antifa , antifaschistische aktion , antifaschistische aktionen

Tuesday, December 11, 2007

NPD-Niederbayern nominiert Roßmüller als Spitzenkandidaten

Die NPD-Niederbayern hat nach eigenen Angaben den Multifunktionär Sascha Roßmüller “bei nur einer ungültigen Stimme einstimmig zum niederbayerischen Spitzenkandidaten für die kommende Landtagswahl nominiert”. Roßmüller bekleidet in der NPD das Amt des stellvertretenden Parteivorsitzenden und arbeitet als parlamentarischer Berater für die sächsische NPD-Landtagsfraktion. Weiter heißt es, die “Liste für die Wahl zum niederbayerischen Bezirksparlament führt nach dem Willen der niederbayerischen Nationaldemokraten der ehem. langjährige Leiter eines staatlichen Gesundheitsamtes und Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen Dr. med. Gerhard Gregori an”. Gregori kandidiere ebenfalls für den bayerischen Landtag und wurde direkt hinter Roßmüller auf die Liste zur Landtagswahl gewählt.

Siehe auch: Die NPD in Bayern - zwischen Jesus und Odin.


Wikipedia über Sascha Roßmüller.

Quelle
NPD-Blog [11.12.07]

Monday, February 25, 2008

Bayern: NPD tritt flächendeckend an

Nach eigenen Angaben besetzen “die Bayerische Nationaldemokraten erstmals alle 91 Stimmkreise im Freistaat” Bayern. Die stimmberechtigten Mitglieder im Münchner Wahlkreis 107 (Ramersdorf) wählten demnach Karl Richter, Spitzenkandidat der Bürgerinitiative Ausländerstopp München, zu ihrem Stimmkreisbewerber zur bayerischen Landtagswahl im September. Damit wurde den Angaben zufolge der letzte der 29 oberbayerischen Stimmkreise besetzt und damit erstmals seit 1972 alle bayerischen Stimmkreise mit eigenen Kandidaten besetzt. ...lesen

Siehe auch:

NPD-Wahlkampf in Bayern: Wahlantritt gefährdet? [22.06.08]
Bayern: NPD tritt flächendeckend an [22.07.08]

Zum Thema:

Bayern: Der “Kampf um die Straße” und der “Kampf und die Parlamente” (Die Süddeutsche Zeitung beschäftigt sich mit der Strategie und dem Auftreten der rechtsextremen NPD in Bayern.) [29.07.08]
Die NPD will provozieren [30.07.08]
Bayern: Grillabend statt Großveranstaltung [10.08.08]
Ein Toter als Kandidat (Kandidat auf Listenplatz Nummer 9 in Niederbayern, Edmund Nothaft, ist bereits im Februar dieses Jahres verstorben) [14.08.08]
Brauner Ausflug ins Grüne (NPD versucht beim Thema Ökologie an Profil zu gewinnen – mit Erfolg) [20.08.08]
Braune unterm grünen Deckmäntelchen (Partei setzt verstärkt auf Umweltschutz) [23.08.08]
Bayern: Die Kandidaten der rechtsextremen NPD (Sascha Roßmüller, Fred Eichner, Günter Kursawe, Karl Richter, Roland Wuttke, Norman Bordin , Björn-Christopher Balbin, Renate Werlberger, Willi Wiener, Matthias Fischer, Sebastian Schmaus, Ralf Ollert, Wielant Hopfner , Per-Lennart Aae, Uwe Brunke, Udo Sieghart, Tony Gentsch, Anneliese Michel) [25.08.08]
Plakate beschlagnahmt und abgehängt [27.08.08]
NPD in Aschaffenburg (gewillt, die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner mit Gewalt zu führen) [30.08.08]
Bayern: Männer dominieren NPD-Listen, sind aber kaum zu erreichen [01.09.08]
Weiß-brauner Himmel über Bayern (besonders außerparlamentarisch wird die NPD ihre Erfolge erzielen und Strukturen etablieren. Bereits heute finden wir hier enge Verbindungen zur gewaltbereiten Neonaziszene)
NPD will in Landtag (Neonazis kandidieren flächendeckend bei Wahlen in Bayern. Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung. Breite Bündnisse mobilisieren gegen rechte Auftritte) [03.09.08]
Hassreden in der Provinz (Bei der Landtagswahl hofft die NPD auf "fünf Prozent plus X". In Eggenfelden warben Funktionäre mit Hetzreden gegen Ausländer und Juden um Zustimmung)
Mit dem Führer gegen Zeitarbeit [05.09.08]
Wahlkampf in Bayern: Betrunkene NPD-Anhänger bepöbeln Passanten (Passau) [06.09.08]
Blauweiß-braun (Auch an Bayern geht die flächendeckende Offensive der NPD nicht vorbei) [10.09.08]
Muc: wieder NPD Infostand in Pasing [12.09.08]
Beten, kandidieren, festsetzen (Im Freistaat soll der Sprung in ein Westparlament gelingen) [16.09.08]
CSU-Kandidat und NPD-Funktionär: Gemeinsam für die Vertriebenen (Arthur Bechert, Willi Wiener) [17.09.08]
Bayern: NPD irgendwo zwischen null und zwei Prozent [19.09.08]
Bayern: NPD-Wahlkämpfer sollen Rep-Landeschef niedergeschlagen haben (Landesvorsitzender Johann Gärtner von einem NPD-Plakatiertrupp auf eigenen Grundstück in Kissing erheblich verletzt worden) [23.09.08] *
Klingt eigentlich toll (Es gibt gute Gründe, die NPD nicht zu Wahlsendungen des Bayerischen Rundfunks einzuladen. Sie haben wenig mit der NPD und viel mit dem Bayerischen Rundfunk zu tun: Andreas Bachmann und Matthias Keller-May, Sascha Roßmüller)
Bayern: NPD und JN ziehen noch einmal alle Register (wenige Tage vor der Landtagswahl gegen den demokratischen Widerstand in Gräfenberg und Weißenohe. Neonazis versuchen im Stil der SA die Sprecher des Bürgerforums Gräfenberg als Feinde der Gemeinschaft zu denunzieren)
NPD schlägt Republikaner [24.09.08]
"Gutmenschenmafia" (ziehen Rechtsextreme alle Register ihrer Feindbildpropaganda, Diffamierungen und Aufmärsche vor der Haustür ihrer Gegner)
NEU und mutig: nazistopp-nuernberg.de (Plakat-Aktion kurz vor den Bayerischen Landtagswahlen)
Aggressive NPDler in Lindau [24.09.08]
Bayern vor der Landtags- und Bezirkstagswahl: Schafft die NPD 1 Prozent? („Heimat statt Globalisierung“) [26.09.08]
Landtagswahl in Bayern, Kommunalwahlen in Brandenburg [28.09.08]
Bayern: NPD-Anhänger überklebten Wahlplakate von anderen Parteien (Freising und Attaching) [03.10.08]

Ergebnis:

Bayern: NPD kommt auf 1,2 Prozent (sie könnte somit ihr Minimalziel erreichen: Geld aus der Wahlkampfkostenerstattung) [28.09.08]
Landtagswahl in Bayern 2008: NPD bei 1,2 Prozent [29.09.08]
Staatsknete für Rechtsextremisten
NPD verfehlt Wahlziele in Bayern und Brandenburg...

Zum Thema:

Teurer Wahlkampf für die NPD in Unterfranken (Neben den üblichen Kosten für die NPD, sind in den letzten Wochen der "heißen" Wahlkampfphase etliche dazugekommen, Pascal Scholz, Matthias Bauerfeind, Michael Diener) [29.09.08]

Sunday, July 27, 2008

Passau: NPD, Gewalt, Hakenkreuz

Bei der Beerdigung des einst bundesweit aktiven Rechtsterroristen und Neonaziaktivisten Friedhelm Busse in Patriching bei Passau ist es zu massiven Angriffen durch bekannte Neonazis (u.a. Philipp Hasselbach, Mike Nwaiser, Norman Bordin, Christian Malcocci, Siegfried Borchardt, Christian Worch, Daniela Wegener, Rene Rodriguez-Teufer, Udo Voigt, Thomas “Steiner” Wulff, Sascha Roßmüller, Matthias Fischer, Uwe Meenen, Christian Hehl, Renate Werlberger, Stephan Mühlberger, Günther Resch, Edda Schmidt, Norman Kempken) auf Polizeibeamte und einen Journalisten gekommen. ...lesen

Siehe auch:

Nazi-Beerdigung mit Hakenkreuzfahne und Gewalt
Friedhelm Busse Tod- NPD Aufmarsch in Passau
NEONAZIKRAWALLE NACH BEERDIGUNG [28.07.08]
Neonazis randalieren nach Begräbnis
Passau: Nazikrawalle auf Beerdigung
Gewalt bei Busse-Beerdigung: NPD spricht von Presselügen [29.07.08]
Hakenkreuzfahne im Grab: Haftstrafe droht [30.07.08]
Bayern: Hakenkreuzfahne aus Grab sichergestellt
Ehrung mit Hakenkreuzfahne [31.07.08]
Aus Grab geholt
Hakenkreuzfahne aus Nazi-Grab geholt
Justiz lässt Hakenkreuzfahne aus frischem Grab holen
Ungeheuerlich - Neonazis greifen Reporter an
NPD-Funktionär wegen Hakenkreuzfahne angeklagt [16.12.08]


Zum Thema:

Dokumentation: Gewalt gegen die “Judenpresse” [28.07.08]
“Neonazis geraten außer Kontrolle” (Wieder einmal bleibt es dem Zentralrat der Juden überlassen, als einzige bundesweite Organisation auf die Ereignisse von Passau hinzuweisen) [29.07.08]
Zentralrat der Juden schlägt Alarm
„Passau ist eine Hochburg der rechten Szene“ (Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden) [30.07.08]
Zentralrat für Rassismus-Beauftragten [31.07.08]
Plant die NPD den Relaunch? Parteipräsidium distanziert sich von “Symbolik von gestern” [02.08.08]
Die NPD und der Nationalsozialismus: “Niemals ganz nüchtern, aber auch niemals sternhagelvoll” [03.08.08]
Das strategische Dilemma der NPD [04.08.08]
Probleme mit Neonazis
Spaltet Hakenkreuzfahne die “Volksfront von rechts”? [05.08.08]
NPD bringt Neonazis gegen sich auf [06.08.08]
Busse-Beisetzung mit Nachspiel: Freie Kräfte richten sich gegen die NPD
Freie Kräfte vs. NPD - Bsp. Uwe Brunke (Obb.) [09.08.08]
NPD-Vize Rieger wirft NPD-Führung „parteischädigende Maßnahmen“ vor [12.08.08]
„Ein einziger Skandal“
„Politische Selbstinszenierung“ (Die Passauer Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Neonazi Thomas Wulff wegen Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen erhoben) [18.12.08]
Eggenfelden: "Brutal und feige": Bewährung für Angriff auf Journalisten [21.01.09]
Busse-Beerdigung: Verfahren gegen Regensburger NPD-Chef (Regensburger NPD-Chef Will Wiener muss sich demnächst vor dem Amtsgericht Passau verantworten) [03.02.09]
Nächster Prozess wegen Busse-Begräbnis steht bevor
Nach Angriff auf Journalisten: NPD hetzt weiter [13.02.09]


Neonazi unter Anklage (Thomas Wulff ab Mai vor Passauer Amtsgericht) [28.03.09]
Rechtsextremist muss wegen Hakenkreuzfahne bei Beerdigung vor Gericht
Prozessbeginn gegen Thomas Wulff wegen Hakenkreuzfahne auf Busse-Beerdigung [14.06.09]
Hakenkreuz auf Sarg: Geldstrafe für Neonazi [16.06.09]
Neonazi Wulff gesteht
Neonazi will Hakenkreuz nicht bemerkt haben
Hakenkreuzfahen bei Busse-Beerdigung: NPD-Funktionär Wulff zu Geldstrafe verurteilt

München: BIA-Vorstandsmitglied zu Haftstrafe verurteilt (Philipp Hasselbach, Jugendschöffengericht am Amtsgericht München, André Picker) [15.04.09]
Drei Monate Haft für Münchner Neonazi
Trauermarsch mit Schlägerei [16.04.09]
Attacke auf Fotografen: Neonazi Hasselbach muss ins Gefängnis
Philipp Hasselbach zu Haftstrafe verurteilt [21.04.09]

Nächste Strafe wegen Beerdigungs-Randale (Willi Wiener, Amtsgericht Passau) [11.05.09]
Gewalt bei Busse-Beerdigung: 50 Tagessätze für NPD-Wiener

Thursday, October 25, 2007

„Spitzenpersonal“

Kandidaten und Wahlkampf der hessischen NPD dürften eher der Abschreckung dienen.

Der Kontrast könnte kaum deutlicher sein: In Niedersachsen eine NPD, die ihren Wahlkampfauftakt mit 700 Gästen und geballter Parteiprominenz im Hannoverschen Congress-Centrum begeht, die ein Wahlprogramm vorlegt, das sich in Stil und Inhalt auch an ein bürgerliches Publikum richtet, und dazu passend mit Andreas Molau einen Spitzenkandidaten präsentiert, der nicht gleich als Kinderschreck durchgeht. Demgegenüber in Hessen eine NPD, die ihren Wahlkampf mit einer kläglichen 100-Mann-Demonstration startet, die ein „Sofortprogramm“ vorlegt, das in seiner ersten Fassung nur entfernte Ähnlichkeit mit deutscher Rechtschreibung aufwies, und mit einem „Spitzenpersonal“, das abschreckt.

Zwar hatte NPD-Bundesvize Sascha Roßmüller den Hessen „die volle Unterstützung der Bundespartei in diesem für die Gesamtpartei so wichtigen Wahlkampf“ zugesagt. Doch tatsächlich behandelt die Parteispitze beide Bundesländer, in denen am 27. Januar neue Parlamente gewählt werden, höchst unterschiedlich und konzentriert sich – jedenfalls bislang – auf Niedersachsen. Währenddessen werden der Hessen-NPD auch szeneintern manche Fehlleistungen vorgehalten – beginnend mit der Landesliste, die Doris Zutt anführt. Einen Namen hat sich die 52-Jährige gemacht, weil sie einst mit ihrem Laden „Zutts Patriotentreff“ im heimischen Ehringshausen die Szene mit Neonazi-Devotionalien versorgte. Auch wenn die NPD in Ehringshausen bei der Kommunalwahl 2006 immer noch 4,9 Prozent der Stimmen erhielt – 1997 waren es sogar 22 Prozent gewesen –, ist Zutt alles andere als ein Wählermagnet: Als sie im Januar 2007 für das Oberbürgermeisteramt in Frankfurt kandidierte, kam sie auf nur 0,8 Prozent.

Probleme anderer Art hat der Listendritte, Marcel Wöll. Das Amtsgericht Friedberg verurteilte den wegen Körperverletzung bereits zweimal vorbestraften NPD-Landesvorsitzenden Anfang August in erster Instanz wegen Volksverhetzung zu vier Monaten Haft ohne Bewährung. Er hatte Auschwitz als „Stätte des so genannten nationalsozialistischen Terrors“ bezeichnet, Exkursionen dorthin als „Gehirnwäsche“. Seine Untauglichkeit für Parlamentsarbeit stellte auch der Vierte auf der Liste, der Frankfurter Kreisvorsitzende Jörg Krebs, unlängst unter Beweis. Anfang September erklärte er in der Stadtverordnetenversammlung: „Die Moslems werden erst ihre Moscheen bauen, und dann schmeißen sie uns die Bomben um die Ohren“, und war dafür aus der Sitzung ausgeschlossen worden.

Eher unglücklich verlief aus Sicht der NPD auch die Suche nach einem attraktiven Wahlkampfplakat. Kurzerhand bediente man sich bei der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und ihrem umstrittenen Schäfchenplakat, das der UN-Sonderberichterstatter für Rassismus, Doudou Diène, als rassistisch bezeichnet hat. In seiner ersten, von der Hessen-NPD abgekupferten Fassung erschloss sich der Sinn des Plakats freilich nicht jedem – bis hin zu dem Missverständnis, das per Tritt in den Hintern aus der Gemeinschaft hinausbeförderte schwarze Schaf symbolisiere die NPD. Die aktuelle Version erlaubt keine Fehlinterpretation. Das weiße Schaf ist nun als NPD gekennzeichnet, und unter der Zeichnung wird „versprochen“: „Wir räumen auf in Hessen!“ Von ähnlich dürftiger Qualität wie das Plakat-Plagiat war die erste Fassung des „Sofortprogramms“. Sie glänzte mit Sätzen wie: „Die Abgeordneten des hessischen Landtages verdienen nichts und erhalten viel zu viel“ oder „Wenn ein Paar Heiratet erhalten Sie vom Land Hessen ein Darlehen über 20.000 €“ (Schreibweise im Original).

Nach all diesen Pannen wähnte sich die Truppe um Wöll mit einem Aufmarsch gegen den Bau einer Moschee in Frankfurt-Hausen auf der sicheren Seite. Doch auch diese Rechnung ging nicht auf. Gerade einmal 100 Rechtsextremisten kamen am 20. Oktober in die Mainmetropole. Einige von ihnen gaben ein besonders trauriges Bild ab, weil sie auf ihre Bomberstiefel nicht verzichten mochten und daher auf Socken durch Hausen laufen mussten. In der NPD tröstete man sich damit, dass zu einer Demonstration der Republikaner unter dem Motto „Ja zum Minarettverbot“ am selben Tag in Rüsselsheim gar nur 30 Teilnehmer gekommen waren. Die Republikaner haben immerhin einen gewichtigen Vorteil gegenüber der NPD: Ein „Rekordbudget“ von 300 000 Euro wollen sie für den Wahlkampf einsetzen.

Friday, March 30, 2007

Schwandorf: Wieder im Amt

Stephan Göbeke-Teichert (35), vormals JN-Landesvorsitzender Bayern, ist wieder Vorsitzender des NPD-Bezirksverbandes Oberpfalz.
Das Amt hatte Göbeke-Teichert bereits von 2002 bis 2005 inne. Ehrengäste bei der NPD-Mitgliederversammlung, die am 11. März in Schwandorf stattfand, waren Sascha Roßmüller, NPD-Bundesvize, Axel Michaelis, bayerischer NPD-Landesgeschäftsführer und das bayerische NPD-Landesvorstandsmitglied Rüdiger Schrembs. Grußworte überbrachten Funktionäre der DVU und der Deutschen Partei. Göbeke-Teichert war Ende der 90er Jahre Repräsentant der rechtsextremen „Nationalen Initiative Schweiz“ und vertrieb über eine Postfachanschrift deren Polit-Magazin „Morgenstern“. 2002 stand Göbeke-Teichert auf der „Schwarzen Liste“ der säumigen Mitglieder der Neonazi-Vereinigung HNG. Im Januar dieses Jahres kam Göbeke-Teichert durch Austritt einem Ausschluss aus dem Technischen Hilfswerk (THW) in Straubing zuvor. Wegen seiner öffentlich gewordenen Mitgliedschaft in der NPD und der „Kameradschaft Weiße Wölfe“ wollte das THW das lästige Mitglied loswerden. (am)

Quelle
Bnr [30.03.07]

Monday, June 30, 2008

NPD-Kundgebung in Bayreuth verhindert

Am 27.6.2008 hatte die NPD-Oberfranken eine Wahlkampfkundgebung anlässlich der im September stattfindenden bayerischen Landtagswahlen in der Bayreuther Maximilianstr. 6 angemeldet. Hierzu sollten neben einem Infotisch Reden von Sascha Roßmüller (stellvertretender Bundesvorsitzender) und Kai Limmer (Parteivorsitzender Oberfranken) durchgeführt werden. ...lesen

Monday, June 04, 2007

München: Familienfete der NPD

Am 16. Juni veranstaltet der NPD-Landesverband Bayern an einem bislang unbekannten Ort zum zweiten Mal einen „Bayerntag“.
Bei der Festveranstaltung sollen als Redner die stellvertretenden NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel und Sascha Roßmüller, Ralf Ollert, NPD-Landesvorsitzender Bayern und Stefan Rochow, Bundesvorsitzender der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN), auftreten. Für den musikalischen Teil sind unter anderem der wegen Volksverhetzung vorbestrafte Liedermacher Frank Rennicke, eine fränkische Blaskapelle und Ferox aus Schweden vorgesehen. Für die „kleinen Gäste“ steht eine Kinderhüpfburg zur Verfügung. Daneben ist das Kommen einer Märchenhexe angekündigt. Am ersten „Bayerntag“ am 17. Juni 2006 nahmen rund 600 Personen teil. (am)

Quelle
Bnr [02.06.07]

Siehe auch:

16.06.2007 - Nazis die Idylle nehmen!
Rechter "Bayerntag" vor dem Aus? [11.06.07]
NPD-"Bayerntag" darf auf die Wiese [14.06.07]
Nürnberg: Nazilautibus angegriffen [16.06.07]
Polizei sichert der NPD eine ungestörte Propagandaveranstaltung in der Oberpfalz [17.06.07]
Überschaubarer "Bayerntag" [18.06.07]

Thursday, November 13, 2008

Bayern: Was passierte beim NPD-Landesparteitag?

Der Machtkampf in der bayerischen NPD hat offenbar einen neuen Höhepunkt erreicht. In den vergangenen Monaten gab es bereits mehrfach Ereignisse, die die Flügelkämpfe zwischen militanten Neonazis und bürgerlich-auftretenden NPDlern belegten, für den Wahlkampf versuchte man sich dann einigermaßen zusammezureißen. Damit ist nun Schluss. Beim NPD-Landesparteitag am 11. November 2008 waren nach NPD-Angaben rund 240 Teilnehmer, davon 150 Delegierte, dabei. Diese wählten

nach einer kontroverse Sach- und Personaldiskussion erneut den Nürnberger Stadtrat Ralf Ollert zum Landesvorsitzenden. Sein unterlegener Gegenkandidat Uwe Meenen verzichtete auf das Amt des Stellvertreters, blieb aber dem 15-köpfigen Vorstand als Beisitzer erhalten. Stellvertreter sind Sascha Roßmüller (wie bisher) und Walter Baur (neu). Der Parteivorsitzende Udo Voigt beschwor in seiner Rede die Einsatzbereitschaft der Partei und bezeichnete die soziale Frage als eine nationale Aufgabe, die in Deutschland mit einem Ausländer-Rückführungsprogramm angegangen werden müsse. In seiner Abschlußrede stimmte der neugewählte Landesvorsitzende Ralf Ollert die bayerische NPD auf das aufgabereiche Wahljahr 2009 ein.

Nun wird die NPD wieder sagen “guckt mal, wie toll demokratisch wir sind, wir diskutieren” - doch falls die Gerüchte um den Parteitag auch nur ansatzweise wahr sein sollten, hat das Ganze mit demokratischen Auseinandersetzungen wenig zu tun. So berichten Beobachter, nach der Wahl Ollerts habe ein Teil der Teilnehmer die Veranstaltung frühzeitig verlassen, danach soll es noch zu Sachbeschädigungen gekommen sein. ...lesen

Siehe auch:

Landau: DVU-Funktionär wird NPD-Landesvize (Walter Baur) [13.11.08]

Zum Thema:

Bayerns NPD vor der Spaltung (Parteiinterner Ärger: Landesvize Meenen und die Jungen Nationaldemokraten opponieren gegen den wiedergewählten Parteichef Ollert. Der Landeschef der Jungen Nationaldemokraten (JN), Matthias Fischer, ist aus der NPD ausgetreten) [14.11.08]
Bayern: JN-Landeschef Fischer aus der NPD ausgetreten
Watschen unter Kameraden (ober­pfäl­zi­sche Kameradschaft »Urd & Skuld«) [08.12.08]

Verwandte Themen:

Die Neonazi-Szene in Bayern formiert sich neu (Nadelstreifen oder Palästinensertuch? In der rechtsextremen Szene tobt auch in Bayern ein Richtungsstreit.) [26.02.09]
Das "Freie Netz Süd" - Einblicke in ein bayerisches Neonazinetzwerk (neues Netzwerk geknüpft, das der NPD Konkurrenz von rechtsaußen macht) [04.03.09]
Lesetipp: Die rechtsextreme Szene in München * [27.03.09]
Chronik brauner Gewalt (Nachfolgend eine Auswahl der Umtriebe mit erwiesenem oder mutmaßlichem rechten Hintergrund aus den Jahren 2006 und 2007)
Die Polizei ist ihr neues Feindbild
Neonazis in Loden
Schläge ins Gesicht [30.03.09]
Rund 1100 gewaltbereite Rechtsextremisten in Bayern (Angaben des Verfassungsschutzes in Bayern)
Verfassungsschutzbericht Bayern: Auch in Bayern Zulauf bei der NPD-Jugendorganisation * [31.03.09]

Wednesday, November 29, 2006

Berlin: Neuordnung der Führungsspitze der NPD

Berlin – Der NPD-Parteivorstand hat in seiner ersten Sitzung nach dem Parteitag am vorigen Wochenende Peter Marx zum neuen Generalsekretär gewählt.
Marx wird damit Nachfolger von Ulrich Eigenfeld, der bei der Abstimmung über die stellvertretenden Vorsitzenden durchgefallen war und bei der Wahl der Beisitzer nur mit einem äußerst mageren Ergebnis überhaupt den Einzug in den Parteivorstand geschafft hatte. Die Erfahrung des derart abgestraften langjährigen NPD-Funktionärs aus Niedersachsen will die Partei aber weiter nutzen. Er soll im Vorstand für „Parteistruktur und Verwaltung“ zuständig sein. Nicht erwähnt wird in Pressemitteilungen der NPD die Position des Geschäftsführers (bisher Stefan Köster). Möglich ist, dass dessen Aufgaben künftig gemeinsam von Eigenfeld und dem als „Bundesorganisationsleiter“ gewählten Jens Pühse, Verlagschef der Parteizeitung „Deutsche Stimme“, wahrgenommen werden. Trotz des Finanzdesasters der Partei bleibt Erwin Kemna Bundesschatzmeister. „Neue Akzente“ verspricht sich die NPD von dem zum „Amtsleiter Politik“ aufgestiegenen sächsischen Landtagsabgeordneten Jürgen Gansel. Für Schulung und Bildung soll der Ex-Waldorf-Lehrer Andreas Molau zuständig sein. Ein Amt gab es auch für Neu-Mitglied Jürgen Rieger: Er soll im Vorstand für „Außenpolitik und Finanzbeschaffung“ verantwortlich sein. Neben Parteichef Udo Voigt und seinen Stellvertretern Marx, Holger Apfel und Sascha Roßmüller sollen auch Pühse, Kemna, Parteisprecher Klaus Beier, der Medien-Beauftragte Jörg Hähnel, Gansel, Molau, Eigenfeld und Frank Schwerdt, der Leiter des Amtes Recht, dem Präsidium der Partei angehören. In den Vorstand kooptiert wurden unter anderem Manfred Börm, der Leiter des „Ordnungsdienstes“ der Partei, und der beim Parteitag durchgefallene Ex-Republikaner Frank Rohleder. (ts)

Quelle
Bnr [29.11.06]

Tuesday, September 05, 2006

Straubinger Polizei verhaftet junge Leute, weil sie gegen die NPD protestierten

Dass sie gegen die menschenverachtende Politik der NPD sind und ihre Meinung lautstark zum Ausdruck brachten, rief einige NPD-Vetreter, darunter den stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden Roßmüller, an einem Infostand auf dem Straubinger Theresienplatz derart in Rage, dass sie auf die Demonstranten einschlugen, ganz in der Manier der Nazi-Schläger, die an vielen Orten in Deutschland Menschen zusammenschlagen und in vielen Fällen schon zu Tode geprügelt haben. ...lesen

Wednesday, May 03, 2006

Karrieresprung

München – Der Neonazi Norman Bordin ist neuer JN-Landesvorsitzender in Bayern.
Bordin, Gründer des neonazistischen „Aktionsbüro Süd“, wurde am 30. April auf einem außerordentlichen Kongress des bayrischen Landesverbandes der JN mit 99 Prozent der Stimmen zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Der alte Vorstand unter seinem Vorsitzenden Mike Nwaiser (Jg. 1983) verließ noch vor den Neuwahlen den Kongress. Ihm wurde unter anderem „finanzielle Misswirtschaft“ vorgeworfen. Von der NPD-„Prominenz“ waren bei der Veranstaltung das JN-Bundesvorstandsmitglied Alexander Neidlein, der bayrische NPD-Landesvorsitzende Ralf Ollert und Sascha Roßmüller, Berater der sächsischen NPD-Landtagsfraktion, anwesend. Bordin wurde im März 2002 als Mittäter eines gewalttätgen Angriffs auf einen griechischen Staatsangehörigen zu einer 15-monatigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. Im Oktober 2004 trat er der NPD bei. (lb)

Quelle
Bnr [03.05.06]

Siehe auch: Norman Bordin

Monday, November 17, 2008

Sachsen: NPD laut Umfrage bei sechs Prozent

Rassistische Hetze gegen den designierten US-Präsidenten Obama, Handgreiflichkeiten in den Fraktionsräumen, SSS-Kader auf den Kandidatenlisten - dies sind Beispiele nur aus den vergangenen Tagen - dem sächsischen Wähler scheint`s egal - bzw. genehm. Laut einer Umfrage des Leipziger Instituts für Marktforschung, die von der SPD-Landtagsfraktion in Auftrag gegeben wurde, liegt die NPD bei rund sechs Prozent, berichtet die Sächsische Zeitung. Dies scheint eine Stammwählerschaft zu sein, bei den Kommunalwahlen kamen die Rechtsextremisten auf gut fünf Prozent. Eine Umfrage im Auftrag der sächsischen Regierung sah die NPD zwar vor einigen Wochen bei nur 2,8 Prozent, doch dieser Wert erscheint doch sehr niedrig.

Quelle
NPD-Blog [15.11.08]

Zum Thema:

Die NPD in Sachsen vor dem Superwahljahr 2009 (mit Download) [06.12.08]
Expertin geht von NPD-Wahlerfolgen in Sachsen und Thüringen aus (Kerstin Köditz) [21.03.09]
Expertin der Linken warnt vor Wahlerfolgen der NPD
Linke warnt vor NPD-Wahlerfolgen
Sachsen-Wahl: Eng für die NPD (Institut für Marktforschung, Aproxima) [24.03.09]
Der lange Atem der NPD (Die Geldnöte der NPD werden der Partei nicht das Genick brechen. Im Gegenteil: Auf kommunaler Ebene ist sie stärker denn je. Und von der Krise kann sie nur profitieren) * [26.03.09]
Freie Kräfte Sachsen: Jein zum NPD-Wahlkampf (Während bundesweit die Planungen für regionale Aktionen zum diesjährigen 1. Mai auf Hochtouren laufen, wollen sich die Freien Kräfte Sachsen offenbar nicht nur an diesem Tag der NPD mehr oder weniger verweigern) [06.04.09]
NPD-Machtkampf geht weiter: Apfel und Gansel auf dem “sächsischen Weg” * [06.04.09]
Apfel fällt ein wenig ab vom Stamm (Sächsische NPD auf Distanz zu neuem Bundesvorstand / Ziel ist Wiedereinzug in den Landtag) [08.04.09]
Mit Nazis Im Fahrstuhl (Über die Erfahrungen mit Abgeordneten der NPD in den sächsischen Parlamenten) [14.04.09]
Kein "Guten Morgen" für die Rechtsextremisten
Extremismus in Sachsen: Viel Aktionismus am rechten Rand und ein dickes Fragezeichen für die Wahl (Albrecht Buttolo: "Gefahren für unser Gemeinwesen gehen aber auch vom Linksextremismus bzw. von ausländerextremistischen Bestrebungen aus." Dabei erzählen ihm seine Schlapphüte im Grunde täglich, dass da kein Gleichgewicht besteht und sich die Sachsen zu allererst um eines Sorge machen müssen: das Ausbreiten rechtsextremistischer Spielräume) [20.04.09]
Umfrage sieht NPD in Sachsen bei vier Prozent (Umfrage des Leipziger Instituts für Marktforschung) [21.04.09]
Landtagswahl in Sachsen: Die NPD auf dem Weg zur etablierten Partei? (In keinem anderen Land verfügt die NPD über eine so starke Basis und Infrastruktur wie im Freistaat Sachsen) [22.04.09]
NPD tritt im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 40 Kandidaten an (Mangels Kandidaten schaffen es die Rechtsextremisten demnach aber nicht, flächendeckend in allen Kommunen anzutreten) [29.04.09]
Tourismusverband Sächsische Schweiz ruft zu Weltoffenheit auf *
Kirche ruft Sachsen zur Wahlbeteiligung auf
Die Juden heißen jetzt Nguyen und Mustafa (In einem Informationsblatt zur Kommunalwahl zündeln Rechtsextremisten verbal unterschwellig nicht nur gegen Ausländer, Jens Baur, Liane Hesselbarth) [30.04.09]
Zuviel ist zuviel (In Dresden macht sich die rechtsextreme NPD Hoffnung, bei den Stadtratswahlen am 7. Juni ins Rathaus der Elbestadt einzuziehen. In einem Informationsblatt zur Kommunalwahl in Dresden zündeln Rechtsextremisten mit aller Kraft des Vorurteils gegen Ausländer. Wie einst gegen Juden: Rassismus pur.) [04.05.09]
NPD verliert in Sachsen fast jede zweite Stimme [06.05.09]
NPD-Kandidat mit Schusswaffe (Der Stellvertretende Kreisvorsitzende der NPD Dresden und Spitzenkandidat im Wahlkreis 6 (Bühlau/Schönfeld-Weißig), Paul Lindner, “Nazis in den Parlamenten” (NiP)) [15.05.09]
NPD tritt in Sachsen mit 327 Kandidaten an (zum Teil aus dem Bereich der freien Kräfte) [19.05.09]
NPD-Hochburg Sächsische Schweiz: Wo sind die “maßgeschneiderten Lösungen”? [22.05.09]
Hoyerswerda: Rechtes Wahlkreisbüro eröffnet [28.05.09]
Scharfes Wahlkampf-Schwert gegen Polen (NPD und DSU plakatieren äußerst aggressiv gegen den osteuropäischen Nachbarn) [29.05.09]
NPD und DSU wegen Volksverhetzung angezeigt
Polenfeindliche Plakate bleiben hängen (obwohl Polizei und Staatsanwaltschaft mindestens drei Anzeigen gegen sie erhalten haben)
CDU-Politiker zeigt NPD an
Polenfeindliche NPD-Plakate ohne strafrechtliche Konsequenzen [30.05.09]
Landtags-Hausordnung gegen Extremisten verschärft
Pro Chemnitz: Neuer Name - alte Parolen (Republikaner haben sich umbenannt - Wahlaussagen halten Prüfung nicht Stand)
Antipolnischer Wahlkampf in Görlitz [01.06.09]
Görlitzer zeigen Gesicht gegen Polenhetze [03.06.09]
Gemeinderatswahlen am Sonntag in Sachsen [04.06.09]
Naziwahlk(r)ampf Annaberg-B. - the next level (Neue nationale Partei (NDP) geht kurz vor der Wahl mit mehreren "Führern" in die Offensive! Rico Hentschel, Rico George, David Schröer) [05.06.09]
Bürgermeister gegen rechte Wahlplakate [06.06.09]
"Risiken und Nebenwirkungen stehen im Geschichtsbuch" (Bürger wehren sich gegen polenfeindliche Wahlplakate der NPD in Görlitz) [11.06.09]

Verwandte Themen:

Drastischer Anstieg rechter Straftaten in Sachsen (um 55 Prozent) [18.03.09]
Vor 10 Jahren: “Sachsens NPD überschreitet den Zenit” [20.06.09]


Ergebnisse* und Folgen:

NPD-Hochburg Sächsische Schweiz [08.06.09]
NPD in Stadtparlamenten vertreten (Chemnitz, Leipzig und Dresden)
“Meine Stimme gegen Nazis” intensiviert Aufklärungskampagne (Bei den Kommunalwahlen in Sachsen gehört auch die extrem rechte NPD zu den Gewinnern) [09.06.09]
Sächsische Schweiz bleibt NPD-Hochburg (22 Prozent in Reinhardtsdorf-Schöna. In Bad Schandau, Rathmannsdorf, Rosenthal-Bielatal und Stolpen war die rechtsextreme Partei erstmalig angetreten, überall übersprang sie die fünf-Prozent-Marke. In Rathmannsdorf erreichte sie sogar 10,3 Prozent.)
Wahlergebnis der NPD unterschiedlich bewertet (Die Partei hatte am vergangenen Sonntag sachsenweit 2,3 Prozent der Stimmen bekommen und damit ihr Ergebnis im Vergleich zu 2004 (0,5 Prozent) verbessert.) [10.06.09]
Oberbürgermeister korrigiert Aussagen zu NPD (Hartwig Rauh, der Oberbürgermeister von Weißwasser, hat Angebot der Zusammenarbeit an einen in den Stadtrat gewählten NPD-Abgeordneten relativiert) [11.06.09]
Deutsche Eiche im Stadtrat (Reibungslos verlief der Kommunalwahlkampf für die Neonazis trotzdem nicht)
NPD erstattet Anzeige wegen Wahlfälschung [24.06.09]

Ergebnis NPD zur Kommunalwahl im LK Görlitz [30.06.09]
"Vosi" auf der Palme: Keine WG mit NPD! ("Volkssolidarität" in Chemnitz auf der Palme) [04.07.09]

Sachsens NPD wählt Apfel zu ihrem Chef
DVU-Vize Knop Berater der NPD-Fraktion in Sachsen (neue Berater eingestellt: Ingmar Knop, Stefan Paasche, Dr. Olaf Rose, Sascha Roßmüller, Holger Szymanski) [28.10.09]

Friday, April 27, 2007

Antikapitalistische Demagogen

Gewerkschaften gehören zum Feindbild der NPD. Die rechtsextreme Partei will selbst für die „Interessen aller deutschen Arbeiter kämpfen“.

Wenn Neonazis am 1. Mai auf die Straße gehen, wollen sie sich auch als die besseren Arbeitnehmervertreter gerieren. Die Gewerkschaften haben sie längst abgeschrieben. Beispielhaft dafür steht der Aufruf zur Dortmunder Demonstration, vorbereitet von parteilosen Neonazis und unterstützt durch die NPD. Gewerkschaften sind demnach „Helfershelfer“ von Kapital und Herrschenden: „Die Knechte des Kapitals, die Räder, die dieses System am Laufen halten, haben nur das Interesse, ihre eigene Position zu sichern! Solange ein Schulterschluss mit den Vasallen und Apologeten der Ausbeutung gesucht wird, solange kann soziale Gerechtigkeit nur eine Worthülse bleiben.“

Gewerkschafter gehören zum Feindbild von Neonazis. Nicht nur, aber auch, weil manche von ihnen als Gegendemonstranten auf der Straße zu finden sind, wenn Rechtsextremisten aufmarschieren wollen. Als 1000 Essener am 28. April gegen eine Kundgebung der NPD unter dem Motto „Arbeit für Millionen statt Profite für Millionäre“ protestierten, kommentierte das ein Berichterstatter des Parteinachwuchses JN so: „Gerade Gewerkschaften hätten die Thematik begrüßen müssen und zeigen doch wieder einmal ihr wahres Gesicht. Von der Interessenvertretung des kleinen Mannes ist keine Spur zu sehen.“ Der Junge Nationaldemokrat hat ein „großes“ Vorbild: NPD-Chef Udo Voigt fabulierte vor sechs Jahren im Parteiblatt „Deutsche Stimme“ (DS): „Die einst große Arbeiterbewegung der Gewerkschaften ist tot.“ Und auch den 1. Mai wollte er ihnen streitig machen: Der gehöre „nicht den Gewerkschaften, sondern dem Arbeiter“ – und dessen wahrer Sachwalter ist aus Voigts Sicht nun mal die NPD. Entsprechend gilt es auch, den 1. Mai für sich zu okkupieren. Im vorigen Jahr rief die Partei zur Demonstration in Rostock auf; etwa 1500 Teilnehmer wurden gezählt. Zwei Jahre zuvor waren es in Berlin noch 2300 bei einem Aufmarsch der NPD gewesen. Rein zahlenmäßig hält sich der Erfolg des Konzepts, den 1. Mai zu besetzen, in Grenzen. In den letzten drei Jahren kamen bundesweit stets „nur“ zwischen 2400 und 3400 Rechtsextremisten zu den verschiedenen Veranstaltungen zum „Tag der nationalen Arbeit“.

Wenn die NPD als Sachwalter der Arbeiter fungiert, wie von Voigt behauptet, ist es nur logisch, dass Gewerkschaften in der Programmatik der NPD so gut wie keine Rolle spielen. Im 20-seitigen Parteiprogramm taucht das Stichwort ein einziges Mal auf: im Kapitel „Deutschland muss wieder deutsch werden“, wo es heißt: „Im Zusammenspiel von Großkapital, Regierung und Gewerkschaften wurden Millionen von Ausländern wie Sklaven der Neuzeit nach Deutschland geholt.“ Ansonsten? Fehlanzeige. Im 80-seitigen Aktionsprogramm der NPD ist von den Arbeitnehmerorganisationen überhaupt nicht die Rede.

„Systemfromme Nutznießer des Kapitalismus“

Wie in der Partei über Gewerkschaften gedacht wird, verraten eher Einträge im sehr NPD-nahen „Nationalen Forum Deutschland“. Dort entwickelte sich in diesem Frühjahr eine Diskussion zum Thema. Die Gewerkschaften seien „der Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmern nicht im Geringsten nachgekommen ... Auch beim Sozialabbau haben diese Heuchler umfangreich mitgewirkt.“, schrieb der Initiator dieser Diskussion. Es folgte ein Abgesang auf die Arbeitnehmerorganisationen. „Gewerkschaften wurden von der Kapitalseite ins Leben gerufen, um eine scheinbar legitimierte und für die Interessen der Arbeiter berufene Organisation zu haben, die für Ruhe unter den Arbeitern sorgt, aber die hellen Köpfe der Arbeiterführer mit hoch dotierten Posten ruhig zu stellen versucht. Was ja auch wunderbar funktioniert.“, meinte einer. Ganz offen in die Tradition des Nationalsozialismus stellte sich ein Autor mit Namen „Naturfreund“: „Unter einer für das Volk arbeitenden Regierung ist jede Gewerkschaft überflüssig.“

Geht es nach dem Münsteraner NPD-Kreisgeschäftsführer Markus Pohl, ist sie nicht erst überflüssig, wenn eine „nationale Regierung“ an der Macht ist, sondern bereits heute. „Anders als die Gewerkschaften, welche ihre Mitglieder auf zahlreichen Kundgebungen am 1. Mai, bei Gratis-Bier und laschen Reden, bei Laune halten möchten, wird die NPD in Vechta und in vielen anderen deutschen Städten für die Interessen aller deutschen Arbeiter kämpfen!“, schrieb er in einem offenen Brief, nachdem sich gegen die Ankündigung einer NPD-Demo zum 1. Mai in der niedersächsischen Provinzstadt Protest aus den Reihen des DGB geregt hatte. Pohl macht den Gewerkschaften aus extrem rechter Sicht ein Sündenregister auf: Sie hätten „kommentarlos dabei zugesehen, wie die Etablierten in den sechziger Jahren Hunderttausende von Ausländern als ,Gastarbeiter’ ins Land lockten und diese langsam aber sicher die Deutschen vom Arbeitsmarkt verdrängten. Anstatt die mittlerweile 15 Millionen in Deutschland lebenden ,Menschen mit Migrationshintergrund’ als Konkurrenz für den deutschen Arbeiter zu sehen, registrieren die Gewerkschaften diese als potenzielle Mitglieder und somit Beitragszahler ihrer eigenen Organisation.“

Der DGB als „Handlanger der Globalisierung“

Dass der Traum von einem „nationalen Gewerkschaftsbund“ in der Bundesrepublik reichlich irreal ist, hatten Rechtsextremisten spätestens in den 90er Jahren erfahren müssen. Seit vielen Jahren hatten sich NPD-Mitglieder in dem vor allem in NRW tätigen „Deutschen Arbeitnehmerverband“ (DAV) breit gemacht. NPDler saßen im Bundesvorstand, in der DAV-Mitgliederzeitschrift „Deutsche Arbeitnehmer-Zeitung“ (DAZ) tauchten ausländerfeindliche Sprüche und Hetzparolen auf. Den erträumten Durchbruch in der Arbeitnehmerschaft schaffte der DAV nicht. Statt dessen geriet er ins Blickfeld von Gewerkschaftern, die gegen DAV-Treffen protestierten, und Verfassungsschützern, die den Verein in ihre Jahresberichte aufnahmen. 1997 traten die bekanntesten NPD-Protagonisten im DAV, der frühere nordrhein-westfälische NPD-Landeschef Peter Markert und Lothar Ehrlichmann, von ihren Funktionen zurück.

Im NPD-Organ „Deutsche Stimme“ setzte Ehrlichmann später seinen Feldzug gegen den DGB fort. „Im Verlauf der Nachkriegsjahrzehnte mutierten die Spitzenfunktionäre der Gewerkschaften von ursprünglich überwiegend marxistisch indoktrinierten ,Klassenkämpfern’ zu systemfrommen Nutznießern des Kapitalismus ... Die Gewerkschaften degenerierten schließlich zu bloßen ,Hiwis’ der Finanz- und Konzernkapitalisten.“ Sie hätten mitgewirkt an der Vermögensverteilung „von den Schaffenden zu den Raffenden“, schrieb er und bediente sich dabei des NS-Vokabulars. Er warf ihnen vor, ihre Tarifpolitik habe „einen Rationalisierungsschub nach dem anderen“ bewirkt – mit der Folge von Arbeitslosigkeit und Produktionsverlagerungen ins Ausland. Trotz seiner teilweise antikapitalistischen Attitüde klingt vieles bei Ehrlichmann, als sei es aus älteren Broschüren von Arbeitgeberverbänden abgeschrieben. Da ist die Klage über vom DGB „ferngesteuerte“ Betriebsräte, über eine angeblich enorme politische Machtfülle durch eine überproportionale Vertretung im Bundestag, über Verflechtungen mit der SPD, die den Anspruch einer Einheitsgewerkschaft zur „sinnwidrigen Selbstbezeichnung“ mache.

Der bayerische NPD-Funktionär Roland Wuttke schließlich macht schon in der Titelzeile eines DS-Beitrags deutlich, was die Partei an den Gewerkschaften stört: „Das falsche Spiel der Gewerkschaften – Anstatt deutsche Arbeitnehmerinteressen zu verteidigen sind die DGB-Gewerkschaften Handlanger der Globalisierung.“ Gewerkschaften hätten sich vom „kapitalistischen System korrumpieren“ lassen: „Sie lassen das unwürdige Spiel der Konzerne bei der Vernichtung und Verlagerung von deutschen Arbeitsplätzen gewähren und sich auf Nebenkriegsschauplätze abdrängen, wie z.B. der Erringung weniger Lohnprozente für Arbeitsplatzbesitzer oder jenen fatalen ,Kampf gegen Ausländerfeindlichkeit’ in den Betrieben.“ Damit nicht genug, attestiert Wuttke den Gewerkschaften als „Spießgesellen der Globalisierung“ auch noch eine „aktive Rolle bei der Ausplünderung und Unterdrückung Deutschlands“.

Im Ton gemäßigter gab Sascha Roßmüller in der DS (Ausgabe 4/2006) den Gewerkschaften Empfehlungen: „Die Gewerkschaften wären gut beraten, nationale Politikansätze aufzugreifen und sich somit als wirksames Instrument zur Durchsetzung gemeinschaftlicher Selbstbestimmung gegen die Kompetenzanmaßung der internationalen Finanzaristokratie zu begreifen.“ Diesen Ratschlag hin zur Volksgemeinschaftsideologie und hin zum Nationalismus werden die Gewerkschaften nicht befolgen. Und auch die Träume von Neonazis – gehegt in den Hochzeiten des Hartz-IV-Protests –, eigene Blöcke in gewerkschaftlichen Demonstrationen bilden zu können, sind ausgeträumt. Bleibt noch die Möglichkeit, mit eigenen Forderungen die Gewerkschaften zu übertrumpfen. Beispiel Mindestlohn: Während die Gewerkschaften auf 7,50 Euro orientieren, fordert die sächsische NPD 8,80 Euro. Die Zahlensymbolik mag ihr sehr recht sein.

Tomas Sager

Quelle
Bnr [27.04.07]