antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Wednesday, August 30, 2006

Schnelle „Kameraden“

Schneverdingen – Zum wiederholten Male konnten Neonazis offen unter dem Namen ihrer Kameradschaft „Snevern Jungs“ am Volkslauf des größten Volksfestes in der Lüneburger Heide teilnehmen.
Obwohl auch der niedersächsische Verfassungsschutz in seinem Jahresbericht 2005 davor warnt, dass die „Snevern Jungs“ aus Schneverdingen „auf polititsch-ideologische Außenwirkung“ ausgerichtet sind, durfte die Gruppe um Matthias Behrens und Marcel Schindler die 5-Kilometer-Strecke mitlaufen. Wie andere Teilnehmer wurden auch die glatzköpfigen Neonazis in ihren T-Shirts mit der Aufschrift „Wer von der Lüge lebt, muss die Wahrheit fürchten“ von den zahlreichen Zuschauern am Wegesrand euphorisch beklatscht. Kaum jemand nahm überhaupt daran Anstoß, auch nicht als Schindler sein Shirt auszog und ein großes „Blood&Honour“-Tattoo auf dem Bauch entblößte. Zur Kameradschaft „Snevern Jungs“ zählt auch der 1998 wegen eines Überfalls vorbestrafte Roman Greifenstein, der schon als Anhänger des „Stahlhelm-Kampfbund für Europa“ zum Umfeld des damaligen Schulungszentrum Hetendorf Nr.13 von Jürgen Rieger gehörte. Die Kameradschaft „Snevern Jungs! gilt als sehr gut organisiert und verfügt über bundesweite Kontakte im Neonazi-Lager. Wie weit sich die Rechtsextremisten auch im bürgerlichen Spektrum etablieren konnten, zeigen weitere Aktionen. So nahmen die „Snevern Jungs“ als größere Gruppe nicht nur an Volksläufen teil, sondern auch an mehreren Preisskat-Tunieren unter anderem der Katholischen Männergemeinschaft Munster sowie an einer Müllsammelaktion mit dem Titel „Sauberes Schneverdingen“. (am)

Quelle
Bnr [29.08.06]

Thursday, October 18, 2007

Farbanschlag auf Tatoo-Shop der rechten Szene

In der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober fand in Schneverdingen unter anderem ein Farbanschlag auf einen Tatoo-Shop der rechten Szene statt.
[...]
Auch wenn Benny Loh, Besitzer des Tatoo-Shops, es abstreitet zum rechtsextremen Milieu dazu zu gehören, so ist der Tatoo-Shop ein regelmäßiger Treffpunkt der Kameradschaft Snevern Jungs. Heute gegen ca. 13:00 Uhr versammelten sich Mitglieder der Snevern Jungs vor dem Shop, um vermutlich Stärke zu zeigen. Unter anderem waren der führende Kopf Mathias Behrens (genannt "Matten"), Roman Greifenstein (mehrfach verurteilter Straftäter), Jörg Koschnick, Steven Hake (ehemals Widerstand Harburg) und Jung-Nazi Björn Nikolaysen anwesend. ...lesen

Thursday, November 20, 2008

Soldatenfriedhof Essel: Heldengedenken norddeutscher Nazis

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erschien - von Polizei und einer Antifa-Dokumentationsgruppe erwartet - eine 32-köpfige Nazitruppe in Pkw's vorm Soldatenfriedhof Essel (an der L 190 zwischen Schwarmstedt und Walsrode, 40 km nördlich von Hannover). Weil die Polizei sie nur in Gruppen von maximal 3 Personen zum Friedhof gehen lassen wollte, verlas Dennis Bührig einen nationalistischen Heldengesang auf deutsche Soldaten des 1. und 2. Weltkrieges. Der Anführer der Celler Kameradschaft 73, NPD- Landtagskandidat und Anmelder für den geplanten Nazi-Aufmarsch am 1.MAI 2009 in Hannover, dankte dabei auch ausdrücklich der Waffen SS.

Von der Polizei den Waldweg entlang bis zum Soldatenfriedhof eskortiert, durften die Nazis in Dreiergruppen auf den Friedhof. Neben dem, bereits am Vormittag niedergelegten Kranz der Gemeinde Essel, liegt jetzt ein ebenso großer der Kameradschaft 73 Celle. In langen blauen Röcken und mit Zöpfen trugen die jungen Frauen der Gruppe "Dütsche Deerns" ihr Gesteck. Natürlich fehlte auch nicht die Kameradschaft "Snevern-Jungs" unter ihrem Führer Matthias Behrens. ...lesen

Siehe auch:

Celler Neonazi dankt auf Soldatenfriedhof Essel der SS

Zum Thema:

Essel: Neue Wallfahrtsstätte von Neonazis in Essel ? (Erst »Nationale Sozialisten Niedersachsen« nun HIAG) [24.11.08]
Essel: Neonazis ­dankten Waffen-SS [26.11.08]

Thursday, August 16, 2007

Skat kloppen und Holocaust leugnen

m örtlichen Leben nehmen die "Jungs" rege teil. In der Gegend um das niedersächsische Schneverdingen (Landkreis Soltau-Fallingbostel) ist die Kameradschaft "Snevern Jungs" (SJ) um den Kader Matthies Behrens fest verankert. Bei Skat- und Spielabenden der Katholischen Männergemeinschaft Munster oder auch dem öffentlichen Preisskat Bispingen kloppen die Kameraden mit, sie spenden Blut und lassen sich bei Sitzungen des Kreistags sehen. In der Szene gilt die SJ wegen dieser Akzeptanzpolitik als "vorbildlich". So hofft die NPD, dass sich der lokale Zuspruch für die SJ in der Wählergunst widerspiegeln möge. Einen ersten Infostand ließ man sich bereits von der SJ organisieren. ...lesen

Monday, November 26, 2007

Kandidatenkür

Im niedersächsischen Wahlkampf muss sich die NPD auf politisch unberechenbare Neonazis mit unrühmlichem Vorleben verlassen.

Das Wochenende Mitte November stand für die niedersächsische NPD und die Freien Nationalisten ganz im Zeichen der kommenden Landtagswahl im Januar 2008. Am Samstag, den 17. hielten ab 9.00 Uhr rund 100 Neonazis eine Kundgebung in Georgsmarienhütte bei Osnabrück ab. Dort möchte Jörg Fischer aus Vechta als Direktkandidat antreten, gegen ihn läuft nach mehreren Hausdurchsuchungen ein Verfahren wegen Bildung einer bewaffneten Gruppe. Gemeinsam mit seinem Kameraden Christian von Velsen organisierte Fischer auch die anschließend stattfindende zweite Kundgebung in seinem Wohnort Vechta. Fischer und von Velsen sind beide in der für die Kinder- und Jugenderziehung im braunen Lager zuständige „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ) aktiv.

An diesem Samstag läuteten die Glocken von St. Georg in der Vechtaraner Innenstadt zur vollen Stunde besonders lange. Von bürgerlichem Protest war nichts zu sehen, aber junge Gegendemonstranten klapperten gleich neben der NPD-Kundgebung mit den Deckeln von Mülltonnen. An den Polizeisperren machten an die 300 Nazigegner mit lauter Stimme und Musikinstrumenten zudem großen Lärm. Eine Geräuschkulisse, die die Neonazis auf dem Europaplatz sichtlich nervte, denn trotz Lautsprecheranlage gingen die Redebeiträge von Christian von Velsen, Dennis Bührig aus Celle, Christian Worch, Thomas Wulff und Marcus Winter aus dem Weserbergland unter. Andreas Molau ließ sich entschuldigen, in Georgsmarienhütte wurde seine Botschaft an die Kameraden vom Band abgespielt. Der NPD-Direktkandidat für Vechta, Markus Pohl, fehlte ebenfalls. Pohl, kaufmännischer Angestellter mit Hooligan-Background, stammt ursprünglich aus Lengerich in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder setzte sich Pohl für den Aufbau der Neonazi-Strukturen in Münster, Steinfurt, Osnabrück und Vechta ein – immer in Kooperation zwischen Kameradschaften und Partei. Auf der Homepage der NPD-Niedersachsen wird stolz verkündet, dass die Unterstützerunterschriften für den Wahlkreis Vechta bereits zusammengekommen seien.

In der Lüneburger Heide dagegen wird noch eifrig gesammelt. Direktkandidat für den Wahlkeis Soltau-Fallingbostel will der Anführer der Kameradschaft „Snevern Jungs“, Matthias Behrens aus Schneverdingen werden. Angeblich will auch Stefan Klingbeils kandidieren. Unterstützung bekamen die Freien Nationalisten vom NPD-Strategen Peter Marx und dem Leiter des Bundesordnungsdienstes Manfred Börm aus Lüneburg.

„Keks für das Deutsche Reich“

Nachhilfe für die potenziellen Wahlkreis-Kandidaten scheint bitter nötig. Viele der heute bemüht bieder auftretenden Neu-NPDler tummelten sich vor kurzem noch auf Kameradschaftsabenden oder Skinhead-Partys. Ihre parteipolitische Erfahrung ist begrenzt, der bürgerliche Auftritt in der Öffentlichkeit ungewohnt. Ausgerechnet in NPD-Zielgebieten, wirtschaftlich schwächere Regionen wie an der Nordsee zwischen Wilhelmshaven und Wittmund, muss sich die Parteiführung auf Neonazis mit unrühmlichem Vorleben und politischer Unberechenbarkeit verlassen.

Gegen den neuen NPD-Chef in Wilhelmshaven, Nico Ahlrichs, wurde bereits mehrfach polizeilich ermittelt. Ahlrichs war wie Manuel Wojtczak in der „Freien Jugend Ostfriesland“, später „AG Wiking“, aktiv. Beide nahmen an einer Maibaum-Feier in Carolinensiel vor zwei Jahren teil. Nachdem der Maibaum in Form einer Lebensrune errichtet worden war, verlief die Party mit „Sieg Heil“-Gegröle und Neonazi-Musik. Auf Filmmaterial ist zu sehen, wie Ahlrichs in die Kamera schreit: „Ich esse diesen Keks für das Deutsche Reich!“, Wojtczak sogar beim Pogo-Tanz den Arm zum Hitlergruß erhebt. Der Freie Nationalist und Anführer der Kameradschaft AG Wiking will für den Wahlkreis Wittmund kandidieren. Der 1981 in Gardelegen geborene Wojtczak ist nach Recherchen von Stop-Rechts in Wilhelmshaven mehrfach verurteilt, unter anderem wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung, Beleidigung, Bedrohung und Hausfriedensbruch sowie wegen versuchter vorsätzlicher gefährlicher Körperverletzung – ausgesetzt zur Bewährung.

Gewalttaten von rechts gehen im Nordwesten unter, dort gibt es weder Opferberatungsstellen noch mobile Einsatzteams. In Oldenburg läuft ein Prozess gegen einen 19-jährigen Neonazi aus Westerstede. Der Angeklagte schlug nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mehrfach ältere Migranten auf der Straße, einem 15-Jährigen, der zur Hilfe kam, rammte er ein Springmesser in den Bauch. Während der Attacke beleidigte der Neonazi sein Opfer noch mit ausländerfeindlichen Parolen.

Den für die NPD interessanten Raum Cuxhaven decken erfahrene NPD-Wahlkämpfer wie Adolf Dammann und Fritz-Ulrich Bundt aus Stade mit ab. Der 1953 geborene Bundt, der auf Platz 10 der Landesliste kandidiert, blickt auf eine militante politische Vergangenheit zurück. Er war an mehreren Übergriffen beteiligt, pflegte nach Recherchen des Buchautors Jürgen Pomorin Kontakte zu Schlägerbanden, fuhr mit seinem Auto in eine Menschenmenge. Aus beruflichen Gründen bewegt sich der niedersächsische NPD-Schatzmeister als wichtiger Drahtzieher im Hintergrund, denn Bundt ist wie Dammann gelernter Bankkaufmann. Überhaupt versuchen viele der NPD-Kandidaten in Kleingewerbe und Mittelstand Fuß zu fassen. Es sind Bauunternehmer, Unternehmens- und Finanzberater, Antiquitätenhändler, Handwerker, Bäcker und ein Landwirt darunter. Ralf Tarnozek, der im Wahlkreis Bramsche bei Osnabrück kandidieren will, betreibt einen Armee- und Gotchashop.

Einen Hang zu Waffen haben auch die NPD-Wahlkämpfer Marc Reuter aus Bremervörde und Roman Greifenstein aus Munster bewiesen. NPD-Stadtrat Reuter gehörte zu den norddeutschen Führern des militanten „Stahlhelm-Kampfbund für Europa“, bei dessen Anhängern in der Pfalz Ende der 90er Jahre schwere Waffen gefunden wurden. Greifenstein saß Ende der 90er Jahre eine Haftstrafe wegen Gewaltdelikten ab, zuvor war er bereits mit Waffen aufgefallen. Greifenstein, der die „Freien Kräfte Munster“ im Internet mit der Reichsfahne in der Hand repräsentiert, will als Direktkandidat der NPD für den Wahlkreis Lüneburg antreten.

Hauptansprechpartner vonseiten der Freien Nationalisten ist für NPD-Spitzenkandidat Andreas Molau ein kleiner rothaariger Mann mit Nickelbrille: Dieter Riefling aus Hildesheim. Der überzeugte Anhänger des „Deutschen Reiches“ wirkt seit über 20 Jahren in der radikalen braunen Szene. Er war in der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (1995 verboten) und dem Blood&Honour-Netzwerk“ (verboten 2000) aktiv, führte die Kameradschaft Recklinghausen, sang in einer Skin-Band. Einem zivilen Polizisten zertrümmerte Riefling das Nasenbein. Seine Bewährung für Straftaten reichte bis Oktober 2004. Von Hildesheim aus steuert Riefling die Vernetzung der Freien Kräfte in Niedersachsen, bildet so genannte „Bürgerinitiativen für Zivilcourage“ und tritt als Direktkandidat für den Wahlkreis Hildesheim an.

„Ein Mann, der mit den Bürgern sprechen kann“

Ebenso rührig geht es zur Zeit in den Landkreisen Goslar und Osterode zu. Seitdem sich immer mehr Neonazis in Bad Lauterberg ansiedelten und dort auf alteingesessene bürgerliche NPD-Strukturen zurückgreifen können, wächst die rechte Szene dort mit einem hohen Maß an Selbstbewusstsein. Der ehemalige Skinhead Michael Hahn, der nach Verfassungsschutzangaben in der Vergangenheit auch an Schlägereien in Berlin beteiligt war, sitzt heute im Stadtrat von Bad Lauterberg. Allein vier Neonazis aus dem Ort sind auf der Landesliste der NPD vertreten, neben Hahn noch die Liedermacher Annett und Michael Müller, sowie der wegen Volksverhetzung verurteilte Carsten Steckel. In der Region gab es Übergriffe mit Verletzten, konspirative Veranstaltungen in einer Stammkneipe, eine Attacke auf einen aussteigewilligen Jugendlichen und jüngst ein gemeinsames Heldengedenken mit den Kameradschaften Northeim und Eichsfeld im Siebertal. In Harzvororten wie Vienenburg und Salzgitter bemühen sich NPDler und Kameradschaftsaktivisten, neue Strukturen aufzubauen.

Ruhig und ungestört lebt es sich in Groß Denkte, dem Wohnort des NPD-Spitzenkandidaten Andreas Molau im Landkreis Wolfenbüttel. Das Namensschild an dem unscheinbaren Einfamilienhaus ist Handarbeit aus Naturholz. Molau, schwärmt NPD-Bundesvorsitzender Udo Voigt, sei „ein Mann, der mit den Bürgern sprechen kann“. Ob der das in seiner Heimatgemeinde macht, bleibt fraglich. Dort scheint sich der NPD-Mann kaum einzubringen. Nur einer der Anwohner, direkt nebenan, kennt ihn: „Ein sehr netter Herr. Die NPD ist ja nicht verboten.“ Im Vereinsleben, weiß der stellvertretende Bürgermeister Jan-Christian Müller (Grüne), taucht „Herr Molau“ nicht auf.

Tuesday, June 02, 2009

Konspirativer Wahlparteitag der NPD-Niedersachsen

Der Landesverband Niedersachsen der rechtsextremen NPD hat in Handorf (Kreis Lüneburg) einen “Wahl-Parteitag” abgehalten. Das berichtet der WESER-KURIER (Bremen) in seiner Montagsausgabe. Rund 70 Rechtsextremisten trafen sich auf dem Hof von NPD-Bundesvorstand Manfred Börm und “tagten” dort den ganzen Tag über in einem eigens aufgebauten Militärzelt.

Die Veranstaltung war einmal mehr hochkonspirativ organisiert: Am Vormittag wurden die Teilnehmer über mehrere “Schleusungspunkte” nach Handorf gelotst. Unter ihnen waren Anhänger der als gewaltbereit geltenden neonazistischen “Kameradschaft Snevern Jungs” aus Schneverdingen (Kreis Soltau-Fallingbostel) und der “Kameradschaft Celle 73″.
(...)
Wie der Bundesverband der NPD gilt ihr niedersächsischer Landesverband intern als heillos zerstritten: ...lesen

Siehe auch:

Landesparteitag der NPD-Niedersachsen in Handorf

Geheimer NPD-Parteitag in Handorf
Weitere Radikalisierung: Dammann neuer NPD-Chef in Niedersachsen (Ulrich Eigenfeld nicht mehr angetreten, Adolf Dammann neuer Landesvorsitzender, tellvertretender Vorsitzender Matthias Behrens, die weiteren Mitglieder Manfred Börm, Christian Berisha, Ricarda Riefling, ) [26.05.09]
NPD-Niedersachsen hat neuen Chef [27.05.09]
Der Schein-Moderate (Manfred Börm) [28.05.09]

Verwandte Themen:

NPD - Sonderparteitag bei Hannover [16.02.09]

Monday, August 27, 2007

Rechte beim Volkslauf dabei

Obwohl der DGB den ausrichtenden TV Jahn gebeten hatte, die Teilnahme der Freien Kameradschaft "Snevern Jungs" am Volkslauf zu unterbinden, traten 20 ihrer Mitglieder an. Am Start forderte der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Thömen die SJ auf, ihre T-Shirts mit der Holocaust-relativierenden Anspielung "Wer von der Lüge lebt, muss die Wahrheit fürchten" umzudrehen. "Das Verhalten des TV Jahn-Vorstands ist inkonsequent", kritisierte anschließend Charly Braun vom DGB-Regionalvorstand. Als SPD-Ratherr hätte der Vereinsvorsitzende einer Resolution gegen Rechts zugestimmt, in der zu einer schärferen Auseinandersetzung aufgerufen wird. Der TV Jahn rechtfertigte sich, dass es für einen Ausschluss "keine gerichtliche Handhabe" gegeben habe.

Quelle
Taz [27.08.07]

Siehe auch:

Braune Mitläufer in der Schneverdinger Heide [28.08.07]

Monday, March 16, 2009

NPD - Sonderparteitag bei Hannover

Am Sonntag den 15.02.2009 fand in Dedensen bei Seelze ein Sonderparteitag der NPD Niedersachsen statt. In der Gaststätte "Zum deutschen Hause" (Inhaberin Magarethe Micke) fand damit zum wiederholten Mal eine Naziveranstaltung im Umland von Hannover statt. Vor den Toren Hannovers tagte, fast still und heimlich der NPD-Landesparteitag Niedersachsen. Das Gasthaus "Zum Deutschen Haus" hatte schon mehrfach die NPD beherbergt, u.a. vor etwa 2 Jahren auch als Landesparteitag. Da sich in dem Wirtshaus auch immer mal wieder die hannoversche NPD trifft, ist es schon ein Wunder, dass hannoversche AntifaschistInnen noch nicht die paar Kilometer bis hinter die Stadtgrenze geschafft haben.

Auch am heutigen Sonntag herrscht Ruhe vorm Gasthof. Der Ort der Nazi-Tagung konnte erst Stunden zuvor ermittelt werden. Polizei kontrollierte die wenigen Foto-Journalisten vorm Lokal. Drinnen hinter den Scheiben des Saaleinganges paßten Ordner auf, dass niemand Ungebetenes sich auch nur in die Nähe wagte. Die Ordner in weißen Hemden, hinten draufgedruckt "Ordnerdienst NPD". Drinnen wurde festgelegt, wer die niedersächsische NPD-Landesliste zur Bundestagswahl anführt.

Andreas Molau verwies Ulrich Eigenfeld auf Platz 2 der Landesliste für die Bundestagswahl. Matthias Behrens, interner Strippenzieher und Führer der sog. "vorbildlichen" Kameradschaft "Snevern Jungs" kam auf Platz 3 und eine Vorzeige-Frau, Ricarda Riefling wurde Kandidatin Nummer 4. Ablesen läßt sich daraus, dass eine neue jüngere und Straßen-aktive Nazi-Generation erfolgreich in der Partei nach vorne drängt. ...lesen

Siehe auch:

Dedensen: Sonderparteitag der NPD Niedersachsen (Patrick Kallweit, Andreas Wolf, Michael Hahn, Friedrich Preuß, Uwe Kallweit, Jochim Schnell, Dirk Heimsoth, Christian Fischer )
NPD-Landesparteitag: Rechtsextremisten verlieren Versteckspiel
NPD Niedersachsen stellt Landesliste für Bundestagswahl auf
NPD-Landesparteitag: Kameradschaften im Boot [18.02.09]

Fotos: Dedensen: Sonderparteitag der NPD Niedersachsen


Zum Thema:

Kandidat Molau spaltet die Partei *[17.02.09]

Friday, August 22, 2008

Nazis dürfen nicht mitlaufen

In Schnerverdingen will der örtliche Turnverein Jahn (TV Jahn) Neonazis nicht mehr am Volkslauf zum Heideblütenfest mitrennen lassen. Die Kameradschaft "Snevern Jungs" (SJ) ist bei dem 21. Internationalen Volkslauf unerwünscht. In der Ausschreibung erklärt der TV, dass das "Tragen rassistischer, antisemitischer oder fremdenfeindlicher Sportbekleidung nicht gestattet ist". ...lesen

Thursday, December 14, 2006

RechtsRock - Konzert in Grauen

Am 2.12.2006 fand in Grauen (Niedersachsen) ein RechtsRock-Konzert statt. Es spielten "Path of Resistance", "Burn Down" und "Race Riot".
Für dieses Konzert mieteten die Konzertveranstalter um Stefan Silar aus Tostedt zunächst das "Studio 51" in Maschen an. Nachdem der Besitzer über den neofaschistischen Hintergrund der "Geburtstagsfeier" informiert wurde, zog er den Mietvertrag zurück. Die Polizei war dann ebenfalls vor Ort und kontrollierte die anreisenden Konzertbesucher und erteilte Platzverweise.
Die neofaschistischen Kameradschaft "Snevern Jungs" aus Schneverdingen organisierte dann kurzfristig einen Ausweichort für das Konzert: Einen ehemaligen Bauernhof in Grauen, einem kleinen Dorf in der Nähe von Schneverdingen. Dort konnte das Konzert stattfinden. Die Polizei hielt sich im Dorf auf und überwachte nur das Geschehen.
Im sog. Hatecore-Forum schreibt ein Nutzer, dass es sich um ein Konzert der "Society" handelte, womit das verbotene rassistische Skinhead-Netzwerk "Blood & Honour" gemeint sein dürfte.
Dass es sich um eine "Blood & Honour" Veranstaltung handeln dürfte, macht auch der Veranstalter deutlich. Stefan Silar ist seit langem in neofaschistischen Kreisen aktiv und war bis zum Verbot von B&H Leiter der Sektion "Nordmark".
Am 18. März 1992 schlug er gemeinsam mit Stephan K. den Käpitän Gustav Schneclaus in Buxtehude tot, der sich ihnen gegenüber abfällig über Adolf Hitler äußerte. Silar wurde dafür zu einer achteinhalb-jährigen Haftstrafe verurteilt.
Stefan Silar hat offenbar in der Haft eine weitere, festere Bindung an die rechte Szene erlebt. Gleich nach seiner Entlassung stieg er in die Blood & Honour Bewegung ein. Ein weiteres Gerichtsverfahren wegen Gründung einer kriminellen Vereinigung im Zusammenhang mit der Combat-18-Gruppe in Pinneberg folgte.
Heute betreibt Silar einen einschlägigen Szeneladen in Tostedt und ist Organisator verschiedenster RechtRock-Konzerte in Norddeutschland.

Quelle
VNN-BdA Küste [14.12.06]

Thursday, March 19, 2009

Neonazis wollen JN in Niedersachsen reaktivieren

Am 21. Februar 2009 hat in Eschede nach Polizeiangaben ein Treffen der “Jungen Nationaldemokraten” (JN) stattgefunden. Abermals fand diese Veranstaltung der neonazistischen Organisation auf dem Hof eines NPD-Mitgliedes statt, der schon in der Vergangenheit immer wieder sein landwirtschaftliches Anwesen für Treffen wie z.B. Sommer- und Wintersonnenwendfeiern zur Verfügung gestellt hatte, schreibt die Polizei weiter. Nach Einschätzung der Celler Polizei diente die Zusammenkunft der Neuorganisation der JN für den Bereich der Lüneburger Heide. Wie schon bei den vorangegangenen Treffen der rechtsextremen Szene fand auch diese ohne jegliche Außenwirkung statt.

Recherche Nord berichtet über das Treffen, die beabsichtigte Neustrukturierung des JN-Landesverbandes komme wenig überraschend und stehe beispielhaft für die derzeitigen organisatorischen Umwälzungen innerhalb der niedersächsischen NPD. Das Treffen fand demnach auf dem landwirtschaftlichen Anwesen des NPD Funktionärs Joachim Nahtz statt.

Siehe auch: Schwere Brandstiftung: Anklage gegen südniedersächsische Neonazis, NPD Niedersachsen stellt Landesliste für Bundestagswahl auf, Neonazi-Schulungszentrum: Faßberg will Landhaus erwerben, “Als Haus wärst du `ne Hütte”: Neonazis bieten, Gemeinden zahlen

Quelle
NPD-Bolg.de [23.02.09]

Siehe auch:

Eschede/ Hof Nahtz: JN-Stützpunktgründung (Dennis Bührig, Celler Kameradschaft 73, Florian Cordes, Manfred Börm, Lasse Krüger, "Snevern Jungs") [25.02.09]
Rechter Nachwuchs rückt zusammen [26.02.09]


Thursday, December 04, 2008

Lüneburg: Protest gegen Naziladen

Am 3. Dezember 2008 eröffnete - nach mehrmonatiger Umbauphase - der Naziladen "Temple of Football" in Lüneburg an seinem neuen Standort. Rund 50 AntifaschistInnen protestierten vor dem Laden. Ein größeres Aufgebot der Polizei sicherte den Naziladen und sperrte den Zugang ab.

Seit 10 Jahren existiert der Naziladen "Temple of Football" in Lüneburg. Bis Ende August 2008 befand sich das Ladengeschäft in der Straße Neue Sülze. Am 30. August schloss dort das Geschäft und der Besitzer, Christian Sternberg, verkündete lauthals, dass er Anfang Oktober seinen Laden an einem neuen und größeren Standort wiedereröffnen wolle. ...lesen

Zum Thema:

Lüneburg: Erneuter Protest gegen Naziladen (Stefan Klingbeil - "Snevern Jungs", Michael Schülke - Kameradschaft Lüneburg, Lasse Krüger, Jan Hencke) [07.12.08]