antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Thursday, January 17, 2008

Im Harz frisiert Germania

Im ländlichen Südniedersachsen versuchen Neonazis, die Hegemonie zu erlangen. Insbesondere der Südharz um die Stadt Bad Lauterberg wird zum Betätigungsfeld für die NPD. Das bürgerliche Lager macht es ihr nicht sonderlich schwer.
Nicht nur Kurgäste zieht es nach Bad Lauterberg. Seit sechs Jahren ziehen Neonazis anscheinend systematisch in den beschaulichen Ort im Südharz. Dem Kader Michael Hahn, derzeit Stadtratsmitglied in Bad Lauterberg, folgten weitere organisierte Kameraden. Vier Direktkandidaten der NPD für die niedersächsischen Landtagswahlen Ende Januar wohnen mittlerweile in dem Ort. Die Antifaschistische Linke International (ALI) aus dem 50 Kilometer entfernten Göttingen spricht von einem Rückzugsraum für Rechtsextreme, »in dem sie ihre Strukturen in relativer Ruhe organisieren können«. So handle es sich nicht mehr nur um ein lokales Problem, vielmehr hätten die Aktivitäten im Harz überregionale Bedeutung. ...lesen

Siehe auch:

Neue Landnahme durch NPD-Anhänger [22.01.08]

Tuesday, September 25, 2007

»Wir haben die Schnauze voll von den Neonazis«

Betriebe in Bad Lauterberg unterbrechen am Donnerstag die Arbeitszeit für antifaschistische Kundgebung. Ein Gespräch mit Fritz Vokuhl ...lesen

Siehe auch:

Arbeitnehmer bekommen für Demo gegen Rechtsextremisums frei
Antifaschistische Demo zur Arbeitszeit im Südharz [27.09.07]
Demonstration während der Arbeitszeit [28.09.07]
Arbeitsfrei für Anti-Nazi-Demo
Demo-Freizeit im Südharz

Tuesday, July 10, 2007

Salzland/Sotterhausen : NPD-Frauen expandieren

Die NPD-Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“ (RNF) hat am 1. Juli einen weiteren Ableger im Salzland in Sachsen-Anhalt gegründet.
Nach Halle, Saalekreis, Mansfeld-Südharz und Anhalt-Bitterfeld handelt es damit um die fünfte RNF-Regionalgruppe in Sachsen-Anhalt. Die Führung übernimmt Heidrun Walde, NPD-Kreistagsmitglied im Salzland und einst REP-Landesvorstandsmitglied. Dem RNF hat sich NPD-Angaben zufolge auch Marita Schäfer, Landesvorsitzende der Deutschen Partei in Sachsen-Anhalt, zuvor Bundesvorstandsmitglied der DVU-Abspaltung Freiheitliche Deutsche Volkspartei – Die Freiheitlichen in Deutschland (FDVP), angeschlossen. Judith Rothe (Sotterhausen), stellvertretende RNF-Sprecherin und NPD-Landesvorstandsmitglied sowie NPD-Fraktionsvorsitzende des Landkreises Mansfeld-Südharz, wurde am 8. Juni auf einer Versammlung der Mitglieder ihres NPD-Kreisverbandes zur Kreisvorsitzenden gewählt. Als stellvertretende Kreisvorsitzende stehen Rothe Matthias Brandt (Welfesholz) und Nico Heyer (Hettstedt) zur Seite. Bei der Kommunalwahl im April 2007 hatte Rothe, Lebensgefährtin des bekannten Neonazis Enrico Marx, in Sotterhausen 15 Prozent der Stimmen erzielt. (am)

Quelle
Bnr [10.07.07]

Verwandte Themen:

Frauen in der extremen Rechten

Wednesday, September 10, 2008

800 Rechte im Land sind gewaltbereit

Ministerium legt Zahlen vor - Krach in NPD: Bundespartei greift ein

Laut Innenminister Holger Hövelmann (SPD) gehören in Sachsen-Anhalt etwa 800 von insgesamt 1 400 Rechtsextremen dem gewaltbereiten Spektrum an. Die Gruppen treten vor allem in Magdeburg und Dessau-Roßlau, in den Kreisen Jerichower Land, Anhalt-Bitterlesefeld, Mansfeld-Südharz und Harz sowie in Bismark in der Altmark in Erscheinung. ...lesen

Siehe auch:

Wo Rechtsextremisten in Sachsen-Anhalt ihr braunes Süppchen kochen (NPD, " Junge Nationale " und " Blue White Street Elite ")

800 Rechtsextremisten im Land gewaltbereit (Im Frühjahr 2009 wird es die erste bundeseinheitliche Statistik rechtsextremistischer Straftaten geben)

Echter Vergleich (Folgen aus der sogenannten Statistikaffäre im Jahr 2007)

Einheitliche Zählweise bei rechten Straftaten

Über die Hälfte der Neonazis "gewaltgeneigt"

Sachsen-Anhalt: Rechtsextremismus subkulturell geprägt

Thursday, November 01, 2007

Riesa: Völkische NPD-Frauen

Die sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Gitta Schüßler bleibt Bundessprecherin der 130 Mitglieder umfassenden NPD-Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“ (RNF; Kontaktanschrift: Riesa/Sachsen).

Schüßler zur Seite als stellvertretende Bundessprecherin steht erneut Judith Rothe, Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Mansfeld-Südharz und Lebensgefährtin des bekannten Neonazis Enrico Marx. Weiterhin wurden beim Bundestreffen des RNF am 20. Oktober Jasmin Apfel und Stella Palau, die Ehefrauen der NPD-Spitzenfunktionäre Holger Apfel und Jörg Hähnel, sowie Edda Schmidt in den Vorstand gewählt. Schmidt war vormals Funktionärin der neonazistischen Wiking-Jugend (WJ). Die Gründung des RNF fand am 16. September 2006 auf dem Anwesen von Marx in Sotterhausen im Landkreis Sangerhausen/Sachsen-Anhalt statt. Der RNF ist weitgehend geprägt von einem völkischen Frauenbild. In der Erziehung liegt für den RNF der Schlüssel für das Wiedererstarken der Nation und des Nationalismus. (am)

Quelle
Bnr [31.10.07]

Thursday, June 05, 2008

Warnung vor Neonazi-Treff

Anwesen in Sotterhausen hat «herausragende Bedeutung» für Szene
Sachsen-Anhalts Innenministerium warnt vor dem Erstarken der rechten Szene in Sotterhausen. In dem 250-Einwohner-Dorf im Kreis Mansfeld-Südharz wohnen Enrico Marx, der als einer der führenden Köpfe der Rechten in der Region gilt, sowie Judith Rothe, Mitbegründerin der NPD-Frauenorganisation "Nationaler Frauenring" und Vize-Landesvorsitzende der rechtsextremen Partei. ...lesen

Verwandte Themen:

Landesweit Neonazis im Visier der Polizei (Razzien in Bernburg, Halle, Sotterhausen - Anzeige von Vereinen)

Friday, May 09, 2008

Niedersachsen: Kein Neonazi-Schwerpunkt im Südharz?

Nach Einschätzung von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) geht von der Neonazi-Szene in Südniedersachsen keine wachsende Gefahr aus. Die Anzahl der politisch motivierten Straftaten von rechts sei im Bereich der Polizeiinspektion Northeim/Osterode 2007 im Vergleich zum Vorjahr sogar von 76 auf 61 Fälle gesunken, sagte Schünemann laut einem dpa-Bericht am 08. Mai 2008 im Landtag in Hannover als Antwort auf eine Dringliche Anfrage der Fraktion Die Linke. Er betonte demnach, die Bekämpfung des Rechtsextremismus stelle einen Schwerpunkt der Arbeit der Landesregierung dar.

Damit wies Schünemann Vorwürfe der Linksfraktion zurück, das Innenministerium schenke der “neofaschistischen Szene” in Südniedersachsen immer weniger Aufmerksamkeit. ...lesen

Monday, January 28, 2008

Keine Erfolge wie im Osten - NPD scheitert in Hessen und Niedersachsen

Bei den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen hat die neonazistische NPD ihre Wahlziele weit verfehlt. Sie erhielt in Niedersachsen 1,5 Prozent der Zweitstimmen, in Hessen 0,9 Prozent und damit sogar weniger als die Republikaner, die in Hessen ein Prozent erreichten. Ihr besten Resultate erzielte die NPD im Hessischen Wölfersheim (5,0 %) und im niedersächsischen Osterode (2,6%, dort im Stimmbezirk Bad Lauterberg 5,09%). Ergebnisse in dieser Höhe blieben aber Ausnahmen. ...lesen

Siehe auch:

Rechtsaußen bei Landtagswahlen chancenlos
“Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen…..eine Analyse?”
NPD-Debakel bei den Landtagswahlen
„Sprung nach Westen missglückt“ [29.01.08]
Schlappe für die Rechten
Piratenpartei statt SPD: Die NPD auf dem Weg zur Regionalpartei [30.01.08]
NPD-Chef nach den Wahlen: “Bewegung nicht mehr aufzuhalten” [01.02.08]
Wahltag ist Zahltag [14.02.08]

NPD scheitert in Hessen an der 1-Prozent-Hürde
Unregelmässigkeiten bei Wahlen in Hessen
Heftige Kritik an Wahlcomputern
Kritik an Wahlcomputern zurückgewiesen
Republikaner vor NPD

NPD auch im Südharz in der Defensive
[29.01.08]
Niederlage für die nationalen Kräfte [30.01.08]

Zum Thema:

Ohne Moos nichts Rechtes los (Hat die NPD wegen ihrer trüben Finanzlage so schlecht bei den Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen abgeschnitten) [28.02.08]

Verwandte Themen:

Juniorwahl Hannover: SPD gewinnt, NPD drin [29.01.08]

Thursday, November 27, 2008

Sotterhausen: Neue alte RNF-Landeschefin

Judith Rothe (Sotterhausen), die Sprecherin der NPD-Unterorganisation „Ring nationaler Frauen“ (RNF) in Sachsen-Anhalt, wurde auf dem RNF-Landeskongress im Amt bestätigt.

Die gelernte Kauffrau Rothe (Jg. 1979) ist Vorsitzende der NPD-Kreistagsfraktion Mansfeld-Südharz. Bei der Kommunalwahl im April 2007 hatte Rothe in Sotterhausen 15 Prozent der Stimmen erzielt. Als Stellvertreterin steht Rothe Marita Schäfer, vormals Landesvorsitzende der Deutschen Partei in Sachsen-Anhalt, zur Seite. Die Beisitzerinnen Peggy Donath, Heidrun Walde und Andrea Machleid komplettieren den sachsen-anhaltinischen RNF-Vorstand. Der Kongress am 22. November fand unter konspirativen Umständen „im südlichen Sachsen-Anhalt“ statt. Rothe ist die Lebenspartnerin des bekannten Neonazis Enrico Marx, der
seit März 2006 als Leiter des JN-Stützpunktes Sangerhausen fungiert. Auf dem Anwesen von Rothe und Marx in Sotterhausen wurde am 16. September 2006 der RNF ins Leben gerufen. (am)

Wednesday, May 16, 2007

Mit Infos gegen Rechts

Im Kreis Osterrode möchten Landrat und Bürgermeister NPD und "Freien Kameraden" ihr Treiben erschweren.
Der NPD und den "Freien Kameradschaften" sollen ihre Aktivitäten im Südharz erschwert werden: Gestern beschlossen die Bürgermeister und der Landrat des Kreises Osterode ein "Aktionsprogramm gegen Rechtsextremismus". Ein Aktionsplan, der auch ein politisches Signal ist, nachdem die rechten Umtriebe in der Vergangenheit kleingeredet worden waren. ...lesen

Monday, February 09, 2009

Prozess nach Rechtsrockkonzert in Pößneck: Angeklagter Neonazi ist Mitarbeiter an Göttinger Gymnasium

Auch nach knapp vier Jahren beschäftigen die Geschehnisse rund um den Landesparteitag der NPD Thüringen im Pößnecker Schützenhaus weiterhin die Justiz. Bereits im Oktober 2008 hatte vor dem Amtsgericht Pößneck der Prozess gegen einen 30-jährigen Neonazi aus Göttngen und einen 32 Jahre alten Mann aus Oberkaufungen begonnen. Die Angeklagten müssen sich wegen schwerer Körperverletzung vor Gericht verantworten, weil sie mit drei anderen Tätern einen weiteren Mann angegriffen, geschlagen und getreten haben sollen.

Die Ereignisse spielten sich im Anschluss an den Landesparteitag bei einem Rechtsrockkonzert im örtlichen Schützenhaus ab, das sich im Besitz des Neonazi-Anwalts Jürgen Rieger befindet. Auf der Bühne standen zwei englische Bands, Gegenschlag, das niedersächsische Trio Agitator und als Hauptakt Michael Regener, der als ehemaliger Sänger der Band Landser wenige Tage später seine Haftstrafe antreten musste.

Zu dem Konzert angereist waren etwa 1000 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland, darunter offenbar auch das heute 30-jährige Mitglied der Göttinger NPD, Marco B. Das geht aus einer anonymen Pressemitteilung hervor. Während der in einem Göttinger Vorort lebende Neonazi in seiner Freizeit Aufmärsche und Rechtsrock-Konzerte besucht, verdient er seinen Lebenunterhalt an einem städtischen Gymnasium in der Göttinger Innenstadt: Die Schulhomepage weist ihn als “Schulassistenten” aus.

Mit seinen persönlichen Kontakten zu Neonazi-Größen wie Thorsten Heise im thüringischen Fretterode und dem rechtsextremen Liedermacher Michael Müller aus dem Harz, für den Marco B. ein Solidaritätskonto eingerichtet hatte, scheint der Schulassistent das ideale Bindeglied zwischen der neonazistischen Kameradschaftsszene und der NPD in Südniedersachsen zu sein. Recherchefotos aus Göttinger Antifakreisen zeigen den 30-Jährigen u.a. bei Neonazi-Aufmärschen am 1. Mai 2008 in Hamburg und im November desselben Jahres in Fulda an der Seite von Thorsten Heise. Auf dessen Anwesen in Fretterode nimmt Marco B. auch regelmäßig an den Treffen der Kameradschaft Northeim teil. In diesem Rahmen sind dort immer wieder hochrangige Neonazis zu Gast wie im vergangenen Jahr u.a. Jürgen Rieger, Eckhard Bräuniger vom Bundesvorstand der NPD und der Chef der NPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern Udo Patörs. Hoher Besuch bei den Treffen der etwa 40-köpfigen Kameradschaft, von der nach Polizeiangaben mehr als ein Drittel aus dem Bereich Einbeck bei Göttingen stammt.

Kein Wunder also, dass Marco B. auch Kontakte zu Neonazis aus diesen Kreisen hat, aus denen mindestens zwei Personen stammen, die Ende November 2008 an einer Auseinandersetzung mit einer Pumgun in Göttingen beteiligt waren. Zum Bekanntenkreis des 30-Jährigen gehört ebenso ein 2007 wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilter Neonazi, mit dem B. 2005 einen Aufmarsch in Magdeburg besucht hatte. Der heute 25 Jahre alte Marc Phillip S. verbüßt zurzeit eine Haftstrafe in Sehnde, weil er einem Aussteiger mehrmals mit einem Teleskopschlagstock von hinten auf den Kopf geschlagen hatte.

Siehe auch: Niedersachsen: Neonazis unter Waffen, Südniedersächsische Neonazi-Szene nach Waffenfunden im Visier, Polizei stellt bei Hausdurchsuchungen Waffenarsenal sicher, Rechtsextreme beim Table-Dance mit Pumpgun und Brandsätzen, Göttingen: Spekulationen um Brand in Afro-Shop, Debatte: Brutalisierung und Modernisierung bei Neonazis?, Niedersachsen: Kein Neonazi-Schwerpunkt im Südharz?

Quelle
NPD-Blog [12.01.09]

Siehe auch:

Schul-Assistent lief bei Kameradschaft mit [13.01.09]
Niederlage für NPD-Mitglied vor Arbeitsgericht Göttingen [23.01.09]

Friday, November 20, 2009

An der Hauptstraße rechts abgebogen

Im Südharz veröffentlichte die Stadt Bad Lauterberg in einer Bürgerbroschüre Werbung für einen Neo­naziladen.

Die Lage von »Zettel am Zeh« ist bestens. An der Hauptstraße des Kurortes Bad Lauterberg, in dem sich das älteste Wasserheilbad Deutschlands befindet, liegt das Tätowierstudio. Seit über zwei Jahren geht dort die Szene der »Nationaldemokratischen Partei Deutschlands« (NPD) und »Freien Kameradschaften« (FK) ein und aus. Hier in der Hauptstraße 175 kommen Kameraden zusammen, schauen Mitläufer vorbei. Sie können sich Tattoos und Piercings stechen lassen, szenetypische Bekleidung anprobieren oder einfach herumhängen. »Wir haben eine feste Szene«, sagt Otto Matzenau­er. Der parteilose Bürgermeister beschönigt die Situation nicht. In der offiziellen Bürgerinformationsbroschüre der niedersächsischen Stadt fand sich bis vor kurzem dennoch eine Anzeige des Szeneladens von Oliver Keudel. Auf Seite 27 der aktuellen Farbbroschüre prangte der Schriftzug: »Tattoo & Piercing, Zettel­AmZeh, Di.–Fr. 15–18 Uhr oder nach Absprache«.

Fand sich? Prangte? Ja, denn am 22. Oktober zog die Stadtverwaltung die Broschüre zurück, mit der sie über die amtlichen Strukturen und das örtliche Vereinsleben informieren wollte. Fast zwei Wochen vorher hatte Matzenauer zwar auch schon gemeint, dass diese Anzeige »mehr als unglücklich« sei, aber die Kosten für eine Neuauflage ohne Werbung für den Neonaziladen noch gescheut. »Neu auflegen, wer soll das denn bezahlen?« sagte er am 8. Oktober.

Im Stadtrat dürfte sich alleine NPD-Ratsherr Michael Hahn über den Werbecoup der Gesinnungskameraden leise gefreut haben. ...lesen