antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Friday, February 06, 2009

Rechte Engel

Bislang hielten Rockerbanden die Polizei mit Gewalt, Drogen und Waffen in Atem. Nun alarmiert die Fahnder eine neue Bedrohung: Bei deutschen Hells Angels machen militante Neonazis Karriere.

Der Mann, den alle nur Maxe nennen, wollte ein Musterknabe werden, wenigstens nach der Haftentlassung. Markus W. hatte vor gut zehn Jahren für Schlagzeilen gesorgt und für internationales Entsetzen: Damals gehörte er zu jenen deutschen Hooligans, die während der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich den Polizisten Daniel Nivel zum Krüppel schlugen. Vier Jahre lang saß er für die "gemeinschaftliche schwere Körperverletzung" in einem französischen Gefängnis.
(...)
Markus W. alias Maxe ist im Visier von Polizei und Verfassungsschutz, auch weil er für eine besorgniserregende Entwicklung steht. Denn bundesweit konstatieren die Fahnder Kontakte deutscher Rocker zu militanten Neonazis. Bei der "Beobachtung der rechtsextremistischen Szene fallen bei den Verfassungsschutzbehörden Erkenntnisse über Verbindungen zu Rockern an", heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage. Man habe "gelegentlich" Hinweise auf "gemeinsame Aktivitäten und Treffpunkte sowie einzelfallbezogene Kooperationen von Rechtsextremisten (insbesondere Skinheads) und Rockern, vor allem auf lokaler Ebene".

Solche "gemeinsamen Aktivitäten" auf "lokaler Ebene" gibt es in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Baden-Württemberg. Am weitesten fortgeschritten ist nach Einschätzung von Ermittlern die Verflechtung zwischen Rockern und Rechtsextremen aber im Hannover-"Charter", wie Hells Angels regionale Unterorganisationen nennen. ...lesen


Verwandte Themen:

Rocker und Neonazis machen gemeinsame Sache (Um Geld zu machen, arbeiten Hells Angels und Bandidos laut Bundeskriminalamt (BKA) offenbar sogar eng mit Rechtsextremisten zusammen.) [27.06.10]


Wednesday, September 03, 2008

Kiel: Nebenkläger niedergestochen

Peter Borchert, einer der gewaltbereitesten Neonazis aus Norddeutschland befindet sich in Untersuchungshaft.

Der ehemalige Landesvorsitzende der NPD und Anführer der Freien Kräfte aus Kiel war erst im Oktober 2007 vorzeitig aus der Haft entlassen worden, nachdem er eine über dreijährige Strafe wegen Waffenhandels abgesessen hatte. Borchert soll am letzten Freitag, den 29. August an einer Massenschlägerei zwischen „Hells Angels“-Angehörigen und gewaltbereiten Rechten vor dem Amtsgericht in Kiel beteiligt gewesen ein. Ihm wird nun gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Bei der brutalen Auseinandersetzung war der Nebenkläger des anstehenden Prozesses, ein Hells Angels-Anhänger und Tattooshop-Betreiber aus Neumünster, mit einem Messer lebensbedrohlich verletzt worden. (ar)

Quelle
Bnr [03.09.08]

Siehe auch:

SH: Ex-NPD-Landeschef Borchert nach Massenschlägerei in Untersuchungshaft
Rotlicht und braune Szene [04.09.08]

Ex-NPD-Chef wegen lebensbedrohlicher Messerattacke vor Gericht (Kieler Landgericht) [30.01.09]
kiel\prozessauftakt gegen p.Borchert [31.01.09]
Zeuge in Prozess gegen NPD-Funktionär niedergeschossen
Bandenkrieg zwischen Rockern und Neonazis in Schleswig-Holstein?
Prozess gegen Ex-NPD-Chef: Weiterer Zeuge verweigert die Aussage [09.02.09]
Prozess gegen Ex-NPD-Chef: “Gewalt hätte vermieden werden können” [10.02.09]
Schlägerei war von Rechten geplant
Verlobung mit Ex-NPD-Funktionär: Zeugin verweigert Aussage (Melanie M.) [13.02.09]
Messerstecherei: Fünfeinhalb Jahre Haft für Ex-NPD-Landeschef gefordert [16.02.09]
Schweigend vor Gericht [19.02.09]
Schwere Körperverletzung: Freispruch für Ex-NPD-Landeschef
Schweigende Zeugen und ein Freispruch [20.02.09]
Stumme Zeugen im Bandenkrieg von Kiel
Revision gegen Freispruch für Ex-NPD-Landeschef (Oberstaatsanwalt Uwe Wick) [26.02.09]
Revision gegen Freispruch für Ex-NPD-Funktionär [27.02.09]


Zum Thema:

Rechte und Rocker (Am Freitag sollte sich der Neonazi Ralf D. wegen eines Messerangriffs in der Diskothek "Mausefalle" auf den "Hells Angel" Dennis K. vor dem Schöffengericht verantworten) [11.06.09]

Verwandet Themen:

Rechte Engel
Mischszenen: “Besonders gelagerte Einzelfälle” (Bundesamt für Verfassungsschutz liegen nur in zwei (Einzel-)Fällen Informationen über Verbindungen von Mitgliedern der rechtsextremistischen NPD zu Angehörigen von Rockergruppierungen vor) [05.05.09]
Rüsten Rocker zum Bandenkrieg? (Zentrale Figur in der Geschichte: Meick K. , zeige er sich auffallend häufig mit dem ehemaligen NPD-Landesvorsitzenden Peter Borchert) [20.06.09]

Friday, March 27, 2009

Rassistische Morde in Kopenhagen

In Dänemark derzeit Tagesthema, im restlichen Europa kaum wahrgenommen: In den vergangenen Monaten kam es in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zu mehreren rassistischen Morden und Mordversuchen an MigrantInnen. Hierbei wurde ein junger Migrant erschossen und mehrere andere zum Teil schwer verletzt. Die Täter kommen aus dem Dunstkreis der Rockerszene. Doch jetzt beginnt sich seitens der MigrantInnen militante Gegenwehr zu entwickeln. Die Situation ist zu einem regelrechten Krieg zwischen Einwanderern auf der einen, und "Hells Angels" und dänischen Neonazis auf der anderen Seite eskaliert. ...lesen

Siehe auch:

Banden terrorisieren Kopenhagen

Wednesday, March 11, 2009

Kiel: Zu den aktuellen Naziumtrieben

Flugblattaktionen, Sprühereien, Glasscherben und Quarzhandschuhe – Zu den aktuellen Naziumtrieben in Kiel

In Kiel sind Neonazis aus dem Spektrum der „autonomen Nationalisten“, die sogenannte „Aktionsgruppe Kiel“, wieder vermehrt aktiv. Der folgende Text versucht einen Überblick über die Geschehnisse der letzten Wochen zu geben. Vorausgegangen war den Naziaktionen ein Outing von 10 militanten Neonazis der „Aktionsgruppe Kiel“, um die es nach der Inhaftierung von Peter Borchert im August 2008 zunächst wieder ruhiger geworden war. Gegen Borchert läuft derzeit in Kiel ein vielbeachteter Prozess. Ihm wird vorgeworfen in einer Schlägerei ein Mitglied der "Hells Angels" lebensgefährlich verletzt zu haben. ...lesen

Siehe auch:

Anschlag auf Kieler Buchladen
(Anschläge auf den Buchladen "Zapata" und ein besetztes Haus in der Hansastraße)
Extremisten ließen die Fäuste fliegen

Monday, February 05, 2007

Hamburg: Unbreakable Streetware - neuer Name, altes Spiel

Volker Fuchs wieder aktiv
Der unscheinbare Laden in der Bürgerweide gegenüber des PennyMarktes zieht kaum Blicke auf sich. Jalousien verdecken die Sicht in den Verkaufsraum, nur zwei T-Shirts sind in der Auslage zu sehen, gelegentlich zeigt sich aber ein Kampfhund an der Tür. Gelangweilt liegt der Ladeninhaber in der Sofaecke. Von Kundschaft fehlt hier weit und breit jede Spur.
Doch der Besitzer ist kein Unbekannter: Der Neonazi Volker Fuchs versucht nach seinem Misserfolg mit dem Klamottenladen „Elite-Style/Odin + Freya“ damals in der Talstraße nahe der Reeperbahn nun erneut sein Glück. Und natürlich wieder mit einschlägigen rechten Klamottenmarken, als Beispiel sei Thor-Steinar genannt. Zwar führt das Geschäft jetzt den Namen „Unbreakable Streetware“, geändert dürfte sich aber kaum etwas. Auch den obligatorischen Hells-Angels-Aufkleber an der Tür hat Fuchs sich nicht verkneifen können, hoffte er doch bereits in seinem ersten Laden auf die schützende Wirkung einer gewissen Drohkulisse. ...lesen


Siehe auch:

Alte Geschäfte im neuen Laden

Naziladen gekündigt [07.02.07]
Szeneladen hat neue Adresse [21.02.07]
Unbreakable Streetwear in neuem Gewand [07.03.07]