antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Friday, July 25, 2008

Bundesanwaltschaft klagt türkischen Linksextremisten an

In der Türkei soll er zahlreiche Anschläge verübt haben, in Deutschland wurde er festgenommen: Jetzt hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen hochrangigen Funktionär einer in der Türkei aktiven linksterroristischen Organisation erhoben.

Das Sündenregister ist lang: Faruk E. soll zahlreiche Anschläge auf die türkische Justiz und Polizei und elf Sprengstoffattentate in Istanbul und Ankara verübt haben. Dabei starben zwischen 2001 und 2005 zwölf Menschen - darunter fünf Selbstmordattentäter.

Der mutmaßliche Terrorist wurde im April 2007 in Hagen festgenommen und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Nun ist der Staatenlose vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf angeklagt. ...lesen

Siehe auch:

Anklage gegen DHKP-C-Funktionär
»Staatsschutz spricht von Pilotprozeß« (129-b-Verfahren gegen mutmaßliche DHKP-C-Mitglieder in Stuttgart-Stammheim hat neue Qualität. Politisches Strafrecht wird ausgeweitet. Ein Gespräch mit Anwalt Heinz-Jürgen Schneider) [12.08.08]

Tuesday, March 18, 2008

Plakat- Aktion in MD zum 18. März

Am Vorabend des 18. März fand in Magdeburg eine Plakataktion zum „Tag der politischen Gefangenen“ statt. So wurden die großflächigen Plakate hauptsächlich in Magdeburg- Stadtfeld verklebt.
Wir wollen damit unsere Solidarität mit den politischen Gefangenen sowohl in Deutschland, als auch auf der ganzen Welt kund tun.
Seit 1922 ist der 18. März der Tag der Solidarität mit allen politischen Gefangenen. Heutzutage streiten fast alle Länder die Existenz von politischen Gefangenen ab, sie werden eher als „kriminelle Subjekte“( http://www.political-prisoners.net/home.php?id=594〈=de&action=news) vorgeführt um ihren Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung zu entpolitisieren.
In Deutschland befinden sich immer noch zwei Gefangene aus der RAF in Gefängnissen und dies schon seit über 20 Jahren.
Der Anti-Terror Paragraph (§129 ff) war und ist immer noch Mittel, um Rechtsstaatlichkeit auszusetzen. So wurden letztes Jahr vier Personen wegen vermeintlicher „Mitgliedschaft in der mg“ festgenommen. Auch in Stuttgart sitzen fünf Personen, angebliche Mitglieder der DHKP-C ein, deren Prozess heute in Stuttgart- Stammheim beginnen soll.
Weltweit gibt es politische Gefangene. So sitzt Mumia Abu Jamal seit 26 Jahren im Todestrakt in den USA. In Spanien und im Baskenland sind politische Gefangene oft „blutiger Folter“ ausgesetzt. Auch in Italien werden Gegner des Systems mit Hilfe von Anti- Terror- Gesetzen gejagt. ...lesen

Siehe auch:

Soliaktion in MD

Thursday, June 04, 2009

Düsseldorf: (Internationale) Solidarität nicht erwünscht!

Der Schauprozess im Düsseldorfer Oberlandesgericht um den nach § 129b StGB verfolgten Faruk Ereren wurde heute zweifach prägnantes Beispiel der deutschen Gesinnungspolitik. Neun BesucherInnen des Prozesses aus Düsseldorf, Mönchengladbach und Stuttgart wurden brutal von der Polizei niedergeschlagen. Willkürlich zeigte sich bereits die Behandlung in der Sicherheitskontrolle, zum Teil mussten Kleidungsstücke u.ä. abgegeben werden, Personalausweise wurden nach dem Kopieren nicht allen Anwesenden wiederausgehändigt. Bereits während des Betretens des Zuschauerraums wurden die BesucherInnen von richterlicher Seite mit erhobener Stimme "zur Ordnung" gerufen, sie hatten ohne Worte dem Angeklagten Faruk Ereren mit erhobener Faust ihre Solidarität bekundet. Auch in der ersten Unterbrechung der Verhandlung wurde ein Besucher in Bezug auf das Tragen einer Mütze richterlich gemaßregelt. Im Laufe der Verhandlung gab es keine "Auffälligkeiten".

Gegen 13:00 Uhr (Prozessbeginn war 09:15 Uhr) leitete der Richter die Mittagspause ein, die BesucherInnen verließen den Zuschauerraum, hoben die Faust zur Solidarität und riefen mehrfach "Freiheit für Faruk". Kurz vor dem Verlassen des Prozessgebäudes wurden sie auf richterliche Anordnung von mindestens 10 Justizvollstreckungsbeamten zurück in den Zuschauerraum geführt und bekamen ohne Begründung die Ansage, bis 14:15 Uhr festgesetzt zu werden. Anschließend wurden sie in zwei Gruppen in den Kellerbereich des Prozessgebäudes geführt.

Auf die vielfach vonseiten der BesucherInnen getätigte Forderung nach rechtlicher Begleitung, wurde das Licht der Zelle gelöscht und von mindestens 15 Justizbeamten und Hundertschaften gestürmt. Ein Besucher wurde mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen, weitere zu Boden gedrückt, an den Haaren gerissen und brutal durch den Raum geschleudert.

Eine Stunde später wurden die weiblichen BesucherInnen gewaltsam in eine Nebenzelle geführt, eine Frau wurde in einer separaten Zelle mit Handschellen isoliert., zwei weitere lagen in der anderen Zelle ebenfalls mit Handschellen auf dem Boden. Einer Besucherin wurde massiv ins Gesicht, sowie auf dem Boden liegend in den Rücken geschlagen, begleitet von weiterer Gewaltandrohung und Beleidigung. Sanitäter desinfizierten der stark misshandelten Frau die Lippenpartie.

Einzeln wurden die BesucherInnen dem Richter vorgeführt, der die offensichtlichen Verletzungen kommentarlos entgegennahm und aufgrund von Störung des Prozesses ein Bußgeld von 100 € verhängte. Gegen 17:45 Uhr wurde der letzte Besucher entlassen.

Auch außerhalb des Prozessgebäudes wurden die Betroffenen von anwesenden Polizisten maßlos provoziert und zum Teil festgehalten.

Bezeichnend zeigt sich auch hier die Willkür von Richter und Polizei: Für die gewaltlose Forderung nach Freiheit bekamen die BesucherInnen, zum Teil aus der antifaschistischen Bewegung, zum Teil aus dem bürgerlichen Spektrum, ein "Ordnungsgeld" verhängt. Besonder nostalgisch zeigt sich in diesem Zusammenhang die Selbstbeweihräucherung vermeintlicher VerfassungsschützerInnen anlässlich des 60jährigen Bestehens der Meinungsfreiheit.

Sie forderten Freiheit und ernteten Gefangenschaft! Jetzt erst recht: Prozesse besuchen, Öffentlichkeit bieten!

Rote Hilfe, Ortsgruppe Düsseldorf-Mönchengladbach-Neuss [29.05.09]


Siehe auch:

129-b-Verfahren: Zeuge in Düsseldorf in Beugehaft (DHKP-C) [03.07.09]

Wednesday, December 12, 2007

Journalistin unter Terrorverdacht

jW-Autorin Heike Schrader vor Lesereise über Folter in Griechenland verhaftet. Freilassung gegen Kaution
Unmittelbar vor Beginn einer BRD-Lesereise über Folter in Griechenland ist die junge Welt-Autorin Heike Schrader kurzzeitig verhaftet worden. Die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe wirft der in Athen lebenden Journalistin vor, Mitglied in einer terroristischen Vereinigung zu sein, konkret der verbotenen türkischen Organisation DHKP-C. Schrader wurde am Montag abend auf dem Flughafen Köln-Bonn bei der Einreise in die BRD verhaftet und am Dienstag nachmittag dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt. Der setzte den Haftbefehl außer Kraft und entließ die linke Publizistin gegen eine geringe Kautionszahlung in die Freiheit. ...lesen

Siehe auch:

Unbequeme Journalistin am Kölner Flughafen verhaftet
Trotz Haftbefehl im linken Zentrum [08.01.08]

Prozeß gegen jW-Mitarbeiterin Heike Schrader eröffnet (Griechenland-Korrespondentin wegen »Mitgliedschaft in einer ausländischen ­terroristischen Vereinigung angeklagt. Urteil für den heutigen Dienstag erwartet) [09.12.08]

Zum Thema:

Terrorverdächtige liest im Bundestag [17.12.07]
Bewährungsstrafe für jW-Korrespondentin (Düsseldorfer Oberlandesgericht) [10.12.08]
Gesinnung verfolgt [11.12.08]