antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Monday, November 24, 2008

Witikobund: Gesinnungsvertriebene

Der revanchistische Witikobund pflegt allerlei Verbindungen zu Vertretern der extremen Rechten, berichtet der blick nach rechts in seiner Ausgabe 24/2008.

Die Bundesregierung sieht beim „Witikobund“ (Bundesgeschäftsstelle: München) weiterhin „eine Verdichtung von tatsächlichen Anhaltspunkten für rechtsextreme Bestrebungen“, wie aus ihrer Antwort vom 31. Oktober auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 16/10657) hervorgeht. Bekannt sind der Bundesregierung „Verbindungen“ des Witikobundes zur „rechtsextremistischen Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“ (JLO), die aus der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen hervorgegangen ist.

Geführt wird der Witikobund seit 2006 von Hans Mirtes aus dem niederbayerischen Frontenhausen. Mirtes, der 1997 den Witikonen als Mitglied beitrat, ist zugleich Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft Sudetendeutscher Lehrer und Erzieher“ und des „Heimatkreises Mies-Pilsen“. Mirtes’ Vorgänger war Horst Rudolf Übelacker, Buchautor des revisionistischen Grabert-Verlags und Referent bei der rechtsextremen „Gesellschaft für freie Publizistik“. Übelacker stand dem Witikobund von 1996 bis 2006 vor.

Als Mitteilungsorgan des Witikobundes dient der viermal im Jahr erscheinende „Witikobrief“. Einer der maßgeblichen Macher des Blattes ist Oberstleutnant a.D. Alfred Zips, vormals Regionalbeauftragter der „Deutschland-Bewegung“ von Alfred Mechtersheimer. ...lesen

Zum Thema:

Chef der Jungen Witikonen schreibt für NPD-Zeitung (Marco Reese) [27.06.09]

Saturday, January 06, 2007

München: Club der Revanchisten (Witikobund)

Hans Mirtes wurde auf der jüngsten Mitgliederversammlung des revanchistischen Witikobundes (Geschäftssstelle: München) zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Ihm zur Seite stehen Hans-Werner Wanie und Hans-Ulrich Kopp. Der Witkobund wurde 1950 in Stuttgart insbesondere von ehemaligen Nationalsozialisten aus dem NS-Gau Sudetenland und dem „Protektorat Böhmen und Möhren“ als „nationale sudetendeutsche Gesinnungsgemeinschaft“ gegründet. Dem Witikobund gehören auch heute führende Rechtsextremisten an. Der bayerische Studiendirektor Mirtes, Gelegenheitsautor der rechtsextremen Zeitschrift „Nation&Europa“ und Leserbriefschreiber in der revanchistischen „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ führt seit 1999 die Arbeitsgemeinschaft Sudetendeutscher Lehrer und Erzieher. Der Stuttgarter Bauunternehmer Kopp ist Vorsitzender des extrem rechten Vereins „Kultur- und Zeitgeschichte – Archiv der Zeit“ und Alter Herr der Münchner Burschenschaft Danubia. Wanie, ein Diplom-Kaufmann, trat 1993 in den Witikobund ein und wurde 1997 zum nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden gewählt. Der bisherige Witikonen-Vorstand unter Horst Rudolf Übelacker hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Übelacker, Buchautor des revisionistischen Grabert-Verlages und Referent bei der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik, stand zehn Jahre lang an der Spitze des Witikobundes. (am)

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Bnr [05.01.07]

Thursday, April 03, 2008

Stuttgart-Bad Cannstatt: Chancenloser Kandidat

Der revanchistische Witikobund führt am 18. April in Stuttgart-Bad Cannstatt eine Vortragsanstaltung zum Thema „Sind die Pro-Bewegungen eine Chance für die politische Rechte?“ durch.
Referent ist Rüdiger Schrembs, Sprecher von „Pro München“. Bei der Stadtratswahl am 2. März dieses Jahres erzielte Pro München lediglich 0,9 Prozent der Stimmen. Spitzenkandidat war Rüdiger Schrembs, zuvor bayrisches NPD-Landesvorstandsmitglied und 1991 Versammlungsleiter bei der Gründung der NPD-Abspaltung „Deutsche Allianz“ (später: Deutsche Liga für Volk und Heimat"). Nach dem Wahldebakel von Pro München distanzierten sich postwendend die „pro“-Gruppen in Nordrhein-Westfalen von der Münchner Truppe. Mit der Erfolglosigkeit von Pro München wollte man nichts zu tun haben. Der 1950 in Stuttgart gegründete Witikobund versteht sich als „nationale Gesinnungsgemeinschaft der Sudetendeutschen“. Schon vor Jahren stellte das Bundesamt für Verfassungsschutz „eine Verdichtung von tatsächlichen Anhaltspunkten für rechtsextremistische Bestrebungen“ bei dem revanchistischen Verein fest. Bundesvorsitzender des Witikobundes ist Hans Mirtes, der 1997 dem Verein als Mitglied beitrat. Als Stellvertreter steht ihm unter anderem Hans-Ulrich Kopp, Alter Herr der Münchner Burschenschaft Danubia zur Seite. Kopp leitet vom 1. bis 4. Mai eine Fahrt der „Jungen Witikonen“ nach Tschechien. (am)

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Bnr [03.04.08]

Thursday, July 05, 2007

Steiburg: NPD-Altfunktionär zu Gast

Die NPD in Schleswig-Holstein hatte zu einem Landesparteitag in die kleine Gemeinde Steinburg eingeladen, wo ständig Zusammenkünfte der Partei stattfinden.
Der Parteitag war erforderlich geworden, weil ein neues Landesschiedsgericht gewählt werden musste. Das bisherige Gremium war nach dem Ausschluss von Heino Förster auseinander gebrochen. Gast in Steinburg war zum einen Holger Apfel, der Fraktionschef der Partei im sächsischen Landtag, zum anderen war Karl-Ernst Lober aus Fahrdorf Redner. Er war von 1967 bis 1971 NPD-Landesvorsitzender im nördlichsten Bundesland und saß von 1969 bis 1973 mit drei weiteren NPD-Abgeordneten im Kieler Landtag. Seit vielen Jahren engagiert sich der inzwischen 79-jährige Lober, der 1978 wegen seiner rechtsextremen Umtriebe als Kreisjugendpfleger entlassen wurde, bei der schlesischen Landsmannschaft. Er warb für die Ende März in Triest gegründete „Europäische Union der Vertriebenen und Flüchtlinge“, ein Dachverband für Vertriebene und Opferverbände, der für sich in Anspruch nimmt geflüchtete, deportierte und vertriebene Volksgruppen zu vertreten, dem auch extrem rechts verortete Organisationen wie der Zentralrat der vertriebenen Deutschen und der Witikobund angehören.
(hf)

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Bnr [04.0.07]

Saturday, March 08, 2008

Stuttgart-Bad Cannstatt: „Volkstreue Großfamilie“

In Stuttgart-Bad Cannstatt findet am 15. März eine Vortragsveranstaltung des Witikobundes mit Mark Scharfenberg (Jg. 1968) zum Thema „Abenteuer volkstreue Großfamilie“ statt.

Der 12-fache Vater Scharfenberg war einst Bezirksvertreter der Republikaner im nordrhein-westfälischen Mühlheim und Aktivist des „Sturmvogel“, einer Abspaltung der neonazistischen „Wiking-Jugend“ (WJ). Der 1950 in Stuttgart gegründete Witikobund versteht sich als „die nationale Gesinnungsgemeinschaft der Sudetendeutschen“. Schon vor Jahren stellte das Bundesamt für Verfassungsschutz „eine Verdichtung von tatsächlichen Anhaltspunkten für rechtsextremistische Bestrebungen“ bei dem revanchistischen Verein fest. Vorsitzender des Witikobundes in Baden-Württemberg ist seit März 2007 der Student Marius Frosch. Frosch war ehemals NPD-Landtagskandidat und später Stuttgarter Kreisvorsitzender und Landesvorstandsmitglied der rechtsextremen Deutschen Partei. Im Oktober 2007 trat er von seinen Ämtern zurück. (am)

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Bnr [07.03.08]

Thursday, October 16, 2008

Österreich (Wien): Posten für Rechtsaußen-Politiker

Der FPÖ-Bundesvorstand hat den langjährigen Nationalratsabgeordneten Martin Graf (Jg. 1960) einstimmig für den Posten des Dritten Nationalratspräsidenten nominiert.

Die rechtsaußen angesiedelte FPÖ eroberte nach der Nationalratswahl am 28. September den Posten als drittstärkste Kraft von den Grünen. Unter der Führung von Heinz-Christian Strache erzielte die FPÖ landesweit 18 Prozent. Ihr bestes Wahlresultat erreichte die FPÖ in Wien mit 21,42 Prozent, gefolgt von Oberösterreich mit 19,5 Prozent und Niederösterreich mit 18,48 Prozent. Im Nationalrat wird am 28. Oktober über das Präsidium abgestimmt. Graf ist seit November 1994 Parlamentsmitglied. Der Jurist zählt zum extrem rechten Flügel der FPÖ. Er gehört der rechtsextremen Wiener Burschenschaft Olympia an und war zeitweilig Vorstandsmitglied des revanchistischen Arbeitskreises Witikobund Österreich. Im Jahr 2000 meldete Graf sich zum NS-Verbotsgesetz zu Wort und erklärte: „Es muss in einer demokratischen Welt zulässig sein, ein Gesetz, das die Meinungsfreiheit und die politische Tätigkeit einschränkt, zu kritisieren.“ 1997 nahm Graf zur Grenzziehung Stellung: „Die heutigen Staatsgrenzen wurden willkürlich gezogen; das deutsche Volkstum muss sich frei in Europa entfalten können.“ (am)

Quelle

Bnr [09.10.08]

Siehe auch:

Österreich: Mitglied von rechtsextremer Burschenschaft als Nationalratspräsident [21.10.08]