antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Thursday, July 24, 2008

Altenburg: „Dürftige Bilanz“

Die Neonazi-Organisation „Kampfbund Deutscher Sozialisten“ (KDS) hat sich aufgelöst.

In einer am 22. Juli verbreiteten Erklärung teilten drei führende Vertreter des „Kampfbundes“ mit, das „Experiment“ KDS werde eingestellt. Thomas Gerlach aus dem thüringischen Altenberg, Axel Reitz aus Köln und Thomas Brehl aus Langen (Hessen) erklärten, die Bilanz sei nach zehn Jahren „zu dürftig“: „Vor allem scheinen die Erfolgsaussichten zu gering, um die weitere Investition von Zeit, Kraft, Arbeit und Geld zu rechtfertigen.“ Der KDS war am 1. Mai 1999 gegründet worden und hatte sich zum Ziel gesetzt, „,rechte’ und ,linke’ Sozialisten“ auf der Basis eines „gemeinsamen Bekenntnisses zu Volk und Nation“ zu einen. Allerdings wurde die Truppe auch in rechtsextremen Kreisen wegen ihres Uniformfetischismus, ihrer Ordens- und Titelsucht sowie ihrer Sympathie für Nordkorea oder den Irak Saddam Husseins wahlweise belächelt oder scharf kritisiert. „Sein Ziel, eine richtungsweisende Querfrontstrategie nicht nur zu betreiben, sondern auch als Erfolgsmodell populär zu machen, konnte der KDS ebensowenig erreichen, wie das Entfalten einer Sogwirkung auf bewährte Unterführer und Aktivisten des Nationalen Widerstandes“, heißt es nun in der Auflösungserklärung von Brehl, Reitz und Gerlach. In „Groß-Berlin“ – dort führte jedenfalls bislang Michael Koth die Regie – solle der KDS seine Arbeit „zunächst als lokaler Zusammenschluss fortsetzen, da er hier eine wesentliche Brückenfunktion zwischen den einzelnen Gruppen und Organisationen“ wahrnehme. (ts)

Quelle
Bnr [23.07.08]

Siehe auch:

Aufgelöste Querfront
Auflösung des KDS - dürftige Bilanz [01.08.08]

Friday, February 23, 2007

Tellingstedt: „Ehrlose Lumpen“

In der rechtsextremen Szene kursiert ein Sammelbrief des „nationalen“ Publizisten Heinz Mahncke (Tellingstedt, Schleswig-Holstein).
Adressaten sind unter anderem Rolf Kosiek (Mitarbeiter des Grabert-Verlages), Andreas Molau (NPD, Vorsitzender der Gesellschaft für freie Publizistik), Udo Voigt (NPD-Bundesvorsitzender), Peter Dehoust (Mitherausgeber von „Nation&Europa), Holle Grimm (Tochter des NS-Schriftstellers Hans Grimm, Inhaberin des Klosterhaus-Verlages, Gründungsmitglied der Gesellschaft für freie Publizistik), Margret Nickel (Mitarbeiterin des Klosterhaus-Verlages), Thomas Brehl (Ex-Gefolgsmann von Michael Kühnen), Christian Worch (freier Nationalist) und Ingo Stawitz (NPD). In seinem Schreiben attackiert Mahncke (Jg. 1925), vormals Freiwilliger der Waffen-SS (zuerst Leibstandarte Adolf Hitler, später Totenkopf-Division) und Mitglied der Sozialistischen Reichspartei (SRP), Gert Sudholt und Harald Neubauer als „Gauner“. Sudholt, heute Inhaber des Verlagskomplexes Druffel & Vowinckel, habe ihn vor Jahren „betrogen“ und „verleumderische Behauptungen“ verbreitet sowie den Aufbau einer „ersten volkstreuen Gesamtladenbuchhandlung“ durch ihn verhindert. Dem „Gauner“ Neubauer wirft Mahncke vor, dass dieser absprachewidrig Mitte der 80er Jahre einen Zusammenarbeitsvertrag zwischen ihm und den Republikanern gekündigt habe. Mahncke habe laut Eigenangabe bei der REP-Gründung 80.000 DM beigesteuert und einen Zusammenarbeitsvertrag abgeschlossen. Mahncke appelliert an die Adressaten seines Sammelbriefes „die beiden Gauner Sudholt und Harald Neubauer als ehrlose Lumpen aus der Gesellschaft für freie Publizistik auszuschließen.“ (am)

Quelle
Bnr [22.02.07]