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Thursday, April 02, 2009

Shila will nicht sterben

Shila* hat Angst. Wenn sie spricht, wirkt sie gefasst, doch sie schließt die Tür ab, sobald ich in ihrer Wohnung in Dresden stehe. Sie wohnt dort allein, einsam fühlt sie sich angeblich nicht. An der Wand hängen Familienfotos. Glückliche Gesichter strahlen mir entgegen. Daneben steht ein Computer und auf dem Tisch liegen Kekse. Auf dem Balkon zwitschern Vögel. Es ist ein sonniger Tag. Und dies könnte die Wohnung einer glücklichen, jungen Frau sein. Aber für Shila ist es ein Gefängnis.

Sie versucht die Wahrheit zu verbergen, die sickert erst im Laufe des Gespräches durch. Denn die Wahrheit ist, dass sie sich nicht allein auf die Straße wagt, dass sie in Gefahr ist. Nachts hat sie Albträume - sie träumt vom Tod. Schuld ist die Deutsche Asylbehörde. Die könnte die Frau zurück zu den Taliban nach Afghanistan abschieben. Und dort würde sie sterben ...lesen

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