antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Monday, April 27, 2009

Ostern – bedeutsamstes heidnisch-germanisches Fest nach dem Julfest

Nach dem germanischen Julfest ist Ostern das bedeutsamste Fest im Kreislauf der Jahreszeiten. Von der christlichen Kirche sei das Osterfest umgewertet worden, erklärt NPD-Frau Edda Schmidt, sie sieht sich des Osterbrauchs von den Christen beraubt.

Osterfeuer, Osterwasser, Osterhase, Osterei – haben allesamt heidnischen Ursprung, sie sind Teil des „heidnischen Frühlingsfestes“, darauf weist die Brauchbeauftragte des "Ring Nationaler Frauen" (RNF), Edda Schmidt, auf der Internetseite der NPD-Frauenorganisation hin. Viele Rechtsextreme sehen im Heidentum ihre „natürliche“ Religion. Das Christentum wird von vielen Rechtsextremen abgelehnt, da es orientalischen Ursprungs sei, noch dazu handelte es sich bei Jesus um einen Juden. ...lesen

Thursday, November 30, 2006

Vlotho: Kameradschaftstreffen zum „Julfest“

Der mehrfach verurteilte Neonazi Meinolf Schönborn lädt „alle Kameradinnen und Kameraden“ zu einem Kameradschaftstreffen am 16./17. Dezember ins nordrhein-westfälische Vlotho-Valdorf ein.
Getagt wird in der rechtsextremen Schulungsstätte Collegium Humanum (CH). Neben kleinen Feierlichkeiten zur Wintersonnenwende und zum „Julfest“ soll auch der „Kampf für unser deutsches Reich nicht zu kurz“ kommen. Vorgesehen sind Film- und Wortbeiträge. Schönborn, einst Anführer der verbotenen Neonazitruppe „Nationalistische Front“ (NF), weist allerdings darauf hin, dass „Vortragende und die Themen ... aus juristischen Gründen nicht genannt“ werden. Schönborn schließt seine Einladung, die den Titel „Wer hat noch ‘Mut zum Verbotenen’“ trägt, mit „reichstreuen Grüßen“. Im August wurde Schönborn wegen Volksverhetzung und Verbreitung von Propagandamitteln verfassungsfeindlicher Organisationen vom Dortmunder Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt. Die Freiheitsstrafe wurde wegen der erforderlichen positiven Zukunftsprognose von Schönborn zur Bewährung ausgesetzt. Schönborn hatte zum Prozessende verkündet, er wolle die freiheitlich demokratische Grundordnung achten, seine politischen Aktivitäten einschränken und sich auf den Vertrieb von T-Shirts mit „Feuerwehr-Motiven“ beschränken.

Quelle
Bnr [30.11.06]

Sunday, June 14, 2009

Braune Kulturwelt

Ein Netzwerk aus rechtsextremen Organisationen und völkisch-bündischen Jugendgruppen trifft sich seit Jahrzehnten zu germanischer Brauchtumspflege und Volkstänzen.

Gleich nach Feierabend oder Schulschluss, am Wochenende und in den Ferien, gestalten Tausende von Rechtsextremisten ihre eigene, oft nationalsozialistisch geprägte Kulturwelt. Abgeschottet von Öffentlichkeit, fernab von provokanten Aufmärschen oder Parteiveranstaltungen finden sie sich ungestört zur Pflege germanischem Brauchtums, Volkstanz oder Singewettstreiten zusammen. Zusammenhalt geben den diversen Gruppen und Organisationen eine gemeinsame nationalistische Ideologie sowie ehrgeiziges Streben nach deutschem Elitegeist. Dabei werden harmlose alte Traditionen wie das Hissen eines Maibaumes oder das Schöpfen von Osterwasser aufgegriffen und für ihre Zwecke vereinnahmt.

Es gibt aber auch Kulturveranstaltungen anderer Art, die im Verborgenen laufen. Anfang Juni luden sächsische Neonazis in den Chemnitzer Europark. Unauffällig, in der Gaststätte „Yesterday“, sollte der „nationale Schriftsteller“ Eric Kaden aus Dresden einen Vortrag über Kurt Eggers – einem in völkischen Kreisen kultartig verehrten SS-Dichter – halten.
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Ein Blick hinter die Kulissen offenbart ein straff organisiertes Netzwerk aus jahrzehntelang gewachsenen rechtsextremen Kulturorganisationen, völkisch-bündischen Jugendgruppen und Freundeskreisen, die mit kultureller Vielfalt und demokratischer Zivilgesellschaft nicht viel am Hut haben. Ausschließlich, wer aus der eigenen ethnischen Gruppe stammt, wird eingeladen, darf teilnehmen. Ausnahmen sind alljährliche europäische Treffen wie zum Beispiel die „Gästewoche des Deutschen Kulturwerkes“, an der Kaden im September 2006 in Graz teilnahm. Sein Chemnitzer Vortrag wurde unter anderem von der Gruppe „Sonnenritter“ um NPD-Aktivist Tony Gerber aus Zwickau intern beworben. Gerber sieht sich und seine Sonnenritter als „Organisation zum Schutz und Erhalt des Volkes und Kulturgutes“.
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Teilnahme an Sängerfesten und Singewettstreiten

Der erfolgreiche Karate-Kampfsportlehrer Eric Kaden ist vielseitig kulturell aktiv. So war er beteiligt an Gruppen wie dem einflussreichen „Freundeskreis Ulrich von Hutten“, in dem sich zahlreiche Alt- und Neonazis gemeinsam mit zurückhaltenden Hintergrundakteuren tummeln. Im Schulungslager der militanten „Wiking-Jugend“ gewannen seine Kameraden aus dem „Gau Sachsen“ einst den „Bundessingewettstreit“ mit dem Pflichtlied „Und der da vorn die Trommel schlägt“ den ersten Platz.

Insbesondere in rechten Jugendbünden wie dem „Freibund – Bund Heimattreuer Jugend“, dem „Sturmvogel – Deutscher Jugendbund“ oder in nationalistischen Burschenschaften wird heute einschlägiges Liedgut gepflegt. Deren Mitglieder versuchen immer wieder, sich an überbündischen oder Pfadfinder-nahen Singewettstreiten und Sängerfesten zu beteiligen, oft werden sie inzwischen ausgeschlossen oder bekommen im Vorfeld Hausverbot.
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„Liedersammlung“ der verbotenen HDJ

Fester Bestandteil der Brauchtumspflege ist auch der Volkstanz. So beteiligten sich nicht nur HDJ-ler wie die ehemalige Bundesmädelführerin“ Holle Böhm an einer Vorführung beim „Pressefest“ der NPD in Dresden, sondern Anhänger der HDJ-Einheit „Hermannsland“ oder des „Heimatbund Pommern“ versuchten auch, an außerpolitischen Tanzveranstaltungen teilzunehmen. Personen wie beispielsweise der heidnische Trauerredner Gerd Rothe richten andererseits Feiern aus, um außerhalb der Szene Tanzbegeisterte anzulocken. Rothes „9. Ostwestfälischer Volkstanzball“ sollte Mitte März in Bad Oeynhausen-Rehme starten. Rothe, der Anhänger der rassistischen „Artgemeinschaft – Germanische Glaubensgemeinschaft“ war, schart seit Jahren Volkstänzer um sich. 2008 berichteten Angehörige des völkischen „Freibundes“ über ihre Teilname am Ball in der bundeseigenen Zeitschrift.

Ende April lud der „Tanz- und Spielkreis Mitteldeutschland“ um Kai Pfürstinger zum internen Fest ins Erzgebirge ein. Pfürstinger, Landesvorsitzender der „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“ (JLO) und Ausrichter des jährlichen Neonazi-Aufmarsches zur Bombardierung Dresdens, beteiligt sich immer wieder an bündischen Treffen. So zum Beispiel im Jahr 2008 beim so genannten „überbündischen Burgfest“, das seit 1995 jährlich auf wechselnden Burgen stattfindet. Bis 2006 auch unter Beteiligung der HDJ. Seine Anhängerschar findet Pfürstinger unter anderem in den Reihen von ehemaliger HDJ, der thüringischen „Schlesischen Jugend“ oder dem heidnisch-religiösen „Bund für Gotterkenntnis – Ludendorff e.V.“. Der Veranstaltungsort wurde bis zuletzt geheim gehalten.

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„Mitteldeutscher Volkstanzkreis“ sucht neue Mitstreiter

Insbesondere heidnische Feste wie das Julfest im Dezember, die Sonnenwenden im Sommer und Winter oder die Ostara-Feiern gehören zum Pflichtrepertoire der Szene. Anfang April dieses Jahres lud zum Beispiel ein Kreis von Aktivisten, die sich selbst als „Wandergruppe Knotenstock“ bezeichnen, in den Raum Chemnitz „auf einen bekannten 4-Seitenhof“ in Cossen ein.
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Interessierte an „deutschen Volkstänzen“ sollten sich telefonisch melden. Die angegebene Handynummer hatte in den vergangenen Jahren der ehemals militante Neonazi Steffen Hupka genutzt. Hupka, der in Trebnitz bei Halle ein Schulungszentrum errichten wollte, bot nebenher seine antiquarischen Bücher unter anderem bei einer Ostertagung der rassistischen Ludendorff-Gemeinschaft 2006 in Dorfmark an. Neonazis sind umtriebige Menschen – vor allem im Hintergrund. ...lesen


Monday, December 11, 2006

Frank Rennicke spielte erneut im Kreis Unna

Wie schon im letzten Jahr veranstaltete der NPD Kreisverband Unna/Hamm ein sogenanntes Julfest, Szene-Jargon für Weihnachtsfeier. Dies teilte die Antifa UNited, ein Zusammenschluss antifaschistischer Gruppen im Kreis Unna, mit. Bei der Veranstaltung trat erneut der extrem rechte Liedermacher Frank Rennicke auf. ...lesen