antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Sunday, October 28, 2007

Kosel/Hummelfeld (SH): Antifa-Move ya!-Aktion

"Move Ya!"-AktivistInnen verteilen antifaschistische Infoflugblätter in der Schleiregion

- Kampagne Antifaschistisch lebt sich's besser begrüßt diese lang überfällige Aktion

- Rieger und Kern wollen neonazistische Infrastruktur in der Schleiregion weiter ausbauen
Im Laufe des letzten Jahres war Rieseby aufgrund anhaltender rechtsradikaler Aktivitäten wiederholt landes- und sogar bundesweit in die Schlagzeilen geraten. Darüber hinaus wurde berichtet, dass mit Jürgen Rieger in Hummelfeld und Dieter Kern in Kosel gleich zwei bundesweit bekannte und aktive Führer der Neonazis Immobilien in der Schlei-Region besitzen.
Um die AnwohnerInnen über ihre unangenehmen Nachbarn aufzuklären, steckten gestern, am 24. Oktober AktivistInnen der norddeutschen „Move Ya!“-Kampagne in Kosel, Gammelby, Hummelfeld und Fleckeby flächendeckend Flugblätter in die Briefkästen. Die Flugblätter informierten über Riegers geplantes „Museum für Natur- und Heimatgeschichte“ und Kerns „Bauernhof“, auf dem bereits größere Treffen von zumeist angereisten Neonazis stattfanden. ...lesen

Friday, August 01, 2008

Lübeck/Straßburg: Entlassung war rechtens

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in letzter Instanz die Beschwerde des Rechtsextremisten Dieter Kern gegen seine Entlassung aus den Diensten der Hansestadt Lübeck als unzulässig zurückgewiesen.

Kern (Jg. 1954), vormals Gründer und Vorsitzender der zwischenzeitlich aufgelösten Neonazi-Vereinigung „Bündnis Rechts“ (BR), hatte seine Stelle als Techniker im Lübecker Umweltamt verloren, nachdem er die Terroranschläge vom 11. September 2001 als „längst überfällige Befreiungsaktion gegen die USA“ bezeichnet hatte. Die Straßburger Richter kamen zu der Einschätzung, dass Kern mit seinen Äußerungen zu den Terroranschlägen „das Band der Loyalität zu seinem Dienstherrn“ durchschnitten habe. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD), der Kern damals entlassen hatte, maß der Straßburger Gerichtsentscheidung Bedeutung „weit über Lübeck und den Einzelfall hinaus“ zu und erklärte: „Ich freue mich sehr, dass die öffentliche Hand nicht verpflichtet ist, Rechtsextreme zu beschäftigen, die sich mit ihren menschenverachtenden Argumenten gegen den freiheitlichen Rechtsstaat stellen.“ In den Jahren 2004/2005 betrieb Kern einen Landgasthof in Heilshoop (Kreis Stormarn) und ließ dort rechtsextreme Konzerte und Veranstaltungen stattfinden. Zwischenzeitlich hat sich Kern auf dem „Lundshof“ in Kosel (Kreis Rendsburg-Eckernförder) niedergelassen. (am)

Quelle
Bnr [29.07.08]

Saturday, June 16, 2007

Kiel: Neonazis nutzen Engpass bei Polizei aus

Die Gewerkschaft der Polizei schlägt Alarm. „Die Polizisten können kaum noch ihre Aufgaben bewältigen. Denn außer zu den geplanten Großeinsätzen etwa beim G8-Gipfel und der Kieler Woche werden sie immer häufiger außer der Reihe gefordert. Gerade die politisch motivierten Straftaten in Schleswig-Holstein nehmen in einem Ausmaß zu, das wir bisher nicht gekannt haben“, sagt Karl-Hermann Rehr, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und nannte als Beispiele Einsätze bei nicht angemeldeten NPD-Demonstrationen und Treffen der Neonazi-Szene.
„Selbst bei solchen Treffen hinter verschlossenen Türen müssen wir, um Straftaten zu verhindern, vor Ort sein – auch wenn der Personalaufwand oft sehr groß ist“, sagt Rehr. So mussten die Beamten immer wieder nach Neudorf in Dithmarschen ausrücken, weil sich die rechte Szene dort in einem Gasthof, den ein bekennender Neonazi gepachtet hat, zu Musikdarbietungen einschlägiger Gruppen traf. Zuletzt löste dort die Polizei im Mai mit einem Großaufgebot ein „Geburtstagskonzert“ auf. Ein weiterer Treffpunkt scheint sich in Kosel bei Eckernförde zu etablieren. Dort sorgen sich Bürger um das Renommee des Ortes, nachdem sie von Skinheads schon mal nach dem Weg zu einem abgelegenen Hof gefragt werden und Treffen von Neonazis beobachtet haben.