antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Monday, December 29, 2008

Celle: Sonnenwendfeier supported by Wehrsportgruppe?

Im Umfeld einer seit über 20 Jahren stattfindenden so genannten Sonnenwendfeier von Rechtsextremisten in der Lüneburger Heide wurden in diesem Jahr auch Waffen sichergestellt.

So bestätigte die Celler Polizei, dass bei umfangreichen Aktionen gegen Rechtsextremisten im Umfeld einer bereits seit Jahren um die Weihnachtsfeiertage herum auf einem Privatgrundstück in Eschede als Sonnenwendfeier deklarierten Veranstaltung zwei Objekte durchsucht wurden, wobei ein G-3-Gewehr und ein Kleinkalibergewehr konfisziert worden seien. Zudem wären bei der Polizeiaktion "zwei Männer mit einschlägig rechtsextremem Hintergrund verhaftet worden ... einer der beiden Männer [sei] auch bei einer Wintersonnenwendfeier dabei gewesen ... Damit dürfte die Veranstaltung auf dem Hof des Neonazis Joachim Nahtz in Eschede gemeint sein" (Cellesche Zeitung).

"An der Sonnenwendfeier nahmen auf dem landwirtschaftlichen Anwesen 160 zum Teil amtsbekannte Personen aus ganz Norddeutschland teil. Sie verlief ohne Zwischenfälle", bilanzierte die Celler Polizei am 21. Dezember. Einem Bericht zu Folge waren in diesem Jahr auf dem Anwesen des NPD-Mitglieds Nahtz unter anderem externer LinkThomas Wulff und externer LinkManfred Börm anwesend.

Bei den besagten Durchsuchungen - angeblich im Bereich Winsen - sei in einem Fall ein Sondereinsatzkommando der Polizei zum Einsatz gekommen. Neben den beiden Schusswaffen seien auch Munition und rechtsextremistisches Propagandamaterial beschlagnahmt worden. "Die Ermittlungen stehen erst am Anfang“, so ein Sprecher der Celler Polizei.

Wie die Cellesche Zeitung berichtete, habe die Polizei mitgeteilt, dass sich in letzter Zeit zudem "am Kalker-See zwischen Winsen und Wietze Rechtsextreme zu wehrsportlichen Übungen getroffen haben". Bezüglich eines solchen Treffens Mitte Juli diesen Jahres ist dahingehend von "militaristischen Übungen" die Rede. Die Anführerschaft dieser Wehrsportgruppe weise in Richtung eines 28-jährigen ehemaligen Bundeswehrsoldaten aus Winsen, der "in der Vergangenheit bereits wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz aufgefallen" wäre. In der externer LinkRegion hatten bereits vor einigen Jahren die Aktivitäten des im September 1978 gegründeten externer LinkNÜB (Nothilfstechnische Übungs- und Bereitschaftsstaffel e.V.), auch bekannt als externer LinkWehrsportgruppe Jürgens, für durchaus überregionales Aufsehen gesorgt.

Nach dem nicht zuletzt schon die 2007'er Sonnenwendfeier im Landkreis Celle alle Jahre wieder in den Fokus rückte, versucht die Celler Polizei nunmehr, "die Neonazi-Treffen bei Nahtz einzudämmen" (Cellesche Zeitung). So gebe es Hinweise, dass "es sich um eine politische Veranstaltung handelt" - "Wir werden mit dem Landkreis darüber reden“, wird der Leiter der Polizeiinspektion Celle zitiert.

Quelle
Redok [28.12.08]

Siehe auch:

Neonazis unter Waffen (Polizei findet bei zwei Rechtsradikalen in Celle Gewehre und Munition. Zweiter Fund binnen eines Monats. Vermutlich Verbindungen zu Brauchtumsfeiern auf Escheder Bauernhof. Polizei erkennt gestiegene Gewaltbereitschaft) [29.12.08]
Niedersachsen: Neonazis unter Waffen (ehemaliger Soldat aus Winsen soll die Truppen führen)

Thursday, March 19, 2009

Neonazis wollen JN in Niedersachsen reaktivieren

Am 21. Februar 2009 hat in Eschede nach Polizeiangaben ein Treffen der “Jungen Nationaldemokraten” (JN) stattgefunden. Abermals fand diese Veranstaltung der neonazistischen Organisation auf dem Hof eines NPD-Mitgliedes statt, der schon in der Vergangenheit immer wieder sein landwirtschaftliches Anwesen für Treffen wie z.B. Sommer- und Wintersonnenwendfeiern zur Verfügung gestellt hatte, schreibt die Polizei weiter. Nach Einschätzung der Celler Polizei diente die Zusammenkunft der Neuorganisation der JN für den Bereich der Lüneburger Heide. Wie schon bei den vorangegangenen Treffen der rechtsextremen Szene fand auch diese ohne jegliche Außenwirkung statt.

Recherche Nord berichtet über das Treffen, die beabsichtigte Neustrukturierung des JN-Landesverbandes komme wenig überraschend und stehe beispielhaft für die derzeitigen organisatorischen Umwälzungen innerhalb der niedersächsischen NPD. Das Treffen fand demnach auf dem landwirtschaftlichen Anwesen des NPD Funktionärs Joachim Nahtz statt.

Siehe auch: Schwere Brandstiftung: Anklage gegen südniedersächsische Neonazis, NPD Niedersachsen stellt Landesliste für Bundestagswahl auf, Neonazi-Schulungszentrum: Faßberg will Landhaus erwerben, “Als Haus wärst du `ne Hütte”: Neonazis bieten, Gemeinden zahlen

Quelle
NPD-Bolg.de [23.02.09]

Siehe auch:

Eschede/ Hof Nahtz: JN-Stützpunktgründung (Dennis Bührig, Celler Kameradschaft 73, Florian Cordes, Manfred Börm, Lasse Krüger, "Snevern Jungs") [25.02.09]
Rechter Nachwuchs rückt zusammen [26.02.09]


Monday, November 26, 2007

Kandidatenkür

Im niedersächsischen Wahlkampf muss sich die NPD auf politisch unberechenbare Neonazis mit unrühmlichem Vorleben verlassen.

Das Wochenende Mitte November stand für die niedersächsische NPD und die Freien Nationalisten ganz im Zeichen der kommenden Landtagswahl im Januar 2008. Am Samstag, den 17. hielten ab 9.00 Uhr rund 100 Neonazis eine Kundgebung in Georgsmarienhütte bei Osnabrück ab. Dort möchte Jörg Fischer aus Vechta als Direktkandidat antreten, gegen ihn läuft nach mehreren Hausdurchsuchungen ein Verfahren wegen Bildung einer bewaffneten Gruppe. Gemeinsam mit seinem Kameraden Christian von Velsen organisierte Fischer auch die anschließend stattfindende zweite Kundgebung in seinem Wohnort Vechta. Fischer und von Velsen sind beide in der für die Kinder- und Jugenderziehung im braunen Lager zuständige „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ) aktiv.

An diesem Samstag läuteten die Glocken von St. Georg in der Vechtaraner Innenstadt zur vollen Stunde besonders lange. Von bürgerlichem Protest war nichts zu sehen, aber junge Gegendemonstranten klapperten gleich neben der NPD-Kundgebung mit den Deckeln von Mülltonnen. An den Polizeisperren machten an die 300 Nazigegner mit lauter Stimme und Musikinstrumenten zudem großen Lärm. Eine Geräuschkulisse, die die Neonazis auf dem Europaplatz sichtlich nervte, denn trotz Lautsprecheranlage gingen die Redebeiträge von Christian von Velsen, Dennis Bührig aus Celle, Christian Worch, Thomas Wulff und Marcus Winter aus dem Weserbergland unter. Andreas Molau ließ sich entschuldigen, in Georgsmarienhütte wurde seine Botschaft an die Kameraden vom Band abgespielt. Der NPD-Direktkandidat für Vechta, Markus Pohl, fehlte ebenfalls. Pohl, kaufmännischer Angestellter mit Hooligan-Background, stammt ursprünglich aus Lengerich in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder setzte sich Pohl für den Aufbau der Neonazi-Strukturen in Münster, Steinfurt, Osnabrück und Vechta ein – immer in Kooperation zwischen Kameradschaften und Partei. Auf der Homepage der NPD-Niedersachsen wird stolz verkündet, dass die Unterstützerunterschriften für den Wahlkreis Vechta bereits zusammengekommen seien.

In der Lüneburger Heide dagegen wird noch eifrig gesammelt. Direktkandidat für den Wahlkeis Soltau-Fallingbostel will der Anführer der Kameradschaft „Snevern Jungs“, Matthias Behrens aus Schneverdingen werden. Angeblich will auch Stefan Klingbeils kandidieren. Unterstützung bekamen die Freien Nationalisten vom NPD-Strategen Peter Marx und dem Leiter des Bundesordnungsdienstes Manfred Börm aus Lüneburg.

„Keks für das Deutsche Reich“

Nachhilfe für die potenziellen Wahlkreis-Kandidaten scheint bitter nötig. Viele der heute bemüht bieder auftretenden Neu-NPDler tummelten sich vor kurzem noch auf Kameradschaftsabenden oder Skinhead-Partys. Ihre parteipolitische Erfahrung ist begrenzt, der bürgerliche Auftritt in der Öffentlichkeit ungewohnt. Ausgerechnet in NPD-Zielgebieten, wirtschaftlich schwächere Regionen wie an der Nordsee zwischen Wilhelmshaven und Wittmund, muss sich die Parteiführung auf Neonazis mit unrühmlichem Vorleben und politischer Unberechenbarkeit verlassen.

Gegen den neuen NPD-Chef in Wilhelmshaven, Nico Ahlrichs, wurde bereits mehrfach polizeilich ermittelt. Ahlrichs war wie Manuel Wojtczak in der „Freien Jugend Ostfriesland“, später „AG Wiking“, aktiv. Beide nahmen an einer Maibaum-Feier in Carolinensiel vor zwei Jahren teil. Nachdem der Maibaum in Form einer Lebensrune errichtet worden war, verlief die Party mit „Sieg Heil“-Gegröle und Neonazi-Musik. Auf Filmmaterial ist zu sehen, wie Ahlrichs in die Kamera schreit: „Ich esse diesen Keks für das Deutsche Reich!“, Wojtczak sogar beim Pogo-Tanz den Arm zum Hitlergruß erhebt. Der Freie Nationalist und Anführer der Kameradschaft AG Wiking will für den Wahlkreis Wittmund kandidieren. Der 1981 in Gardelegen geborene Wojtczak ist nach Recherchen von Stop-Rechts in Wilhelmshaven mehrfach verurteilt, unter anderem wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung, Beleidigung, Bedrohung und Hausfriedensbruch sowie wegen versuchter vorsätzlicher gefährlicher Körperverletzung – ausgesetzt zur Bewährung.

Gewalttaten von rechts gehen im Nordwesten unter, dort gibt es weder Opferberatungsstellen noch mobile Einsatzteams. In Oldenburg läuft ein Prozess gegen einen 19-jährigen Neonazi aus Westerstede. Der Angeklagte schlug nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mehrfach ältere Migranten auf der Straße, einem 15-Jährigen, der zur Hilfe kam, rammte er ein Springmesser in den Bauch. Während der Attacke beleidigte der Neonazi sein Opfer noch mit ausländerfeindlichen Parolen.

Den für die NPD interessanten Raum Cuxhaven decken erfahrene NPD-Wahlkämpfer wie Adolf Dammann und Fritz-Ulrich Bundt aus Stade mit ab. Der 1953 geborene Bundt, der auf Platz 10 der Landesliste kandidiert, blickt auf eine militante politische Vergangenheit zurück. Er war an mehreren Übergriffen beteiligt, pflegte nach Recherchen des Buchautors Jürgen Pomorin Kontakte zu Schlägerbanden, fuhr mit seinem Auto in eine Menschenmenge. Aus beruflichen Gründen bewegt sich der niedersächsische NPD-Schatzmeister als wichtiger Drahtzieher im Hintergrund, denn Bundt ist wie Dammann gelernter Bankkaufmann. Überhaupt versuchen viele der NPD-Kandidaten in Kleingewerbe und Mittelstand Fuß zu fassen. Es sind Bauunternehmer, Unternehmens- und Finanzberater, Antiquitätenhändler, Handwerker, Bäcker und ein Landwirt darunter. Ralf Tarnozek, der im Wahlkreis Bramsche bei Osnabrück kandidieren will, betreibt einen Armee- und Gotchashop.

Einen Hang zu Waffen haben auch die NPD-Wahlkämpfer Marc Reuter aus Bremervörde und Roman Greifenstein aus Munster bewiesen. NPD-Stadtrat Reuter gehörte zu den norddeutschen Führern des militanten „Stahlhelm-Kampfbund für Europa“, bei dessen Anhängern in der Pfalz Ende der 90er Jahre schwere Waffen gefunden wurden. Greifenstein saß Ende der 90er Jahre eine Haftstrafe wegen Gewaltdelikten ab, zuvor war er bereits mit Waffen aufgefallen. Greifenstein, der die „Freien Kräfte Munster“ im Internet mit der Reichsfahne in der Hand repräsentiert, will als Direktkandidat der NPD für den Wahlkreis Lüneburg antreten.

Hauptansprechpartner vonseiten der Freien Nationalisten ist für NPD-Spitzenkandidat Andreas Molau ein kleiner rothaariger Mann mit Nickelbrille: Dieter Riefling aus Hildesheim. Der überzeugte Anhänger des „Deutschen Reiches“ wirkt seit über 20 Jahren in der radikalen braunen Szene. Er war in der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (1995 verboten) und dem Blood&Honour-Netzwerk“ (verboten 2000) aktiv, führte die Kameradschaft Recklinghausen, sang in einer Skin-Band. Einem zivilen Polizisten zertrümmerte Riefling das Nasenbein. Seine Bewährung für Straftaten reichte bis Oktober 2004. Von Hildesheim aus steuert Riefling die Vernetzung der Freien Kräfte in Niedersachsen, bildet so genannte „Bürgerinitiativen für Zivilcourage“ und tritt als Direktkandidat für den Wahlkreis Hildesheim an.

„Ein Mann, der mit den Bürgern sprechen kann“

Ebenso rührig geht es zur Zeit in den Landkreisen Goslar und Osterode zu. Seitdem sich immer mehr Neonazis in Bad Lauterberg ansiedelten und dort auf alteingesessene bürgerliche NPD-Strukturen zurückgreifen können, wächst die rechte Szene dort mit einem hohen Maß an Selbstbewusstsein. Der ehemalige Skinhead Michael Hahn, der nach Verfassungsschutzangaben in der Vergangenheit auch an Schlägereien in Berlin beteiligt war, sitzt heute im Stadtrat von Bad Lauterberg. Allein vier Neonazis aus dem Ort sind auf der Landesliste der NPD vertreten, neben Hahn noch die Liedermacher Annett und Michael Müller, sowie der wegen Volksverhetzung verurteilte Carsten Steckel. In der Region gab es Übergriffe mit Verletzten, konspirative Veranstaltungen in einer Stammkneipe, eine Attacke auf einen aussteigewilligen Jugendlichen und jüngst ein gemeinsames Heldengedenken mit den Kameradschaften Northeim und Eichsfeld im Siebertal. In Harzvororten wie Vienenburg und Salzgitter bemühen sich NPDler und Kameradschaftsaktivisten, neue Strukturen aufzubauen.

Ruhig und ungestört lebt es sich in Groß Denkte, dem Wohnort des NPD-Spitzenkandidaten Andreas Molau im Landkreis Wolfenbüttel. Das Namensschild an dem unscheinbaren Einfamilienhaus ist Handarbeit aus Naturholz. Molau, schwärmt NPD-Bundesvorsitzender Udo Voigt, sei „ein Mann, der mit den Bürgern sprechen kann“. Ob der das in seiner Heimatgemeinde macht, bleibt fraglich. Dort scheint sich der NPD-Mann kaum einzubringen. Nur einer der Anwohner, direkt nebenan, kennt ihn: „Ein sehr netter Herr. Die NPD ist ja nicht verboten.“ Im Vereinsleben, weiß der stellvertretende Bürgermeister Jan-Christian Müller (Grüne), taucht „Herr Molau“ nicht auf.

Monday, May 11, 2009

Rechte Szene im Norden orientiert sich neu

Wenn Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann heute in Hannover den Jahresbericht seines Landesamtes für Verfassungsschutz präsentiert, kann er sich beim Blick auf den Rechtsextremismus zwischen Buxtehude und Göttingen auf den ersten Blick entspannt zurücklehnen: Die Zahlen signalisieren eine Stabilisierung der braunen Szene auf hohem Niveau. Rund 2.800 Rechtsextremisten werden in Niedersachsen vom Verfassungsschutz für das Jahr 2008 gezählt, im Vorjahr waren es 2.760. Auch die Zahl der als besonders gewaltbereit geltenden sogenannten "Freien Kameradschaften" ist mit rund 20 nahezu gleichgeblieben.
Höhere Brutalität

Doch die Szene selbst ist in Bewegung geraten. Sie wird zum Teil radikaler und brutaler, zum Teil verpasst sie sich ein bürgerliches Image und wird damit gefährlicher. Für die Radikalisierung verantwortlich sind vor allem die sogenannten "Autonomen Nationalisten" - junge Neonazis, die äußerlich Anleihen machen beim schwarzen Outfit der Linksautonomen, deren selbst von Gerichten festgestellte Brutalität und Gewaltbereitschaft nicht zuletzt die Ursache für die Untersagung der Neonazi-Demo am 1. Mai in Hannover war.

Gruppen dieser "Autonomen Nationalisten" gibt es nach Informationen von Gerhard Bücker vom Landespräventionsrat Niedersachsen vor allem in kleineren Dörfern und Gemeinden. Schwerpunktgebiete seinen die Lüneburger Heide, aber auch Ostfriesland, Ostniedersachsen und die Umgebung von Bremen: ...lesen

Tuesday, May 29, 2007

HDJ-Zeltlager in nds. Eschede

HDJ-Zeltlager mit ca. 200 Neonazis im niedersächsischen Eschede über Pfingsten ...lesen

Siehe auch:

Völkisches Pfingstlager

Die Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ) führte ihr Pfingstlager am vergangenen Wochenende mit etwa 200 Teilnehmern auf dem Gelände des NPD-Mannes Joachim Nahtz in Eschede bei Celle durch.
Ursprünglich sollte das Lager im hessischen Hofgeismar stattfinden, doch einem Bericht der „Celleschen Zeitung“ zufolge, kündigte der Verpächter der HDJ nach Gesprächen mit der Polizei. Nur rund 20 Kilometer vom ehemaligen Neonazi-Zentrum Hetendorf in der Lüneburger Heide entfernt, schlugen die Neonazis mit Kindern und Jugendlichen ihre weißen Jurten auf, unter ihnen waren der HDJ-Bundesführer und ehemalige sächsische Wiking-Jugend-Gauführer Sebastian Räbiger, sowie die ehemaligen Wiking-Jugend-Funktionäre Manfred Börm und Gerd Ulrich. Auch die HDJ-„Einheiten“ Franken und Hessen waren vertreten, sowie die „Einheiten“ „Preußen“ und „Mecklenburg-Pommern“, neben anderen durch Jörg Hähnel, Michael Gielnik, Frank Klawitter und Torgej Klingbiel. Am Samstag wurde ähnlich den „Germanischen Sechskämpfen“ in Hetendorf Sperrwurf geübt, am Sonntag gab es Volkstanz und Singen. „Es ging aber auch militärisch zu“, bestätigte einer der anwesenden Polizeibeamten, obwohl das Tragen der uniformähnlichen HDJ-Kluft untersagt worden war. So traten Jugendliche zum Fahnenappell an und laute Befehle waren zu hören. Mitglieder des NPD-Ordnerdienstes kontrollierten mit Funkgeräten auf dem Gelände, unter ihnen war auch Christian Fischer, NPD-„Stützpunktleiter“ aus Vechta. Gegen ihn wird zur Zeit nach einer Razzia wegen „Bildung einer bewaffneten Gruppe“ ermittelt. Er hatte gemeinsam mit 25 anderen Neonazis im August letzten Jahres ein paramilitärisches Camp an der deutsch-holländischen Grenze durchgeführt. (ar)

Quelle
Bnr [29.05.07]

Siehe auch:

DGB fordert Verbot [30.05.07]



Tuesday, March 31, 2009

Winsen: Waffenfunde bei Neonazis in der Lüneburger Heide

Bei einer Razzia gegen eine so genannte "Wehrsportgruppe" im niedersächsischen Winsen/Aller (Landkreis Celle) hat die Polizei mehrere Wohnungen sowie den Spind eines Bundeswehrangehörigen in einer Kaserne durchsucht und etwa 20 Waffen gefunden. Sieben Männer zwischen 17 und 26 Jahren werden laut der Staatsanwaltschaft Lüneburg der Bildung bewaffneter Gruppen, Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verdächtigt. ...lesen

Siehe auch:

20 Waffen von Rechtsradikalen sichergestellt („Division 88“)

Monday, March 24, 2008

Ludendorffer, "autonome" Nazis und Widerstand

Seit mehr als drei Jahrzehnten richtet der „Bund für Deutsche Gotteserkenntnis“ (Ludendorffer) jedes Jahr seine Ostertagung in Dorfmark (Lüneburger Heide) aus.
Doch seit einigen Jahren regt sich immer mehr Widerstand…
Bei den Ludendorffern handelt es sich um eine völkische, rassistische und antisemitische Weltanschauungsgemeinschaft.
Grundlage dieser Weltanschauung sind die Werke Mathilde Ludendorffs, in diesen unterteilt die Autorin die Menschen in „Licht- und Schachtrassen“.
Nach Ludendorffs Theorie ist das deutsche Volk durch Kommunismus, Freimaurer- und Christentum „entwurzelt, so dass Juda leichtes Spiel hat“. Weiter heißt es in ihren antisemitischen Schriften, dass die „jüdische Schachtrasse“ deutsche Kinder durch "verjudete christliche Erziehung" schaden würde. Dagegen müssten die „Lichtrassen“ mit ihrem „Recht des Stärkeren“ vorgehen.
(...)
Bereits bevor der Informationsstand gegen 14 Uhr aufgebaut wurde, sammelten sich vor dem „Deutschen Haus“ acht „autonome Nationalisten“, darunter Söhnke Dorten, Lars Poppke und Patrick Robert Riemer aus Soltau, Julian Monaco aus Bomlitz und Martin Pieger aus Walsrode.
Dorten, Poppke, Riemer und Monaco waren bei der Störung einer Informationsveranstaltung am 24. Januar in Ganderkesee beteiligt. ...lesen

Siehe auch:

Rassistische Beleidigungen in Dorfmark [25.03.08]

Zum Thema:

“Ludendorffer” trafen sich erneut in Dorfmark [14.04.09]

Wednesday, August 30, 2006

Schnelle „Kameraden“

Schneverdingen – Zum wiederholten Male konnten Neonazis offen unter dem Namen ihrer Kameradschaft „Snevern Jungs“ am Volkslauf des größten Volksfestes in der Lüneburger Heide teilnehmen.
Obwohl auch der niedersächsische Verfassungsschutz in seinem Jahresbericht 2005 davor warnt, dass die „Snevern Jungs“ aus Schneverdingen „auf polititsch-ideologische Außenwirkung“ ausgerichtet sind, durfte die Gruppe um Matthias Behrens und Marcel Schindler die 5-Kilometer-Strecke mitlaufen. Wie andere Teilnehmer wurden auch die glatzköpfigen Neonazis in ihren T-Shirts mit der Aufschrift „Wer von der Lüge lebt, muss die Wahrheit fürchten“ von den zahlreichen Zuschauern am Wegesrand euphorisch beklatscht. Kaum jemand nahm überhaupt daran Anstoß, auch nicht als Schindler sein Shirt auszog und ein großes „Blood&Honour“-Tattoo auf dem Bauch entblößte. Zur Kameradschaft „Snevern Jungs“ zählt auch der 1998 wegen eines Überfalls vorbestrafte Roman Greifenstein, der schon als Anhänger des „Stahlhelm-Kampfbund für Europa“ zum Umfeld des damaligen Schulungszentrum Hetendorf Nr.13 von Jürgen Rieger gehörte. Die Kameradschaft „Snevern Jungs! gilt als sehr gut organisiert und verfügt über bundesweite Kontakte im Neonazi-Lager. Wie weit sich die Rechtsextremisten auch im bürgerlichen Spektrum etablieren konnten, zeigen weitere Aktionen. So nahmen die „Snevern Jungs“ als größere Gruppe nicht nur an Volksläufen teil, sondern auch an mehreren Preisskat-Tunieren unter anderem der Katholischen Männergemeinschaft Munster sowie an einer Müllsammelaktion mit dem Titel „Sauberes Schneverdingen“. (am)

Quelle
Bnr [29.08.06]