antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Monday, December 17, 2007

Hohmanns Ausschluss aus der CDU rechtskräftig

Der Bundesgerichtshof hat in einem heute veröffentlichten Beschluss den Ausschluss von Martin Hohmann aus der CDU für rechtskräftig erklärt. Hohmann war vor drei Jahren wegen der antisemitischen Rede, die er in seinem Wahlkreis Fulda zum "Tag der Deutschen Einheit" am 3. Oktober 2003 gehalten hatte, aus der CDU ausgeschlossen worden. ...lesen

Siehe auch:

BGH: Hohmann-Parteiausschluss ist rechtens
Hohmann-Ausschluss rechtskräftig
Hohmann ist ausgeschlossen [18.12.07]
Hohmann will weiter klagen

Tuesday, July 08, 2008

Hohmann endgültig raus

Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann ist jetzt mit dem letzten Versuch gescheitert, juristisch gegen seinen Ausschluss aus der CDU vorzugehen. Das Bundesverfassungsgericht ließ seine Verfassungsbeschwerde nicht zu. ...lesen

Thursday, October 16, 2008

Bedrohtes deutsches Volk

Die antisemitischen „Unabhängigen Nachrichten“ (Postfachanschrift Bochum) rufen auf ihrer Homepage zur Unterzeichnung eines „Manifestes der Deutschen 2008“ auf.

„Unser Land droht zum Spielball fremder Mächte zu werden; es ist zunehmender Überfremdung ausgesetzt“, heißt es einleitend in dem „Manifest“. Das deutsche Volk sei „in seinem Bestand und in seiner Identität bedroht“. Gefordert wird „die unverfälschte Darstellung der Geschichte unseres Volkes“, eine "gerechte Beurteilung unserer Väter- und Großvätergeneration“ und die „Rückkehr zum Staatsbürgerschaftsrecht, dem die Abstammung des einzelnen“ und „nicht der Ort seiner Geburt“ zugrunde liegt. Presserechtlich verantwortlich für das „Manifest der Deutschen 2008“ zeichnet Wilhelm Lutz (Eschborn), Unterzeichner des „Junge Freiheit“-‚Appells für Pressefreiheit’“. Zu den Erstunterzeichnenden zählt neben dem früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann Gigi Romeiser. Romeiser schickte 2001 ihr 1989 verliehenes Bundesverdienstkreuz zurück. Sie begründete diesen Schritt mit der Verleihung der Auszeichnung an Michel Friedman, damals Vizevorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland. Erstunterzeichnerin des „Manifestes“ ist auch Gerda Wittuhn, Gründungsmitglied der „Bürgerbewegung pro Deutschland“. (am)

Quelle
Bnr [14.10.08]

Saturday, April 19, 2008

Rechtes Treffen am Rhein

Der fraktionslose Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche (Ex-CDU) soll im September bei einem "Anti-Islam-Kongress" der rechtsradikalen Gruppe "pro Köln" als Redner auftreten. Als weitere Redner sind der österreichische FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der Fraktionsvorsitzende des belgischen Vlaams Belang Filip Dewinter und der Vorsitzende des französischen Front National (FN), Jean-Marie Le Pen, angekündigt. Nitzsches Wählervereinigung "Arbeit, Familie, Vaterland" war erst vor wenigen Tagen durch den aus der CDU ausgeschlossenen Martin Hohmann verstärkt worden.

Quelle
Redok [18.04.08]

Zum Thema:

Auschwitzleugner zu Gast bei "Rechtspopulisten" (Nick Griffin) [08.05.08]
Britischer Rechtsextremist bei „pro“-Bewegung
Rückzieher und Reinemachen [29.06.08]
"Anti-Islam-Kongress" und Gegenaktivitäten [08.07.08]
Kölner Tagung zum Angstthema Islam [10.07.08]
Wissenswertes zum "Anti-Islamisierungskongress" von "pro Köln" und "pro NRW"
Pro Köln, anti Islam [24.07.08]
Tausende lauschen Antifa-Feature [26.07.08]
Angst schüren vor dem Untergang des Abendlandes [01.08.08]
Clownsarmy für Anti Islam Konferenz bestätigt [04.08.08]
»Kein Kölsch für Nazis« [05.08.08]
Dokumentiert. Antiislamkonferenz verhindern
Rechte wollen Ralph Giordano für sich einnehmen [08.08.08]
Köln: Viel Presse bei Blockadetraining [10.08.08]
Kundgebung auf dem Heumarkt [13.08.08]
Rechte im Zentrum (Pro Köln darf im Zentrum der Stadt als Höhepunkt eines "Anti-Islam-Kongresses" eine Kundgebung abhalten) [15.08.08]
Ende der Gastfreundschaft
Attacke auf Islamgegner [18.08.08]
Unter dem Deckmantel der "Islamismus-Kritik": Rassistischer Aufmarsch in der Kölner Innenstadt geplant [20.08.08]
Demo gegen Anti-Islam-Kongress [22.08.08]
Blockieren lernen in Münster [25.08.08]
Convergence Center gegen pro Köln-Kongress (bietet Schlafplätze, Essen, Infos und mehr) [31.08.08]
Veranstalter der Holocaust-Konferenz fordern Verbot der Anti-Islam-Konferenz [04.09.08]
Islamkritiker warnen vor rechtem «Anti-Islamisierungskongress» [08.09.08]
Köln: No-Go-Area für Nicht-DemonstrantInnen? [13.09.08]
Köln droht eine Schlacht der Radikalen [14.09.08]
»Uns nur hinzusetzen, reicht uns nicht« (»Ums Ganze«-Bündnis mobilisiert gegen Rassistenkongreß in Köln. Versuch eines Spagats in Sachen Islamismus. Ein Gespräch mit Tom Roth, Sprecher von »Theorie.Organisation.Praxis« (TOP-Berlin)) [15.09.08]
Neonazis unter dem Deckmantel der "Islamismus-Kritik"
"Macht die Schotten dicht" (Bürgermeister Fritz Schramma fordert Aufstand der Anständigen) [16.09.08]
Le Pen: „Pro Köln“ lügt (Laut Le Pens Sprecher Alain Wizier sei ein Besuch in Köln niemals geplant gewesen. Mit drastischen Worten griff der Sprecher „Pro Köln“ an.)
Blockaden in Domstadt [17.09.08]
Zentralrat der Muslime begrüßt Proteste
Köln: Vlaams Belang stellt Ordnerdienst
Rechtspopulisten tagen ohne Le Pen
Köln: Auf geht’s, Ab geht’s, drei Tage Krach! (Spannung auf allen Seiten)
Rechtsextremer Kongress: 40.000 Gegendemonstranten in Köln erwartet [18.09.08]
Rechtentreff ohne Stargäste
UPDATE: Neonazis mobilisieren nach Köln
Karneval der Unkultur (6.000 Beamte stehen vor einer undankbaren Aufgabe)
Kein Kölsch für Nazis [19.09.08]
"Da sind wir Kölner intolerant" (Oberbürgermeister Fritz Schramma)
Mekka der Moscheegegner
Rechte jagen Ausländer durch Kölner Vorort
Kölner bieten den Neonazis die Stirn
Proteste gegen "Anti-Islamisierungskongress" in Köln (Mina Ahadi)
Kölner Oberbürgermeister: Wir sind immer offen für Menschen, die hierher kommen
Antifa-Plakataktion in Erftstadt (bei Köln)
Pressekonferenz verlegt
Clownsarmee im kölner Polizeipräsidium (Dringlichkeit der Kooperation war kurz vor dem schwierigen Einsatz zum Antiislamisierungs-Kongress von Pro Köln eindeutig)
Kein Kölsch für die Mafia (Die Bürger wollen in Köln den öffentlichen Raum für die Werte der Toleranz zurückerobern - und zeigen mit ihren Aktionen auch der CDU, was Zivilcourage heißt) [20.09.08]
Ausländerbeauftragte Böhmer ruft zu Protesten gegen Kongress auf


Zum Thema:

Rechtsextremer Aktivist im Bundestag (Ehemaliger CDU-Politiker Henry Nitzsche unterstützt rassistischen »Antiislamisierungskongreß« und wettert gegen Sozialisten) [03.09.08]
Die Antifa auf der Suche nach der emanzipatorischen Islamkritik (Muss die Linke ihre Islamkritik dann besonders deutlich herausstellen, wenn die Rechten einen europaweiten Anti-Islamkongress vorbereiten?) [.09.08]
Hilflose Antifa (Haßprediger-Treffen in Köln) [19.09.08]
Studie: Rund ein Viertel der Deutschen ist antisemitisch
E-Mail an Markus Beisicht (Tobias Kaufmann)
Biederbrandstifter (Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit widersprechen der Geschichte, der Mentalität und dem Selbstverständnis der Stadt Köln) [20.09.08]
Wir sind Deutschland (Zehntausende protestieren dagegen. Ist das angemessen? Bringt das was?)
"Wir müssen uns Sorgen machen" (Sozialwissenschaftler Alexander Häusler über die Gruppe Pro Köln)
Es klappt nicht mit den Nachbarn (Islam, für die Rechten ein Synonym von Islamismus)

Saturday, March 08, 2008

Borna: Rechtsextreme „Gedächtnisstätte“

Der sächsische Justizminister Geert Mackenroth (CDU) sieht bei der „Gedächtnisstätte für alle zivilen deutschen Kriegsopfer des Zweiten Weltkrieges durch Bombenkrieg, Gefangenschaft, Flucht und Vertreibung“ in Borna bei Leipzig rechtsextreme Hintergründe.

Auf eine Kleine Anfrage erklärte Mackenroth, dass der Personenkreis der „Gedächtnisstätte“ des gleichnamigen 1992 von der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck gegründeten Vereins, der im Umfeld des holocaustleugnenden „Collegium Humanums“ im nordrhein-westfälischen Vlotho angesiedelt ist, „befürchten“ lasse, dass hier Rechtsextreme das Andenken an die Opfer dazu missbrauchen, Unterstützung für die Verdrehung unbezweifelbarer historischer Tatsachen und extreme nationalistische Positionen zu erlangen.“ (Drs-Nr. 4/10905) Als wissenschaftlicher Leiter der „Gedächtnisstätte“ fungiert Peter Hild, ehemals persönlicher Referent des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann. Vorsitzender des Vereins „Gedächtnisstätte“ ist Wolfram Schiedewitz. Schiedewitz gestaltete im März 1979 gemeinsam mit seiner Familie einen Teil der „Norddeutschen Kulturtage“ des rechtsextremen „Deutschen Kulturgemeinschaft“. (am)

Quelle
Bnr [07.03.08]

Tuesday, April 15, 2008

Arbeit, Familie, Vaterland

Ex-CDUler proben bei der sächsischen Kommunalwahl einen Neuanfang im rechten Spektrum
Unter dem programmatischen Titel »Arbeit, Familie, Vaterland« will eine Wählervereinigung bei den sächsischen Kommunalwahlen im Juni um Stimmen werben. In der am rechten Rand angesiedelten Gruppierung sind auch ehemalige Unionspolitiker aktiv. ...lesen

Bereits erschienen:

Neue Heimat für Ex-Abgeordneten (Martin Hohmann, Henry Nitzsche) [12.04.08]

Monday, September 10, 2007

Ein gefährlicher Wortzündler

Der Rechtsextremismus, so lautet eine allgemein bekannte Erkenntnis, ist längst keine Randerscheinung mehr, sondern in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und in Teilen sogar verwurzelt. Jetzt sind Ausläufer rechtsextremen Denkens auch in der Mitte des Deutschen Bundestags angekommen. Der CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler hat in einem Zeitungsbeitrag seine Gesinnung offenbart und damit öffentlich gemacht, dass er sich geistig in einer ultrarechten Grauzone befindet, deren Grenzen zum Rechtsextremismus verschwimmen.
Gauweiler meint, der Kampf gegen rechts in Deutschland sei durch viel Hysterie und noch mehr Selbstgerechtigkeit gekennzeichnet. Sozialdemokraten und anderen Demokraten, die sich gegen rechts wenden, wirft er vor, sich als „Denkpolizisten“ zu aufzuspielen. Er poltert gegen die angebliche „Ächtung diffamierter Negativgruppen“ und ordnet journalistische Recherchen über Angriffe auf Ausländer als „gezielte Desinformationen gegen rechts“ ein. Den Leitantrag für den bevorstehenden SPD-Parteitag „Demokratie stärken“ macht er mit perfiden Argumenten nieder.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hat Gauweilers Polemik als Gastkommentar veröffentlicht. Es gehört zur Meinungsfreiheit und zur Meinungsvielfalt, dass solche Ansichten geäußert werden. Einige Tage vorher hatte die SZ an der gleichen Stelle einen sehr vernünftigen Beitrag der ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Cornelie Sonntag-Wolgast, veröffentlicht. Meinungsstreit muss sein. Und es ist gut, dass auf diese Weise das wahre Denken des Peter Gauweiler enthüllt worden ist.

Rechtsanwalt Gauweiler, der sich im Abgeordnetenhandbuch rühmt, Ehrenoffizier der Gebirgsschützenkompanie Traunstein und Ehrenmitglied der Trachtvereine Isargau und Großhadern zu sein, ist übrigens, wie er ebenfalls erwähnt, auch „Ehrenfreund der Stadt Tel Aviv“. Wer ihn kennt, wundert sich über diese Spannweite nicht. Gauweiler ist bekannt dafür, dass er sich mal als reaktionärer Scharfmacher und mal als liberaler Schöngeist geriert, jedenfalls stets medienwirksam. Nun hat er sich als Formulierungskünstler für rechtsextreme Gesinnungsmuster entlarvt und ist damit in die Reihe derer getreten, die den intellektuellen Unterbau für rechtextremes Gedankengut liefern.

Was er in der SZ geschrieben hat, ist „Junge Freiheit“ plus. Gauweiler ist zum gefährlichen Wortzündler geworden. Nach dem mittlerweile aus der CDU verschwundenen ehemaligen Abgeordneten Martin Hohmann ist Gauweiler der zweite, der sich im Deutschen Bundestag auf den Abgrund außerhalb des rechten Randes zubewegt.

Bnr [10.09.07]

Thursday, April 19, 2007

Stuttgart: Im Focus der Öffentlichkeit

Am 20. April sollte im Waldhotel Stuttgart-Degerloch ein Vortrag zum Thema „Die Bundeswehr als demokratischer Weltpolizist – Sind Auslandseinsätze sinnvoll?“ stattfinden. Veranstalter: die 2004 gegründete "Jugendorganisation" des Studienzentrums Weikersheim (SZW).

Das Studienzentrum Weikersheim (SWZ) wurde 1979 von Hans Filbinger gegründet. Ein Jahr zuvor musste Filbinger als Ministerpräsident von Baden-Württemberg zurücktreten, nachdem seine frühere Tätigkeit als NS-Marinerichter öffentlich geworden war. Als Referent für die Stuttgarter Veranstaltung geladen war der 2003 gefeuerte Chef des Bundeswehrkommandos Spezialkräfte Reinhard Günzel. Der einstige Brigadegeneral hatte dem damaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann zu dessen als antisemitisch kritisierter Rede brieflich gratuliert. Zwischenzeitlich tummelt sich Günzel offen in extrem rechten Kreisen, beispielsweise bei der Fraktion „pro Köln“ und der Aktivitas der Münchner Burschenschaft Danubia. Sowohl „pro Köln“ als auch die Burschenschaft werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Szene-Informationen zufolge wurde die Tagung mit Günzel abgesagt, da das SZW seit Ministerpräsident Günther Oettingers heftig kritisierter Rede in Sachen Filbingers Vergangenheit im Focus der Öffentlichkeit steht. (am)

Quelle
Bnr [18.04.07]