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Friday, February 20, 2009

"Blood and Honour" - Neonazis angeklagt

Gegen drei führende Mitglieder der in Deutschland verbotenen Neonazi-Organisation "Blood and Honour" (Blut und Ehre) hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage erhoben. Ihnen werde Verstoß gegen das Vereinigungsverbot, Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung zur Last gelegt, teilte Behördensprecherin Doris Möller-Scheu am Freitag mit.

Das bei der Staatsschutzkammer des Landgerichts anhängige Verfahren richte sich hauptsächlich gegen einen 33 Jahre alten Aufzugmonteur, der bis 2006 Chef der "Sektion Südhessen" der Organisation war. Mitangeklagt ist dessen 30 Jahre alter Nachfolger, sowie ein weiteres Mitglied (35), das Hilfsdienste verrichtet haben soll.

Insgesamt geht es um 33 Einzelvorwürfe. Den Ermittlungen zufolge sollen die Männern zwischen 2003 und 2007 neun Skinhead-Konzerte organisiert haben, vorwiegend in den östlichen Bundesländern. Darüber hinaus vertrieben die Angeschuldigten Tonträger mit nationalsozialistischem Gedankengut sowie Kleidung mit entsprechenden Symbolen. Ein Termin für die Verhandlung steht nach Angaben Möller- Scheus noch nicht fest.

Die Neonazi-Vereinigung "Blood and Honour" war 1987 in England gegründet worden. Der deutsche Ableger existiert nach den Erkenntnissen der Ermittler seit 1994, im Jahr 2000 wurde die Gruppe verboten.

Quelle
Frankfurter Allgemeine [23.01.09]

Siehe auch:

"Blood & Honour" offenbar weiter aktiv [31.01.09]