antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Friday, November 30, 2007

München: Burschenschaftliche „Gespräche“

Am 8./9. Dezember finden auf dem Haus der extrem rechten Münchner Burschenschaft Danubia die „25. Bogenhausener Gespräche“ zum Thema „Die Deutschen und ihre Einheit“ statt.

Veranstalter ist neben der Danubia die Burschenschaftliche Gemeinschaft, die dem radikal-völkischen Flügel innerhalb des Dachverbands Deutsche Burschenschaft zugerechnet wird. Als Referenten sind unter anderem die Autoren der „Jungen Freiheit“ Karlheinz Weißmann, Karl Feldmeyer, Wolfgang Seiffert und Detlef Kühn angekündigt. Die Aktivitas der Burschenschaft Danubia wird vom bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Werbung schalten die Burschenschafter in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“. (am)

Quelle
Bnr [29.11.07]

Saturday, December 02, 2006

München: Bogenhausener Gespräche

Die extrem rechte Münchner Burschenschaft Danubia veranstaltet auf ihrem Haus am 9./10. Dezember die 24. Bogenhausener Gespräche.
Getagt wird zum Thema „Das Alte Europa und seine Perspektiven“. Als Referenten sind Lothar Höbelt (Interviewpartner der „National-Zeitung“), Bruno Bandulet (Ex-Funktionär des Bundes Freier Bürger), Andreas Mölzer (FPÖ-Europaparlamentarier), Ulrich Schlüer (Chefredakteur der rechtskonservativen „Schweizerzeit“) und Friedrich Romig („Aula“-Autor) angekündigt. Die Burschenschaft Danubia gehört zum radikal völkischen Flügel des Dachverbandes der Deutschen Burschenschaft. Zu Beginn des Jahres 2001 wurde die Aktivitas der Danuben unter Beobachtung des bayerischen Landesamtes für Verfassungschutz gestellt. (am)

Quelle
Bnr [01.12.06]

Thursday, February 05, 2009

München: Honorige Herrschaften

Der extrem rechte Pour le Merite-Verlag von Dietmar Munier ehrte jüngst seinen langjährigen Stammautor Franz Seidler im Verbindungshaus der Münchner Burschenschaft Danubia. Anlass war der 75. Geburtstag von Seidler.

Bundesverdienstkreuzträger Seidler ist emeritierter Ordinarius für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München und war zeitweilig Wissenschaftlicher Direktor der Heeresoffiziersschule München. Seit Jahren tummelt sich der "Pionier geschichtlicher Wahrheit" (Die Aula) in extrem rechten Zusammenhängen. Zu Seidlers Geburtstag gab der Verlag die Festschrift "Kein Dogma! Kein Verbot! Kein Tabu!" heraus, die Munier persönlich an Seidler im Danubenhaus überreichte.

Die Laudatio auf Seidler hielt Konrad Löw, dem die Tageszeitung Die Welt 2004 eine "Ansammlung antijüdischer Klischees" in einem Aufsatz vorwarf. Unter den Festgästen waren Bernd Kallina, Ex- Funktionär der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten, Hans Merkel (CSU), Initiator der "Initiative Akademische Freiheit", Herbert Fleissner, Hutten-Preisträger der "Gesellschaft für freie Publizistik", Günther Deschner, Autor der "Jungen Freiheit", Klaus Goebel, Rechtsanwalt des mutmaßlichen NS-Kriegsverbrechers Josef Scheungraber, Klaus-Ulrich Hammel, Ex-Bundesvorstandsmitglied des Bundes Freier Bürger, Hans-Ulrich Kopp, zeitweilig Vorstandsmitglied des "Witiko-Bundes", Alfred Mechtersheimer, Kopf der rechtssektiererischen "Deutschland-Bewegung" und der Ritterkreuzträger Dietrich Witzel. ...lesen

Tuesday, April 10, 2007

Oberboihingen: Ehrung für NS-Kriegsverbrecher

Unter dem Motto „Im Namen der Gerechtigkeit – Geschichte und Politik im Würgegriff der Justiz“ findet vom 11. bis 13. Mai der diesjährige Kongress der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik statt.

Getagt wird unter konspirativen Umständen im „mitteldeutschen Raum“. Die 1960 von ehemaligen SS-Offizieren und NSDAP-Funktionären gegründete Gesellschaft für freie Publizistik (GFP; Sekretariat in Oberboihingen, Baden-Württemberg) ist Angaben des Verfassungsschutzes zufolge die größte rechtsextreme kulturpolitische Vereinigung in Deutschland. Ihr gehören insbesondere rechtsextreme Publizisten, Schriftsteller und Verleger an. Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung ist die Verleihung der „Ulrich von Hutten-Medaille“ an den in der italienischen Hauptstadt Rom seit 1999 unter Hausarrest stehenden NS-Kriegsverbrecher Erich Priebke (Jg. 1913). Der ehemalige SS-Offizier, der in regem Austausch mit Gleichgesinnten in Deutschland steht, war 1998 wegen seiner Beteiligung an dem Massaker an den Ardeatinischen Höhlen mit 335 ermordeten Zivilisten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Dankesworte des Preisträgers werden live mit einer Direkt-Schaltung übertragen. Als Referenten beim GFP-Jahreskongress sind laut Einladung vorgesehen: Gert Sudholt, wegen Volksverhetzung verurteilter Verleger, Sven Lachhein, Ex-Praktikant bei der Wochenzeitung „Junge Freiheit“, Ingmar Knop, DVU-Landesvorsitzender Sachsen-Anhalt, Hans-Ulrich Kopp, Alter Herr der Münchner Burschenschaft Danubia, Peter Stöckicht, Ex-NPD-Landtagsabgeordneter, Ludwig-Bock, Szeneanwalt, Harald Neubauer, Mitherausgeber der Monatszeitschrift „Nation&Europa“ und der neurechte Franzose Pierre Vial, GRECE-Mitbegründer und heute Kopf von Terre et peuple. Vorsitzender der GFP ist Andreas Molau, Mitarbeiter der sächsischen NPD-Landtagsfraktion. (am)

Quelle
Bnr [10.04.07]

Siehe auch:

Solidarität mit Priebke [24.05.07]

Thursday, April 03, 2008

Stuttgart-Bad Cannstatt: Chancenloser Kandidat

Der revanchistische Witikobund führt am 18. April in Stuttgart-Bad Cannstatt eine Vortragsanstaltung zum Thema „Sind die Pro-Bewegungen eine Chance für die politische Rechte?“ durch.
Referent ist Rüdiger Schrembs, Sprecher von „Pro München“. Bei der Stadtratswahl am 2. März dieses Jahres erzielte Pro München lediglich 0,9 Prozent der Stimmen. Spitzenkandidat war Rüdiger Schrembs, zuvor bayrisches NPD-Landesvorstandsmitglied und 1991 Versammlungsleiter bei der Gründung der NPD-Abspaltung „Deutsche Allianz“ (später: Deutsche Liga für Volk und Heimat"). Nach dem Wahldebakel von Pro München distanzierten sich postwendend die „pro“-Gruppen in Nordrhein-Westfalen von der Münchner Truppe. Mit der Erfolglosigkeit von Pro München wollte man nichts zu tun haben. Der 1950 in Stuttgart gegründete Witikobund versteht sich als „nationale Gesinnungsgemeinschaft der Sudetendeutschen“. Schon vor Jahren stellte das Bundesamt für Verfassungsschutz „eine Verdichtung von tatsächlichen Anhaltspunkten für rechtsextremistische Bestrebungen“ bei dem revanchistischen Verein fest. Bundesvorsitzender des Witikobundes ist Hans Mirtes, der 1997 dem Verein als Mitglied beitrat. Als Stellvertreter steht ihm unter anderem Hans-Ulrich Kopp, Alter Herr der Münchner Burschenschaft Danubia zur Seite. Kopp leitet vom 1. bis 4. Mai eine Fahrt der „Jungen Witikonen“ nach Tschechien. (am)

Quelle
Bnr [03.04.08]

Thursday, April 19, 2007

Stuttgart: Im Focus der Öffentlichkeit

Am 20. April sollte im Waldhotel Stuttgart-Degerloch ein Vortrag zum Thema „Die Bundeswehr als demokratischer Weltpolizist – Sind Auslandseinsätze sinnvoll?“ stattfinden. Veranstalter: die 2004 gegründete "Jugendorganisation" des Studienzentrums Weikersheim (SZW).

Das Studienzentrum Weikersheim (SWZ) wurde 1979 von Hans Filbinger gegründet. Ein Jahr zuvor musste Filbinger als Ministerpräsident von Baden-Württemberg zurücktreten, nachdem seine frühere Tätigkeit als NS-Marinerichter öffentlich geworden war. Als Referent für die Stuttgarter Veranstaltung geladen war der 2003 gefeuerte Chef des Bundeswehrkommandos Spezialkräfte Reinhard Günzel. Der einstige Brigadegeneral hatte dem damaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann zu dessen als antisemitisch kritisierter Rede brieflich gratuliert. Zwischenzeitlich tummelt sich Günzel offen in extrem rechten Kreisen, beispielsweise bei der Fraktion „pro Köln“ und der Aktivitas der Münchner Burschenschaft Danubia. Sowohl „pro Köln“ als auch die Burschenschaft werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Szene-Informationen zufolge wurde die Tagung mit Günzel abgesagt, da das SZW seit Ministerpräsident Günther Oettingers heftig kritisierter Rede in Sachen Filbingers Vergangenheit im Focus der Öffentlichkeit steht. (am)

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Bnr [18.04.07]

Saturday, January 06, 2007

München: Club der Revanchisten (Witikobund)

Hans Mirtes wurde auf der jüngsten Mitgliederversammlung des revanchistischen Witikobundes (Geschäftssstelle: München) zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Ihm zur Seite stehen Hans-Werner Wanie und Hans-Ulrich Kopp. Der Witkobund wurde 1950 in Stuttgart insbesondere von ehemaligen Nationalsozialisten aus dem NS-Gau Sudetenland und dem „Protektorat Böhmen und Möhren“ als „nationale sudetendeutsche Gesinnungsgemeinschaft“ gegründet. Dem Witikobund gehören auch heute führende Rechtsextremisten an. Der bayerische Studiendirektor Mirtes, Gelegenheitsautor der rechtsextremen Zeitschrift „Nation&Europa“ und Leserbriefschreiber in der revanchistischen „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ führt seit 1999 die Arbeitsgemeinschaft Sudetendeutscher Lehrer und Erzieher. Der Stuttgarter Bauunternehmer Kopp ist Vorsitzender des extrem rechten Vereins „Kultur- und Zeitgeschichte – Archiv der Zeit“ und Alter Herr der Münchner Burschenschaft Danubia. Wanie, ein Diplom-Kaufmann, trat 1993 in den Witikobund ein und wurde 1997 zum nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden gewählt. Der bisherige Witikonen-Vorstand unter Horst Rudolf Übelacker hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Übelacker, Buchautor des revisionistischen Grabert-Verlages und Referent bei der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik, stand zehn Jahre lang an der Spitze des Witikobundes. (am)

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Bnr [05.01.07]

Tuesday, October 03, 2006

Faktenverdreher

München – Am 8. Oktober führt der „Kulturpolitische Arbeitskreis München“ eine geschichtsrevisionistische Tagung im Hotel Eden Wolff in München durch.
Das Thema der Veranstaltung lautet: „Der Nürnberger Prozess - Recht oder Rache?“ Vor 60 Jahren, am 16. Oktober 1946, wurden zehn der Hauptangeklagten des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses hingerichtet. Dieser Prozess, so der im Sommer 2005 gegründete „Kulturpolitische Arbeitskreis München“, verstoße „gegen jeden Rechtsgrundsatz des Abendlandes“ und „gehört noch heute zu den unaufgearbeiteten Stellen neuerer Geschichte.“ Einführen in die Münchner Veranstaltung wird der rechtsextreme Verleger Gert Sudholt (Druffel & Vowinckel). Gezeigt wird unter anderem der Film „Tod durch den Strang“ von Olaf Rose und Michael Vogt. Der Historiker Rose ist Dauerreferent in NPD-Kreisen und war im April 2005 Hauptredner bei der Jahreshauptversammlung der neonazistischen HNG. Hochschullehrer Vogt ist Bundesbruder der Münchener Burschenschaft Danubia. Über „Fälschung und Unrecht im Prozess“ spricht Kitta Wagner, die seinerzeit als Sekretärin beim Nürnberger Kriegsverbrecherprozess zugange war. Leiter des Kulturpolitischen Arbeitskreises München, einer „unabhängigen, überparteilichen Gemeinschaft“, ist Angaben der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik (GFP) zufolge Carsten Beck, ehemaliger Vorsitzender der bayerischen Jungen Nationaldemokraten.
Erkenntnissen des bayerischen Verfassungsschutzes zufolge diffamierte Beck im Rahmen eines Kameradschaftsabends am 12. Januar 2000 den damaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, als „jüdischen Drecksack“. Unterstützt wird die geschichtsrevisionistische Veranstaltung unter anderem von der von Sudholt herausgegebenen Zeitschrift „Deutsche Geschichte“. (am)

Quelle
Bnr [02.10.06]