antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Tuesday, November 18, 2008

Sachsen: Wer braucht eigentlich die NPD?

Erst Bayern, nun Sachsen: Nachdem der Richtungsstreit bei dem NPD-Landesverband ganz im Süden mehrere Austritte von führenden Neonazis nach sich zog, ziehen nun die Kameraden in Sachsen nach. Denen ist die NPD-Fraktion im sächsischen Landtag offenbar nicht radikal genug, diese seien “Bonzen”, der Zickzackkurs in Sachen “Autonome Nationalisten” hebt die Stimmung auch nicht unbedingt. So bemühen sich Holger Apfel, Jürgen Gansel und Co. nachvollziehbarerweise, ihre Jobs durch den Wiedereinzug ins Landesparlament bei der Wahl im kommenden Jahr zu sichern. Da die NPD dafür Stimmen aus dem bürgerlichen Lager benötigt - nur die Zustimmung von Neonazi-Schlägern reicht auch in Sachsen nicht (Achtung: Ironie!!!) - versucht man das Biedermann-Image zu pflegen, “Autonome Nationalisten” und andere Krawallheinis stören das Bild der neu gestylten Fraktion dabei.

Bei einer Demonstration am 08. November 2008 in Reichenbach kam es dann offenbar, mal wieder, zum Eklat. Nach Angaben von 13 mittlerweile Ex-NPDlern aus dem Vogtland, die eine Erklärung im Internet verbreiteten, wollte Gansel bestimmte Parolen nicht hören, was die ultra-radikalen Kräfte folgendermaßen kommentieren: ...lesen

Siehe auch:

Vogtland: Kontroversen wo man hinschaut [17.11.08]
Rechte Kaderprobleme (Dort verließen die drei Kreistagsabgeordneten Nicole Fortak, Olaf Martin und Frank Schmidt mit Getöse die Partei) [12.12.08]
Bude zertrümmert (Thüringen) [16.12.08]

Tuesday, June 10, 2008

NPD in allen Kreistagen

Die CDU gewinnt deutlich die Kommunalwahlen im Freistaat. Die rechtsextreme NPD erreicht landesweit nach bisheriger Auszählung 5,1 Prozent. In zwei Kreisen liegt sie sogar knapp vor der SPD.
Klarer CDU-Sieg bei den Kommunalwahlen in Sachsen: Sowohl bei der Wahl der zehn neuen Kreistage, der zehn Landräte sowie der Bürgermeister dominierte die Union am Sonntag. Sie brachte auf Anhieb in sechs von zehn Kreisen ihre Landratskandidaten durch. ...lesen

Siehe auch:

CDU bleibt stärkste Kraft
Jede vierte Stimme für die NPD
CDU ist stärkste Kraft
CDU deutlich vorn
Jeder Vierte wählte in Reinhardtsdorf-Schöna NPD
NPD flächendeckend in sächsischen Kreistagen
Sachsen: NPD holt 5,1% bei Kommunalwahlen / 25% in Reinhardtsdorf-Schöna
Sachsen: Banhbrechender Erfolg für NPD!
Bürgermeister der NPD-Hochburg gibt Bundesregierung Mitschuld
Was bleibt vom Medienhype um Reinhardtsdorf-Schöna? [10.06.08]
Tillich besorgt über Wahlerfolge der NPD
Ein Dämpfer für die NPD
Besorgnis in Sachsen: NPD bei 5,1 Prozent
NPD zieht in alle Kreistage Sachsens ein
Sockel plus x
Stein auf Stein
NPD zieht in alle Kreistage
"Sachsens CDU soll rechten Rand säubern"
Das braune Paradies (Reinhardtsdorf in der Sächsischen Schweiz. 1603 Einwohner, kaum Ausländer)
CDU deutlich stärkste Kraft
Das Dauerphänomen
NPD-Zugewinne überschatten CDU-Erfolge in Sachsen
Abschneiden der NPD überschattet CDU-Erfolg
Ein Dorf wählt rechtsextrem
Empfänglich für fremdenfeindliche Parolen
"Die Leute müssen endlich aufwachen"
NPD-Erfolg schreckt Parteien auf
Auf dem Durchmarsch
Wir sind dann mal weg
NPD-Zugewinne überschatten CDU-Erfolge in Sachsen
NPD erobert ganz Sachsen
Mitte mit Braunstich
Landesfarben Grün-Weiß mit kräftigem Braun
«Ein echter Deutscher wählt keine NPD»
"Es gibt ein Grummeln gegen die da oben" (Ralf Wätzig)
Tillich bewahrte CDU vor Pleite in den Kommunen
Skinheads unter den NPD-Kandidaten
160.000 braune Sachsen
Sachsen-NPD stellte Skinheads zur Wahl auf (Der Verfassungsschutz ist aber nicht beunruhigt) [11.06.08]
Sachsen: Skins als Abgeordnete (Der Verfassungsschutz schlägt Alarm)
Mit Skinheads ins Rennen
Extremistische Skinheads kandidieren für die NPD
Die NPD schlägt Wurzeln in Sachsen
Die Banalität des Braunen
Liste Henry Nitzsche: Niederlage trotz Wahlerfolg
Dokumentation: Die Mandatsträger der NPD in den sächsischen Landkreisen (Rico George, Rico Hentschel, Ronny Reicher, Joachim Schubert, Mario Löffler, Michael Ackermann, Antje Hiekisch, Andreas Storr, Stephan Latzel, Kersten Ließ, Gerd Fritzsche, Sven Tautermann, Heiko Forwerg, Wolfgang Schroth, Peter Köppe, Jan Szabo, Jürgen Gansel, Peter Schreiber, Mirko Beier, Holger Apfel, Wilko Winkler, Tino Felgner, Sandro Kempe, Walter Gründig, Bernd Güntner, Andreas Siegel, Steffen Heller, Jens Gatter, Dr. Johannes Müller, Michael Jacobi, Carmen Steglich, Mirko Liebscher, Steffen Richter, Olaf Schiller, Patrick Pelger, Nicole Fortak, Olaf Martin, Gitta Schüßler, Patrick Gentsch, Thomas Schüßler) [16.06.08]
Die NPD und die Wahl 2008 [04.07.08]



Zum Thema:

"Keine angesehenen Leute" (Chemnitzer Politologe Eckhard Jesse über die Perspektiven und das Personal der NPD) [10.05.08]
„Den Wählern klarmachen, dass die NPD-Konzepte falsch sind“ (Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt im RUNDSCHAU-Interview)
Ist die NPD wirklich stärker geworden?
Politikwissenschaftler: "Sachsens CDU soll rechten Rand säubern"
Die rechtsextreme Minderheit schadet dem Image Sachsens (Dieter Schütz über die Ergebnisse der sächsischen Kommunalwahlen)
Rechter Alltag (Amadeu Antonio Stiftung hat hierzu kürzlich eine Analyse von Bianca Richter veröffentlicht: "Rechter Alltag - Ein Bericht über die "deutschen Zustände" in Reinhardtsdorf-Schöna und Kleingießhübel")
Ein malerischer Ort in der Sächsischen Schweiz ist Deutschlands NPD-Hochburg [13.06.08]
Lernen aus Sachsen
Rechter Vormarsch auf kommunale Schaltstellen (die Rostocker Rechtsextremismus-Expertin Gudrun Heinrich hält ähnliche Erfolge auch in Mecklenburg-Vorpommern für möglich) [16.06.08]
Das zarte Pflänzchen in der Wüste (In Ostsachsen ist die demokratische Kultur vielerorts nicht entwickelt. Wo Neonazis Erfolge feiern, fangen demokratische Parteien wie die SPD fast bei null an) [25.06.08]
Nur mit Floskeln gegen Nazis? (Interview mit Patrick Gensing) [12.07.08]
“Lokalgeschehen” in Sachsen: Komplette NPD-Pressemitteilung als Nachricht [22.08.08]
Kreistage hebeln NPD juristisch aus (Die rechtsextreme Partei soll nur in zwei Kreisen eine
Fraktion bilden dürfen. Dabei kam sie überall auf mehr als fünf Prozent) [23.08.08]
CDU in Nordsachsen will NPD einbinden [27.08.08]

Friday, July 04, 2008

NPD Kreisverband Plauen/Vogtland feiert Einzug

Am Samstag, den 05. Juli bedankt sich der NPD Kreisverband Plauen/Vogtland mit einem entsprechenden Neonazikonzert und rechtsextremer Prominenz bei den WählerInnen des Vogtlandes:
Die drei bekannten Neonazis Patrik Pelger aus Weischlitz, Olaf Martin aus Mylau und Nicole Fortak (Kreisvorsitzende) aus Plauen werden am 28. August in den neuen Kreistag für die NPD einziehen. Eine Schlüsselrolle spielt hierbei Olaf Martin, der Ladenbesitzer des "Ragnarök" in Mylau. Eben dieser erreicht alleine in der Gemeinde Mylau 8,5 %, was dem Durchschnitt von 3,6 % im Vogtland weit übersteigt. ...lesen

Siehe auch:

„Einzugsfeier“ im Vogtland [04.07.08]

Hintergund:

NPD in allen Kreistagen

Tuesday, December 16, 2008

Greiz/ Schönbach: Noch kein Verkauf des Drei-Mädel-Hauses

Werner Silge, seit 2002 Besitzer des " Drei-Mädel-Hauses" in Schönbach, ist stocksauer auf die Landtagsabgeordnete der Linken, Diana Skibbe. Die Kommunalpolitikerin hatte im Ergebnis einer mündlichen Anfrage im Thüringer Landtag ihre Besorgnis über einen Rechten-Treffpunkt im Vogtländischen Oberland ausgedrückt und den angeblichen Verkauf der Immobilie an ein ehemaliges NPD-Mitglied als Ergebnis versagender Behörden kritisiert, wie wir am Freitag berichteten.
Doch Silge, der seine Gaststätte inzwischen geschlossen und sein Gewerbe zum 26. Oktober 2008 abgemeldet hat, weil sich die Wirtschaft nicht mehr gelohnt habe, dementiert einen Verkauf der Immobilie. "Es hat keinen Eignerwechsel gegeben. Ich stehe nach wie vor im Grundbuch", stellt der Mann richtig. Eine Aussage, die seitens der Gemeinde Vogtländisches Oberland auch bestätigt wird. Allerdings will der Besitzer das Drei-Mädel-Haus, ein einstiges Ferienlager mit 40 Zimmern und 4300 Quadratmeter Grundstück schon seit einiger Zeit verkaufen. Dass er dafür auch mit einem ehemaligen NPD-Mitglied und Kreisrat aus dem Vogtland verhandelt, daraus macht er keinen Hehl.
"Ich habe mehrere Interessenten, mit denen ich Gespräche führe", so der ehemalige Wirt, dem es nach eigenen Aussagen egal ist, welches Parteibuch ein neuer Besitzer des Anwesens habe. Auch als Betreiber einer öffentlichen Gaststätte hätte er nie danach gefragt, zu welcher Partei seine Gäste gehörten, macht er im Gespräch mit der OTZ klar.
Zum Polizeieinsatz am 29. November, als eine nicht öffentliche Veranstaltung durch die Polizei aufgelöst wurde, kann und will sich der Besitzer des " Drei-Mädel-Haus" nicht äußern, weil er nicht dabei gewesen sei. Er habe oben genannten Kaufinteressenten die Räume für diesen Tag überlassen, um ihn als potenziellen Käufer nicht zu verlieren, begründet er das Zustandekommen dieses Treffens.
Diana Skibbe (Die Linke), gestern mit dieser Sachlage konfrontiert, ist erstaunt. " Ein Staatssekretär aus dem Innenministerium hat die Aussage auch über den Verkauf - Mietkauf bis 2013 -so gemacht, auf die ich sofort besorgt reagiert habe. Ich werde den Sachverhalt nochmals genau prüfen und feststellen, ob ich eine Fehlinformation auf meine mündliche Anfrage im Landtag erhalten habe", lenkt die Politikerin ein. "Sollten diese Verkaufsverhandlungen aber noch laufen, ist es erst recht notwendig, dass sich die Behörden und auch das Greizer Bündnis gegen Rechts mit der Präsenz der Rechten im Oberland befassen", fügt Skibbe abschließend hinzu.

Quelle
Ostthüringer Zeitung [15.12.08]

Siehe auch:

Das Braune Wirtshaus im Vogtland [18.12.08]
Greiz: Ein weiterer Häuserkauf (Peter Nürnberger, „Sportlerklause“ in Irchwitz, „Blaue Maus“, Norman W., Sven K. ) [23.12.08]
Vogtland: Notizen aus der Provinz (Greiz Irchwitz, Patrick Wieschke, Thomas Meisser, Olaf Martin, „Freies Nationales Bündnis e. V.“, Nicole Fortak) [10.01.09]

Zum Thema:

Reue führt zwei Brandstifter zum Polizeirevier in Plauen [08.01.09]