes und zu den offenkundigen politischen Zusammenhängen.In Kürze als Ergänzung zur heutigen Meldung der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, die sich auch auf den März 2006 bezieht, eine Erinnerung:Gleich vier Hakenkreuze wurden am 21. März 2006 auf dem Jüdischen Friedhof in Obernkirchen entdeckt. Beschmiert waren drei Gräber, zwei Hakenkreuze waren dabei auf das Grab des letzten jüdischen Mitbürgers gesprayt, der dort 1999 bestattet wurde: je eins auf dem Grabstein und eins auf der Grabplatte. Erst Mitte November 2006 war die Sanierung aller Grabsteine auf dem Friedhof beendet. Die Ruhestätte hatte einen neuen Zaun und ein Stahltor mit Davidsstern erhalten. Das Fachkommissariat Staatsschutz der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg sah damals die Tat in Verbindung mit einer anderen Aktion: Mehrere Zettel und ein Rudolf-Heß-Plakat klebten - ebenfalls am 21.03.2006 - am Schaukasten des Berg- und Stadtmuseum und anderen Stellen der Stadt. Schon zuvor am 12. März war die Gedenkstätte am ehemaligen Standort der Jüdischen Synagoge in der Strullstraße/Bornemannstraße mit Hakenkreuzen und SS-Runen verunziert worden. Das Fachkommissariat Staatsschutz mutmaßte, dass beide Taten eine Reaktion auf zwei Razzien vom 08.03.2006 gewesen sein könnten: Damals waren in Raden und in der Nähe des Steinhuder Meeres die Wohnungen zweier Neonazis aus dem NOS-Umfeld durchsucht worden Sie standen im Verdacht, mit Schrauben und Zwillen gegen ausländische Imbisse und auf einen Pkw geschossen zu haben. Gegenüber Vertretern aus Politik, Verwaltung und der Jüdischen Gemeinde Niedersachsen, versicherte die Obernkirchener Polizei am 22. November 2006 dann auch nachdrücklich, dass der Friedhof "unter besonderer Aufmerksamkeit" stehe. So stellt sich nun die konkrete Frage, warum der zuständige Staatsschutz nicht gewillt oder in der Lage war, die bekannten Führungsfiguren der NOS am Jahreswechsel im Auge zu behalten. Anlass dazu haben die militanten Antisemiten um Marcus Winter und Arwid Strelow reichlich gegeben - in aller Öffentlichkeit auf ihrer Internetseite und am Heiligabend bei der Abschlusskundgebung vor dem Mindener Bahnhof.

Quelle
Hiergeblieben.de

Siehe auch:

Jüdischer Friedhof geschändet

Friday, April 11, 2008

Kriminelle Nazi-WG

Mitbewohner von Aktivisten der „Nationalen Offensive Schamburg“ steht unter Mordverdacht.

Das kriminelle Umfeld der als militant geltenden „Nationalen Offensive Schaumburg“ (ehemals Kameradschaft Weserbergland) scheint größer als bisher angenommen. Mitte März 2008 wurde Bernd S. (Bernd Schuster) wegen Mordverdachts festgenommen. Die Staatsanwaltschaft in Bückeburg verdächtigt den 30-Jährigen, vor sieben Jahren die 48-jährige Krystyna Pagacz-Znoj ermordet zu haben. DNA-Spuren führten die Ermittler zur Nazi-WG nach Lindhorst bei Stadthagen. Dorthin hatte sich Bernd S. nach seiner Haftentlassung im Sommer 2007 umgemeldet. Fünf Jahre zuvor war er wegen zwei Banküberfällen in Rehren und Eisbergen verurteilt worden. Kaum auf freiem Fuß suchte der Rintelner Kontakt zu den Anführern der „Nationalen Offensive Schaumburg“ (NOS).

Gemeinsam mit Arwid Strelow, einem der Köpfe der NOS, soll S. im vergangenen Jahr einen gemeinschaftlichen Diebstahl auf einer Baustelle begangen haben. Strelow sitzt seit Oktober letzten Jahres eine rund 2-jährige Haftstrafe unter anderem wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ab. Sein Kamerad S. sollte sich derweil um das Haus in Lindhorst kümmern. Dort halten sich auch immer wieder die weiteren NOS-Anhänger Marcus Winter und Marco Siedbürger auf. Auch Winter saß bereits mehrere Jahre im Gefängnis, er wurde 2002 mit Haftbefehl gesucht, weil er einen Schüler misshandelt hatte. Zur Zeit läuft ein Verfahren gegen den ehemaligen NPD-Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2005 wegen Volksverhetzung. Winters Bewährungs-zeit läuft noch bis Anfang nächsten Jahres.

Der 26-jährige Siedbürger ist für den Tod von Peter Deutschmann aus Eschede 1999 mitverantwortlich. Wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge verbrachte er bereits fünf Jahre in Haft. Auch er wohnte vorübergehend in Lindhorst und nahm an zahlreichen NPD-Demonstrationen in der Region teil. Gegen Siedbürger gab es seit seiner Haftentlassung immer wieder Ermittlungen wegen Körperverletzung und anderen Delikten. 2007 wurde er vom Amtsgericht Nienburg zu 18 Monaten verurteilt, das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

In diesem Umfeld bewegte sich auch Bernd S., wie die Staatsanwaltschaft jetzt gegenüber den „Schaumburger Nachrichten“ bestätigte. Gegen den unter Mordverdacht stehenden ehemaligen Koch liegt beim Amtsgericht Stadthagen zudem eine Anklage wegen Körperverletzung vor, er soll einen Punker auf dem Bahnhof in Haste zusammengeschlagen haben. Szenekenner vermuten, dass sich Bernd S. bereits in seiner Jugend in der rechten Rintelner Skinheadszene bewegt hat. Für einen politischen Hintergrund des Mordes an Krystyna Pagacz-Znoj fehlt den Ermittlern aber jedes Indiz. Untersuchungen hatten damals ergeben, dass die gebürtige Polin einem Sexualverbrechen zum Opfer gefallen war.

Quelle
Bnr [11.04.08]

Friday, January 18, 2008

Prozess gegen Marcus Winter vertagt

Marcus Winter, nach wie vor führender Kopf der Nationalen Offensive Schaumburg (NOS), war vom Amtsgericht Stadthagen am 19. März 2007 wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt worden. Ihm wurde vorgeworfen, Ende Januar 2007 in Lindhorst und anderen Orten einen Artikel auf die ehemalige NOS-Seite ins Internet gestellt zu haben, der Holocaust-Überlebende böswillig verächtlich machte. Die IV. Kleine Strafkammer des Landgerichts Bückeburg (Berufungskammer) hatte die Berufungen der Staatsanwaltschaft und des Angeklagten mit Urteil vom 16. Juli 2007 verworfen. Dieses Urteil hat das Oberlandesgericht Celle mit Beschluss vom 5. November 2007 wegen erheblicher Formfehler aufgehoben und die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an eine andere kleine Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen ...lesen

Zum Thema:

Erneute Vertagung im Prozess gegen Marcus Win [23.01.08]
Nazi Winter muss in den Knast (mit seiner zweiten Revision vor dem Oberlandesgericht Celle gescheitert. Er hatte das Bückeburger Landgerichtsurteil vom Januar angefochten) [05.07.08]

Thursday, February 08, 2007

Niedersachsen: "Widerstand zu jeder Zeit"

Die Auseinandersetzungen in der niedersächsischen Region zwischen Verden, Schneverding und Schaumburg verschärfen sich. "Wir können auch anders", erklärt da die Nationale Offensive Schaumburg (NOS) auf ihrer Website, die das Foto einer Straßenkampfszene ziert - einige Aktivisten der NOS haben auch bereits eingesessen. Am Wochenende bekundeten Junge Nationaldemokraten (JN) und Freie Kameradschaften (FK) Interesse an einer gemeinsamen Kundgebung in Rotenburg/Wümme. Am Sonnabend erst hielten sie dort eine Mahnwache gegen "Polizeigewalt" ab. ...lesen

Tuesday, August 28, 2007

Justizposse im Landgericht Bückeburg / Berufungskammer wandelt Haftstrafe für "Aussteiger" Arwid Strelow in Bewährung um

Arwid Christoph Strelow aus Lindhorst, nach wie vor einer der führenden Köpfe der "Nationalen Offensive Schaumburg" (NOS) ist am Dienstag, 21. August 2007, vor der Kleinen Strafkammer des Landgerichts Bückeburg unter Vorsitz von Richter von Oertzen zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten verurteilt worden. Das Urteil wurde für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt, da die Staatsanwaltschaft Strelows Aussagen für glaubwürdig hielt, er hätte den Kontakt zur NOS abgebrochen. Somit ist Strelow mit seiner immer wieder zu Tage tretender Gewalttätigkeit zum fünften Mal innerhalb von 3 Jahren mit einer Bewährungsstrafe davon gekommen. In der Verhandlung ließ er sich von seinem Verteidiger erfolgreich als "Aussteiger" aus der Naziszene präsentieren. ...lesen

Siehe auch:

Bewährung für vorgeblich geläuterten Nazi-Schläger [31.08.07]

Friday, October 19, 2007

Jan Neumann rechtskräftig verurteilt

Bückeburg/Obernkirchen. Über Wochen hatte er zusammen im Frühjahr 2006 mit "Kamerdaden", unter anderem Marco Siedbürger, zwei Flüchtlings-Familien terrorisiert, die damals im selben Haus wie er in Obernkirchen lebten: Das Landgericht Bückeburg hat heute im Berufungsverfahren - Ns 305 Js 4393/06 (72/07) - den 20-jährigen Jan Neumann (geboren am 16.02.1987), Strohmann der "Nationalen Offensive Schaumburg" (NOS), wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung nach dem moderaten Jugendstrafrecht zur Ableistung von 100 Sozialstunden sowie einem dreimonatigem Sozialem Training rechtskräftig verurteilt. Zusätzlich muss der NOS-Kader die Kosten des Verfahrens tragen. Die Strafkammer hob damit das erstinstanzliche Urteil des Bückeburger Amtsgerichtes vom 10. Mai 2007 auf: ...lesen

Siehe auch:

Nachschlag für Neonazi: 100 Stunden Arbeit

Saturday, December 23, 2006

Detmold: Schon wieder: Neonazi-Überfall auf die alte Pauline

In der Nacht auf den 22.12.2006 gab es eine versuchte Brandstiftung im Eingangsbereich des autonomen Kultur- und Kommunikationszentrums "alte Pauline" in Detmold, die zum Glück nur geringfügigen Schaden verursachte. Bereits im Herbst 2000 hatte es einen Brandanschlag gegeben, der einen dramatischen Feuerwehreinsatz und erhebliche finanzielle Belastungen zur Folge hatte.
Die unbekannten Täter hinterließen unter anderem im Schaukasten ein Hakenkreuz und warfen außerdem eine Fensterscheibe ein. Auch im Übrigen waren der Zerstörungswut an und um der alten Pauline offenbar keinerlei Grenzen gesetzt.
Bereits in der Nacht auf den 25. Juni - zwei Tage nach der antifaschistischen Demonstration gegen die "Blue Bar" - wurden zahlreiche Fensterscheiben mit Gullideckeln und Steinen eingeworfen. Über diesen konkreten Angriff auf die alte Pauline berichtete zeitnah die "Nationale Offensive Schaumburg" (NOS) am Sonntag, 25. Juni, auf ihrer Internetseite ("Mir stinken die Linken"). Am selben Tag berichtete die NOS in einer anderen Meldung wie folgt: "Am gestrigen Sonnabend fand im schönen Ostwestfalen unsere diesjährige Sonnenwendfeier statt." Wer (Ausnahme: Staatsschutz Bielefeld) eins und eins zusammenzählen kann ...
Am 15.09.2006, im Vorfeld des neonazistischen "Großkampftages OWL", gab es zwei Angriffe auf Antifaschisten aus der alten Pauline. Bei dem ersten Übergriff wurde der Betroffene im Palaisgarten als "Zecke" beschimpft und in den Rücken getreten. Anschließend gab es aus den Reihen der ca. 10 Neonazis den folgenden provokativen Spruch: "Wir gehen jetzt auf ein Bier in die Blue Bar!."
Die Blue Bar, eine kleine Gaststätte, nur wenige hundert Meter von der alten Pauline entfernt, diente viele Monate als Treffpunkt für Neonazis, unter anderem für den Detmolder Tobias Thomas Budde, bis eine erfolgreiche antifaschistische Kampagne dem braunen Spuk ein Ende setzte.
In der Nacht vom 14. auf den 15. September 2001 verfolgte Budde zusammen mit Sven Dickmann vor der alten Pauline mehrere Menschen und schlug dabei einen jungen Mann mit einer mit Nägeln behafteten Holzlatte bewusstlos. Budde und Dickmann wurden unter anderem wegen dieses Überfalls zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. In das Strafmaß flossen weitere (schwere) Körperverletzungen binnen kürzester Zeit in Tateinheit mit Volksverhetzung (beide riefen vor der alten Pauline u.a. "Juden raus!") ein. Budde und Dickmann sind letztes Jahr aus der Haft entlassen worden und keineswegs auch nur in Ansätzen geläutert.
Zurück zum 15.09.2006: Kurze Zeit später wurde ein weiterer Aktivist der alten Pauline auf dem Detmolder Marktplatz von Neonazis mehrfach ins Gesicht geschlagen. Der Körperverletzung vorangegangen war die rethorische Frage: "Kommt ihr aus der alten Pauline?" Einer der Betroffenen hat von dem Überfall erhebliche Verletzungen davon getragen.
Am 27.10.2006 wurde eine einzelne Person - wiederum auf dem Marktplatz in Detmold - von drei Neonazis aggressiv gefragt, ob sie zu der alten Pauline gehöre und eine "Zecke" sei. Die Person wurde als "Judas" und "Nigger" angepöbelt und erhielt anschließend einen Faustschlag ins Gesicht. Die Täter flüchteten daraufhin.
Wir sehen die fortlaufenden Provokationen im eindeutigen politischen Zusammenhang mit faschistischen Aktivitäten. Seien es "Weihnachtsfeiern" ("Julfeste" der "Heimattreuen Deutschen Jugend" u.a.) oder - wie in der vergangenen Nacht - die "arisch" gestaltete "Wintersonnenwende".
Die Wut der Neonazis auf die alte Pauline zeigt deutlich: Nur getroffene Hunde bellen und beißen. Wir werden in unserem antifaschistischen Engagement nicht nachlassen, getreu unserer Überzeugung, dass Faschismus keine Meinung, sondern ein Verbrechen ist.
Wir rufen zur Teilnahme an den Protestaktionen am 24.12. in Minden gegen den geplanten (zur Zeit verbotenen) Aufmarsch der "Nationalen Offensive Schaumburg" auf. Mitfahrgelegenheiten werden geboten.
Aktuelle Informationen im Internet: www.hiergeblieben.de

Detmold, den 22. Dezember 2006Kulturinitiative Detmold e.V.

Friday, July 04, 2008

Erneuter Freispruch für Schaumburger Nazis

Erneut sind die gewaltgeilen Schläger Siedbürger und Winter von der NOS (Nationale Offensive Schaumburg), jetzt Nationale Sozialisten SHG/OWL freigesprochen worden.
Angeklagt waren sie zusammen mit H. aus Husum wegen Volksverhetzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Der Tatvorwurf der Volksverhetzung wurde allerdings bereits im Vorfeld fallen gelassen, so das es heute in Nienburg vor dem Amtsgericht "nur" um den Widerstand ging.
Am 10.12.2007 sollen sie in Husum (in der Wohnung von H.) lautstark Parolen gegrölt und Nazimusik gehört haben. Nachbarn fühlten sich belästigt und riefen die Polizei. ...lesen

Friday, January 11, 2008

RechtsRock-Konzert von Marcus Winter: 12.01.

Erneutes RechtsRock-Konzert der Nationalen Offensive Schaumburg

Nach dem Konzert vom 29. Dezember 2007 in Minden hat Marcus Winter für den morgigen Samstag, 12. Januar, ein weiteres angekündigt.
"Anbei eine Info zu einer größeren Fete im Februar. Veröffentlicht den Termin bitte NICHT in Foren oder sonstwo im Internet", heißt es in einer Mail, welche derzeit kreuz und quer durchs Internet geschickt wird. In der Mail wird man dann deutlicher "Konzert am 12.1. in Niedersachsen !!!" heißt es dort. Für Nähere Informationen ist eine Telephonnummer angegeben. Diese ist aufmerksamen AntifaschistInnen schon lange bekannt, es ist die Nummer von Marcus Winter, einem der Führer der neonazistischen Nationalen Offensive Schaumburg (NOS). Dieser hatte schon am 29.12.2007 ein Konzert mit diversen Nazibands nahe Minden durchgeführt (siehe den Artikel Neonazistische Erlebniswelt in Minden). Die Polizei hatte ihre Untätigkeit damit gegründet, dass es sich um eine "private Veranstaltung" gehandelt habe. Ob die Polizei wohl auch dieses Wochenende die Angaben der Neonazis für bare Münze nehmen und untätig bleiben werden? Die angekündigten Bands deuten auf eine Veranstaltung mit eindeutig extrem rechten bis neonazistischen Inhalten.

Von Wehrmachtsverherrlichung bis Holocaustleugnung

Angekündigt sind die Bands Eternal Pride, Sense of Pride, Cherusker und Terroritorium. Die Band Eternal Pride aus dem sachsen-anhaltinischen Blankenburg wurde durch ihre Auftritte in Belgien bei der in Deutschland verbotenen Nazimusikorganisation Blood & Honour bekannt ...lesen

Friday, October 12, 2007

Verden: Neonazi wandert in den Knast

Arwid Strelow, einer der Anführer, der als gewaltbereit geltenden Kameradschaft „Nationale Offensive Schaumburg“ wurde am 10. Oktober vor dem Landgericht in Verden wegen Körperverletzung zu einem Jahr und zwei Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Anfang August 2006 hatte Arwid Strelow gemeinsam mit zwei Kameraden eine private Party gestört. Als sie zum Gehen aufgefordert wurden, schlug Strelow den Vater der 20-jährigen Gastgeberin mit einer Flasche nieder. Insgesamt hatte das Gericht aus acht Straftaten, begangen in einem kurzen Zeitraum 2006, eine Gesamtstrafe zu bilden. Unter anderem ging es dabei noch um Randale in Lindhorst am 23. April 2006, in dieser Nacht seien Schüsse gefallen und Fußgänger wurden bedroht. „Ein ganz schlechter Tag für Sie!“ kommentierte Richter Marcus Tittel, denn innerhalb von zwei Stunden sei der Angeklagte auch noch gegen Beamte vorgegangen und habe den Polizeinotruf mit Anrufen überzogen. Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bei einer Neonazi-Kundgebung in Bad Nenndorf und die Zerstörung einer Fensterscheibe gehörten zu den weiteren Delikten. Der bereits vorbestrafte Strelow, der neben Marcus Winter als einer der Köpfe der ehemaligen „Kameradschaft Weserbergland“ gilt, muss zusätzlich, nach einem Bewährungswiderruf, eine Jugendstrafe von elf Monaten antreten. Polizei und zuständiger Richter in Bückeburg nahmen Arwid Strelow einen angeblichen Ausstieg aus der Szene nicht mehr ab. Auch in Verden zeigte sich der angehende Student im Bauingenieurwesen als wenig geläutert. Den Gerichtssaal verließ er mit einem Grinsen. Bei der Abfahrt in Begleitung eines glatzköpfigen Kameraden zeigte er einen Stinkefinger. Die Entscheidung des Verdener Gerichts ist rechtskräftig, auf Rechtsmittel wurde verzichtet. (ar)

Quelle
Bnr [10.10.07]

Siehe auch:

Ende der Bewährungen: Haftstrafe für Neonazi-Schläger
Niedersachsen: Haftstrafe für NOS-Kader
Haftstrafe für Arwid Strelow

Monday, October 01, 2007

Nazimusik aus Osnabrück

Nazistrukturen existieren im Raum Osnabrück und angerenzenden Gebieten nicht nur in Form von NPD und NOS, "Studiogruppen" wie Sleipnir und co. sondern auch in aktiver Form in Bezug auf "Musik"(wenn man das so nennen möchte) und Gewalttätigen militanten Skinheads- Einen groben Überblick soll dieser Beitrag verschaffen.
Wie nach etlichen Berichten in Internet und TV bekannt sein müsste, ist der Kreis Osnabrück (Niedersachsen), sowei das angrenzende Gebiet Minden,OWL,Herford keine Domäne der NPD-Nazis mehr, vielmehr existiert eine aktive Rechtsrockszene, die mit minder qualitativer Musik im gesamten Bundesgebiet und benachbarten Ländern aktiv ist.Das alleine wäre genug Grund zum aufmucken, hinzu kommmt, das zumindest ein namentlich bekanntes Mitglied einer sogenannten "RAC-Band" aus Osnabrück nicht nur von Gewalt und Terror singt, sondern dies auch praktiziert-Die Rede ist von der in den Verfassungsschutzberichten seit 2003 erwähnten Gruppe "Cherusker", die im Gegensatz zu ihren "Kameraden" der anderen aufälligen Musikgruppen nicht nur durch Cds sondern auch durch die aktive Teilnahme an zahllosen Konzerten der Meinung sind, ihre Ideologie so verbreiten zu können- Abgesehen von Berichten, wo die Gruppe "Cherusker" im Norddeutschen Rundfunk 1 bei einer Diskussionsrunde im Jahr 2004 besprochen wurde, sowie zwei TV Berichten 2006 und neulich, 2007 beim Westdeutschen Fernsehen,diversen Verfassungsschutzberichten usw. geht der Faktor unter, das Nazis genau "nebenan" wohnen völlig "unter uns"-
Aus diesen Gründen sehen wir die Notwendigkeit gegeben, dem braunen Kahn an den Rumpf zu schiffen!
"Cherusker" haben sich scheinbar (von den Veröffentlichungen her)2002 gegründet- Bekannt sind uns, in Zusammenarbeit mit dem ASTA Bielefeld, sowie den Infos auf der Antifa-OS-Seite, bisher nur Informationen über den Sänger der Gruppe, Christian Nitsch ...lesen

Thursday, May 22, 2008

Prozess gegen Marco Siedbürger

Prozess gegen Marco Siedbürger von der Nationalen Offensive Schaumburg (NOS)wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Verden wird am 26. Mai fortgesetzt.
(...)
Vor Ort waren heute unter anderem aus Marcus Winter aus Lindhorst und Matthias Schulz aus Verden.

Zur Vorgeschichte:

Marco Siedbürger aus Minden könnte schon bald wieder im Gefängnis sitzen. Der 26-Jährige wurde im Oktober 2007 vom Amtsgericht Nienburg, wo er zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft Verden schwieg, wegen gefährlicher Körperverletzung zu eineinhalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt.

Hier gegen legte der Neonazi, vertreten durch den Stadthagener Rechtsanwalt Christoph Hessel, der laut der Homepage seiner Kanzlei die Tätigkeitsschwerpunkte "Verkehrsrecht, Haftpflichtrecht und Mietrecht" hat, (vergl. ) Berufung ein. ...lesen

Zum Thema:

Prozess gegen Marco Siedbürger [26.05.08]
Bauernopfer im Siedbürger-Prozess? (Jens Rathenow) [12.06.08]
Rechtsradikaler Gewalttäter bekommt Entlastungszeugen [13.06.08]
Kein Blutvergießen, keine News [27.06.08]
Militanter Neonazi wird freigesprochen

Sunday, June 24, 2007

Neonazi-Gruppe droht Verbot

Kader der Kameradschaft “Nationale Offensive Schaumburg” gelten als extrem gewaltbereit

Das Innenministerium prüft ein Verbot der “Nationalen Offensive Schaumburg” (NOS). Die neonazistische “Kameradschaft” gilt als extrem gewaltbereit. Ihr harter Kern zählt etwa 15 Personen. Mit Markus W., Arwid St. und Marco S. führen drei verurteilte Gewalttäter die Gruppe an. ...lesen


Siehe auch:
Verbot der "Nationalen Offensive Schaumburg"?
Verbot von Nazi-Organisation wird geprüft [26.06.07]

Thursday, February 12, 2009

Aussteiger Jan Neumann verurteilt

Das ehemalige NOS ("Nationale Offensive Schaumburg") Mitglied "Jan Neumann" muss jetz für seine Taten büßen.
Der Ex-Nazi Neumann, der wieder bei seiner Großmutter in Obernkirchen wohnt, wurde heute vom Amtsgericht Blomberg zu einer Strafe in Form eines Freizeitarrestes verurteilt,
weil er ein paar seiner "Kameraden", auf einer Feier Verprügelte.

Im November 2007 zog es ihn und einige Faschos nach Schieder-Schwalenberg um dort eine Feier zu veranstalten.

"Auf dieser Feier wurde viel getrunken" ,so Neumann, " und ich kann mich nicht mehr genau an den Ablauf erinnern.
Ich wurde aber von einem der veranstalter dazu angehalten, dafür zu Sorgen, das es ruhig bleibt"

Er wurde wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt weil er, laut anklage, auf die "Zeugen" Frederik Schütz und Sebastian Chmielewski einprügelte. ...lesen

Thursday, July 27, 2006

Militante mit langem Atem

Die "Sommeroffensive" läuft: Im Landkreis Schaumburg haben die Neonazis in den vergangenen Monaten ihre Aktivitäten verstärkt. Anfang Mai kündigte die "Nationale Offensive Schaumburg" (NOS) an: "Wir werden sehen, wer den längeren Atem hat!" - keine leere Drohung der Kameradschaft um Marcus Winter. Die militante Szene richtet Kundgebungen und Mahnwachen aus, versuchte aber auch bereits, antifaschistische Veranstaltungen zu stören. ...lesen