antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Tuesday, April 07, 2009

Anschlag auf Moschee in Stadtallendorf

"So etwas Idiotisches". Rätselraten um Moschee-Anschlag zweier Schalke-Fans

Es klingt nach Heuchelei. Zwei Schalke-Fans haben sich dafür entschuldigt, im hessischen Stadtallendorf auf eine Moschee geschossen und Brandsätze geworfen zu haben. Eine Woche nach der Tat liegt ein Geständnis der beiden Fußballfans vor - die auch Schusswaffen zu Hause horteten. Angeblich habe Fremdenfeinlichkeit keine Rolle gespielt, beschwichtigen inzwischen auch die Behörden. Die beiden Täter hätten sich aus Fußball-Frust abreagiert, warum sie aber deshalb nachts zielgerichtet die Moschee heimsuchten, bleibt nebulös. ...lesen

Siehe auch:

Zwei Festnahmen nach Anschlag auf Moschee in Stadtallendorf [28.03.09]
Verdächtige gestehen Moschee-Anschlag

Saturday, August 09, 2008

Ahmadiyya-Moschee ist fast fertig

Die Heinersdorfer Ahmadiyya-Moschee ist fast fertig. Viele Anwohner haben aber weiter Probleme mit dem Bau. Nun ist es für alle sichtbar: In der Heinersdorfer Tiniusstraße steht eine Moschee. Nach zweieinhalb Jahren Streiterei, Diskussionen und Demonstrationen wurden gestern die Gerüste an dem Gotteshaus der Ahmadiyya-Gemeinde abgenommen. ...lesen

Siehe auch:

Nachbarn hinterm Zaun in Sicherheitsabstand [16.10.08]
Moschee in Berlin feierlich eröffnet [18.10.08]
"Wichtigster Wert - die Menschenwürde" (WolfgangThierse)

Zum Thema:

Moschee unter Polizeischutz [15.08.08]

Thursday, October 05, 2006

Schock für den Moschee-Verein

Ein "rechtsextremistischer Drahtzieher" baut die neue Merkez-Moschee in Duisburg. ...lesen

Siehe auch:

Rechtsextremer baut für MigrantInnen [06.10.06]
Die falsche Kasse
NRW: Krach bei den Rechtsextremisten wegen Moschee-Bau
Moschee-Vertreter "geschockt" [13.10.06]
Extrem rechter Unternehmer baut Moschee [02.11.06]

Monday, April 21, 2008

Wülfrath (Kreis Mettmann): Hakenkreuze an der Moschee

Die Fassade der Gebetsräume wurden in der Nacht zu Samstag mit ausländerfeindlichen Parolen beschmiert. Der Islamische Verein ist „tief betroffen“. Die Graffiti sollen so schnell wie möglich beseitigt werden.
In der Nacht von Freitag auf Samstag ist die Fassade der Wülfrather Moschee mit ausländerfeindlichen und rassistischen Parolen und Zeichen beschmiert worden. Unbekannte sprühten „Sieg Heil“ sowie „Ausländer raus“ auf die Außenwand. Zusätzlich ist ein Hakenkreuz am Minarett sowie das Zeichen der „SS“ zu sehen. ...lesen

Siehe auch:

Moschee mit Nazi-Parolen beschmiert
Friedensgebet an Moschee [22.04.08]

Verwandte Themen:

Meerbusch: Hakenkreuz und Nazi-Gruß [08.04.08]

Friday, August 29, 2008

Großmoschee in Köln wird beschlossen

Am Donnerstag wird das Stadtparlament in der Rheinmetropole mehrheitlich für den Bau einer großen Moschee stimmen - auch der CDU-Bürgermeister ist dafür. Die Rechtspopulisten mobilisieren unterdes den letzten Widerstand
Auf der Sitzung des Kölner Stadtparlaments an diesem Donnerstag wird es turbulent zugehen. Der Tagesordnungspunkt 11.4. trägt den harmlosen bürokratischen Titel "Beschluss über Stellungnahmen sowie Satzungsbeschluss betreffend die 3. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65460/06". Es geht um die in der Domstadt geplante repräsentative Moschee der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib). Proteste sind angekündigt. ...lesen

Zum Thema:

Kölner gegen ProKöln

Die selbsternannte "Bürgerbewegung ProKöln" veranstaltete zur Abstimmung über den Bau der sog. Großmoschee in Köln Ehrenfeld mit einen Großaufgebot von 30 Retnern und einem Polizeiaufgebot, welches man sonst nur aus guten alten 1. Mai Zeiten kennt, ein riesen Tara um nichts am kölner Rathaus.
Vor dem "Aufmarsch" von ProKöln formierten sich schon rund 50 Antifaschisten vor dem Kölner Rathaus, diese Menge wuchs bis 15 Uhr dann auf rund 200 Menschen an. Die Jecken von der Bürgerbewegung "marschierte" dann auch irgendwann mit rund 20 bis 30 Menschen auf, deren Alter man wirklich schon an den Falten im Gesicht erkennen konnte. ...lesen

Siehe auch:

Antifa vs „pro Köln“ 2:0 [29.08.08]

Zum Thema:

Minarette am Rhein (Endet damit auch der Streit über das islamische Gotteshaus?) [30.08.08]
Köln und die große Moschee im Schatten des Doms

Friday, July 04, 2008

Naziparolen an der Moschee

Saturday, June 21, 2008

Hamburg: Verfassungsschutz stellt Jahresbericht vor

Der Hamburger Verfassungsschutz hat seinen Jahresbericht für 2007 vorgestellt. Im Bereich Rechtsextremismus weist der VS auf die enge Kooperation zwischen NPD und militanten Neonazis hin: In den einzelnen Ländern sei die Anzahl von Neonazis in der NPD und deren Einfluss in der Partei unterschiedlich. In Hamburg lasse sich inzwischen nur schwer eine Trennlinie zwischen „parteigebundenen“ und „parteifreien“ Aktivisten der „Volksfront“ ziehen, da viele Neonazis aus den Kameradschaften der NPD beigetreten seien. Bei Aktionen nutzten sie überwiegend die Strukturen der NPD, heißt es.

Keine Querfront mit Islamisten, sondern Kampagne gegen Moschee-Bau

Ein Schwerpunkt der Aktivitäten der „Volksfront“ in Hamburg war die Kampagne gegen „Überfremdung“ und den Bau einer Moschee in Bergedorf. Daraus ergab sich erstmals eine längerfristige Kooperation der beiden Hamburger Kameradschaften mit der NPD. Die Planung erfolgte überwiegend durch Angehörige der Kameradschaften, Veranstaltungen wurden durch den NPD-Kreisverband Bergedorf angemeldet und mit den Kameradschaften durchgeführt. Der NPD-Landesvorsitzende Jürgen Rieger unterstützte die Kampagne als Redner bei internen Mobilisierungsveranstaltungen. Die Organisatoren der gemeinschaftlichen Aktion traten öffentlich nicht im Namen der NPD oder als Kameradschaft, sondern als „Bürgerinitiative für ein sicheres Bergedorf“ auf. ...lesen

Wednesday, June 18, 2008

Ermüdungserscheinungen in Berlin-Heinersdorf

Es ist inzwischen ruhig geworden um den geplanten Bau der Moschee an der Autobahnauffahrt in Pankow-Heinersdorf. Vergessen ist jedoch nicht die rassistische Mobilisierung der Moschee-Gegner_innen, die noch vor wenigen Monaten bundesweit Schlagzeilen machte. In Erinnerung bleiben erregt diskutierende Heinersdorfer_innen, die befürchteten, „dass der Russe die ganzen Häuser aufkauft“ und Demonstrationen, bei denen mehrere tausend Bürger_innen zusammen mit jugendlichen Neonazis und NPD-Kadern öffentlich klarmachten, dass sie nichts „Fremdes“ in ihrer Gegend wollen. Zeit, einen kleinen Blick zurück auf die Ereignisse und die Beteiligten zu werfen. ...lesen

Zum Thema:

Moscheebau mit Hindernissen [06.08.08]

Friday, March 23, 2007

Berlin: Anschlag auf Moschee: Polizei spricht von politisch motivierter Tat

Nach dem Brandanschlag auf die Baustelle der Moschee der Ahmadiyya Muslim Gemeinde im Pankower Stadtteil Heinersdorf ermittelt der Staatsschutz auf Hochtouren. "Wir gehen von einem politisch motivierten Anschlag aus", sagte gestern ein Sprecher. ...lesen

Friday, November 30, 2007

Moschee weckt rechte Pöbler

Auf einer Bürgerversammlung der Charlottenburger CDU stellt der Verein Inssan seine Moscheepläne vor - und muss sich rechte Beleidigungen anhören. Wie die CDU zu den Plänen steht, bleibt auch nach zwei Stunden Debatte unklar

Auf dem Rednertisch liegt ein Megafon. Für alle Fälle. Mit einigem Unbehagen beginnt die Charlottenburger CDU an diesem Mittwochabend ihre Informationsveranstaltung im Rathaus. Thema: der geplanten Bau einer Moschee. Zunächst wollte die Partei nur ihre Mitglieder einladen; man hatte Angst vor rechten Moscheegegnern, die die Veranstaltung stören könnten. Schließlich entschied sich die CDU doch für eine für alle offene Diskussion. "Keine Beschimpfungen, keine Beleidigungen", fordert Versammlungsleiter Uwe Goetze, Ortsvorsitzender der CDU Charlottenburg-Nord, die 60 Besucher auf. Die Warnung hat aber nur bedingten Erfolg. ...lesen

Thursday, November 01, 2007

Verwechslungsgefahr

Das Plakat "Sicheres Bergedorf" irritiert. Seit einigen Monaten tritt in dem Hamburger Stadtteil eine "Bürgerinitiative für ein sicheres Bergedorf" gegen den geplanten Bau einer Moschee auf. Eine Bürgerinititive gegründet von NPD und so genannten Freien Kameradschaften. Auf dem Plakat allerdings prangt nun das Logo der CDU.

Wollen sich die örtlichen Christdemokraten im anlaufenden Bürgerschaftswahlkampf das aufgeladene Thema zunutze machen? "Nein", versichert der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Lars Dietrich. Mit dem Plakat habe man auf eine Veranstaltung mit Hamburgs Innensenator Udo Nagel hinweisen wollen - Thema: "Innere Sicherheit". Den Titel zu verkürzen, sagt Dietrich, habe der Layouter vorgeschlagen. Ihm sei die rechte Initative "nicht so präsent" gewesen.

Allerdings veranstaltet die Gruppierung um die Kader Jan Steffen Holthusen und Inge Nottelmann regelmäßig Aktionen, um die Stimmung gegen die geplante Moschee anzuheizen. Dabei werden nicht nur Flugblätter verteilt: So spielte die Initiative am 20. Oktober in der Bergedorfer Fußgängerzone Straßentheater mit dem Titel "Bergedorf 2010: Der Letzte Deutsche". Verkleidet als Klischee-Muslime führten die Darsteller in einem Käfig den "letzten Deutschen" vor.

Den Schilderungen der Initiative zufolge nahmen die Passanten die Flugschrift gegen eine drohende "Überfremdung" gerne an. "Ja genau so wird es kommen. Dann gibt es hier nur noch Muslime", soll ein Mann gesagt haben. Andere hätten über die "nette Show" gegen die "Überfremdungspolitiker" gelacht.

Vergangene Woche versuchten etwa 15 Rechte eine CDU-Veranstaltung zum Thema "Rechtsextremismus" zu stören - die Polizei schritt ein. Man sei vorbereitet, sagt Dietrich über die heute Abend anstehende Veranstaltung mit dem Innensenator. "Wir", betont der CDU-Abgeordnete, "sind für den Moscheebau."

Hinweis: ANDREAS SPEIT arbeitet als freier Journalist und Autor über die rechte Szene Norddeutschlands

Quelle
Taz [01.11.07]

Saturday, December 16, 2006

"Pro Köln"

Die Tätigkeiten der rassistischen "Bürgerbewegung pro Köln e.V." im Rat der Stadt Köln [30.07.07]

Rechtes Aufbäumen am Rhein Teil 2 [14.06.07]

Rechtes Aufbäumen am Rhein

„pro Köln“ gegen „Abgrenzungswahn“ [27.04.07]

Neue Kooperation [26.04.07]

„Politisches Erdbeben an Rhein und Ruhr“ [27.03.07]


CDU gegen Moschee [26.03.07]

Angriff auf die Mitte [19.03.07]

- Rechte gehen wandern

„Pro Köln“ nach Hannover [13.03.07]

"pro Köln" - Leichen pflastern ihren Weg [11.03.07]

"pro Köln" - Expansion ins Ruhrgebiet [02.03.07]
- Expansion ins Ruhrgebiet [15.03.07]

Für eine Stadt ohne Rassismus [24.02.07]

Kölner Klüngel [09.02.07]

Illustre Gäste in Köln [01.02.07]

Logo zweckentfremdet [15.12.06]

Anzeigen in Pro Köln's Schülerzeitung [01.12.06]

Erneut rechte Schülerzeitung an Kölner Schul. [29.11.06]

Ist der Ruf erst ruiniert... [23.11.06]

antifaschistische Hausbesuche bei "pro Köln" [11.11.06]
-Antifaschistische Hausbesuche bei «pro Köln» [23.11.06]

Pro Köln entdeckt "Zigeunerproblem" [31.10.06]

Neuer alter Vorstand - Markus Beisicht als Vorsitzender bestätigt [30.10.06]

Rechtsextreme begehren gegen Moschee auf [27.09.06]
Brandstifter gerieren sich harmlos
Rechte sucht Bürger
Schüler geben Contra [28.09.06]

Ein überfälliges Zeichen [07.09.06]
Konservative versuchen die Kehrtwende
"Deutsch ist geil" [04.09.06]
antifaschistische Kampagne gegen "pro Köln" gestartet [17.08.06]
Rassistische Schülerzeitung an Kölner Schulen
- Nazis in Köln starten Offensive [15.08.06]
- wie "geil" deutsch ist zeigt uns "pro Köln" [22.08.06]
- Kein Bock auf Pro Köln [26.08.06]
«Kein Bock» auf die «Jugendoffensive» von «Pro Köln» [12.09.08]
«Pro Köln» wirbt mit tschechischem Erotikmodell

Saturday, May 17, 2008

Köln: Ermittlungen wegen Körperverletzung

Nach drei Anzeigen wegen Körperverletzung ermittelt die Kölner Polizei gegen Mitglieder und Anhänger der Rechtsaußen-Gruppierung "pro Köln". Beschuldigt wird unter anderem der Fraktionsvorsitzende der Gruppe in der Bezirksvertretung Ehrenfeld, der von der CDU übergetretene Jörg Uckermann.

Die Gruppe hatte am Donnerstagabend im Bezirksrathaus Ehrenfeld eine Veranstaltung gegen den Bau einer Moschee angekündigt. Vor dem Rathaus hatten sich Gegendemonstranten gesammelt. Obwohl den rechten Veranstaltern das Hausrecht nur für den Versammlungssaal zustand, hatten sich Ordner vor dem Rathaus postiert und ließen offenbar niemanden in das Gebäude, den sie als Protestierer im Blick hatten. Auch zwei Polizisten in Zivilkleidung verwehrten sie den Eintritt; dabei sollen sie einem Beamten den Arm umgedreht und einen anderen mit einem Faustschlag attackiert haben. ...lesen

Siehe auch:

Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen Kölner Rechtsaußenverein [23.05.08]

Tuesday, September 16, 2008

Rassistischer Normalzustand in Pankow

Am vergangenen Samstag (13.9.08) kam es wieder einmal zu verschiedenen Zusammenrottungen von Nazis im Berliner Bezirk Pankow. Ein Artikel über den alltäglichen rassistischen Normalzustand in Pankow:
Am 13./14.9.2008 war es wieder mal soweit: das mittlerweile 39. Fest an der Panke fand in Pankow in der Breiten- und Ossietzkystrasse statt. Auch dieses Jahr besuchten tausende Menschen an diesen beiden Tagen dieses traditionelle Strassenfest im Nordosten Berlins. Aber auch dieses Volksfest ist ein Anzugs- und Treffpunkt für Nazis und RassistInnen aller Art: so veranstaltete die NPD Pankow – seit Jahren einer der aktivsten Berliner Kreisverbände – am Samstag Nachmittag wieder einmal einen Infotisch, um welchen sich ca. 30 Nazis versammelten um ihre menschenverachtende Propaganda unter die Bevölkerung zu bringen. Leider konnte dieser Infotisch wie so oft ohne jeglichen antifaschistischen Protest stattfinden (erst vor Kurzem veranstalteten die „Nationalen Sozialisten“ an der selben Stelle einen Infotisch im Rahmen ihrer aktuellen „Jugend braucht Perspektiven“-Kampagne).

Aber auch auf dem Pankefest selbst tummelten sich an beiden Tagenden dutzende von Nazis: vom bekannten Kader aus Pankow bis hin zum Familienpapa in Thor Steinar Kleidung. Leider gehört dieses Bild auch ansonsten zum Pankower alltäglichen Normalzustand: nicht nur, dass sich hier AktivistInnen der verschiedenstenen Nazigruppen – und parteien von NPD, Republikanern, Autonomen Nationalisten, Freien Kameradschaften oder auch Nazihooligans aus dem Umfeld des BFC oder Nazirockern herumtreiben – auch die Durchschnittsbevölkerung stimmt stillschweigend dem rassistischen Normalzustand in Pankow zu – vorallem wenn es um den Neubau der ersten Ostberliner Moschee in Heinersdorf geht. Dieses Klima bewirkt fast schon eine Art „National befreite Zone“ in welcher sich Menschen die nicht in das völkische Weltbild der Nazis passen mehr als unwohl fühlen...

Vor allem in Niederschönhausen werden seit Jahren regelmäßig fast alle Strassenzüge mit Nazipropaganda zugepflastert: aktuell mit Plakaten der Kampagne der „Freien Kräfte Berlin“ für ein nationales Jugendzentrum oder auch massig mit Parteipropaganda der NPD/JN oder Aufklebern der „Vereinten Nationalisten Nordost“ oder der „Märkischen Aktionsfront“. ...lesen

Tuesday, March 17, 2009

CDU-Pankow holt Nazisymphatisanten zurück

Die CDU des Berliner Bezirks Pankow nimmt klammheimlich einen Symphatisanten der NPD wieder in ihre Reihen auf und überläßt ihm gleich zwei Ämter. Exklusivbericht

Die Pankower CDU in Berlin wählte auf ihrem Kreisparteitag am Samstag, dem 21. Februar einen alten Bekannten zum Kassenprüfer: Bernhard Lasinski. Der ehemalige Schatzmeister des CDU-Ortsverbandes Pankow-Nord hatte sich im April 2006 an einem NPD-Aufmarsch gegen den Moscheebau im Ortsteil Heinersdorf (siehe http://de.indymedia.org/2006/06/151032.shtml) beteiligt und dies als "einzige Möglichkeit" gesehen, "Kritik am geplanten Bau der Moschee öffentlich mitzuteilen“ (so Lasinski damals im Berliner Tagesspiegel).

Nach damalgen Presseberichten kam Lasinski im Mai 2006 dem Parteiausschluß durch den Austritt aus der CDU bevor. Jetzt, wo Gras über die Sache gewachsen scheint, begehrte er erneut Zugang in die Partei, wurde kurzerhand wieder aufgenommen und bekam gleich Parteiämter. Zu einem Vorstandsposten im Ortsverband Pankow-Nord hat es laut CDU-Homepage auch gereicht. Bis heute konnte sich Lasinski scheinbar nicht zu einer Distanzierung von seinem damaligen NPD-Rendezvouz durchringen, öffentlich bekannt ist sie jedenfalls nicht. ...lesen

Siehe auch:

CDU versöhnt sich mit Moscheegegner [23.02.09]
CDU nimmt NPD-Mitläufer wieder auf
Raus aus der CDU, rein in die CDU
Aussitzen und Schweigen

Thursday, October 25, 2007

„Spitzenpersonal“

Kandidaten und Wahlkampf der hessischen NPD dürften eher der Abschreckung dienen.

Der Kontrast könnte kaum deutlicher sein: In Niedersachsen eine NPD, die ihren Wahlkampfauftakt mit 700 Gästen und geballter Parteiprominenz im Hannoverschen Congress-Centrum begeht, die ein Wahlprogramm vorlegt, das sich in Stil und Inhalt auch an ein bürgerliches Publikum richtet, und dazu passend mit Andreas Molau einen Spitzenkandidaten präsentiert, der nicht gleich als Kinderschreck durchgeht. Demgegenüber in Hessen eine NPD, die ihren Wahlkampf mit einer kläglichen 100-Mann-Demonstration startet, die ein „Sofortprogramm“ vorlegt, das in seiner ersten Fassung nur entfernte Ähnlichkeit mit deutscher Rechtschreibung aufwies, und mit einem „Spitzenpersonal“, das abschreckt.

Zwar hatte NPD-Bundesvize Sascha Roßmüller den Hessen „die volle Unterstützung der Bundespartei in diesem für die Gesamtpartei so wichtigen Wahlkampf“ zugesagt. Doch tatsächlich behandelt die Parteispitze beide Bundesländer, in denen am 27. Januar neue Parlamente gewählt werden, höchst unterschiedlich und konzentriert sich – jedenfalls bislang – auf Niedersachsen. Währenddessen werden der Hessen-NPD auch szeneintern manche Fehlleistungen vorgehalten – beginnend mit der Landesliste, die Doris Zutt anführt. Einen Namen hat sich die 52-Jährige gemacht, weil sie einst mit ihrem Laden „Zutts Patriotentreff“ im heimischen Ehringshausen die Szene mit Neonazi-Devotionalien versorgte. Auch wenn die NPD in Ehringshausen bei der Kommunalwahl 2006 immer noch 4,9 Prozent der Stimmen erhielt – 1997 waren es sogar 22 Prozent gewesen –, ist Zutt alles andere als ein Wählermagnet: Als sie im Januar 2007 für das Oberbürgermeisteramt in Frankfurt kandidierte, kam sie auf nur 0,8 Prozent.

Probleme anderer Art hat der Listendritte, Marcel Wöll. Das Amtsgericht Friedberg verurteilte den wegen Körperverletzung bereits zweimal vorbestraften NPD-Landesvorsitzenden Anfang August in erster Instanz wegen Volksverhetzung zu vier Monaten Haft ohne Bewährung. Er hatte Auschwitz als „Stätte des so genannten nationalsozialistischen Terrors“ bezeichnet, Exkursionen dorthin als „Gehirnwäsche“. Seine Untauglichkeit für Parlamentsarbeit stellte auch der Vierte auf der Liste, der Frankfurter Kreisvorsitzende Jörg Krebs, unlängst unter Beweis. Anfang September erklärte er in der Stadtverordnetenversammlung: „Die Moslems werden erst ihre Moscheen bauen, und dann schmeißen sie uns die Bomben um die Ohren“, und war dafür aus der Sitzung ausgeschlossen worden.

Eher unglücklich verlief aus Sicht der NPD auch die Suche nach einem attraktiven Wahlkampfplakat. Kurzerhand bediente man sich bei der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und ihrem umstrittenen Schäfchenplakat, das der UN-Sonderberichterstatter für Rassismus, Doudou Diène, als rassistisch bezeichnet hat. In seiner ersten, von der Hessen-NPD abgekupferten Fassung erschloss sich der Sinn des Plakats freilich nicht jedem – bis hin zu dem Missverständnis, das per Tritt in den Hintern aus der Gemeinschaft hinausbeförderte schwarze Schaf symbolisiere die NPD. Die aktuelle Version erlaubt keine Fehlinterpretation. Das weiße Schaf ist nun als NPD gekennzeichnet, und unter der Zeichnung wird „versprochen“: „Wir räumen auf in Hessen!“ Von ähnlich dürftiger Qualität wie das Plakat-Plagiat war die erste Fassung des „Sofortprogramms“. Sie glänzte mit Sätzen wie: „Die Abgeordneten des hessischen Landtages verdienen nichts und erhalten viel zu viel“ oder „Wenn ein Paar Heiratet erhalten Sie vom Land Hessen ein Darlehen über 20.000 €“ (Schreibweise im Original).

Nach all diesen Pannen wähnte sich die Truppe um Wöll mit einem Aufmarsch gegen den Bau einer Moschee in Frankfurt-Hausen auf der sicheren Seite. Doch auch diese Rechnung ging nicht auf. Gerade einmal 100 Rechtsextremisten kamen am 20. Oktober in die Mainmetropole. Einige von ihnen gaben ein besonders trauriges Bild ab, weil sie auf ihre Bomberstiefel nicht verzichten mochten und daher auf Socken durch Hausen laufen mussten. In der NPD tröstete man sich damit, dass zu einer Demonstration der Republikaner unter dem Motto „Ja zum Minarettverbot“ am selben Tag in Rüsselsheim gar nur 30 Teilnehmer gekommen waren. Die Republikaner haben immerhin einen gewichtigen Vorteil gegenüber der NPD: Ein „Rekordbudget“ von 300 000 Euro wollen sie für den Wahlkampf einsetzen.

Friday, May 22, 2009

Standhaft / Der Kölner Bezirksbürgermeister erhält Drohanrufe von Rechtsradikalen.

Der Rentner Josef Wirges aus Köln-Zollstock erhielt regelmäßig Drohanrufe von Rechtsextremisten. Lange Zeit rätselte der 78-Jährige, wieso ausgerechnet er zum Hassobjekt der Rechten avancieren konnte. Durch besonderes Engagement gegen rechte Umtriebe hatte sich Wirges jedenfalls nicht hervorgetan. Doch nach einiger Zeit löste sich das Rätsel um die anonymen Anrufe. Eigentlicher Adressat der Schimpftiraden war der Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld. Zufälligerweise trugen die beiden den selben Namen. Beim »richtigen« Wirges melden sich etwa 20 bis 30 Anrufer am Tag, um ihn als »Türkenbürgermeister« zu beschimpfen. Rentner Wirges ist mittlerweile unter einer neuen Rufnummer zu erreichen, beim richtigen Wirges melden sich jedoch noch immer politisch verwirrte Menschen.

Denn im alten Arbeiterviertel Ehrenfeld lässt der größte türkisch-islamische Verband Deutschlands – die Ditib – eine repräsentative Moschee bauen. An diesem Neubau scheiden sich die Geister. Am vergangenen Wochenende herrschte in der Domstadt wieder Ausnahmezustand, weil sich ein paar Hundert Rechtsradikale aus ganz Europa eingefunden hatten, um gegen die »schleichende Islamisierung Europas« zu protestieren ...lesen

Thursday, November 20, 2008

Köln: Rechtspopulistische "Demoserie"ab 8.11.

Nach dem u.a. dank der antifaschistischen Mobilisierung peinlichen Scheiterns ihres "Anti-Islamisierungs-Kongresses" Ende September in Köln (Feature hierzu: http://de.indymedia.org/2008/07/221707.shtml) versucht die rechtspopulistische "Bürgerbewegung pro Köln" weiterhin verzweifelt, im Vorfeld des Komunalwahlkampfes 2009 als "Anti-Moschee"-Partei Fuß zu fassen. ...lesen

Siehe auch:

Henry Nitzsche will zu pro-Köln-"Mahnwache" [18.11.08]

Friday, March 07, 2008

PRO KÖLN, PRO NRW und PRO DEUTSCHLAND

Unter dem Deckmantel einer "Bürgerinitiative" ist es der extrem rechten "Bürgerbewegung pro Köln", die mit fünf Sitzen im Stadtrat vertreten ist, gelungen, lokalpolitische Erfolge zu erzielen. Mit ihrer Kampagne gegen den Bau einer Moschee im Stadtteil Köln-Ehrenfeld schürten sie in rechtspopulistischer Manier latente Ängste und rassistische Ressentiments gegen Islam und Muslime. Mit der Gründung von PRO NRW und PRO DEUTSCHLAND versuchen nun führende AkteurInnen von PRO KÖLN ihr Modell landes- bzw. bundesweit zu exportieren. ...lesen

Wednesday, May 09, 2007

Köln: Rechte Dummheit

Wegen ungültiger Stimmen wird das Bürgerbegehren gegen den Bau einer Kölner Moschee nichtig ...lesen

Verwandte Themen:

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Grüne bezeichnet Holocaust als „Ausrutscher"
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"Pro Köln"