antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Thursday, April 02, 2009

Berlin untersagt Polizisten Thor Steinar und Lonsdale

Für Berlins Zivilpolizisten gilt jetzt ein Dresscode: Künftig ist es ihnen offiziell untersagt, Kleidermarken zu tragen, die in Verdacht stehen, von Rechtsradikalen bevorzugt zu werden. Zivilfahnder schütteln über die Anordnung den Kopf. Die betroffenen Firmen reagieren mit Empörung.

Für Berlins Polizeibeamte in Zivil gilt jetzt offiziell ein neuer Dresscode. In einem internen Polizeipapier hat Polizeipräsident Dieter Glietsch angeordnet, dass Kleidungsstücke bestimmter Firmen nicht mehr im Dienst getragen werden dürfen, „weil diese von Personen der rechten Szene als Erkennungszeichen für eine Zugehörigkeit zu eben dieser Szene eingesetzt werden“. Darunter fallen neben den Produkten von Thor Steinar und Lonsdale auch die der britischen Trendlabels Fred Perry und Ben Sherman. Bei den Firmen hat diese Anordnung für Empörung gesorgt. ...lesen

Siehe auch:

Dresscode bei der Polizei [20.03.09]
Berliner Kleiderordnung [21.03.09]
Ein hilfloser Akt (Ulrich Paul ist besorgt, weil es einen Dresscode für Berliner Zivilpolizisten geben muss)
Gewerkschaft kritisiert Polizei-Dresscode
Glietsch wirft alle in einen Topf
Schluss mit Lonsdale
"Ein Signal, das nicht viel nützt" (Dierk Borstel von der Aussteigerorganisation Exit plädiert gegen ein Verbot von Marken, die unter Rechtsextremen als Erkennungszeichen gelten) [25.03.09]
Rechte Klamotten sorgen für Ärger (Ein Modelabel prüft eine Klage gegen die Polizei, weil sein Name auf der rechten Verbotsliste für Beamte genannt wird) *
Neonaziklamotten auf dem Index (Nach Protesten stehen Fred Perry und Lonsdale nicht mehr auf dem Index) [26.03.09]
Polizei ändert Kleidungsliste
Lonsdale ist für Polizisten nicht mehr verboten
Rechte Bekenntniskleidung für Polizisten tabu

Verwandte Themen:

Wie Schulen, Polizei und Sportvereine mit der Szene-Kleidung umgehen (ACAB, Consdaple, Masterrace Europe, Rizist, Pit Bull, Outlaw, Troublemaker oder Thor Steinar) [09.04.09]

Tuesday, July 15, 2008

Jena: Aufklärung ist das Wichtigste

Die Bevölkerung aufklären über die Symbole der rechten Szene - das wollten Mitglieder des Jenaer Aktionsnetzwerkes gegen Rechtsextremismus am Sonnabend in der Wagergasse. In Jenas beliebter Kneipenmeile gibt es nämlich ein Geschäft, in dem Kleidung und Schuhe speziell für Kundschaft aus dem rechten Spektrum verkauft werden.

"Seit mehr als zehn Jahren wird dort relativ ungestört mit Nazimarken wie ´Wallhall´, ´Consdaple´ und ´Thor Steinar´ gehandelt", so Luise Zimmermann vom Aktionsnetzwerk. Lediglich einmal habe es dort eine Durchsuchung gegeben. Das Ergebnis war: "Die haben jetzt neue Logos und auf andere, weniger bekannte Zeichen und Symbole umgestellt." Man müsse schon gut Bescheid wissen, um diese Symbole zuordnen zu können. ...lesen

Monday, September 08, 2008

[Jena] Naziladen-Kampagne und Rechsstreit

Bereits seit 1997 existiert in Jena inmitten der belebtesten Kneipengasse im Stadtzentrum der Naziladen Madley. Für viele Passanten ist das Geschäft nicht als Naziladen zu erkennen, da neben einschlägigen Marken wie Thor Steinar auch sportliche Klamotten anderer, unpolitischer Hersteller angeboten werden. Genau in dieser scheinbaren Harmlosigkeit liegt die Gefahr des Ladens, denn auf diese Weise erreicht das Madley nun seit über 10 Jahren eine breite Käuferschicht, die sich nicht nur aus Nazis sondern auch aus unbedarften Passanten zusammensetzt, und bewirkt so in der Mitte der Gesellschaft eine Etablierung des rechten Lifestyles.
Schaut man etwas genauer hin, erkennt man schnell, welchem Spektrum der Laden zuzuordnen ist. Der modebewusste Neonazi findet hier neben Thor Steinar Klamotten auch andere Marken wie Wallhall und Consdaple. Doch auch die „Kultur“ kommt hier nicht zu kurz, so konnte man z.B. Eintrittskarten für den Fightclub (Nazigeboxe) in Plauen erwerben und zeitweise auch indizierte Rechtsrock-CDs.
Der Betreiber des Ladens, Frank L., kann Kontakte zu einer Skinheadclique mit Blood&Honour Hintergrund vorweisen....lesen

Wednesday, June 25, 2008

Reconquista: Klamotten für den neurechten Provokateur

Für Neonazis gibt es Kleidung en masse: Thor Steinar, Erik and Sons, Consdaple... Und auch an Anbietern solcher Kleidung mangelt es dem szenebewussten Neonazi nicht. Bei den Neuen Rechten, die sich bewusst vom Image der Ewiggestrigen lösen wollen, gab es bislang keine Einheit stiftenden Markenzeichen zum Anziehen. Einen ersten Versuch, eine solche Marke zu etablieren, gibt es nun: Reconquista.
(...)
Das Christentum scheint es dem Shop-Betreiber, Arne Michael Schemmerling (als Inhaber der Domain firmiert Thomas Michael aus Halle), angetan zu haben. ...lesen