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Tuesday, May 20, 2008

Sachsen: Der NPD geht das Personal aus

Die rechtsextreme Partei hat ihre Listen für die Wahlen in drei Wochen offensichtlich nur mit viel Mühe gefüllt.
Die rechtsextreme NPD schickt zu den Kreistags- und Landratswahlen Anfang Juni mehr als 180 Kandidaten ins Rennen. Sie unterstreiche damit ihren Anspruch als Landespartei, teilte der stellvertretende Vorsitzende Johannes Müller mit. Tatsächlich aber offenbaren die Listen gut vier Jahre nach dem Einzug in den Landtag ein gewaltiges Personalproblem der Rechtsextremisten.
Am deutlichsten zeigt sich das bei den Landratskandidaten. So muss im künftigen Großkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge der parlamentarische Berater Olaf Rose antreten. Nach Angaben des Kreiswahlleiters hat Rose bisher nicht einmal seinen Hauptwohnsitz nach Sachsen verlegt. Er ist im 600 Kilometer entfernten Bochum gemeldet. Die Personalie hat auch Kenner der Szene überrascht.
„Aber nach dem Tod von Uwe Leichsenring hat es in der Sächsischen Schweiz niemanden mehr gegeben, der die NPD-Anhänger ähnlich integrieren konnte wie er“, sagte Petra Schickert vom Kulturbüro Sachsen. Leichsenring war Landtagsabgeordneter aus Königstein und galt als charismatischer Kopf der NPD in der Sächsischen Schweiz.

In Mittelsachsen will der Fraktionsmitarbeiter Hartmut Krien neuer Landrat werden. Er sitzt eigentlich für das Nationale Bündnis im Stadtrat von Dresden. Im künftigen Landkreis Görlitz kandidiert ebenfalls ein Mitarbeiter der Fraktion, Andreas Storr, der auch Kreisvorsitzender ist. Beobachtern gilt er als „Reisekader“, der auftauche, wo gerade Personal fehle.

Ganze Familien kandidieren. ...lesen

Siehe auch:

Sachsen: NPD will bei Wahlen punkten [21.05.08]
Sachsen: Ex-SSS-Kader auf NPD-Wahllisten (Martin Schaffrath, Thomas Rackow und Lars Hein)
Nazis werden Brüder: „Freies Netz“ und NPD (Thomas Gerlach, Daniel Peschek, Maik Scheffler, Alexander Schliwka, Gunnar Finder ) [29.05.08]
NPD mit Personalproblem (Kreistagswahl Sachsen) [05.06.08]
Wahlen im Vogtland - NPD (Olaf Martin - Inhaber des rechtsextremen Laden „Ragnarök“ in Mylau) [08.06.08]

Friday, November 28, 2008

Freiberg: Kampflustiger Kandidat

Der ehemalige Rechtsterrorist Peter Naumann ist Kandidat der NPD für die Bundestagswahl 2009.

Naumann wurde am 21. November von den Delegierten des NPD-Kreisverbands Mittelsachsen zum Direktkandidaten gekürt. Der langjährige NPD-Kader, ehemals stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Nationaldemokraten, war 1988 vom Oberlandesgericht Frankfurt/Main zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden. Naumann hatte 1978 einen Sprengstoffanschlag auf eine antifaschistische Gedenkstätte in Rom sowie Anschläge auf TV-Sendeeinrichtungen in der Bundesrepublik begangen und 1982 versucht, eine rechtsterroristische Vereinigung zu gründen. Geplant war ein Sprengstoffanschlag auf das alliierte Militärgefängnis in Berlin-Spandau. Im August 1995 übergab Naumann seine seit etwa 17 Jahren in 10 Erddepots gelagerten Bestände an Sprengmitteln und Waffen den deutschen Behörden; darunter 50 Kilogramm Sprengstoff, Blendgranaten, Handgranaten, ein Sturmgewehr, Zündmittel und diverse Sprengzünder. Zuletzt lieferte Naumann am 11. November bundesweite Schlagzeilen. Der bullige Naumann, parlamentarischer Berater der sächsischen NPD-Landtagsfraktion, schlug an diesem Tag dem NPD-Landtagsabgeordneten Jürgen Gansel in den Räumen der NPD-Landtagsfraktion die Faust ins Gesicht. (am)

Quelle
Bnr [28.11.08]

Friday, August 22, 2008

Rechtsextremisten ohne Fraktion

Der NPD fehlt im Kreistag ein Sitz - Nun wittert sie ein Komplott der "Gutmenschen" Freiberg. Im neuen Kreistag von Mittelsachsen wird die rechtsextreme NPD offenbar keinen Fraktionsstatus erhalten. ...lesen

Siehe auch:

Freiberg: Kreistag rechnet rechtsextreme Fraktion raus
NPD will eigene Fraktion - der Bürger zahlt die Zeche (Rechtsextremisten klagen gegen Geschäftsordnung des Kreistages) [05.03.09]