antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Monday, March 26, 2007

Wolgast: Nächster NPD-Funktionär vor Gericht

Nach der Verurteilung des NPD-Landesvorsitzenden Stefan Köster und weiteren Neonazis wegen Körperverletzung am 22. März 2007 findet am 27. März 2007 bereits erneut ein Prozess gegen einen NPD-Funktionär aus Mecklenburg-Vorpommern statt: Der ehemalige Vorsitzende des NPD-Kreisverbands Ostvorpommern, Christian Deichen, muss sich vor dem Amtsgericht Wolgast wegen Volksverhetzung verantworten. ...lesen

Verwandte Themen:

"Dann springen sie über die Klinge" [28.03.07]

Friday, April 06, 2007

Wolgast: Ex-NPD-Kreischef wegen Volksverhetzung zu Geldstrafe verurteilt

Das Amtsgericht Wolgast hat am Mittwoch den früheren Kreisvorsitzenden der NPD Ostvorpommern wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte auf der von ihm betreuten Internetseite der Partei im Jahr 2005 Links zu rechtsextremistischen Internetangeboten gesetzt hatte. ...lesen

Siehe auch:

Verurteilt wegen Internet-Links
Ex-NPD-Kreisvorsitzender verurteilt
NPD-Aktivist verurteilt

Archivsuche zu "Deichen"

Friday, March 23, 2007

Prozess gegen Wolgaster NPD-Funktionär

Die NPD in Ostvorpommern verlinkte in den Jahren 2005 und 2006 zu einer Website, auf der "die tatsächliche Verbrennung der Juden in der Zukunft statt der Science-Fiction-Vergasung in der Vergangenheit“ gefordert wurde. In Wolgast beginnt deswegen nun ein Prozess wegen Volksverhetzung gegen den damaligen NPD-Kreisvorsitzenden von Ostvorpommern/Greifswald, Christian Deichen. ...lesen

Bereits erschienen:

Wolgast: Gerichtstermin für Christian Deichen verschoben [27.11.06]
NPD in MV: “Die tatsächliche Verbrennung der Juden in der Zukunft” [05.11.07]

Tuesday, June 26, 2007

Wolgast-Faschos stören linkes Konzi

Am Samstag,den 23.06 2007 fand in Wolgast ein Solikonzert für den Infoladen ,,Long Island" statt.
Die Band Feine Sahne Fischfilet brach das Konzert nach ihrem vierten gespielten Lied ab.Ca. 10-15 nicht ganz klar einzuordnende Leute hatten ihre Zelte bei dem Konzert aufgeschlagen(insgesamt fanden sich 80-100 alternative Jugendliche auf den Konzi wieder)!Zum Anfang des Auftritts gabs von dem Frontmann der Band eine klare Ansage das man nicht vor faschistoiden Leute spielen würde und das man keine rechte Scheisse duldet!
Nach einem offensichtlichen Hitlergruß und Flaschenwürfe auf Punker kam es dann zum Abbruch des Konzertes!Die einzig richtige Lösung ...lesen

Friday, March 07, 2008

Waren: Forum zu «Frauen in der rechten Szene» in Waren

Der Umgang mit Frauen in der rechten Szene ist heute Thema eines Forums an der Europäischen Akademie in Waren. Anlass sei eine Aktionswoche zum Internationalen Frauentag, hieß es vom Frauenbildungszentrum Mecklenburg-Vorpommern als Veranstalter der Tagung. Extremismus-Experten sollen einen Überblick über die Aktivitäten von Frauen in der rechtsextremen NPD geben, zudem werde die Filmemacherin Andrea Röpke erwartet, deren Film «Neonazistinnen» ebenfalls gezeigt werde. Die Rolle von Frauen in der rechten Szene Ostvorpommerns soll die Gleichstellungsbeauftragte aus Wolgast, Elke Quandt, erläutern. ...lesen

Siehe auch:

Sozialer Kitt in der Szene [07.03.08]

Friday, December 21, 2007

Lassan/Karlshagen/Wolgast : "Massive Hinweise" reichen nicht aus

Weil er Texte für die einschlägig bekannte Neonazi-Band "Liebenfels-Kapelle" geschrieben haben soll, musste sich ein 30-Jähriger aus einer Anklamer Umlandgemeinde jetzt vor dem Wolgaster Amtsgericht wegen Volksverhetzung und Beleidigung verantworten. Doch obwohl Richter Konstantin Tränkmann am Ende der Beweisaufnahme von "massiven Hinweisen" sprach, die auf die Rolle des Angeklagten als Texter hindeuten, reichten ihm diese Beweise nicht aus: Er sprach ihn frei. Staatsanwalt Michael Stahl hingegen hatte eine Geldstrafe von 1200 Euro beantragt. Gegenüber unserer Zeitung kündigte die Staatsanwaltschaft an, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. ...lesen

Wednesday, May 16, 2007

Nach dem Urteil grinsten die Täter

Bewährungsstrafe nach brutaler rechter Attacke in Wolgast - Lange Verfahrensdauer nutzt Täter und belastet die Opfer ...lesen

Monday, September 10, 2007

Ein gefährlicher Wortzündler

Der Rechtsextremismus, so lautet eine allgemein bekannte Erkenntnis, ist längst keine Randerscheinung mehr, sondern in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und in Teilen sogar verwurzelt. Jetzt sind Ausläufer rechtsextremen Denkens auch in der Mitte des Deutschen Bundestags angekommen. Der CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler hat in einem Zeitungsbeitrag seine Gesinnung offenbart und damit öffentlich gemacht, dass er sich geistig in einer ultrarechten Grauzone befindet, deren Grenzen zum Rechtsextremismus verschwimmen.
Gauweiler meint, der Kampf gegen rechts in Deutschland sei durch viel Hysterie und noch mehr Selbstgerechtigkeit gekennzeichnet. Sozialdemokraten und anderen Demokraten, die sich gegen rechts wenden, wirft er vor, sich als „Denkpolizisten“ zu aufzuspielen. Er poltert gegen die angebliche „Ächtung diffamierter Negativgruppen“ und ordnet journalistische Recherchen über Angriffe auf Ausländer als „gezielte Desinformationen gegen rechts“ ein. Den Leitantrag für den bevorstehenden SPD-Parteitag „Demokratie stärken“ macht er mit perfiden Argumenten nieder.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hat Gauweilers Polemik als Gastkommentar veröffentlicht. Es gehört zur Meinungsfreiheit und zur Meinungsvielfalt, dass solche Ansichten geäußert werden. Einige Tage vorher hatte die SZ an der gleichen Stelle einen sehr vernünftigen Beitrag der ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Cornelie Sonntag-Wolgast, veröffentlicht. Meinungsstreit muss sein. Und es ist gut, dass auf diese Weise das wahre Denken des Peter Gauweiler enthüllt worden ist.

Rechtsanwalt Gauweiler, der sich im Abgeordnetenhandbuch rühmt, Ehrenoffizier der Gebirgsschützenkompanie Traunstein und Ehrenmitglied der Trachtvereine Isargau und Großhadern zu sein, ist übrigens, wie er ebenfalls erwähnt, auch „Ehrenfreund der Stadt Tel Aviv“. Wer ihn kennt, wundert sich über diese Spannweite nicht. Gauweiler ist bekannt dafür, dass er sich mal als reaktionärer Scharfmacher und mal als liberaler Schöngeist geriert, jedenfalls stets medienwirksam. Nun hat er sich als Formulierungskünstler für rechtsextreme Gesinnungsmuster entlarvt und ist damit in die Reihe derer getreten, die den intellektuellen Unterbau für rechtextremes Gedankengut liefern.

Was er in der SZ geschrieben hat, ist „Junge Freiheit“ plus. Gauweiler ist zum gefährlichen Wortzündler geworden. Nach dem mittlerweile aus der CDU verschwundenen ehemaligen Abgeordneten Martin Hohmann ist Gauweiler der zweite, der sich im Deutschen Bundestag auf den Abgrund außerhalb des rechten Randes zubewegt.

Bnr [10.09.07]