antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Friday, October 12, 2007

Quedlinburg: Führungswechsel bei den JN

Der NPD-Jugendverband Junge Nationaldemokraten hat einen neuen Bundesvorsitzenden.

Auf dem 37. JN-Bundeskongress in Quedlinburg am 6. Oktober wurde der 25-jährige Politikstudent Michael Schäfer, bislang Amtsleiter Politik und Schulung im JN-Bundesvorstand, in das Amt gewählt. Schäfer, ehemals Kader der Wernigeröder Aktionsfront (WAF), ist zugleich stellvertretender JN-Landesvorsitzender in Sachsen-Anhalt und NPD-Kreistagsabgeordneter im Landkreis Harz. Schäfers Amtsvorgänger Stefan Rochow beklagte in seiner Abschiedsrede, dass es in der NPD Personen gebe, die an einem Erstarken der Jugendorganistion kein Interesse hätten. Rochow betonte vor den angeblich 130 angereisten Kongressteilnehmern, dass JN-Aktivisten keine „Jubelperser“ und „Flugblattverteiler“ für die NPD sein dürften. Im NPD-Parteiorgan „Deutsche Stimme“ hatte Rochow, der dem nationalrevolutionären Flügel des Rechtsextremismus zugerechnet wird, im Juni 2006 dazu aufgerufen, den „Kampf um die Straße“ zu verstärken und „verschiedenste Widerstandsformen“ zu entwickeln. Bei Teilen der NPD-Führungsspitze war Rochow daraufhin in Ungnade gefallen. Als Stellvertreter stehen Schäfer der bisherige JN-Bundesvize Philipp Valenta, zugleich JN-Landesvorsitzender Sachsen-Anhalt und NPD-Kreisvorsitzender Salzland sowie der mehrfach vorbestrafte Neonazi Norman Bordin, JN-Landesvorsitzender Bayern und NPD-Landesvorstandsmitglied, zur Seite. Unter der Führung von Valenta kam 2002, so eine Einschätzung des Verfassungsschutzes, die Aktivität des JN-Landesverbandes
Rheinland-Pfalz fast zum Erliegen. (am)

Quelle
Bnr [11.10.07]

Siehe auch:

JN: Schäfer folgt Rochow [12.10.07]
NPD-Hilfe für neuen JN-Chef [17.10.07]

Monday, September 08, 2008

NPD in Sachsen-Anhalt: Wer ist der “revolutionärste”?

Paukenschlag bei der NPD in Sachsen-Anhalt. Wie die völkische Partei unter der vollkommen unverfänglichen Adresse npd-sa.de mitteilte, ist fast der gesamte Vorstand des Landesverbandes zurückgetreten. Offenbar ist der Flügelkampf zwischen bürgerlichen und national-”revolutionären” Flügel der Hintergrund dieses Schritts. So heißt es in der Erklärung vom 08. September 2008 (die seit etwa 15:25 Uhr nicht mehr zu lesen ist, auf der NPD-Seite steht jetzt nur noch: “Diese Seite ist aufgrund des Rücktrittes der Mehrheit (7 von 9) des NPD Landesvorstandes von Sachsen/Anhalt, vorübergehend nicht mehr erreichbar.”) Zuvor hieß es aber:
(...)
Konkret sind den Angaben zufolge folgende NPD-Funktionäre zurückgetreten:

Landesvorsitzende Carola Holz
Stellvertretender Landesvorsitzender und Landespressesprecher Jens Bauer
Stellvertretende Landesvorsitzende und Referat Recht Judith Rothe
Beisitzer und Landesschatzmeister Peter Machleid
Beisitzer und zuständig für das Referat Kampagnen Christian Luckau
Beisitzer und zuständig für den Aufbau Altmark Heiko Krause
Beisitzer und Landesorganisationsleiter Marcus Großmann

Es verbleiben demnach in ihren Ämtern:

Stellvertretender Landesvorsitzender Mathias Heyder
Beisitzer Rolf Dietrich

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Siehe auch:

NPD demontiert sich selbst [09.09.08]
Flügelkampf in der NPD
Sachsen-Anhalts NPD-Spitze taucht ab...
Die DVU lässt grüßen (Ein Machtkampf schwächt die rechtsextreme NPD in Sachsen-Anhalt) [10.09.08]
NPD-Landesvorstand gibt auf (NPD-Jugendorganisation (Junge Nationaldemokraten) gilt als Drahtzieher des Komplotts)
Verwirrung in Sachsen-Anhalt: NPD-Landesvorstand wieder im Amt?
Sachsen-Anhalt: “Stellvertreterkrieg” (NPD-Bundesvorstand hat über den Landesverband den organisatorischen Notstand verhängt) [26.09.08]
Der Sturz der NPD Führung in Sachsen-Anhalt (Matthias Gärtner, Matthias Heyder, Phillip Valenta, Andy Knape, Sascha Braumann, Bennet Schulz) [16.12.08]

Tuesday, July 01, 2008

JN fordert “nationales Jugendzentrum” in Wittenberg

NPD-Jugend fordert “nationales Jugendzentrum” in Wittenberg

Für Freitag, den 27. Juni 2008, meldete Philipp Valenta, der Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzendeder NPD-Jugendorganisation, eine Kundgebung auf dem Wittenberger Marktplatz an. Ihrer Forderung nach einem nationalen Jugendzentrum wollten die Neonazis laut Anmeldung von 18.00 bis 22.00 Uhr Ausdruck verleihen. Nachdem einen Tag zuvor die Planung der JN bekannt wurde, entschlossen sich in Wittenberg einige couragierte Jugendliche und Vertreter der Zivilgesellschaft dazu, diese öffentlichkeitswirksame Aktion der Neonazis nicht unkommentiert verlaufen zu lassen. ...lesen

Monday, December 22, 2008

Bernburg: Friedlicher Protest gegen NPD-Landesgeschäftsstelle

Widerstand: Knapp 300 Teilnehmer nehmen an der Veranstaltung «Bunte Weihnachten!» teil

Die erlösende Nachricht kam am Freitag kurz vor Beginn der Kundgebung "Bunte Weihnachten!" auf dem Markt in Bernburg. Gegen 14.45 Uhr hatte das Oberverwaltungsgericht Magdeburg der Beschwerde des Landkreises gegen den Richterspruch des Verwaltungsgerichtes Magdeburg, der NPD eine "Beschallung" aus dem Haus Markt 18 auf den Markt trotz einer anders lautenden Auflage des Ordnungsamtes doch zu erlauben, stattgegeben. Damit konnten die Reden von Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD), Bernburgs Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos) sowie den Mitgliedern des "Bündnisses für Demokratie und Toleranz - gegen Rechtsextremismus und Gewalt", Roland Wiermann und Karl-Heinz Schmidt, ohne eine mögliche lautstarke und provozierende Störung seitens der Rechtsextremen gehalten werden. ...lesen

Siehe auch:

19.12.08 NPD-Landesgeschäftsstelle in Bernburg ( „Nordic Flame“ , Matthias Heyder, Philipp Valenta, Heidrun Walde, Rolf Dietrich, Michael Schäfer, Bennet Schulze, Frank Rohleder ) [23.12.08]

Sunday, March 22, 2009

“NPD-SA” lädt zur Horst-Wessel-Gedenkveranstaltung - Anzeige wegen Volksverhetzung

Die NPD in Sachsen-Anhalt veranstaltet am 28. Februar 2009 ihren Landesparteitag, auf dem sich wahrscheinlich die Radikalisierung des Landesverbands fortsetzen wird. Einen Tag vorher mobilisieren die NPD sowie die JN Sachsen-Anhalt zu einer Horst-Wessel-Gedenkveranstaltung in Magdeburg. Dabei wollen die JN laut Ankündigung die Notwendigkeit eines “politischen Soldatentum[s] im Jahre 2009″ thematisieren.

Anzeige wegen Volksverhetzung

Die bereits in der Veranstaltungsankündigung enthaltene Glorifizierung Horst Wessels, der von der NSDAP als “Blutzeuge der Bewegung” zum Märtyrer aufgebaut wurde, stellt möglicherweise eine Verherrlichung der nationalsozialistischen Willkürherrschaft dar. Daher wurde nach Informationen von NPD-BLOG.INFO Strafanzeige gegen Matthias Heyder (Chef des NPD-Landesverbandes in Sachsen-Anhalt) sowie gegen Andy Knape (JN-Chef in Sachsen-Anhalt) gestellt. Die NPD wirbt auf ihren Seiten ebenfalls für die Veranstaltung. ...lesen

Siehe auch:

Strafanzeige gestellt: Volksverhetzung bei der NPD Sachsen-Anhalt?

Zum Thema:

[HBS] Landesparteitag der NPD Sachsen Anhalt (Lolo´s Hof in Halberstadt, Lothar Nehrig, Matthias Heyder, Michael Schäfer, Peter Walde, Andreas Karl, Matthias Gärtner, Judith Rothe, Rolf Dietrich, Philipp Valenta, Dennis Gratzke, Erik Schulze) [01.03.09]
Matthias Gärtner – Die gegelte Intelligenz der NPD? (Otto-von-Guericke Universität (OvGU) Magdeburg) [03.03.09]

Wednesday, November 21, 2007

NPD wirft mit Anzeigen um sich - aber warum?

Laut Medienberichten hat die NPD den Liedermacher Konstantin Wecker angezeigt, da er die völkische Partei als `braunes Pack` bezeichnete. Zuvor hatte die Partei laut einem Bericht des Focus Anzeigen gegen den Vorsitzenden der israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg, Arno Hamburger, Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und den Bamberger CSU-Bundestagsabgeordneten Thomas Silberhorn erstattet. Hamburger hatte nach der NPD-Kundgebung zum Todestag von Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess im August gesagt, `es sei an der Zeit, diese Verbrecherpartei endlich zu verbieten`, wie ein Justizsprecher erläuterte. Maly und Silberhorn hätten die NPD bei einer Gegendemonstration am 3. Oktober im bayerischen Gräfenberg als Rechtsextremisten und Neonazis bezeichnet. Besonders in Bayern scheint die NPD auf Anzeigen als Mittel zu setzen, um überhaupt in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Die NPD sollte doch einmal erklären, warum man ihre Mitglieder NICHT als `Rechtsextremisten und Neonazis` bezeichnen sollte. Die Mitglieder der NPD sind Rechtsextremisten, nicht wenige zudem Neonazis. Oder noch besser: Die NPD könnte einmal vorschlagen, wie die Öffentlichkeit ihre Funktionäre bezeichnen sollte.

Dabei sollte sie vielleicht auch bedenken, welche Straftaten von Personen aus ihren Reihen so begangen wurden - und zwar von Funktionären bis in den NPD-Bundesvorstand hinein. Einige Beispiele: Patrick Wieschke, NPD-Funktionär aus Thüringen, zurzeit als Praktikant in der NPD-Fraktion in Schwerin - verurteilt wegen eines Sprengstoffanschlags auf einen Döner-Imbiss. Stefan Köster, NPD-Landtagsabgeordneter in Schwerin, verurteilt wegen Körperverletzung, weil er auf eine am Boden liegende Frau eintrat. Thorsten Heise, NPD-Bundesvorstand , diverse Delikte, unter anderem Körperverletzung. Norman Bordin, Vize-Chef der Jugendorganisation JN, diverse Delikte, unter anderem wegen Körperverletzung. Jürgen Rieger, NPD-Chef Hamburg, diverse Delikte. Marcel Wöll, NPD-Chef Hessen, diverse Delikte, laut ddp unter anderem wegen Körperverletzung. Heinrich Förster, NPD-Kandidat bei der Bundestagswahl 2005, Vorbestraft wegen versuchten Mordes. Christian Hehl, NPD-Funktionär in Rheinland-Pfalz, diverse Vorstrafen, unter anderem wegen schwerer Körperverletzung. Maik Spiegelmacher, langjähriger NPD-Funktionär in MVP, laut NDR vorbestraft wegen gemeinschaftlich versuchten Mordes. Ingo Stawitz, NPD-Funktionär aus Schleswig-Holstein, vorbestraft wegen Körperverletzung. Michael Thalheim, NPD-Funktionär Brandenburg, musste jüngst ein Schmerzensgeld zahlen, er stand wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung vor Gericht. Philipp Valenta, ehemals JN-Landesvorsitzender und stellvertretender NPD-Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz, nun JN-Landesvorsitzender in Sachsen-Anhalt, Vorstrafen, unter anderem wegen Körperverletzung. Peter von der Born, NPD-Kandidat in Schleswig-Holstein, diverse Vorstrafen, unter anderem wegen Körperverletzung. Thomas `Steiner` Wulff, NPD-Bundesvorstand, mehrere Verurteilungen. ...lesen

Thursday, April 23, 2009

Antifaschisten/innen bieten den Nazis Paroli

Nazis aus dem Spektrum der JN/ NPD haben heute in Magdeburg - Stadtfeld versucht Unterschriften für den bevorstehenden Antritt zu den Kommunalwahlen im Juni zu sammeln. Dies ging nicht lange gut...
“Verpisst euch hier, sonst stehen hier gleich 20 Leute“. So äußerte sich ein verärgerter Anwohner über die überwiegend jungen Nazis.
Ab den frühen Nachmittag machten sich verschiedene kleine Gruppen von Nazis in Stadtfeld auf den Weg, um nach Unterstützer/innen für den Einzug der NPD in den Stadtrat der Stadt Magdeburg zu suchen. Wahllos sprachen die jungen Wilden die Bewohner/innen des Stadtteils Stadtfeld an.
Es dauerte nicht lange bis die Nachricht die Runde machte (unter anderem durch indy: http://de.indymedia.org/2009/04/246439.shtml).
Nach einiger Zeit konnte eine Gruppe von ein Dutzend Antifas die Nazis ausfindig machen. Circa 15 Nazis befanden sich in der Liebknechtstr. und unterhielten sich mit der bereits von ihnen alarmierten Polizei.
Die Nazis beklagten sich darüber, dass sie eine halbe Stunde vorher von einer 5- köpfigen „Bande“ mit Steinen attackiert wurden. Sie konnten wohl gerade so in ein Frisör flüchten und die Polizei zu Hilfe rufen.
Gegen 17 Uhr war der Spuk vorbei. Die Nazis wurden mit Polizei aus dem Stadtteil geleitet. ...lesen


Zum Thema:

Wahlk(r)ampf der JN/NPD in Magdeb.-Stadtfeld (In der letzten Woche hatten Nazis versucht Unterschriften für die Stadtratswahl (7.Juni 09) in Magdeburg zu sammeln. Hier folgt nun eine Zusammenfassung zu den Geschehnissen) [16.04.09]
Provokationen und vorgetäuschte Sacharbeit [25.04.09]
Stadtratswahlen in Köthen (Steffen Bösener, „Nordic Flame“, René Häußler) [03.05.09]
Sachsen-Anhalt: Extrem rechte Kandidaten... (Politisch konnte die rechtsextreme Bewegung dort bislang allerdings weniger Fuß fassen. Jetzt soll sich das offenbar ändern, wie in Blick in die Kandidatenlisten der Kommunalwahl erhellt. Für Rechtsradikale kommt erleichternd dazu: Eine Prozenthürde gibt es diesmal nicht) [09.05.09]
Keine Lust auf Kommunalpolitik (Weil im Osten immer weniger Kandidaten gefunden werden, profitieren freie Wählergruppen und rechte Parteien: Sie füllen systematisch die Lücken. Nun musste in gleich sieben Gemeinden des Bördekreises von Sachsen-Anhalt die Kommunalwahl am 7. Juni abgesagt werden.) [11.05.09]
Nur wenige Frauen auf NPD-Liste (16 Prozent Frauen) [13.05.09]
Rechtsextreme sind überwiegend männlich
Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt (Die rechtsextreme Szene in Sachsen-Anhalt gilt als besonders gewaltbereit. Eine entscheidende Rolle spielt die NPD-Nachwuchsorganisation "Junge Nationaldemokraten") [27.05.09]
Neuigkeiten aus Halberstadt(Harz) [29.05.09]
Nationale Partei-Deppen - Eine Auswahl (Matthias Gärtner, Michael Grunzel, Bennet Schulze, Michael Schäfer, Matthias Bady, Erik Schulze, Steffen Bösener, Philipp Valenta, Andreas Karl) [05.06.09]
Der Richtungsstreit prägt die NPD (Rechtsextreme Partei ist von flächendeckendem Auftreten bei der Wahl weit entfernt. Matthias Heyder, Andreas Karl) [06.06.09]
WSF: NPD Infostand erfolgreich behindert!!! (Weißenfels)

Ergebnisse und Folgen:

In Parlamenten (NPD jetzt mit 19 Vertretern in 18 Stadt- und Gemeinderäten) [11.06.09]
Zwiespältige Kommunalwahlbilanz Sachsen-Anhalt (großen Rückhalt hat die NPD nicht. Bei näherem Hinsehen blieb sie weit hinter ihren eigenen Erwartungen zurück)
Spitzenreiter und Außenseiter (Ergebnisse im Detail fördern gewaltige Unterschiede auf dem politischen Stadtplan zu Tage) [13.06.09]

Neuer Anstrich: Statt Springerstiefel nun Turnschuhe (Hövelmann stellte Verfassungsschutzbericht 2008 vor / Weniger Rechtsextremisten im Land) [18.06.09]
NPD in Sachsen-Anhalt radikalisiert sich weiter (Die Basis der rechtsextremen NPD in Sachsen-Anhalt wird schwächer. Seit Jahresbeginn habe die Partei 30 bis 40 Mitglieder verloren, sagte Verfassungsschutzchef Volker Limburg)
Die Probleme bleiben
Kein Selbstläufer
Rechte Gewalttaten nehmen zu *
Wählergemeinschaft legt Widerspruch ein (So soll es der Wählergemeinschaft vordergründig darum gehen, mit der Stimmverlagerung und veränderten Sitzverteilung den Einzug der NPD in den Stadtrat zu verhindern) [23.06.09]

Monday, November 13, 2006

Halle: Gescheiteter OB-Anwärter der NPD

Halle – Die NPD hatte für die Oberbürgermeisterwahlen in der größten Stadt Sachsen-Anhalts mit ihrem Landesvorsitzenden Andreas Karl einen eigenen Kandidaten aufgestellt.
Karl bewarb sich mit 13 weiteren Kandidaten um das Amt des Stadtoberhaupts. Der 43-jährige gelernte Dachdeckermeister erhielt aber nur 1,7 Prozent Stimmenanteil, das waren real 1 089 Stimmen. Karl nimmt zurzeit ein Mandat für die NPD im Burgenlandkreis wahr. Er bezeichnet sich als Bürger des „Deutschen Reiches“ und hat eigens für die Wahl einen Wohnsitz in Halle angemeldet. Die Staatsanwaltschaft führt gegen Karl Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Insolvenzrecht. In Halle hat die NPD durch Andrea Machleid einen Sitz im Stadtparlament. Offenbar will die Partei ihre Aktivitäten in Halle verstärken, wurde doch zeitgleich mit dem OB-Wahltermin ein inzwischen siebter Stützpunkt der Jungen Nationaldemokraten in dem Bundesland gegründet, der JN-Angaben zufolge mehr als 40 Mitglieder zählen soll. Im Beisein des JN-Landesvorsitzenden Philip Valenta hat man Matthias Bady zum Stützpunktleiter von Halle auserkoren. (hf)

Quelle
Bnr [13.11.06]