antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Thursday, April 10, 2008

Vernetzte braune Szene

Über Rechtsextremismus in Hennigsdorf und Umgebung.

Laut einer Umfrage vom Meinungsforschungsinstitut Emnid aus dem Januar könnte die rechtsextreme NPD in Brandenburg derzeit aus dem Stand 3 bis 4 Prozent der Stimmen erreichen – ohne Wahlkampf und ohne im Potsdamer Landtag überhaupt vertreten zu sein – schon von daher ein beunruhigend hoher Wert.

Noch beunruhigender wird diese Umfrage bei näherem Hinsehen: unter Wählern, die 18 bis 30 Jahre alt sind, haben die emnid-Meinungsforscher 12 Prozent NPD-Wähler ausgemacht, unter männlichen Wähler in dieser Altersgruppe, zu der auch die Erstwähler gehören, sogar 15 Prozent, teilte emnid der Redaktion www.mut-gegen-rechte-gewalt.de auf Nachfrage mit.

Ein alarmierendes Zeichen. Rechtsextrem sein ist unter Jugendlichen längst wieder „cool“, melden Jugendsozialarbeiter, vor allem in ländlichen und kleinstädtischen Gebieten Brandenburgs. Ein wichtiges Lockmittel in die Szene ist dabei nach wie vor Musik. Die so genannten kostenlosen „Schulhof-CDs“ der NPD werden inzwischen gar nicht mehr zwangsläufig auf Schulhöfen verteilt, sondern auch an Eisenbahn- und Busbahnhöfen, wo viele Jugendliche im öffentlichen Raum zusammenkommen. Auch aus Henningsdorf berichten Schüler von dieser Erfahrung.

Das Dilemma: rechtsextreme Musik boomt nach wie vor, trotz aller Aufklärungsarbeit von Medien, Pädagogen und Initiativen. Der Verfassungsschutz in Brandenburg zählt derzeit allein 26 aktive Neonazi-Bands in Brandenburg – zum Vergleich: nur 5 in Berlin.

„Spreegeschwader-Laden“

In Hennigsdorf ist vor allem der der rechtsextreme Szene-Laden „On the Streets“ von Bedeutung. Inhaber von „On the Streets“ ist Alexander Gast, zentrale Figur der Rechtsrockszene sowie Sänger und Gitarrist der bekannten Berliner Band „Spreegeschwader“. Die 1994 gegründete Band hat enge Kontakte zur NPD und Neonazis. Mitglieder von „Spreegeschwader“ sind auch gemeinsam mit Michael RegenerLunikoff“, Kopf der als kriminelle Vereinigung verbotenen Band „Landser“ aufgetreten. Regener, der zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt und erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, ist seit 2004 Mitglied der NPD. „Spreegeschwader“ ist schon bei mehreren NPD-Veranstaltungen aufgetreten.

„On the Streets“ bietet typische Neonazi-Devotionalien, darunter auch verbotene CDs. Angaben des brandenburgischenVerfassungsschutzes zufolge wurden im vergangenen Jahr mehrere Wohnungen in Berlin und ein Szeneladen in Hennigsdorf wegen der CD „Gift für die Ohren“ der Neonazi-Bands „Burn Down“ und „XxS“ durchsucht. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hatte zuvor einen allgemeinen Beschlagnahmebeschluss für sämtliche Exemplare der CD erlassen. Bereits im Dezember 2004 waren bei einer Hausdurchsuchung bei „On the Streets“ verbotene Neonazi-CDs und Kleidung beschlagnahmt worden. Der überregional frequentierte Laden „On the Streets ist ein „zentraler Bezugspunkt“ der rechtsextremen Szene („Nationaler Szene-Laden“, „Spreegeschwader-Laden“) auch aus dem Umland. Über „On the Streets“soll aber auch rechtsextremes Gedankengut unter Jugendlichen verbreitet werden, mitunter wird er nämlich von unpolitischen jungen Leuten aufgesucht.

Zur Stammkundschaft von „On the Streets“ sollen angeblich auch Mitglieder der als terroristische Vereinigung eingestuften und verbotenen Kameradschaft „Freikorps“ aus Falkensee gezählt haben, schreibt das Weblog „Störungsmelder“. Der Kameradschaft wurden unter anderem zahlreiche Brandanschläge auf von Migranten betriebene Imbisse im Osthavelland nachgewiesen.

Wegen eines brutalen Überfalls auf einen türkischen Imbiss-Mitarbeiter in Hennigsdorf im Sommer 2006 müssen sich drei Veltener seit Jahresende 2007 vor dem Amtsgericht Oranienburg verantworten. Mindestens einer von ihnen, der 19-jährige Christian W., gehört zur rechtsextremen Szene im Landkreis Oberhavel; er soll einer der führenden Mitglieder der „Interessengemeinschaft Sturm Oranienburg“ gewesen sein. Der „Sturm Oranienburg“ wurde im Dezember 2006 aufgelöst. Bei Wohnungsdurchsuchungen in Oranienburg, Velten und Kremmen waren von der Polizei zuvor Teleskopschlagstöcke, Baseballschläger, Wurfmesser, ein Armbrust sowie Fahnen sichergestellt worden. Mehrere der Neonazis waren bereits wegen Gewalt- und Staatsschutzdelikten polizeilich bekannt.

Neonazistische Neuzugänge zur NPD

Dem brandenburgischen Verfassungschutz zufolge sind in der Region auch Aktivitäten der neonazistischen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) bekannt geworden. Die HDJ, die eng mit zahlreichen NPD-Kadern verwoben ist, führt regelmäßig „Lager“ für Kinder und Jugendliche durch und drillt sie mit ihrer gefährlichen Ideologie.

Die NPD hat in Brandenburg einen amtlich geschätzten Mitgliederstand von 230 Personen. Ihrer Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) gehören etwa 40 an, davon ein Großteil Neonazis.
Beobachtungen des Verfassungsschutzes zufolge ist es der NPD in Brandenburg bisher noch nicht gelungen, die neonazistischen „Freien Kräfte“ fest an sich zu binden. Allerdings weichten die Grenzen zwischen NPD-Strukturen und der Neonazi-Szene auf. Dies gilt insbesondere für die JN. Nach Meinung des Landesamtes sind „die neonazistischen Neuzugänge zur Partei kaum kontrollierbar“. So werden beispielsweise die JN-Stützpunkte in Oberhavel und Oranienburg von ehemaligen Kadern der aufgelösten Neonazigruppe Märkischer Heimatschutz (MHS) betrieben. Am 1. September vergangenen Jahres führte der JN-Stützpunkt Oranienburg mit „Freien Kräften“ ein „in erster Linie gegen die imperialistische Kriegspolitik der USA“ gerichtetes Fußballturnier mit sechs Mannschaften und 40 bis 50 Teilnehmern durch.

Für die brandenburgische NPD ist der Raum Overhavel auch zu einer Schaltstelle geworden, denn sie will sich an Brandenburgs Kommunalwahlen im Herbst 2008 beteiligen. Im Kreistag Oberhavel verfügt die NPD bereits über ein Mandat.
Dem NPD-Kreisverband Oberhavel gehören rund 40 Mitglieder an, ein NPD-Stadtverband existiert sowohl in Oranienburg wie auch Hennigsdorf/Velten. Die vom Kreisverband verbreitete „Oberhavelstimme“ soll angeblich eine Auflage von 20 000 Exemplaren haben.

Gewaltbereites rechtsextremes Spektrum

Der NPD-Vorsitzende Udo Voigt verlegte Ende der 90ger Jahre seinen Wohnsitz nach Hennigsdorf. Inzwischen ist er weitergezogen. Aber ganz in der Nähe, im sieben Kilometer entfernten Hohen Neuendorf ist inzwischen Stella Hähnel (vormals Palau) zuhause. Die ehemalige Anführerin des Skingirlfreundeskreises Deutschland (SDF) ist seit Ende 2006 Mitglied im Bundesvorstand der NPD und wurde Sprecherin des von ihr mitgegründeten Rings Nationaler Frauen (RNF). In Hohen Neuendorf wohnt sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem extrem rechten Liedermacher Stephan Hähnel, der ebenfalls Mitglied des NPD-Bundesvorstands ist. Der Raum Oberhavel ist für beide offenbar ein sicheres Terrain.

Für andere weniger, bis in die jüngste Zeit: Das rechtsextreme Spektrum in Hennigsdorf gilt als gewaltbereit, es gab eine Reihe von brutalen Überfällen.

So meldet die Brandenburger Opferberatungsstelle „Opferperspektive“ am 28.2.2008: „Eine junge Antifaschistin wurde gegen 1 Uhr morgens in der Nähe der Stadtbibliothek von zwei Männern angegriffen. Zunächst hörte sie hinter sich Stimmen, die sagten: ‚Da ist die Antifa-Schlampe’. Dann erhielt sie einen Schlag auf den Hinterkopf und fiel zu Boden. Am Boden liegend wurde sie getreten und ins Gesicht geschlagen.“
Einen solchen tätlichen Angriff von Rechtsextremisten erlebte die junge Frau bereits zum zweiten Mal: Am 16. Juli.2007 war sie bereits von fünf Rechtsextremisten angegriffen worden. Die junge Frau wurde am Hinterkopf gepackt und zweimal mit dem Gesicht gegen einen Briefkasten geschlagen. Sie zog sich eine Gehirnerschütterung, eine Schädelprellung und eine verletzte Nase zu. („Hennigsdorfer Generalanzeiger“, OPP)

Solche Vorfälle sind vor Ort keine Seltenheit. Im Jahr 2007 hat die Opferperspektive unter anderem noch folgende Vorfälle aus Henningsdorf erfasst:

7.11.2007: Hennigsdorf / Oberhavel
„Ein 14-jähriges Mädchen wurde in der Fußgängerzone bedroht und ins Gesicht geschlagen. Einer der Täter beschimpfte sie mit den Worten »Du alte Niggerschlampe, halt das Maul.“ (Quelle: LKA, OPP)
05.11.2007: Hennigsdorf / Oberhavel
„Ein 10-jähriger Junge wurde auf einem Schulgelände von einer Gruppe bedroht, gestoßen und getreten. Die ca. zwei Jahre älteren tatverdächtigen Kinder riefen u.a. »Die Schaukel ist nur für Weiße da.“ (Quelle: LKA, OPP)
11.07.2007: Hennigsdorf / Oberhavel
„Das am heutigen Tag von alternativen Jugendlichen besetzte Haus wurde am Abend von einer ca. 30 köpfigen Gruppe Rechter angegriffen. Die Täter warfen Steine, Flaschen und schossen mit Leuchtraketen. Die Polizei kontrollierte in der Nähe 15 Personen aus der rechten Szene und erteilte Platzverweise.“ (Quelle: HAI 15.07.2007, MAZ 13.07.2007)
11.07.2007: Hennigsdorf / Oberhavel
„Am späten Abend wurde ein linker Jugendlicher auf dem Weg zum Bahnhof von Rechten angegriffen. Aufgrund der dabei erlittenen Verletzungen musste er im Krankenhaus ambulant behandelt werden.“ (Quelle: HAI 15.07.2007)
20.02.2007: Hennigsdorf / Oberhavel
„Ein 34-jähriger Senegalese wurde von einem 29-Jährigen, der zuvor eine Scheibe der S-Bahn zerstört hatte, rassistisch beschimpft. Dabei soll er gedroht haben: »Nigger, wenn ich dich umbringe, lasse ich dich liegen.“ (Quelle: OPP)

Thursday, September 20, 2007

Dresden: Junge Nationaldemokraten ködern Jugendliche

„Offen und verdeckt“ würden in der Schülerzeitung „perplex. jung – frech – deutsch“ die Jungen Nationaldemokraten (JN), die Jugendorganisation der NPD, „rechtsextremistische Anschauungen transportieren“, konstatiert das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz.

Der sächsische Verfassungsschutz warnt, dass die NPD mit dem Blatt ihre „gezielte Jugendarbeit“ fortsetzen werde. Eigenangaben der NPD zufolge wird dieser Tage die 16-seitige Postille „perplex“ im DIN-A5-Format in einer Auflage von 30.000 Exemplaren im Freistaat verteilt. Presserechtlich verantwortlich zeichnet der JN-Landesvorsitzende Jens Steinbach aus Görlitz. Die „Schülerzeitung“ wirbt mit dem Anspruch, sie verstehe sich sich als „Schrecken aller linken Spießer, die Dich unterrichten.“ Unverblümt betonen die JN: „Das System hat keine Fehler, das System ist der Fehler!“, und raten zugleich den Schülerinnen und Schülern: „Bei der nächsten Wahl die Polit-Bonzen abwählen und die NPD wählen!“ Inhaltlich bietet „perplex“ das übliche rechtsextremistische Repertoire. So wird spekuliert, dass in „Westdeutschland im Laufe der nächsten Jahre das gewachsene Volk durch eine willkürlich zusammengewürfelte 'Bevölkerung’ ausgetauscht“ werde. Im Artikel „Der Krieg, der viele Väter hatte!“ wird die Mär vom „Friedensflug von Rudolf Heß“ aufgewärmt. Dem damaligen britischen Premierminister Churchill unterstellt man, „alles versucht“ zu haben, um „den Krieg fortzusetzen und auszuweiten, alles mit nur einem einzigen Ziel: das Deutsche Reich dieses Mal als Konkurrenten am Weltmarkt endgültig auszuschalten“. Empfohlen werden von den JN auch einschlägige Machwerke der Geschichtsrevisionisten Gerd Schultze-Rhonhof, Walter Post und Stefan Scheil. (am)

Tuesday, September 09, 2008

Junge Nationaldemokraten - Braune Rattenfänger

Sie locken mit rechter Musik und eigenen Jugendzeitschriften, veranstalten Feste, Zeltlager und Sauforgien: Mit offensiver Jugendarbeit versuchen rechte Kader, wie die Jungen Nationaldemokraten, Nachwuchs zu rekrutieren.

Dominik Weinlich war elf, als er beschloss, seinem Land zu dienen. Polizist wollte er werden, oder zur Bundeswehr gehen. Heute ist er 19 und sagt: "Für diesen Staat rühre ich keinen Finger."

Seinem Ziel, Deutschland zu dienen oder, wie er es ausdrückt, für "die Existenz unseres Volkes" einzustehen, ist er dennoch treu geblieben. Deshalb ist er auch an diesem Sommertag mittags um zwölf im Einsatz. Breitbeinig hat er sich vor einer Berufsschule in Erfurt aufgebaut. "Wenn man im Land etwas verändern will", sagt Weinlich und hebt den Kopf, als der Schulgong über den Hof schallt, "reicht es nicht, alle drei Wochen mal auf eine Demo zu gehen. Man muss täglich etwas machen." ...lesen

Thursday, February 08, 2007

Microphone Mafia vs. Junge Nationaldemokraten

Eigentlich müssten wir ja lachen. Tun wir aber nur hinter vorgehaltener Hand, denn die Story ist dafür auch wieder zu ernst. Da setzen doch tatsächlich die rechtsradikalen Jungen Nationaldemokraten bei einer Demonstration einen unserer Songs ein: "Her mit dem schönen Leben". Ausgerechnet dieses Stück, bei dem wir auch noch Anarchist Academy featuren. Und die sind nun wirklich so weit links wie keine andere Hiphop-Crew es in Deutschland jemals war. ...lesen


Bereits erschienen:

Ellwangen: Diebstahl wird bestraft [12.12.06]

Monday, June 15, 2009

NPD-Jugendorganisation “Junge Nationaldemokraten” als neue HDJ?

In Baden-Württemberg haben die neonazistischen Jungen Nationaldemokraten nach eigenen Angaben vom 30. Mai bis 01. Juni 2009 ein Pfingstlager durchgeführt - ”abseits von Konsum und Umerziehung”. Der Inhalt des Berichts sowie die Bilder (Kleidung, Fahnenappell, Fackelmarsch) auf den Seiten der NPD-Jugendorganisation erinnern an die Zeltlager der “Heimattreuen Deutschen Jugend”, die im März 2009 verboten wurde. In dem JN-Bericht heißt es: ...lesen

Sunday, December 30, 2007

Görlitz/Dresden: "perplex": Zweite Ausgabe beschlagnahmt

Bei einer Durchsuchung der Geschäftsstelle der Jungen Nationaldemokraten in Görlitz sind rund 100 Exemplare der so genannten Schülerzeitung von der Polizei konfisziert worden. Das ursprüngliche Online-Angebot wurde stillgelegt.

Wie Landeskriminalamt (LKA) und Staatsanwaltschaft in Dresden mitteilten, wurden am 28. Dezember bei einer Durchsuchung von Büros der für perplex verantwortlich zeichnenden NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) in Görlitz "mehr als hundert Exemplare" (ddp) sichergestellt. Bei den beschlagnahmten Asservaten handelt es sich weiteren Angaben zufolge um die zweite Ausgabe besagter Zeitschrift. Die Nachrichtenagentur AP berichtet, zudem sei die Online-Version der zweiten perplex-Nummer "auf den Internetseiten der NPD Sachsen vom verantwortlichen Internetdienstleister aus dem Netz entfernt" worden. ...lesen

Siehe auch:

Sachsen: Auch zweite “Perplex”-Ausgabe beschlagnahmt

Thursday, February 05, 2009

München: Honorige Herrschaften

Der extrem rechte Pour le Merite-Verlag von Dietmar Munier ehrte jüngst seinen langjährigen Stammautor Franz Seidler im Verbindungshaus der Münchner Burschenschaft Danubia. Anlass war der 75. Geburtstag von Seidler.

Bundesverdienstkreuzträger Seidler ist emeritierter Ordinarius für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München und war zeitweilig Wissenschaftlicher Direktor der Heeresoffiziersschule München. Seit Jahren tummelt sich der "Pionier geschichtlicher Wahrheit" (Die Aula) in extrem rechten Zusammenhängen. Zu Seidlers Geburtstag gab der Verlag die Festschrift "Kein Dogma! Kein Verbot! Kein Tabu!" heraus, die Munier persönlich an Seidler im Danubenhaus überreichte.

Die Laudatio auf Seidler hielt Konrad Löw, dem die Tageszeitung Die Welt 2004 eine "Ansammlung antijüdischer Klischees" in einem Aufsatz vorwarf. Unter den Festgästen waren Bernd Kallina, Ex- Funktionär der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten, Hans Merkel (CSU), Initiator der "Initiative Akademische Freiheit", Herbert Fleissner, Hutten-Preisträger der "Gesellschaft für freie Publizistik", Günther Deschner, Autor der "Jungen Freiheit", Klaus Goebel, Rechtsanwalt des mutmaßlichen NS-Kriegsverbrechers Josef Scheungraber, Klaus-Ulrich Hammel, Ex-Bundesvorstandsmitglied des Bundes Freier Bürger, Hans-Ulrich Kopp, zeitweilig Vorstandsmitglied des "Witiko-Bundes", Alfred Mechtersheimer, Kopf der rechtssektiererischen "Deutschland-Bewegung" und der Ritterkreuzträger Dietrich Witzel. ...lesen

Monday, September 08, 2008

NPD in Sachsen-Anhalt: Wer ist der “revolutionärste”?

Paukenschlag bei der NPD in Sachsen-Anhalt. Wie die völkische Partei unter der vollkommen unverfänglichen Adresse npd-sa.de mitteilte, ist fast der gesamte Vorstand des Landesverbandes zurückgetreten. Offenbar ist der Flügelkampf zwischen bürgerlichen und national-”revolutionären” Flügel der Hintergrund dieses Schritts. So heißt es in der Erklärung vom 08. September 2008 (die seit etwa 15:25 Uhr nicht mehr zu lesen ist, auf der NPD-Seite steht jetzt nur noch: “Diese Seite ist aufgrund des Rücktrittes der Mehrheit (7 von 9) des NPD Landesvorstandes von Sachsen/Anhalt, vorübergehend nicht mehr erreichbar.”) Zuvor hieß es aber:
(...)
Konkret sind den Angaben zufolge folgende NPD-Funktionäre zurückgetreten:

Landesvorsitzende Carola Holz
Stellvertretender Landesvorsitzender und Landespressesprecher Jens Bauer
Stellvertretende Landesvorsitzende und Referat Recht Judith Rothe
Beisitzer und Landesschatzmeister Peter Machleid
Beisitzer und zuständig für das Referat Kampagnen Christian Luckau
Beisitzer und zuständig für den Aufbau Altmark Heiko Krause
Beisitzer und Landesorganisationsleiter Marcus Großmann

Es verbleiben demnach in ihren Ämtern:

Stellvertretender Landesvorsitzender Mathias Heyder
Beisitzer Rolf Dietrich

...lesen

Siehe auch:

NPD demontiert sich selbst [09.09.08]
Flügelkampf in der NPD
Sachsen-Anhalts NPD-Spitze taucht ab...
Die DVU lässt grüßen (Ein Machtkampf schwächt die rechtsextreme NPD in Sachsen-Anhalt) [10.09.08]
NPD-Landesvorstand gibt auf (NPD-Jugendorganisation (Junge Nationaldemokraten) gilt als Drahtzieher des Komplotts)
Verwirrung in Sachsen-Anhalt: NPD-Landesvorstand wieder im Amt?
Sachsen-Anhalt: “Stellvertreterkrieg” (NPD-Bundesvorstand hat über den Landesverband den organisatorischen Notstand verhängt) [26.09.08]
Der Sturz der NPD Führung in Sachsen-Anhalt (Matthias Gärtner, Matthias Heyder, Phillip Valenta, Andy Knape, Sascha Braumann, Bennet Schulz) [16.12.08]

Tuesday, September 23, 2008

Forchheim: NPD-Kandidaten angeklagt

Die NPD-Funktionäre Norman Bordin und Matthias Fischer, Kandidaten der NPD für die Landtags- und Bezirkstagswahlen in Bayern am 28. September, müssen sich derzeit vor dem Amtsgericht Forchheim verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Neonazis Volksverhetzung vor. Bei dem mehrfach vorbestraften Bordin, stellvertretender Bundesvorsitzender der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN), und Fischer, seit April dieses Jahres Nachfolger von Bordin im Amt des bayerischen JN-Landesvorsitzenden, waren im Sommer 2007 Aufkleber mit dem Konterfei von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß mit dem Schriftzug "Rudolf Heß: Märtyrer des Friedens für Europa - Die Wahrheit spricht dich frei!" gefunden worden. Dieser Text, so die Anklageschrift, verherrliche Gewalt und Willkürherrschaft des NS-Regimes. Presserechtlich verantwortlich für die Aufkleber zeichnete Bordin, der von Jürgen Rieger, NPD-Bundesvize, verteidigt wird. (am)

Quelle

Bnr [22.09.08]


Siehe auch:

Geldstrafen wegen Heß-Aufklebern [24.03.09]
Kult um Kriegsverbrecher Heß: Neonazis Bordin und Fischer zu Geldstrafen verurteilt [02.04.09]

Monday, October 06, 2008

Saalfeld-Rudolstadt : JN-Strukturen in Thüringen

Die NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten verfügt jetzt im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen über einen „Stützpunkt“.

Leiter des am 27. September gegründeten „Stützpunktes“ ist Andreas Eichler (Großvoigtsberg). Zugegen bei der Gründung des JN-„Stützpunktes“ waren neben „parteiungebundenen Kräften“ der thüringische NPD-Landesvorsitzende Frank Schwerdt und der seit Februar 2007 amtierende thüringische JN-Landesvorsitzende Christian Kaiser. Der knasterfahrene Schwerdt ist unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt. Kaiser war ehemals Sprecher der „Nationalen Jugend Jena“. Der neue „Stützpunkt“ soll aus 10 Mitgliedern bestehen. (am)

Quelle
Bnr [02.10.08]

Tuesday, November 27, 2007

Finsterbergen: „Europäische Nationalisten“

Angaben der rechtsextremen Szene zufolge soll im Frühjahr 2008 ein „großer Europakongress europäischer Nationalisten“ stattfinden.

Zur Vorbereitung dieses Kongresses fand am 17. November im thüringischen Finsterbergen eine Saalveranstaltung statt, an der 100 Personen teilgenommen haben sollen. Als Redner traten demnach Stefan Kolb, Dan Eriksson und Patrick Paul in Erscheinung. Kolb, Kopf der Kameradschaft Zella-Mehlis, referierte zum Thema „Nationalismus in Europa heute – Bestandsaufnahme“. Der schwedische Neonazi Eriksson gab einen Lagebericht über den „Aufbau der Bewegung in Schweden“. Der thüringische NPD-Funktionär Paul berichtete über „Die europäische Union – und die Alternativen“. Das musikalische Rahmenprogramm gestalteten die braunen Barden „Viktor“ (Schweden) und „Barny“, Gitarrist der rechtsextremen Szeneband „Blutstahl“, aus Jena. Bei dem bisher konspirativ angekündigten „Europakongress“ dürfte vermutlich die NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten beteiligt sein. (am).

Quelle
[27.11.07]

Thursday, February 08, 2007

Niedersachsen: "Widerstand zu jeder Zeit"

Die Auseinandersetzungen in der niedersächsischen Region zwischen Verden, Schneverding und Schaumburg verschärfen sich. "Wir können auch anders", erklärt da die Nationale Offensive Schaumburg (NOS) auf ihrer Website, die das Foto einer Straßenkampfszene ziert - einige Aktivisten der NOS haben auch bereits eingesessen. Am Wochenende bekundeten Junge Nationaldemokraten (JN) und Freie Kameradschaften (FK) Interesse an einer gemeinsamen Kundgebung in Rotenburg/Wümme. Am Sonnabend erst hielten sie dort eine Mahnwache gegen "Polizeigewalt" ab. ...lesen

Monday, March 10, 2008

Razzia bei NPD-Jugend

Die Bundes- und Landesgeschäftsstelle der NPD-Jugend "Junge Nationaldemokraten" (JN) in Bernburg (Salzlandkreis) ist heute morgen von der Polizei durchsucht worden. Anlass sind zwei Ermittlungsverfahren gegen führende JN-Funktionäre. Zeitgleich wurden auch die Wohnungen der Beschuldigten in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) und Kasel (Rheinland-Pfalz) durchsucht. ...lesen

Siehe auch:

Razzien in JN-Geschäftsstellen
Ermittler durchsuchen Zentrale des NPD-Nachwuchses
Razzia bei NPD-Jugend in Sachsen-Anhalt
Razzia bei Jugend-NPD [11.03.08]
Polizei durchsucht Räume der NPD in Sachsen-Anhalt
Razzia bei Jugendorganisation
Landesweit Neonazis im Visier der Polizei

Thursday, May 24, 2007

JN als Schnittstelle zwischen Landtag und militanten Neonazis

In Sachsen ist die Zahl der vom Verfassungsschutz registrierten Rechtsextremisten im vergangenen Jahr leicht gesunken. Mit 3180 Personen zählten die Verfassungsschützer etwa 50 weniger als 2005, wie das sächsische Innenministerium am 22. Mai 2007 laut Medienberichten mitteilte. Die NPD hat demnach konstant etwa 1000 Mitglieder, während die DVU etwa 50 Mitglieder verlor und nun 1180 hat. Hingegen sei die Anhängerschaft der ‚Freien Kameradschaften’ und unstrukturiert auftretenden Neonazis angestiegen. Die NPD -Jugendorganisation ‚Junge Nationaldemokraten’ stellt den Erkenntnissen zufolge wieder zunehmend die Schnittstelle zwischen der im Landtag vertretenen Partei und der neonazistischen Skinhead- und Kameradschaftsszene dar. Besorgniserregend sei, dass die JN ihre so genannten Stützpunkte von fünf auf neun ausgebaut habe, sagte Innenminister Albrecht Buttolo (CDU).


Quelle
NPD-Blog [23.05.07]

Thursday, December 06, 2007

Haiger: Landesvorsitzender ausgestiegen

Der hessische Landesvorsitzende der NPD-Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" (JN) hat sich mit einem Interview in einer Fernsehsendung des Hessischen Rundfunks von der NPD verabschiedet. Die Partei war ihm zu sehr nach dem Vorbild der NSDAP geraten, sagte Simon Zimmermann (21) im Interview. Mit ihm sei fast der gesamte Landesvorstand der JN zurückgetreten. Die NPD reagierte giftig: gegen den "unfähigen" Ex-Funktionär will Landeschef Marcel Wöll juristisch vorgehen.

Er habe erkannt, dass vieles von dem, was er "versucht habe umzusetzen, nicht umsetzbar ist und auch moralisch nicht mehr vertretbar war", externer Linksagte Zimmermann dem Fernsehsender. Er selbst habe "Konzerte organisiert oder Fahrten zu Konzerten, wo Musik gespielt wurde, die zu Gewalt aufruft gegen Ausländer oder zu Hass gegen Ausländer". ...lesen

Siehe auch:

Ein Kamerad steigt aus [16.01.08]
Nur wenige werden rückfällig

Thursday, May 29, 2008

Rechte Hochschul-Offensive

Mit einer eigenen Liste unter harmlos klingender Bezeichnung ("Nationaler Bildungskreis" (NBK)) will die NPD-Jugend "Junge Nationaldemokraten" (JN) Anfang Juni bei den Studentenratswahlen an der Uni Magdeburg (Otto-von-Guericke-Universität) antreten. Die NPD-Studenten (u.a. Matthias Gärtner) rechnen sich zwar aktuell keine Chance zum Einzug in das Hochschulparlament aus, wollen aber offenbar künftig häufiger an Hochschulwahlen teilnehmen. ...lesen

Siehe auch:

Aufgeblasener Wahlerfolg (u.a. Stefan Träger, Björn Stolle) [20.06.08]
Nazis an der Uni Magdeburg reden sich Wahlergebnisse schön [25.06.08]
Nazis an der Uni Magdeburg [26.06.08]
Magdeburg: Rechtsextreme Studenten organisieren sich [03.07.08]

Tuesday, April 29, 2008

Sachsen: JN-Landeschef angeklagt

Der Vorsitzende des sächsischen Landesverbandes der NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten, Jens Steinbach, muss sich laut einem dpa-Bericht vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Dresden erhob demnach am 29. April 2008 gegen den 30-Jährigen Anklage wegen Volksverhetzung und anderer Straftaten. Dabei geht es um Herstellung und Vertrieb der NPD-Schülerzeitung “perplex”. Nach Angaben der Behörde sind von den Anklagen vier weitere Beschuldigte aus der rechtsextremen Szene betroffen. ...lesen

Siehe auch:

Anklagen wegen Volksverhetzung erhoben [30.04.08]
Rechtsextreme müssen vor Gericht
Sächsischer April-Ausklang [02.05.08]

Thursday, July 26, 2007

Bad Kösen: Gedenken für antisemitische Mörder

Ein Aufmarsch der besonderen Art fand jüngst auf der Burg Saaleck nahe Bad Kösen in Sachsen-Anhalt statt.
Die NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten Halle und so genannte Freie Nationalisten gedachten am 21. Juli zweier „Freikorpskämpfer der Bewegung“, deren Todestag sich am 17. Juli zum 85. Mal jährte: Hermann Fischer und Erwin Kern. Die "Helden" Fischer und Kern, die zum Umfeld der Terror- und Femeorganisation „Organisation Consul“ und des rechtsterroristischen „Freikorps Ehrhardt“ zählten, hatten am 24. Juni 1922 Reichsaußenminister Walter Rathenau ermordet. Am 17. Juli 1922 wurden die Attentäter von der Polizei auf Burg Saaleck gestellt. Kern trafen tödliche Schüsse der Polizei, Fischer richtete sich selbst. Vier Tage später trugen Studenten die Särge mit Fischer und Kern auf den Kirchenfriedhof in Saaleck zu Grabe. Zum Umfeld der Mörder gehörte auch der bis heute von der Neuen Rechten verehrte Ernst von Salomon. Rathenau galt in rechtsextremen Kreisen als „Verkünder jüdischer Weltherrschaftspläne“. Der Gedenkstein an die Mörder auf dem Kirchenfriedhof wurde erst im Januar 2000 beseitigt. Die „patriotischen Motive“ der antisemitischen Mörder können, so hieß es in der „Jungen Freiheit“ nach der Entfernung des Gedenksteins, „als ehrenwert anerkannt werden“. (am)

Quelle
Bnr [26.07.07]

Friday, February 02, 2007

Erfurt: NPD-Jugendtag

Der Landesverband Thüringen der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) lädt zum „großen Landesjugendtag“ am 10. Februar an einem geheim gehaltenen Ort ein.
Als Redner sind Udo Pastörs, NPD-Fraktionsvorsitzender im Schweriner Landtag sowie Friedhelm Busse, seit Oktober NPD-Mitglied, Ex-Bundesvorsitzender der verbotenen Neonazi-Truppe FAP, und Thorsten Heise, Ex-FAP-Kader und NPD-Bundesvorstandsmitglied, angekündigt. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltet das NPD-Duo Annett und Michael Müller. (am)

Quelle
Bnr [02.02.07]

Wednesday, August 01, 2007

Kriegerdenkmal hinter Bauzaun verbannt

Gräfenberg in der fränkischen Schweiz wehrt sich gegen permanente Neonaziaufmärsche
Etwa 4000 Einwohner zählt die idyllische Kleinstadt Gräfenberg in der fränkischen Schweiz bei Forchheim. Ins Visier der Rechtsextremen geriet der Ort durch ein imposantes, am Hang über den Dächern des mittelalterlichen Städtchens gelegenes Kriegerdenkmal aus den 20er Jahren. Erstmals marschierte die NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten dort im Jahr 1999 auf, um von da an jährlich zum Volkstrauertag wiederzukommen. ...lesen