antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Tuesday, September 05, 2006

Prominenter Neuzugang - Jürgen Rieger wird Nationaldemokrat.

Jürgen Rieger tritt der NPD bei. Sie sei die „einzige Oppositionspartei und müsse deswegen gestärkt werden“, lässt der Hamburger Rechtsanwalt erklären. Seinen Mitgliedsantrag gab er in Hamburg-Altona ab.
Die Verbreitung der Beitrittserklärung hat der Vize-Vorsitzende der niedersächsischen NPD, Adolf Dammann, übernommen. Seine Parteispitze stellte Dammann kürzlich erst vor die Wahl, eine für den 28. Oktober in Göttingen angemeldete Demonstration abzusagen oder von seinen Ämtern zurückzutreten. Dammanns gute Kontakte zur Kameradschaftsszene werden in der niedersächsischen NPD seit längerem beargwöhnt. Die „Volksfront bröckelt“ meint denn auch der Hamburger Christian Worch, der zum wiederholten Male gemeinsam mit Dammann in Göttingen aufmarschieren will. Der Rieger-Beitritt soll diesem Trend offenbar entgegenwirken.
Das „Heisenhof“-Projekt von Jürgen Rieger hat Adolf Dammann von Anfang an unterstützt. Ehemalige Bewohner des Anwesens in Dörverden treten für die NPD zu den Kommunalwahlen am 10. September im Kreis Verden an, der zu dem vom Dammann geleiteten Unterbezirk Stade/Elbe-Weser gehört. Im November wird sich Dammann von Rieger anwaltlich vertreten lassen bei einem Berufungsprozess in Stade gegen ein Urteil von Januar dieses Jahres wegen Beleidigung von Politikern und Verunglimpfung des Staates. Ebenfalls im November soll Rieger, laut Dammann, beim Bundesparteitag der NPD für einen Vorstandsposten kandidieren.

Quelle
Bnr [05.09.06]

Siehe auch: Rieger wird NPD-Mitglied
Neonazi-Anwalt Rieger tritt in die NPD ein
Finanzier der Rechtsextremisten tritt nun offen auf [06.09.06]
Rieger tritt in die NPD ein
Hamburger Anwalt Rieger wird NPD-Mitglied [07.09.06]
Reich und rechts: Neonazi-Anwalt tritt NPD bei

In der Folge: Rechte Offensive in Hamburg befürchtet [11.09.06]
Konfliktpotenzial [15.09.06]

Tuesday, November 07, 2006

Stade: Adolf Dammann im Parlament begrüßt

Stade. Sie schüttelten ihm die Hand und gratulierten ihm zum 67. Geburtstag: Ohne Kommentar oder Widerspruch der übrigen Politiker nahm heute der Vize-Vorsitzende der niedersächsischen NPD, Adolf Dammann aus Buxtehude, seinen mit 1,6 Prozent der Stimmen errungenen Sitz im Kreistag von Stade ein. Es blieb der Antifa vorbehalten, mit einem Transparent ("Rechte Strukturen zerschlagen") vor dem Gebäude auf den Einzug des einflussreichen Rechtsextremen ins Kommunalparlament hinzuweisen...lesen

Siehe auch:

Adolf Dammann - eine Stütze des Systems

Friday, September 22, 2006

NPD / Aktivisten

"Ich bin ein Meinungsverbrecher"
Stade/Buxtehude. Einer der wichtigsten Köpfe der NPD in Niedersachsen ist Adolf Dammann, der Ende Oktober mit seinen Kumpanen aus dem Neonazi-Umfeld von Christian Worch in Göttingen demonstrieren will, auch wenn seine eigenen Partei-Vorgesetzten ihm diese Zusammenarbeit verbieten. Am 28. November 2006 steht Dammann in Stade wieder einmal vor Gericht, wegen Verunglimpfung des Staates und Beleidigung. Ein Hintergrundbericht über den letzten Kampf des NPD-Funktionärs Adolf Dammann

Wednesday, December 13, 2006

Niedersachsen: Revolte gegen den Landeschef

Hannover – Es brodelt bereits seit Monaten an der niedersächsischen NPD-Basis.
Im Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen im Januar 2008 wächst der Widerstand gegen den bisherigen Landesvorsitzenden Ulrich Eigenfeld. In dieser Woche übergaben NPD-Mitglieder dem Landesgeschäftsführer Malte Holzer eine mehrseitige Unterschriftenliste, auf der 67 Unterzeichner einen Sonderparteitag „zum Zwecke einer Vorstandsneuwahl“ der NPD in Niedersachsen fordern. Ein Großteil der Unterschriften stammt aus dem NPD-Unterbezirk Stade. Ziel des Aufrührerkreises um Landesvize Adolf Dammann und Hans-Gerd Wiechmann kann nur die Abwahl Eigenfelds sein, da unter dessen Führung die Gefahr bestehe, dass auch die zukünftige Wahl, „wie in der Vergangenheit geschehen“, auf die „leichte Schulter“ genommen werden könnte. Ziel der NPD-Rebellen ist es nach eigenen Angaben, in dem nördlichen Flächenland ein Ergebnis zu erzielen, „dass uns in die staatliche Parteienfinanzierung einbringt“. Das ginge jedoch nur mit Wahlkampfunterstützung der Kameradschaften und die zeigten unter dem amtierenden Landesvorstand ihr Desinteresse. Christian Worch aus Hamburg spielt die machtvolle Position der Freien Nationalisten aus. Er schreibt: „Daher haben maßgebliche parteifreie Aktivisten aus Norddeutschland bereits erklärt, einen unter Leitung von Adolf Dammann stehenden Landesverband im Wahlkampf unterstützen zu wollen.“ Während das Interesse „im Falle der Fortdauer“ von Eigenfeld „gegen null tendiert“. (ar)
13.


Quelle
Bnr [13.12.06]

Monday, April 16, 2007

Scharzfeld: Punktsieg für Eigenfeld

Der langjährige NPD-Landesvorsitzende in Niedersachsen, Ulrich Eigenfeld aus Oldenburg, ist am 15. April beim Landesparteitag der Partei in Scharzfeld bei Bad Lauterberg wiedergewählt worden.
Der Neuwahl des Landesvorstandes waren interne Streitigkeiten vorausgegangen. So hatte eine Gruppe um Eigenfeld-Konkurrent Adolf Dammann aus Buxtehude die Abwahl des amtierenden Vorsitzenden gefordert, um den Weg für eine engere Zusammenarbeit mit den Freien Kräften freizumachen. Dieser Coup gelang nicht, bei der Abstimmung der 70 anwesenden Delegierten unterlag Dammann. Insgesamt herrschte am dem Sonntag unter den rund 100 anwesenden Neonazis angespannte Stimmung. In längeren Reden hatten sich unter anderem Udo Voigt und Holger Apfel für Eigenfeld stark gemacht. Einige Anhänger der Freien Nationalisten zogen daraufhin ihre Kandidaturen für weitere Posten zurück. Die „Kameradschaft Weserbergland“ verließ vorzeitig den Saal. Nur mit Mühe konnte Dammann zur Kandidatur bei den Landtagswahlen im Januar 2008 überredet werden. Als Spitzenkandidat der NPD soll der ehemalige Waldorf-Lehrer Andreas Molau den schwelenden Streit zwischen den rechten Fronten lösen. Der 39-Jährige, der laut NPD-Angaben „für die nationale Sache“ wirbt „wie kein anderer“, biederte sich dann auch in seiner Antrittsrede den Freien Kräften an. Nach eigenen Angaben war die zuständige Polizeibehörde in Northeim über den geplanten NPD-Parteitag im Harz-Ort Scharzfeld vorab nicht informiert. Das Dorfgemeinschaftshaus ist privat verpachtet. Der Wirt begrüßte gegen Mittag den Herzberger CDU-Bürgermeister Gerhard Walter, der auch für Scharzfeld zuständig ist. Walter räumte gegenüber Journalisten ein, nichts dagegen zu haben, daß die NPD dort tagt, „solange nichts passiert“. Gegenüber Fotografen ging er allerdings rigeroser vor, denen griff er in die Kamera und wies drohend auf seine 20-jährige Laufbahn bei der Polizei hin. (ar)

Quelle
Bnr [16.04.07]

Siehe auch:

Palastrevolte der "Kameraden" abgewehrt
Niedersachsen: Eigenfeld siegt im NPD-Machtkampf
Neonazis konnten unbehelligt tagen [18.04.07]
Nach den Rechten geschaut

Thursday, August 31, 2006

NPD-Landesvize unter Beschuss

Hannover – Der Streit innerhalb der niedersächsischen NPD eskaliert weiter.
Wie im NPD-kritischen Bremer Forum beklagt wird, hat der Landesvorstand unter der Regie von Ulrich Eigenfeld den stellvertretenden niedersächsischen Landesvorsitzenden Adolf Dammann aufgefordert, die Anmeldung für eine Demonstration am 28. Oktober in Göttingen zurückzuziehen oder aber sein Amt niederzulegen. Den Aufmarsch organisiert Dammann in Zusammenarbeit mit Christian Worch. Dammann, so wird der Landesvorstand zitiert, solle nun „schriftlich erklären, keine Kundgebung oder Demonstration ohne Zustimmung des Landesverbandes anzumelden“. An dem Beschluss hätten lediglich sieben der zwölf Vorstandsmitglieder mitgewirkt, von denen sich zudem zwei der Stimme enthielten, wird im Bremer Forum berichtet. (ts)

Quelle
Bnr [31.08.06]

Monday, November 26, 2007

Kandidatenkür

Im niedersächsischen Wahlkampf muss sich die NPD auf politisch unberechenbare Neonazis mit unrühmlichem Vorleben verlassen.

Das Wochenende Mitte November stand für die niedersächsische NPD und die Freien Nationalisten ganz im Zeichen der kommenden Landtagswahl im Januar 2008. Am Samstag, den 17. hielten ab 9.00 Uhr rund 100 Neonazis eine Kundgebung in Georgsmarienhütte bei Osnabrück ab. Dort möchte Jörg Fischer aus Vechta als Direktkandidat antreten, gegen ihn läuft nach mehreren Hausdurchsuchungen ein Verfahren wegen Bildung einer bewaffneten Gruppe. Gemeinsam mit seinem Kameraden Christian von Velsen organisierte Fischer auch die anschließend stattfindende zweite Kundgebung in seinem Wohnort Vechta. Fischer und von Velsen sind beide in der für die Kinder- und Jugenderziehung im braunen Lager zuständige „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ) aktiv.

An diesem Samstag läuteten die Glocken von St. Georg in der Vechtaraner Innenstadt zur vollen Stunde besonders lange. Von bürgerlichem Protest war nichts zu sehen, aber junge Gegendemonstranten klapperten gleich neben der NPD-Kundgebung mit den Deckeln von Mülltonnen. An den Polizeisperren machten an die 300 Nazigegner mit lauter Stimme und Musikinstrumenten zudem großen Lärm. Eine Geräuschkulisse, die die Neonazis auf dem Europaplatz sichtlich nervte, denn trotz Lautsprecheranlage gingen die Redebeiträge von Christian von Velsen, Dennis Bührig aus Celle, Christian Worch, Thomas Wulff und Marcus Winter aus dem Weserbergland unter. Andreas Molau ließ sich entschuldigen, in Georgsmarienhütte wurde seine Botschaft an die Kameraden vom Band abgespielt. Der NPD-Direktkandidat für Vechta, Markus Pohl, fehlte ebenfalls. Pohl, kaufmännischer Angestellter mit Hooligan-Background, stammt ursprünglich aus Lengerich in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder setzte sich Pohl für den Aufbau der Neonazi-Strukturen in Münster, Steinfurt, Osnabrück und Vechta ein – immer in Kooperation zwischen Kameradschaften und Partei. Auf der Homepage der NPD-Niedersachsen wird stolz verkündet, dass die Unterstützerunterschriften für den Wahlkreis Vechta bereits zusammengekommen seien.

In der Lüneburger Heide dagegen wird noch eifrig gesammelt. Direktkandidat für den Wahlkeis Soltau-Fallingbostel will der Anführer der Kameradschaft „Snevern Jungs“, Matthias Behrens aus Schneverdingen werden. Angeblich will auch Stefan Klingbeils kandidieren. Unterstützung bekamen die Freien Nationalisten vom NPD-Strategen Peter Marx und dem Leiter des Bundesordnungsdienstes Manfred Börm aus Lüneburg.

„Keks für das Deutsche Reich“

Nachhilfe für die potenziellen Wahlkreis-Kandidaten scheint bitter nötig. Viele der heute bemüht bieder auftretenden Neu-NPDler tummelten sich vor kurzem noch auf Kameradschaftsabenden oder Skinhead-Partys. Ihre parteipolitische Erfahrung ist begrenzt, der bürgerliche Auftritt in der Öffentlichkeit ungewohnt. Ausgerechnet in NPD-Zielgebieten, wirtschaftlich schwächere Regionen wie an der Nordsee zwischen Wilhelmshaven und Wittmund, muss sich die Parteiführung auf Neonazis mit unrühmlichem Vorleben und politischer Unberechenbarkeit verlassen.

Gegen den neuen NPD-Chef in Wilhelmshaven, Nico Ahlrichs, wurde bereits mehrfach polizeilich ermittelt. Ahlrichs war wie Manuel Wojtczak in der „Freien Jugend Ostfriesland“, später „AG Wiking“, aktiv. Beide nahmen an einer Maibaum-Feier in Carolinensiel vor zwei Jahren teil. Nachdem der Maibaum in Form einer Lebensrune errichtet worden war, verlief die Party mit „Sieg Heil“-Gegröle und Neonazi-Musik. Auf Filmmaterial ist zu sehen, wie Ahlrichs in die Kamera schreit: „Ich esse diesen Keks für das Deutsche Reich!“, Wojtczak sogar beim Pogo-Tanz den Arm zum Hitlergruß erhebt. Der Freie Nationalist und Anführer der Kameradschaft AG Wiking will für den Wahlkreis Wittmund kandidieren. Der 1981 in Gardelegen geborene Wojtczak ist nach Recherchen von Stop-Rechts in Wilhelmshaven mehrfach verurteilt, unter anderem wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung, Beleidigung, Bedrohung und Hausfriedensbruch sowie wegen versuchter vorsätzlicher gefährlicher Körperverletzung – ausgesetzt zur Bewährung.

Gewalttaten von rechts gehen im Nordwesten unter, dort gibt es weder Opferberatungsstellen noch mobile Einsatzteams. In Oldenburg läuft ein Prozess gegen einen 19-jährigen Neonazi aus Westerstede. Der Angeklagte schlug nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mehrfach ältere Migranten auf der Straße, einem 15-Jährigen, der zur Hilfe kam, rammte er ein Springmesser in den Bauch. Während der Attacke beleidigte der Neonazi sein Opfer noch mit ausländerfeindlichen Parolen.

Den für die NPD interessanten Raum Cuxhaven decken erfahrene NPD-Wahlkämpfer wie Adolf Dammann und Fritz-Ulrich Bundt aus Stade mit ab. Der 1953 geborene Bundt, der auf Platz 10 der Landesliste kandidiert, blickt auf eine militante politische Vergangenheit zurück. Er war an mehreren Übergriffen beteiligt, pflegte nach Recherchen des Buchautors Jürgen Pomorin Kontakte zu Schlägerbanden, fuhr mit seinem Auto in eine Menschenmenge. Aus beruflichen Gründen bewegt sich der niedersächsische NPD-Schatzmeister als wichtiger Drahtzieher im Hintergrund, denn Bundt ist wie Dammann gelernter Bankkaufmann. Überhaupt versuchen viele der NPD-Kandidaten in Kleingewerbe und Mittelstand Fuß zu fassen. Es sind Bauunternehmer, Unternehmens- und Finanzberater, Antiquitätenhändler, Handwerker, Bäcker und ein Landwirt darunter. Ralf Tarnozek, der im Wahlkreis Bramsche bei Osnabrück kandidieren will, betreibt einen Armee- und Gotchashop.

Einen Hang zu Waffen haben auch die NPD-Wahlkämpfer Marc Reuter aus Bremervörde und Roman Greifenstein aus Munster bewiesen. NPD-Stadtrat Reuter gehörte zu den norddeutschen Führern des militanten „Stahlhelm-Kampfbund für Europa“, bei dessen Anhängern in der Pfalz Ende der 90er Jahre schwere Waffen gefunden wurden. Greifenstein saß Ende der 90er Jahre eine Haftstrafe wegen Gewaltdelikten ab, zuvor war er bereits mit Waffen aufgefallen. Greifenstein, der die „Freien Kräfte Munster“ im Internet mit der Reichsfahne in der Hand repräsentiert, will als Direktkandidat der NPD für den Wahlkreis Lüneburg antreten.

Hauptansprechpartner vonseiten der Freien Nationalisten ist für NPD-Spitzenkandidat Andreas Molau ein kleiner rothaariger Mann mit Nickelbrille: Dieter Riefling aus Hildesheim. Der überzeugte Anhänger des „Deutschen Reiches“ wirkt seit über 20 Jahren in der radikalen braunen Szene. Er war in der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (1995 verboten) und dem Blood&Honour-Netzwerk“ (verboten 2000) aktiv, führte die Kameradschaft Recklinghausen, sang in einer Skin-Band. Einem zivilen Polizisten zertrümmerte Riefling das Nasenbein. Seine Bewährung für Straftaten reichte bis Oktober 2004. Von Hildesheim aus steuert Riefling die Vernetzung der Freien Kräfte in Niedersachsen, bildet so genannte „Bürgerinitiativen für Zivilcourage“ und tritt als Direktkandidat für den Wahlkreis Hildesheim an.

„Ein Mann, der mit den Bürgern sprechen kann“

Ebenso rührig geht es zur Zeit in den Landkreisen Goslar und Osterode zu. Seitdem sich immer mehr Neonazis in Bad Lauterberg ansiedelten und dort auf alteingesessene bürgerliche NPD-Strukturen zurückgreifen können, wächst die rechte Szene dort mit einem hohen Maß an Selbstbewusstsein. Der ehemalige Skinhead Michael Hahn, der nach Verfassungsschutzangaben in der Vergangenheit auch an Schlägereien in Berlin beteiligt war, sitzt heute im Stadtrat von Bad Lauterberg. Allein vier Neonazis aus dem Ort sind auf der Landesliste der NPD vertreten, neben Hahn noch die Liedermacher Annett und Michael Müller, sowie der wegen Volksverhetzung verurteilte Carsten Steckel. In der Region gab es Übergriffe mit Verletzten, konspirative Veranstaltungen in einer Stammkneipe, eine Attacke auf einen aussteigewilligen Jugendlichen und jüngst ein gemeinsames Heldengedenken mit den Kameradschaften Northeim und Eichsfeld im Siebertal. In Harzvororten wie Vienenburg und Salzgitter bemühen sich NPDler und Kameradschaftsaktivisten, neue Strukturen aufzubauen.

Ruhig und ungestört lebt es sich in Groß Denkte, dem Wohnort des NPD-Spitzenkandidaten Andreas Molau im Landkreis Wolfenbüttel. Das Namensschild an dem unscheinbaren Einfamilienhaus ist Handarbeit aus Naturholz. Molau, schwärmt NPD-Bundesvorsitzender Udo Voigt, sei „ein Mann, der mit den Bürgern sprechen kann“. Ob der das in seiner Heimatgemeinde macht, bleibt fraglich. Dort scheint sich der NPD-Mann kaum einzubringen. Nur einer der Anwohner, direkt nebenan, kennt ihn: „Ein sehr netter Herr. Die NPD ist ja nicht verboten.“ Im Vereinsleben, weiß der stellvertretende Bürgermeister Jan-Christian Müller (Grüne), taucht „Herr Molau“ nicht auf.

Tuesday, June 02, 2009

Konspirativer Wahlparteitag der NPD-Niedersachsen

Der Landesverband Niedersachsen der rechtsextremen NPD hat in Handorf (Kreis Lüneburg) einen “Wahl-Parteitag” abgehalten. Das berichtet der WESER-KURIER (Bremen) in seiner Montagsausgabe. Rund 70 Rechtsextremisten trafen sich auf dem Hof von NPD-Bundesvorstand Manfred Börm und “tagten” dort den ganzen Tag über in einem eigens aufgebauten Militärzelt.

Die Veranstaltung war einmal mehr hochkonspirativ organisiert: Am Vormittag wurden die Teilnehmer über mehrere “Schleusungspunkte” nach Handorf gelotst. Unter ihnen waren Anhänger der als gewaltbereit geltenden neonazistischen “Kameradschaft Snevern Jungs” aus Schneverdingen (Kreis Soltau-Fallingbostel) und der “Kameradschaft Celle 73″.
(...)
Wie der Bundesverband der NPD gilt ihr niedersächsischer Landesverband intern als heillos zerstritten: ...lesen

Siehe auch:

Landesparteitag der NPD-Niedersachsen in Handorf

Geheimer NPD-Parteitag in Handorf
Weitere Radikalisierung: Dammann neuer NPD-Chef in Niedersachsen (Ulrich Eigenfeld nicht mehr angetreten, Adolf Dammann neuer Landesvorsitzender, tellvertretender Vorsitzender Matthias Behrens, die weiteren Mitglieder Manfred Börm, Christian Berisha, Ricarda Riefling, ) [26.05.09]
NPD-Niedersachsen hat neuen Chef [27.05.09]
Der Schein-Moderate (Manfred Börm) [28.05.09]

Verwandte Themen:

NPD - Sonderparteitag bei Hannover [16.02.09]

Thursday, February 08, 2007

Stade: Dammann darf gegenschlagen

Das Landgericht Stade hat eine Verurteilung des niedersächsischen NPD-Funktionärs Adolf Dammann wegen Verunglimpfung des Staates und Beleidigung teilweise aufgehoben. ...lesen

Monday, August 13, 2007

NPD Niedersachsen

xtern versucht sich derzeit die niedersächsische NPD als Homogener Haufen zu präsentieren. Intern rumort es scheinbar weiterhin. Der gescheiterten Putsch innerhalb der Führungsriege der NPD Niedersachsen wurde durch die Öffentlichkeitsarbeit eines Andreas Molau noch locker beiseite gewischt. Doch ob die neue Führungsmannschaft auf der Brücke der niedersächsischen NPD eine Haverie des Unternehmens Landtagswahlkampf in Niedersachsen verhindern kann bleibt immer noch abzuwarten. In Flugblättern die von Unterstützerinnen des "geschassten" politischen Organisationsleiters und ehemaligen stellvertretenden Landesvorsitzenden Adolf Dammann verteilt werden, sucht man eine geeinte NPD in Niedersachsen vergebens. ...lesen

Tuesday, February 27, 2007

Jürgen Rieger führt Hamburger NPD

Der Blankeneser Rechtsanwalt Jürgen Rieger ist am 25. Februar von den Delegierten der NPD Hamburg zum neuen Landesvorsitzenden gewählt worden.
Nach internen Querelen war die bisherige Landesvorsitzende Anja Zysk mit dem gesamten Vorstand zurückgetreten. Bei den Neuwahlen kandidierte sie erneut, unterlag aber gegen ihren Kontrahenten Jürgen Rieger, der 18 Stimmen bekam – für Zysk hatten dagegen nur drei Delegierte gestimmt. Damit scheint ein weiterer NPD-Landesverband von ehemaligen freien Kräften dominiert zu werden. Als Drahtzieher des internen Putsches vermuten Kenner der Szene neben den beiden NPD-Bundesvorständlern Jürgen Rieger und Thomas Wulff, das „Aktionsbüro Nord“ um Tobias Theissen. Auch bei den anstehenden Neuwahlen des Landesvorstandes der NPD am 11. März in Niedersachsen könnte es zu einem Wechsel kommen. Gegen den als gemäßigt geltenden Nationaldemokraten Ulrich Eigenfeld wird vermutlich Landesvize Adolf Dammann antreten. Ein Gegenkonzept zu den Wahlplänen von Eigenfeld soll der pensionierte Bankfilialenleiter intern bereits vorgelegt haben, er plädiert für eine engere Zusammenarbeit mit der radikaleren Kameradschaftsszene. (ar)

Quelle
Bnr [26.02.07]


Siehe auch:

Rieger neuer NPD-Chef in Hamburg
Hamburg: Rieger übernimmt Landesvorsitz der NPD
Rieger neuer NPD-Chef
Hamburger NPD

Monday, June 22, 2009

Bürgermeister lädt NPD-Mann Dammann ins Rathaus ein

Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) war zu Gast bei Buxtehudes Bürgermeister Jürgen Badur (parteilos). Wie erst jetzt durch eine öffentliche Mitteilung des “Jugendbündnisses gegen Rechts im Landkreis Stade” bekannt wurde, hatte Badur vor mehreren Monaten alle Kreistagsabgeordneten zu einem informellen Gespräch ins Rathaus eingeladen, die in der Stadt Buxtehude wohnen. Grund des Gesprächs: Die Kreistagsvertreter sollten sich mit den Fraktionsspitzen des Stadtrats über politische Belange der Stadt Buxtehude austauschen.

Auf der Einladungsliste stand auch Adolf Damman, ...lesen