antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Friday, October 12, 2007

Verden: Neonazi wandert in den Knast

Arwid Strelow, einer der Anführer, der als gewaltbereit geltenden Kameradschaft „Nationale Offensive Schaumburg“ wurde am 10. Oktober vor dem Landgericht in Verden wegen Körperverletzung zu einem Jahr und zwei Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Anfang August 2006 hatte Arwid Strelow gemeinsam mit zwei Kameraden eine private Party gestört. Als sie zum Gehen aufgefordert wurden, schlug Strelow den Vater der 20-jährigen Gastgeberin mit einer Flasche nieder. Insgesamt hatte das Gericht aus acht Straftaten, begangen in einem kurzen Zeitraum 2006, eine Gesamtstrafe zu bilden. Unter anderem ging es dabei noch um Randale in Lindhorst am 23. April 2006, in dieser Nacht seien Schüsse gefallen und Fußgänger wurden bedroht. „Ein ganz schlechter Tag für Sie!“ kommentierte Richter Marcus Tittel, denn innerhalb von zwei Stunden sei der Angeklagte auch noch gegen Beamte vorgegangen und habe den Polizeinotruf mit Anrufen überzogen. Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bei einer Neonazi-Kundgebung in Bad Nenndorf und die Zerstörung einer Fensterscheibe gehörten zu den weiteren Delikten. Der bereits vorbestrafte Strelow, der neben Marcus Winter als einer der Köpfe der ehemaligen „Kameradschaft Weserbergland“ gilt, muss zusätzlich, nach einem Bewährungswiderruf, eine Jugendstrafe von elf Monaten antreten. Polizei und zuständiger Richter in Bückeburg nahmen Arwid Strelow einen angeblichen Ausstieg aus der Szene nicht mehr ab. Auch in Verden zeigte sich der angehende Student im Bauingenieurwesen als wenig geläutert. Den Gerichtssaal verließ er mit einem Grinsen. Bei der Abfahrt in Begleitung eines glatzköpfigen Kameraden zeigte er einen Stinkefinger. Die Entscheidung des Verdener Gerichts ist rechtskräftig, auf Rechtsmittel wurde verzichtet. (ar)

Quelle
Bnr [10.10.07]

Siehe auch:

Ende der Bewährungen: Haftstrafe für Neonazi-Schläger
Niedersachsen: Haftstrafe für NOS-Kader
Haftstrafe für Arwid Strelow

Wednesday, March 14, 2007

Stadthagen: Haftstrafe für Neonazi

Das Amtsgericht Stadthagen (Niedersachsen) hat am 12. März den einschlägig vorbestraften 22-jährigen Neonazi Arwid Strelow (Lindhagen) zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Strelow, Kader der „Nationalen Offensive Schaumburg“, wurde unter anderem wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung verurteilt. So hatte er bei einer Neonazi-Demonstration in Bad Nenndorf am 6. Mai 2006 einen Beamten gegen ein stehendes Auto geschubst und mit einer Zaunlatte die Windschutzscheibe eines Kleinwagens zerschlagen, in dem Gegendemonstranten saßen. Am 25. April muss sich Strelow vor dem Amtsgericht Stolzenau wegen Körperverletzung verantworten. (am)

Quelle
Bnr [13.03.07]


Verwandte Artikel:

Archivsuche zu Arwid Strelow

Tuesday, August 28, 2007

Justizposse im Landgericht Bückeburg / Berufungskammer wandelt Haftstrafe für "Aussteiger" Arwid Strelow in Bewährung um

Arwid Christoph Strelow aus Lindhorst, nach wie vor einer der führenden Köpfe der "Nationalen Offensive Schaumburg" (NOS) ist am Dienstag, 21. August 2007, vor der Kleinen Strafkammer des Landgerichts Bückeburg unter Vorsitz von Richter von Oertzen zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten verurteilt worden. Das Urteil wurde für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt, da die Staatsanwaltschaft Strelows Aussagen für glaubwürdig hielt, er hätte den Kontakt zur NOS abgebrochen. Somit ist Strelow mit seiner immer wieder zu Tage tretender Gewalttätigkeit zum fünften Mal innerhalb von 3 Jahren mit einer Bewährungsstrafe davon gekommen. In der Verhandlung ließ er sich von seinem Verteidiger erfolgreich als "Aussteiger" aus der Naziszene präsentieren. ...lesen

Siehe auch:

Bewährung für vorgeblich geläuterten Nazi-Schläger [31.08.07]

Wednesday, October 25, 2006

JN-Aktivist verurteilt

Stadthagen – Der 22-jährige Neonazi Arvid Strelow aus dem niedersächsischen Lindhorst ist vom Amtsgericht Stadthagen rechtskräftig zu einer Haftstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden.
Wirksam wurde jetzt ein Strafbefehl, den die Staatsanwaltschaft wegen Körperverletzung, Führens und Gebrauchs einer Schusswaffe sowie der Beleidigung von Polizeibeamten beantragt hatte. Strelow hatte in den frühen Morgenstunden des 23. April ein Pärchen mit einer Gaspistole angegriffen. Das Speziale Einsatzkommando (SEK) der Polizei stürmte daraufhin seine Wohnung. Auf den Aktivisten der Junge Nationaldemokraten Strelow warten noch weitere Verfahren. (am)

Quelle:
Bnr [25.10.06]

Tuesday, June 19, 2007

Herford: Neonazis auf der Flucht

Nach gescheitertem Angriff auf antifaschistischen Informationsstand
8 Neonazis aus Ostwestfalen-Lippe und dem Landkreis Schaumburg haben am
Samstag, 15. Juni 2007, in der Herforder Innenstadt versucht, einen
antifaschistischen Informationsstand zu überfallen.

Zwei Neonazis sind dabei von der Polizei festgenommen worden: Martin Böhne
aus Paderborn und Peter Hallmann aus Oerlinghausen. Beide wurden zuvor am
28. April auf der Kundgebung der "Nationalen Offensive Schaumburg" (NOS) in
Paderborn und am 17. März auf der NOS-Demonstration in Minden gesehen.

Koordiniert worden ist die letztendlich gescheiterte Aktion von Christoph
Huxhold aus Obernkirchen und Arwid Strelow, beide von der NOS. Huxhold ist
nach Angaben eines Augenzeugen äußerst gewalttätig aufgetreten. Er, Strelow
und weitere 4 Neonazis konnten vor der Polizei fliehen. Weiteres ist zur
Zeit nicht bekannt.

Zuvor hatten sie gemeinsam Flugblätter der NOS für die am 30. Juni in
Herford geplante Demonstration für die Freilassung von inhaftierten
Holocaustleugnern in der Fußgängerzone verteilt.

Quelle
www.hiergeblieben.de



Bereits erschienen:

Erneuter Naziüberfall der NOS (Schaumburg) [16.06.07]

Siehe auch:

Video ARD-Magazin Monitor [21.06.07]

Friday, April 11, 2008

Kriminelle Nazi-WG

Mitbewohner von Aktivisten der „Nationalen Offensive Schamburg“ steht unter Mordverdacht.

Das kriminelle Umfeld der als militant geltenden „Nationalen Offensive Schaumburg“ (ehemals Kameradschaft Weserbergland) scheint größer als bisher angenommen. Mitte März 2008 wurde Bernd S. (Bernd Schuster) wegen Mordverdachts festgenommen. Die Staatsanwaltschaft in Bückeburg verdächtigt den 30-Jährigen, vor sieben Jahren die 48-jährige Krystyna Pagacz-Znoj ermordet zu haben. DNA-Spuren führten die Ermittler zur Nazi-WG nach Lindhorst bei Stadthagen. Dorthin hatte sich Bernd S. nach seiner Haftentlassung im Sommer 2007 umgemeldet. Fünf Jahre zuvor war er wegen zwei Banküberfällen in Rehren und Eisbergen verurteilt worden. Kaum auf freiem Fuß suchte der Rintelner Kontakt zu den Anführern der „Nationalen Offensive Schaumburg“ (NOS).

Gemeinsam mit Arwid Strelow, einem der Köpfe der NOS, soll S. im vergangenen Jahr einen gemeinschaftlichen Diebstahl auf einer Baustelle begangen haben. Strelow sitzt seit Oktober letzten Jahres eine rund 2-jährige Haftstrafe unter anderem wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ab. Sein Kamerad S. sollte sich derweil um das Haus in Lindhorst kümmern. Dort halten sich auch immer wieder die weiteren NOS-Anhänger Marcus Winter und Marco Siedbürger auf. Auch Winter saß bereits mehrere Jahre im Gefängnis, er wurde 2002 mit Haftbefehl gesucht, weil er einen Schüler misshandelt hatte. Zur Zeit läuft ein Verfahren gegen den ehemaligen NPD-Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2005 wegen Volksverhetzung. Winters Bewährungs-zeit läuft noch bis Anfang nächsten Jahres.

Der 26-jährige Siedbürger ist für den Tod von Peter Deutschmann aus Eschede 1999 mitverantwortlich. Wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge verbrachte er bereits fünf Jahre in Haft. Auch er wohnte vorübergehend in Lindhorst und nahm an zahlreichen NPD-Demonstrationen in der Region teil. Gegen Siedbürger gab es seit seiner Haftentlassung immer wieder Ermittlungen wegen Körperverletzung und anderen Delikten. 2007 wurde er vom Amtsgericht Nienburg zu 18 Monaten verurteilt, das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

In diesem Umfeld bewegte sich auch Bernd S., wie die Staatsanwaltschaft jetzt gegenüber den „Schaumburger Nachrichten“ bestätigte. Gegen den unter Mordverdacht stehenden ehemaligen Koch liegt beim Amtsgericht Stadthagen zudem eine Anklage wegen Körperverletzung vor, er soll einen Punker auf dem Bahnhof in Haste zusammengeschlagen haben. Szenekenner vermuten, dass sich Bernd S. bereits in seiner Jugend in der rechten Rintelner Skinheadszene bewegt hat. Für einen politischen Hintergrund des Mordes an Krystyna Pagacz-Znoj fehlt den Ermittlern aber jedes Indiz. Untersuchungen hatten damals ergeben, dass die gebürtige Polin einem Sexualverbrechen zum Opfer gefallen war.

Quelle
Bnr [11.04.08]

Thursday, April 26, 2007

Stolzenau: Haftstrafen gegen Neonazi-Schläger

Acht Monate Haft ohne Bewährung kassierte heute im Amtsgericht Stolzenau (Niedersachsen) der Schaumburger Neonazi Arwid Strelow wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Prozess ist nur ein vorläufiger Abschluss in einer ganzen Reihe von Strafverfahren gegen eine Gruppe von gewalttätigen Rechtsextremen in der Region. ...lesen

Siehe auch:

8 Monate Haft für Neonazi Arwid Strelow

Friday, July 13, 2007

Bericht zum Prozess gegen den Neonazi Marcus Winter wegen Volksverhetzung

Am 10. Juli 2007 begann vor dem Landgerichts Bückeburg das Berufungsverfahren gegen Marcus Winter aus Minden (- Ns 305 Js 825/07 (52/07)).

Am 19. März 2007 wurde der mehrfach vorbestrafte Kopf der "Nationalen Offensive Schaumburg" (NOS), vom Schöffengericht Stadhagen wegen Volksverhetzung zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten Haft verurteilt. Der Richter sah Winter als Verantwortlichen der ehemaligen NOS-Internetseite. Auf der wurde ab dem 28. Januar 2007 in dem Text "Holocaust-Überlebende fordern NPD-Verbot – Wann endlich verbietet man Holocaust-Überlebende" letztere in NS-Diktion als "Volksschädlinge" verunglimpft und deren Nachkommen als "Mischpoke" diffamiert. Der Schmähtext gipfelte in der Forderung: "Schmeißt die Bande endlich raus."

Am 8. Februar 2007 hatten Staatsanwaltschaft Bückeburg und das Fachkommissariat Staatsschutz der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg die ehemalige Wohnung von Marcus Winter, Schöttlingerstraße 14 in Lindhorst durchsucht. Dabei wurden zwei Computer beschlagnahmt.

Die vorläufige technische Auswertung im so genannten "Beschleunigten Verfahren" führte zu einer "lückenlosen Beweiskette", wie es im erstinstanzlichen Urteil heißt. Demnach hatte Winter als Domain-Inhaber der Seite die antisemitischen Hasstiraden ins Internet gestellt.

Gegen das Urteil legte die Staatsanwaltschaft noch am 19.03. Berufung ein, da sie es als "zu milde" ansah. Erreicht werden solle die im "Beschleunigten Verfahren" mögliche Höchststrafe von einem Jahr Freiheitsentzug. Einen Tag später legte Winters Verteidiger, Stefan Böhmer aus Uttenreuth bei Erlangen (Bayern), ebenfalls Berufung ein. Böhmer hatte schon den Holocaustleugner und glühenden Antisemiten Gerhard Ittner verteidigt, der sich seiner Haftstrafe durch die Flucht entzog, und war wegen seines ebenfalls den Holocaust leugnenden Plädoyers im Ittner-Prozess am 19.10.2005 vom Amtsgericht Nürnberg selbst wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 2.250 Euro verurteilt worden. Im Stadthagener Verfahren setzte Böhmer seine aus Nürnberg bekannten Tiraden fort und bezeichnete in seinem Plädoyer Holocaustüberlebende, die keine seien, als "Sozialschmarotzer", die den deutschen Staat erpressten.

Um seine bis Februar 2009 laufende Bewährung nicht zu gefährden, benannte Winter sowohl in Stadthagen als auch in Bückeburg den NOS-Aktivisten Jan Neuman aus Obernkirchen als "verantwortlichen Betreiber" der gelöschten Seite. Neumann, Anmelder des Nazi-Aufmarsches am 17. März in Minden, war am 13. Mai 2007 vom Bückeburger Amtsgericht wegen fahrlässiger Körperverletzung nach dem Jugendstrafrecht zu 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. Über Monate hatte er zusammen mit anderen Neonazis zwei albanische Familien terrorisiert, die im selben Haus in Obernkirchen lebten. Zuvor war er bereits zweimal wegen Diebstahls aufgefallen. Aber auch für Neumann kann es in naher Zukunft eng werden: Wegen einer Schützenfest-Schlägerei in Porta Westfalica am 2. Juli 2005 hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld Anklage gegen ihn Marcus Winter und Marco Siedbürger wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Demnach sollen alle drei einen Festteilnehmer mit Fausthieben und Bierkrügen zusammengeschlagen und am Kopf verletzt haben. Auch zwei herbeieilende Helfer sollen mit Bierkrügen am Kopf getroffen, ein am Boden liegendes Opfer mit Reizgas besprüht, geschlagen und getreten worden sein. Auslöser der Gewalt war offenbar ein T-Shirt des Festteilnehmers – mit dem Aufdruck "Gegen Nazis". Nach rechtskräftiger Verurteilung von Marcus Winter im laufenden Volksverhetzungs-Prozess wird Neumann wohl außerdem noch mit einem Verfahren wegen Falschaussage zu rechnen haben.

Wie schon im März will Winter auch im aktuellem Berufungsprozess nicht in Haftung genommen werden. Er habe den Artikel "weder geschrieben noch veröffentlicht". Er habe sogar dafür gesorgt, dass der inkriminierte Artikel "schnell und unkompliziert gelöscht" worden sei. Letztendlich habe er lediglich die formalen Voraussetzungen für den Internetauftritt geschaffen und als Strohmann fungiert. Er sei ohnehin bekannt und habe auf der einen Seite "kein Problem, dass mein Name in der Öffentlichkeit steht". Er wolle damit andere vor "Linksfaschisten" schützen, die versuchten, an "Namen und Adressen von missliebigen Personen heranzukommen". Auf der anderen Seite beschwerte sich Winter – unterstützt durch Anwalt Böhmer - über Eingriffe in sein Privatleben. "Gewalttätige Linke" hätten zum Beispiel durch Veröffentlichungen dafür gesorgt, dass er "vor vier Wochen" seine "geringfügige Arbeit" verloren habe und gekündigt worden sei.

Neumann habe ab "Oktober/November" die Betreuung der NOS-Seite von Arwid Strelow übernommen, zeitweilig auch in der ehemaligen Wohnung in Lindhorst, da der Oberkirchener zwei Monate lange über keinen Internetanschluss verfügt habe. Wie mit Strelow habe auch mit Neumann die Abrede bestanden, keine strafrechtlich bedenklichen Texte zu veröffentlichen, gerade "im Hinblick auf meine Bewährung".

In Bückeburg hatte Winter auf intensive Befragung versichert, für die Internetseite der "Nationalen Offensive Nienburg" nicht verantwortlich zu sein und nur "einige" Neonazis aus Nienburg zu kennen. Nur kurze Zeit später wurde diese Aussage durch einen Sachbearbeiter des Staatsschutzes Nienburg/Schaumburg widerlegt. Die nach dem erstinstanzlichen Verfahren getätigte vollständige Auswertung der beschlagnahmten Computer ergab gespeicherte Übertragungen von Winter.

So forderte er zum Beispiel "Siggi" (Marco Siedbürger) per ICQ auf, das von ihm ausgelegte Geld für die Anmeldung der Nienburg-Seite zurück zu geben, nachdem er zuvor mitgeteilt hatte, dass er für die Nienburger "eine tolle Seite gebastelt" habe. Einen "Kameraden" aus Nienburg übersendete Winter die Passwörter für die Nienburg-Seite. An anderer Stelle schrieb Winter bezogen auf die NOS: "Schau auf unsere Seite, was ich alles Tolles geschrieben habe ... "

Auch wurde technisch nachgewiesen, dass Winter Pornofilme und indizierte Rechts-Rock-Stücke ins Internet gestellt hatte. Wegen letzteren ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover in einem eigenständigen Verfahren.

Weil Rechtsanwalt Böhmer diesen Teil der Akten noch nicht erhalten hatte, wurde der Prozess unterbrochen. Er wird am 16. Juli 2007 um 11.00 Uhr unter anderem mit der Vernehmung von Neumann fortgesetzt. Sollte Böhmer sich nicht wieder in den falschen Zug nach Bückeburg setzen und das Verfahren erneut verzögern, ist an diesem Tag mit einem Urteil zu rechnen. Winter steht bei einem Schuldspruch dann nur noch die Revision beim OLG Celle offen. Das Oberlandesgericht ist aber nur noch für eventuelle Verfahrensfehler und keinerlei inhaltliche Prüfung zuständig.

Winter riskiert bei einer Verurteilung in dem Strafverfahren erneut eine Haftstrafe samt Widerruf der laufenden Bewährung. Bei dem Vorstrafenregister mit fünf Verurteilungen und Delikten quer durch das Strafgesetzbuch darf das jedenfalls vermutet werden.

Bei der Gemeinde Lindhorst hatte Winter vor kurzem einen Gewerbeschein beantragt. Über das Internet will er unter anderem "Begleitschutz" anbieten.

Quelle
www.hiergeblieben.de

Siehe auch:

Urteil im Prozess gegen den Neonazi Marcus Winter wegen Volksverhetzung [17.07.07]
Neonazi-Kader Marcus Winter (NOS) verurteilt
Neonazi unterliegt im Berufungsverfahren
Marcus Winter muss nicht in den Knast [24.11.07]

Tuesday, August 05, 2008

Demonstrationssplitter August ´08

Erneute Nazi-Demo in der Sächsischen Schweiz (Königstein, Uwe Leichsenring, Thomas Rackow) [30.08.08]

Vermeintlicher Anschlag auf Naziautos (Biesenthal, Mike Sandow,Marco Rhode, Klaus Mann, Udo Voigt, Klaus Beier, „Freie Kräfte Teltow Fläming“, „ Nationales Infoportal Brandenburg“) [26.08.08]

Erneut Aufmarsch von Nazis in Leipzig (Istvan Repaczki) [25.08.08]
Und noch eine Demonstration in Reudnitz
400 Hinweise werden überprüft
"Todesstrafe für Kinderschänder"

Diesmal zeigte Suhl Flagge [24.08.08]

24.08.08 Nazi-Demonstration in Zittau

Heutiger Naziaufmarsch in Berlin [23.08.08]
Proteste bei NPD-Aufmarsch in Berlin-Neukölln
Kleine gelbe Menschen in Neukölln (Thomas Vierk)
Nazis schenken Hindus Freunde
Mit Räucherstäbchen gegen Rechte
NPD macht Stimmung gegen Berliner Hindu-Tempel
NPD pöbelt gegen Hindutempel in Berlin. 800 Antifaschisten protestieren
Gute Nachbarn gegen Nazis
Protest gegen NPD-Demo in Neukölln
700 Demonstranten protestieren gegen einen Aufmarsch der NPD in Neukölln
Fotostream von iGuerilla
NPD Demo gegen Hindutempalneubau und Antifaprotest 23.08.2008
Video: NPD-Aufmarsch in Neukölln 23. August
“Hindus sind fast Kameraden - und Hakenkreuze haben die auch noch!” (Transkription des tatsächlich gesprochenen Wortes in der Rede von Thomas Vierk)

23.08.08 Quedlinburg/"AN"s mangelhaft, setzen
Demonstration und Straßenfest
Quedlinburg stellt sich quer
250 Menschen protestierten gegen Rechtsextreme
23.08.08 - Quedlinburg/Harz: Nazis ohne Plan

Nazis demonstrieren in Pirna

Hunderte gegen Neonazis auf der Straße
(In Berlin und Sachsen-Anhalt)

Russlanddeutsche NPDler vor dem Landtag (Düsseldorf, u.a. Johann Thießen, Andrej Triller, Joachim Schäfer, Claus Cremer, Thorsten Crämer, Heinrich Daub, Viktor Kasper, Anatoli Ganzhorn, Rene Laube)

Lippstadt: Sponti nach Naziaktionen (der "Aktionsgruppe Ruhr-Lippe") [22.08.08]

Nazidemo in Leipzig nach Kindermord [21.08.08]

Ruhig und deutlich (Wildau)

Demonstration gegen NPD-Veranstaltung (Berlin, Rathaus Treptow) [18.08.08]
Die NPD macht mobil – und trifft auf Widerstand
NPD-Veranstaltung in Berlin-Treptow

Sponti nach Naziübergriff in Naumburg [17.08.08]

allene Feiern für Hitler-Stellvertreter (Warmensteinach, Forchheim, Frankenthal, Mannheim, Braunschweig) [16.08.08]
BÜRGER VERHINDERN NEONAZI-FEIERN FÜR RUDOLF HESS
Tausende protestieren am Heß-Gedenktag gegen die NPD
Kein Heß-Gedenken in Wunsiedel
NAZIS IN BRAUNSCHWEIG
Polizei beendet Aufzug Rechtsextremer
Nazis in Kiel auf Achse - Rudolf Hess
Polizei verhindert "Heß-Gedenkfeiern" (Altmarkkreis Salzwedel und der Kreis Stendal, Derenburg (Harzkreis), Matthias Heyder aus Elbingerode (Harzkreis) in einer Gaststätte in Blankenburg (Harzkreis))
In der Fußgängerzone rechtsgerichtete Parolen skandiert - Hilden (Wohnort in Windeck, Grevenbroich und Heinsberg)

Antifa Lübben fordert linken Jugendtreff
Kommentar: Augen und Ohren auf

Kundgebung der Rechten in Altenburg

NPD-Funktionäre bei illegaler Kundgebung in Tschechien (Per Lennart Aae, Katrin Köhler, Carola Holz, Ein Vertreter Freier Nationalisten aus Dortmund)
Hradec Krávolé (CZ): »Gentle breeze over Europe«

Dresden: Spontandemonstration nach rassistischen Angriffen (unter anderem am vom Neonazis betriebenen Geschäft 'Larvik' vorbei) [14.08.08]
Proteste gegen fremdenfeindliche Übergriffe in Dresden

NPD kam nicht nach Passau [09.08.08]
Demo gegen neonazistische Umtriebe in Passau

Spontan Demo gegen rechte Gewalt in Malchin
Antifa-Demo nach Nazi-Überfall in Malchin(MV)
Spontan-Demonstration in Malchin MV

Sponti-Demo in Dessau-Süd erfolgreich! (zu den Wohnungen der bekannten Neonazis Alexander Weinert, Steffen Muschner und Swen Behrendt, festgenommen wurden u.a. auch Steffen Muschner, Martin W. und Martin Vetter) [07.08.08]
Ausschreitungen zwischen Rechten und Linken verhindert

Über 400 Neonazis bei "Trauermarsch" (Bad Nenndorf, Thomas "Steiner" Wulff, Christian Meier, Marco Siedbürger, Marcus Winter, Arwid Strelow, Constant Kusters, Andreas Biere, Sven Skoda) [02.08.08]
Bad Nenndorf: 300 Menschen protestieren
Rechter "Trauermarsch" in Bad Nenndorf
Protest gegen Nazi-Aufmarsch
Protest gegen Neonazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf
DGB besorgt über Neonazi-Märsche
"Ihr heult, wir feiern" - Bad Nenndorf 2008 (Julian Engels)
Fotos: 02.08.2008 / Bad Nenndorf: Nationalsozialismus reloaded
Fotos: Neonazi-”Trauermarsch” in Bad Nenndorf
Nach Rede in Bad Nenndorf: Angeblich Anzeige gegen Neonazi Kusters *

Rockt die Provinz in Greiz
Jugend bietet Nazis die Stirn

Protest gegen Prozess in Dessau (Oury Jalloh)

Friday, February 09, 2007

Kreis Schaumburg: Arwid Strelow und CO im Visier der Staatsanwaltschaft

Drei Staatsanwaltschaften ermitteln gegen Neonazis / Anklagen wegen Körperverletzung gegen die aktivsten Schaumburger Rechtsradikalen / Internet-Seite wird überprüft ...lesen

Hintergrund:

Aktivitäten Neonazi-Szene im Kreis Schaumburg und Umgebung
Worch meldet Demonstration in Minden ab!
Worch faxt Absage als Anmelder für Demo

Wednesday, January 03, 2007

Obernkirchen: Erneute Schändung des Jüdischen Friedhofs in der Sylvesternacht

Die von Marcus Winter am Heiligabend für Sylvester angekündigte Demonstration der "Nationale(n) Offensive Schaumburg" (NOS) in Minden fand nicht statt. Diese war weder polizeilich angemeldet noch sonst wie öffentlich beworben worden. Die zuständige Mindener Kreispolizeibehörde wollte eine eventuelle "Spontan"-Demonstration oder "Eilversammlung" aber bis zum Schluss nicht ausschließen. Zu zutrauen ist dem Umfeld der NOS allerdings mit Sicherheit die erneute Schändung des Jüdischen Friedhofs in Obernkirchen in der Sylvesternacht:Fünf Grabstellen des Friedhofs wurden beschädigt. Die antisemitischen Täter warfen die Grabsteine um, wobei eine Steinplatte zerbrach und bei zwei anderen der Sockelanker herausgebrochen wurde. Vier der umgestürzten Grabsteine stammen als älterer Zeit und waren als stehende Sandsteinplatten mit Inschriften ausgeführt, die fünfte Grabstelle ist neueren Datums, denn der Friedhof ist immer noch aktiv, auf ihm werden jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger noch immer beigesetzt.In Westfalen-Lippe erinnern mehr als 250 Friedhöfe als letzte Zeugen an ein ehemals blühendes jüdisches Leben. Der überwiegende Teil dieser Friedhöfe ist geschlossen und wird nicht mehr belegt, da allein von den ehemals rund 1.000 Jüdinnen und Juden im Kreis Minden die Shoa nur etwa 20 überlebten.Verweis: Jüdische Geschichte in Obernkirchen: www.obernkirchen-info.de/bergstadt/juedische-geschichte.htmUnter der Eingabe des Stichwortes "Obernkirchen" finden sich auf www.hiergeblieben.de zahlreiche Artikel zu diesen Schändungen, der Renovierung des Friedhofes und zu den offenkundigen politischen Zusammenhängen.In Kürze als Ergänzung zur heutigen Meldung der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, die sich auch auf den März 2006 bezieht, eine Erinnerung:Gleich vier Hakenkreuze wurden am 21. März 2006 auf dem Jüdischen Friedhof in Obernkirchen entdeckt. Beschmiert waren drei Gräber, zwei Hakenkreuze waren dabei auf das Grab des letzten jüdischen Mitbürgers gesprayt, der dort 1999 bestattet wurde: je eins auf dem Grabstein und eins auf der Grabplatte. Erst Mitte November 2006 war die Sanierung aller Grabsteine auf dem Friedhof beendet. Die Ruhestätte hatte einen neuen Zaun und ein Stahltor mit Davidsstern erhalten. Das Fachkommissariat Staatsschutz der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg sah damals die Tat in Verbindung mit einer anderen Aktion: Mehrere Zettel und ein Rudolf-Heß-Plakat klebten - ebenfalls am 21.03.2006 - am Schaukasten des Berg- und Stadtmuseum und anderen Stellen der Stadt. Schon zuvor am 12. März war die Gedenkstätte am ehemaligen Standort der Jüdischen Synagoge in der Strullstraße/Bornemannstraße mit Hakenkreuzen und SS-Runen verunziert worden. Das Fachkommissariat Staatsschutz mutmaßte, dass beide Taten eine Reaktion auf zwei Razzien vom 08.03.2006 gewesen sein könnten: Damals waren in Raden und in der Nähe des Steinhuder Meeres die Wohnungen zweier Neonazis aus dem NOS-Umfeld durchsucht worden Sie standen im Verdacht, mit Schrauben und Zwillen gegen ausländische Imbisse und auf einen Pkw geschossen zu haben. Gegenüber Vertretern aus Politik, Verwaltung und der Jüdischen Gemeinde Niedersachsen, versicherte die Obernkirchener Polizei am 22. November 2006 dann auch nachdrücklich, dass der Friedhof "unter besonderer Aufmerksamkeit" stehe. So stellt sich nun die konkrete Frage, warum der zuständige Staatsschutz nicht gewillt oder in der Lage war, die bekannten Führungsfiguren der NOS am Jahreswechsel im Auge zu behalten. Anlass dazu haben die militanten Antisemiten um Marcus Winter und Arwid Strelow reichlich gegeben - in aller Öffentlichkeit auf ihrer Internetseite und am Heiligabend bei der Abschlusskundgebung vor dem Mindener Bahnhof.

Quelle
Hiergeblieben.de

Siehe auch:

Jüdischer Friedhof geschändet

Thursday, June 19, 2008

Farbanschlag auf Lindhorster 'Nazi-Haus'

Anschlag mit schwarzer Farbe auf "Nazi-WG" in Lindhorst (Schaumburg) +++ Hauseigentümer (Arwid Christoph Strelow) zurzeit in Haft +++ Haus dient als regionaler Treffpunkt der Szene +++ Noch keine Reaktionen seitens der Neofaschisten ...lesen