antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Monday, November 20, 2006

Stuttgart: Vorwurf einer kriminellen Vereinigung gegen "Race War"

Stuttgart – Vor der 18. Strafkammer des Landgerichts Stuttgart beginnt am Dienstag, den 21. November um 10.00 Uhr der lang erwartete Prozess gegen vier Musiker der konspirativ agierenden Gruppe „Race War“.
Den Angeklagten Max Hirsch (23), Björn Andrejka (22), Gerhard Miller (24) und Sven Roland Stütz (25) wirft die Stuttgarter Staatsanwaltschaft die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Vor drei Jahren wurden die vor dem LG Stuttgart angeklagten Musiker vom Schorndorfer Amtsgericht wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen im Rahmen eines Konzert-Auftritts am 20. April 2002 zu Geldauflagen beziehungsweise Geldstrafen verurteilt. Damals verneinten alle vier Musiker die Frage des Amtsrichters, ob ihre Ad-hoc-Musikgruppe „Bärbel and Friends“ identisch sei mit der einschlägigen Musikgruppe „Race War“ (vgl. bnr 21/03). Die weiteren Verhandlungstermine am Landgericht Stuttgart finden am 22., 28. und 29. November sowie am 8. und 15. Dezember statt. (bnr)


Quelle
Bnr [20.11.06]


Siehe auch:

Rechtsrocker vor Gericht [22.11.06]
Bewährung für kriminelle Vereinigung
Neonazi-Band kommt mit Bewährung davon [23.11.06]
Kriminelle Vereinigung auf Bewährung [24.11.06]
“Race War” auf den Spuren von “Landser”
Nachbetrachtung zum Race War Prozess [25.11.06]

Friday, April 11, 2008

Neonaziband "Race War" wieder aktiv

die deutsche Band "Race War" trat im März unter falschem Namen bei einem Neonazikonzert in Nord-Italien auf. Am 22. März fand zwischen Venedig und Vicenza in Nord-Italien ein von der italienischen Neonazi-Organisation „Veneto Fronte Skinheads“ veranstaltetes Konzert mit diversen einschlägigen Bands wie „Estirpe Imperial“, „Brutal Attack“, „Bully Boys“ usw. statt. Mit dabei waren auch zwei deutsche Bands, darunter auch eine, die unter dem Pseudonym „Heiliger Krieg“ angekündigt wurde. Bei näherer Betrachtung des Konzertflyers und Recherche auf einschlägigen Internetseiten konnte mensch nur zu dem Schluss kommen, dass es sich bei „Heiliger Krieg“ um die Gruppe „Race War“ handelt. ...lesen

Monday, November 19, 2007

Schlag und Nachschläge

Nach den Verurteilungen von »Landser« und »Race War« ist in Berlin jetzt die Band »D.S.T.« ins Visier der Polizei geraten.

Am 14. Februar 2007 durchsuchte die Polizei in Berlin, Mecklenburg- Vorpommern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen an insgesamt 13 Orten verschiedene Objekte – im Visier der Fahnder: Die Berliner Band »D.S.T.«. Ziel der Durchsuchungen waren einerseits die Mitglieder der Berliner Band »D.S.T.« (»Deutsch, Stolz, Treue«) um den Sänger Peter Brammann, andererseits diverse Versände und Geschäfte, die den Tonträger »Die Antwort aufs System« im Angebot hatten. Obwohl er unter dem Projektnamen »X.x.X.« veröffentlicht worden war, war es aber kein Geheimnis, wer wirklich dahinter stand.

In diversen Internetforen schrieben Neonazis, dass »X.x.X.« »D.S.T.« sei. Über ein Jahr nach Veröffentlichung der CD, die beim Label »NorthX« aus Wismar erschien, fiel den Behörden auf, dass Textzeilen wie »Im letzten Jahrhundert erkannte man die Zeichen und eine starke Kraft befreite unser Volk. Doch unter dem Einfluss dieser feinen Auserwählten begann ab 45 eine schreckliche Zeit« einen antisemitischen und NS-verherrlichenden Inhalt haben. Aufgrund eines Beschlagnahmebeschlusses wurden dann in Berlin fünf Wohnungen und ein Szeneladen durchsucht, in Brandenburg ein weiterer Szeneladen und in Mecklenburg- Vorpommern eine Wohnung und zwei Geschäfte eines 28-Jährigen sowie eine Offsetdruckerei. Bei bislang nicht namentlich bekannten Produzenten der CD fanden und beschlagnahmten die Ermittler etwa 1.100 Exemplare der strafrechtlich relevanten CD, außerdem 1.450 dazugehörige Begleithefte und diverse Geschäftsunterlagen. Mehr als drei Dutzend T-Shirts mit »SS-Totenkopf «, Druckvorlagen und -maschine sowie eine scharfe »Pumpgun« und dazugehörige Munition wurden ebenfalls mitgenommen. Zudem stellte die Polizei in CD-Presswerken in Nordrhein- Westfalen und Hessen Geschäftsunterlagen und die Master- CD sicher. ...lesen

Thursday, December 14, 2006

RechtsRock - Konzert in Grauen

Am 2.12.2006 fand in Grauen (Niedersachsen) ein RechtsRock-Konzert statt. Es spielten "Path of Resistance", "Burn Down" und "Race Riot".
Für dieses Konzert mieteten die Konzertveranstalter um Stefan Silar aus Tostedt zunächst das "Studio 51" in Maschen an. Nachdem der Besitzer über den neofaschistischen Hintergrund der "Geburtstagsfeier" informiert wurde, zog er den Mietvertrag zurück. Die Polizei war dann ebenfalls vor Ort und kontrollierte die anreisenden Konzertbesucher und erteilte Platzverweise.
Die neofaschistischen Kameradschaft "Snevern Jungs" aus Schneverdingen organisierte dann kurzfristig einen Ausweichort für das Konzert: Einen ehemaligen Bauernhof in Grauen, einem kleinen Dorf in der Nähe von Schneverdingen. Dort konnte das Konzert stattfinden. Die Polizei hielt sich im Dorf auf und überwachte nur das Geschehen.
Im sog. Hatecore-Forum schreibt ein Nutzer, dass es sich um ein Konzert der "Society" handelte, womit das verbotene rassistische Skinhead-Netzwerk "Blood & Honour" gemeint sein dürfte.
Dass es sich um eine "Blood & Honour" Veranstaltung handeln dürfte, macht auch der Veranstalter deutlich. Stefan Silar ist seit langem in neofaschistischen Kreisen aktiv und war bis zum Verbot von B&H Leiter der Sektion "Nordmark".
Am 18. März 1992 schlug er gemeinsam mit Stephan K. den Käpitän Gustav Schneclaus in Buxtehude tot, der sich ihnen gegenüber abfällig über Adolf Hitler äußerte. Silar wurde dafür zu einer achteinhalb-jährigen Haftstrafe verurteilt.
Stefan Silar hat offenbar in der Haft eine weitere, festere Bindung an die rechte Szene erlebt. Gleich nach seiner Entlassung stieg er in die Blood & Honour Bewegung ein. Ein weiteres Gerichtsverfahren wegen Gründung einer kriminellen Vereinigung im Zusammenhang mit der Combat-18-Gruppe in Pinneberg folgte.
Heute betreibt Silar einen einschlägigen Szeneladen in Tostedt und ist Organisator verschiedenster RechtRock-Konzerte in Norddeutschland.

Quelle
VNN-BdA Küste [14.12.06]

Sunday, October 19, 2008

Moshwear als Mogelpackung

Unter dem Decknamen "ANTIFAshion" adden sie Antifas um durch ihre MySpaceseiten und Bestellungen an Adressen und Namen von Linken zu kommen!
Der Magdeburger Neonazi Matthias Dolge versucht sich erneut als Selbstständiger. Dolge gehört zum engen Kreis der rechten Szene Magdeburgs. So ist er der 1. Vorsitzende des rechtsextremen Vereins „Sport- und Freizeittreff e.V.“, jenem Verein, der bis Mitte 2007 den lokalen Nazi-Club „Standarte 26“ angemietet hat und nach dessen Kündigung im Jahr 2008 erneut versuchte einen Neonazitreffpunkt in der Sieverstorstraße in Magdeburg zu etablieren.

Zudem ist Dolge seit langen Jahren politisch in der extremen Rechten aktiv, war Mitglied der ehemaligen Kameradschaft „Festungsstadt Magdeburg“, fährt zu überregionalen Demonstrationen und stellt sich auch als Ordner zur Verfügung. Darüber hinaus ist er Anmelder der Homepage des rechten Magdeburger NS-Hardcore Labels „Untiltheendrecord“ bzw. „Sunsetmailorder“. Auf diesem Label veröffentlicht der Neonazi Christopher Heyer, Frontmann der NS-Hardcoreband „Daily Broken Dream“ (ehemals „Race Riot“) die CD´s der Band, führt darüber hinaus im eigenen Onlineshop aber ein großes Angebot an Rechtsrock-CD´s und selbst gelayouteten T-Shirts, über Anstecker bis hin zu Szenezeitschriften . Vor allem das breite Spektrum an Merchandise nationaler und internationaler NS-Hardcorebands, wie „H8Machine“, „Path Of Resistance“, „SPQR“ oder „Eternal Bleeding“, wie auch die jüngste hauseigene Produktion des Sampler „Hardcore until the end“ lässt den Versand für viele Rechtsextreme attraktiv erscheinen.
Nun will anscheinend auch Matthias Dolge vom zunehmenden Boom der rechten Hardcoreszene profitieren. Der 26-Jährige versucht im Internet über die Seite XXX.moshwear.XX Kleidung zu verkaufen, die ganz dem Lifestyle des emanzipatorischen Hardcore entspricht. ...lesen